Zwei in einem Bett

Im Rahmen einer Diskussion auf AllesEvolution kam das Gespräch zwischen Miria und mir darauf, wie es einzuordnen ist, wenn ein Mann und eine Frau sich gemeinsam in ein Bett legen.
Miria erzählte, dass sie bereits öfter mit Freunden in einem Bett gelegen sei, und auch bei ihnen übernachtet hätte, ohne dass es dabei zu sexuellen Handlungen gekommen sei.

Für mich ist dieser Gedanke völlig neu. In meiner Jugend wäre es undenkbar gewesen, sich mit jemand anderen ins gleiche Bett zu legen.
Ich würde niemals auf die Idee gekommen, mich mit jemandem ins Bett zu legen, mit dem ich keinen Sex haben wollte (was nicht impliziert, dass der Sex tatsächlich sofort stattfinden muss).
Wenn ich später (nur sehr selten) in die Situation kam, bei einem Mann übernachten zu müssen, mit dem ich keinen Sex beabsichtigte, schlief ich eben auf dem Sofa oder notfalls im Schlafsack auf dem Boden.

Mit jemandem ein Bett zu teilen, ist eine sehr persönliche Angelegenheit. Es muss eine gewisse Vertrautheit da sein, die man nicht jedem gewährt.
Insbesondere das eigene Bett ist eine Zone, in der ich persönlich keinen Fremden haben möchte, selbst wenn Sex mit ihm erwünscht ist.

Was das Bett eines Mannes betrifft, so gehe ich mit dem modest proposal von Roosh konform:
Wenn ich es mit einem Mann ablehne, Sex zu haben, gehe ich nicht alleine mit ihm in seine Wohnung, geschweige denn, dass ich mich mit ihm ins selbe Bett lege.

Hotelbetten sind allerdings unpersönlicher, und eignen sich auch für Casual Sex.

Ich gehe davon aus, dass jeder gesunde, heterosexuelle Mann, der in die Situation kommt, mit einer Frau, die er halbwegs attraktiv findet, ein Bett zu teilen, die Chance nutzen wird, und zumindest versuchen wird, ihr noch näher zu kommen.
Ausnahmen sind vielleicht Männer, die bereits gebunden sind, vielleicht aber auch nicht.
Das gilt natürlich grundsätzsätzlich genauso für 15- oder 16-jährige Jugendliche. Wobei diese vermutlich noch unsicherer sind, und sich vielleicht weniger trauen, aber grundsätzlich natürlich schon gerne Sex mit ihrer Bettgenossin hätten.

Vom direkten Griff in den Schritt mal abgesehen, kann eine Frau eine Einladung an einen Mann eigentlich gar nicht deutlicher nicht-verbal aussprechen, als durch das offensichtliche Einverständnis, sich gemeinsam in ein Bett zu legen.

Wenn ein Mann dann keinerlei weitere Annäherungsversuche macht, würde mich das sehr erstaunen, eventuell auch enttäuschen.
Ich kann mir dafür nur die folgenden Gründe vorstellen:

  • Er hat gesundheitliche oder körperliche Probleme.
  • Er ist homosexuell oder asexuell.
  • Er will seiner Frau/Freundin treu sein.
  • Er ist feministisch indoktriniert.
  • Er ist extrem schüchtern und unerfahren.
  • Er findet mich nicht attraktiv.

Ehrlich gesagt, finde ich Miria’s Vorgehen, sich mit vermeintlich platonischen Freunden in ein Bett zu legen, äußerst befremdlich. Das hört sich für mich sehr nach „Friendzone“ an. Ich halte es nicht für OK, einen Mann, der möglicherweise sexuelles Interesse hat, derart in Versuchung zu führen, ohne willig für gemeinsamen Sex zu sein.

Ist es Miria gar nicht bewusst, welchen Eindruck sie damit vermittelt? Möglicherweise unterscheidet sich ihr Umfeld ja so sehr von dem meinen, dass es dort ganz normal ist, mit einem Mann ein Bett zu teilen, ohne dass dieser weitere Erwartungen hat.
Es widerspricht nur völlig meinen eigenen Beobachtungen und Erfahrungen.


Zur Relativierung oder Bestätigung (je nach dem, wie man es sehen will) der obigen Aussagen habe ich noch ein annekdotisches Erlebnis verbloggt, das nur wenige Tage vor der Liierung mit meinem späteren Mann stattfand.
Ach .. auch schon wieder so lange her ..

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , | 98 Kommentare

Zur Dokumentation: „Termine & Hinweise aus der Gleichstellungsstelle“

Habe gerade eben eine Mail bekommen, die ich ohne weitere Anmerkungen einfach nur hier dokumentieren möchte:

Liebe Leser*innen,

wir hoffen, Sie hatten schöne Feiertage und genießen wie wir das aktuelle Frühlingswetter. Falls Sie sich fragen, wie man diese angenehmen Temperaturen und den Sonnenschein frauenrechtlich nutzen kann, haben wir ein paar passende Veranstaltungshinweise für Sie:

Samstag, 29. April, $Platz $Stadt, 12:00: Das Frauenzentrum demonstriert gegen Gewalt an Frauen. Rednerinnen sprechen darüber, welche Veränderungen die Istanbul Konvention gegen Gewalt an Frauen von Deutschland fordert und analysiert die aktuelle Gefährdungslage von Frauen und Mädchen. Unterstützen Sie diesen Aufruf für mehr Gewaltschutz, Opferrechte und ein friedliches Miteinander bitte durch Ihre Anwesenheit!

Samstag, 6. Mai, $Straße, $Jugendtreff: Das Fachforum emanzipatorische Mädchenarbeit lädt auch dieses Jahr wieder zum Mädchenaktionstag in $Stadt ein. Unter dem Motto „Farbenrausch“ werden kreativ, mutig und spontan Grenzen ausgelotet, neue Fähigkeiten entdeckt und das eigene Potential gefeiert. Alle Mädchen sind herzlich Willkommen! Die Veranstaltung ist kostenfrei, auch für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Samstag, 13.Mai, $Schule in $Stadt2: Der Mädchenarbeitskreis im Landkreis $Stadt-$Stadt2 hat zusammen mit der $Schule einen Tag für Mädchen ab 11 Jahren mit vielen Workshopangeboten, Spaß, Informationen uvm. organisiert. Zwischen 10 und 18:00 stehen die Mädchen im Mittelpunkt und können sich austoben, Neues entdecken oder einfach chillen. Der Eintritt kostet 5 Euro, die Anmeldung erfolgt über die Gliechstellungsbeauftragte des Landkreises: $Mailadresse_Stadt2

Petitionen:

„Stoppt Gewalt gegen Frauen“ – Europäische Kampagne, noch ca. 40.000 Unterschriften benötigt: https://act.wemove.eu/campaigns/368

„50% Frauen in den Parlamenten“ – der Deutsche Frauenrat fordert u.a. ein Paritätsgesetz für die Bundestagswahl um Gleichstellung möglich zu machen: https://www.change.org/p/50prozent-frauen-in-den-parlamenten

Außerdem weise ich schon jetzt darauf hin, dass im Jahr 2018 das Frauenwahlrecht 100 Jahre alt wird! Das Jubiläum dieses Meilensteins der Gleichstellungsarbeit werden wir gebührend feiern und ich lade Sie ein, sich daran zu beteiligen. Wenn Sie also selbst eine Veranstaltung durchführen möchten, die das Thema „Frauenwahlrecht“ aufgreift oder bei Veranstaltungen, der Organisation oder Bekanntmachung von Events helfen möchten, antworten Sie mir bitte auf diese Mail mit einer kurzen Beschreibung Ihres möglichen Engagements.

Wenn Sie auch frauenrechtliche Veranstaltungstipps haben, senden Sie diese bitte an $Mailadresse_Stadt

Mit freundlichen Grüßen
[..]

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , | 39 Kommentare

„Sexistische“ Werbung und Body Shaming

In den letzten Wochen ist es mir mehrfach aufgefallen, dass angeblich „sexistische“ Werbung (z.B. Werbung für einen Fitnessclub oder Unterwäsche – es gibt also sogar einen Produktbezug) kritisiert wurde, indem die jeweiligen Models auf widerlichste Art und Weise abgewertet wurden.
„Abgemagert“ war noch ein relativ harmloser Ausdruck für die schlanken, jungen Frauen, die selbstbestimmt eingewilligt hatten, für verschiedene Fotos Modell zu stehen.

Man muss sich von Werbung, die halbnackte Models einsetzt, nicht angesprochen fühlen, um diese Art der Kritik als völlig unangebracht und als beleidigend für die Models zu empfinden.

Argumente der Kritiker, dass diese Art der Werbung die Models sexualisieren und objektifizieren, gehen ins Leere (ganz davon abgesehen, dass ich immer noch nicht verstehe, was daran jetzt sooo schlimm und verwerflich sein sollte).
Die Modells haben freiwillig mitgewirkt, wurden dafür vermutlich gut bezahlt, und hatten beim Shooting bestimmt sogar Spaß.
Was geht es also diese prüden Kritiker an, wie sich die Models abbilden lassen?
Wie neidisch und missgünstig muss man sein, um attraktive, schlanke Körper derart niederzumachen?

Es ist wohl wirklich kein Zufall, dass solche Kritik am vehementesten von solchen Personen vorgetragen wird, die selbst vom „normschönen“ (sic!) Ideal meilenweit entfernt sind.

Sorry, ich habe diesen Post nur schnell runtergeschrieben, aber keine Zeit, entsprechende Links herauszusuchen.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , | 39 Kommentare

Gedanken zu getrenntem (MINT-)Schulunterricht

Bei einem kürzlichen Eintrag auf AllesEvolution ging es um Benachteiligung von Jungen in der Schule.
In der Diskussion kam die Idee auf, Unterricht getrennt für Jungen und Mädchen zu halten.
Ich sprach mich dagegen aus, da die Leistungsunterschiede zwischen Mädchen und Jungen nicht so erheblich sind, dass dies eine Trennung rechtfertigen würde, und durch eine Trennung besonders die jeweils begabteren Schüler ihre Stärken nicht einsetzen können.

Der Kommentator Peter Müller wies mich in diesem Zusammenhang auf einen etwas älteren Artikel in der Welt hin, in dem behauptet wird, dass „Mädchen ohne Jungs besser lernen“.

Darin wird eine reine Mädchenschule in Oberbayern beschrieben – ein „Hanni-und-Nanni-mäßig“es Gymnasium mit etwa 400 Mädchen, das bezeichnenderweise jedoch einen männlichen Schulleiter (anstatt eines Fräuleins Theobald) hat.

Es wird behauptet, dass dieser monoedukative Unterricht „Vorteile beim Lernen \“klassischer Jungsfächer\““ habe.
Angeblich „nennen [die Mädchen] Physik zum Beispiel häufiger ihr Lieblingsfach“.
Und was besagt das?
Die Schulphysik hat nicht besonders viel mit richtiger Physik zu tun. Da werden ein paar elektrische Schaltungen aufgebaut – hurra! Die Glühbirne leuchtet! – oder sonst einfache Experimente vorgeführt. Dahinter fehlt aber die Struktur und Systematik. Klar – wie will man auch Physik betreiben, ohne die mathematischen Grundlagen wie etwa Differentialgleichungen zu beherrschen.
Wenn man also diese Art Schulphysik mag, spricht das nicht unbedingt für Verständnis.
Ich habe trotz der Schulphysik Physik studiert. In der Schule war das nie mein Lieblingsfach.

Eine im Welt-Artkel zitierte OECD-Studie besagt:

In Deutschland können sich demnach nur vier von hundert 15-jährigen Mädchen vorstellen, später einmal in Ingenieur- oder Computerwissenschaften zu arbeiten.

Hätte ich mir damals auch nicht vorstellen können. In dem Alter wollte ich Chemie studieren.

Auch die Eltern bremsen ihre Töchter bei einer Mint-Karriere (Mathe, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) aus, so die OECD. So ermuntern Eltern hierzulande 40 Prozent der Jungs zu einem naturwissenschaftlichen Beruf, aber nur 15 Prozent der Mädchen.

Meine Eltern sind herzensgute Menschen, aber sie verstehen bis heute nicht richtig, was Physik überhaupt ist, und was ich beruflich mache.
Sie haben mir aber nie Steine in den Weg gelegt, und waren immer stolz auf mich.

Die Augsburger Studie kommt zu dem Ergebnis, dass sich Schülerinnen an der Mädchenschule in naturwissenschaftlichen Fächern im Unterricht deutlich wohler fühlen als ihre Altersgenossinnen, die gemeinsam mit Jungs lernen.

Ja, und? Schule ist keine Wellness.
Es kommt doch nicht auf das „Wohlfühlen“ an, sondern auf die Lernergebnisse, also auf das, was auch noch dauerhaft hängenbleibt.

Generell sei eine gute Lernumgebung für die „Mädchenschüler“ wichtiger. Diese ist nach Einschätzung der Wissenschaftlerinnen in einer monoedukativen Schule erfüllt. Ein Grund hierfür sei, dass Freundschaften viel intensiver gepflegt werden können als in gemischten Klassen.

Ist „Mädchenschüler“ die neueste Gender-Syntax?
Der letzte Satz ist nicht überzeugend, es sei denn, die Schule hätte tatsächlich einen Lindenhof-artigen Internatsbetrieb.

Dass der Mädchenunterricht gut für die Leistungen ist, davon ist auch Schulleiter Beck überzeugt. Jedes Jahr liefern seine Abiturientinnen im Schnitt bessere Abschlüsse ab als andere Jahrgänge in Bayern. Im vergangenen Jahr haben nur zwei Mädchen die Versetzung nicht geschafft.

Eine Schule, die Schulgeld verlangt, hat zumindest elitären Touch (und von vornherein eine ambitioniertere Schülerschaft, deren Eltern bestimmt auch leichter zu zusätzlichen privaten Fördermaßnahmen greifen), so dass man mit Vergleichen mit anderen Schulen, sehr vorsichtig sein sollte.
Bessere Noten können auch auf laxerer Bewertung beruhen. Eine objektive Vergleichbarkeit ist fraglich.

Damit die Schülerinnen sich auch für Technik und Naturwissenschaft begeistern, bekommen sie Kurse in Informatik, machen Projekte zum Thema Flugsimulation oder zum Modellbau.

Es werden also zusätzliche Maßnahmen ergriffen, die auf einer staatlichen Schule nur in deutlich geringerem Maße überhaupt möglich sind.

„Mädchen sind auch in den Naturwissenschaften nicht unbegabter als Jungen, aber sie werden in diesen Fächern gerne von den Jungen an den Rand gedrängt“, sagt Beck.

Reine Behauptung des Schulleiters. Eine direkte Vergleichsmöglichkeit mit Jungen fehlt ihm.

Später geht es weiter im Text über Mädchenschulen und ehemalige Schülerinnen:

Prominente Beispiele sind die Unternehmerin Gloria von Thurn und Taxis und Marie zu Liechtenstein, die Ehefrau des Staatsoberhaupts des Fürstentums. Etliche erfolgreiche Schriftstellerinnen oder Musikerinnen absolvierten ihre schulische Laufbahn ebenfalls an einer solchen Schule.

Ein modernes Beispiel einer Frau, die eine reine Mädchenschule besucht hat, und später in einem MINT-Beruf erfolgreich war, haben sie wohl nicht gefunden.

Es wird noch der Girls‘ Day erwähnt, jedoch:

Nur eine langfristig angelegte Monoedukation könne die positiven Einstellungen von jungen Frauen zu den Mint-Fächern fördern, heißt es in ihrer Studie.

Was nützt es, einen auf die typischen Interessen von Mädchen und jungen Frauen ausgelegten Unterricht anzubieten, wenn die Realität des Berufslebens eine andere ist.

Der Artikel bleibt einen Beleg schuldig, dass Mädchen, die reine Mädchenschulen besuchen, später häufiger und v.a. erfolgreich in MINT-Berufen tätig sind, als Mädchen von gemischten Schulen.

Als große Gefahr des geschlechter-getrennten Unterrichts sehe ich u.a., dass sich – fachabhängig – unterschiedliche Leistungsniveaus nicht nur verfestigen, sondern sogar noch weiter auseinanderdriften.
Diejenigen Schüler, die problemlos das höhere Leistungsniveau hätten halten können, haben das Nachsehen.

Einen anderen großen Nachteil des getrennten Unterrichts sehe ich darin, dass die Kinder und Jugendlichen kaum noch Kontakt mit Gleichalterigen des anderen Geschlechts haben.
Wie sollen sie da lernen, wie man miteinander umgeht? Das sind im Extremfall safe spaces oder Ghettos schon im Kindesalter. Da muss man sich nicht wundern, wenn auch im Erwachsenenleben noch so völlig das Verständnis für das andere Geschlecht fehlt.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , , , | 68 Kommentare

Feministischer Humor

Die folgende Sammlung feministischer Zitate habe ich schon vor langer Zeit angefangen, und jetzt aus aktuellem Anlass ergänzt.
Selbstverständlich sind sämtliche Äußerungen freundlich und scherzhaft gemeint, nicht dass noch jemand auf den Gedanken käme, Feministinnen seien männerfeindlich (lacht).

Susan Brownmiller:

Rape is nothing more or less than a conscious process of intimidation by which all men keep all women in a state of fear.

Catherine Comins:

Men who are unjustly accused of rape can sometimes gain from the experience.

Andrea Dworkin: [Nachträglicher Hinweis: Zitat von Figur in ihrem Buch]

I want to see a man beaten to a bloody pulp with a high-heel shoved in his mouth, like an apple in the mouth of a pig.

Marilyn French:

All men are rapists and that’s all they are.

Mirna Funk:

Deswegen bäumen sich ja auch die alten weißen Männer gerade noch mal auf. Wie ein Tier kurz vorm Tod.

Wir müssen eine feministische Terror-Gruppe gründen und die alten weißen Männer aus dem Weg schaffen.

Germaine Greer:

Probably the only place where a man can feel really secure is in a maximum security prison, except for the imminent threat of release.

Randi Lee Harper

Sally Kohn:

All heterosexual white males need to be gone from this planet. Their dangerous behavior and rhetoric has no place in America or in the world.

Catherine MacKinnon:

In a patriarchal society, all heterosexual intercourse is rape because women, as a group, are not strong enough to give meaningful consent.

All sex, even consensual sex between a married couple, is an act of violence perpetrated against a woman.

Sally Miller Gearhart:

The proportion of men must be reduced to and maintained at approximately 10% of the human race.

Robin Morgan:

I feel that ‚man-hating‘ is an honourable and viable political act, that the oppressed have the right to class-hatred against the class that is oppressing them.

Alice Schwarzer: [Nachträglicher Hinweis: Zitat ergänzt am 19. April 2017]

Der Damm ist gebrochen, Gewalt ist für Frauen kein Tabu mehr. Es kann zurückgeschlagen werden. Oder gestochen. Amerikanische Hausfrauen denken beim Anblick eines Küchenmessers nicht mehr nur ans Petersilie-Hacken. (…) Es bleibt den Opfern gar nichts anderes übrig, als selbst zu handeln. Und da muss ja Frauenfreude aufkommen, wenn eine zurückschlägt. Endlich!

Valerie Solanas:

To call a man an animal is to flatter him; he’s a machine, a walking dildo.

Sharon Stone: [Nachträglicher Hinweis: Zitat nicht belegt]

The more famous and powerful I get the more power I have to hurt men.

Jessica Valenti:

I bathe in male tears.

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , | 16 Kommentare

Mirna Funk auf @EditionF_com: „Schaffen wir die WHMs aus dem Weg!“

Letzte Woche hätte ich zwar zwei Themen für Blogposts hier gehabt, aber nicht genügend Zeit, so dass ich sie bleiben ließ.
Heute ist meine Zeit zwar auch knapp, aber ein Twitterfund hat mich veranlasst – wenn auch nur kurz – doch darüber zu schreiben.

Edition F führt ein Interview mit Mirna Funk (eine Journalistin und Autorin, von der ich vorher noch nie gehört hatte) durch, bei dem sie u.a. folgende Aussage macht:

„Wir müssen eine feministische Terror-Gruppe gründen und die alten weißen Männer aus dem Weg schaffen.“

Nichts deutet darauf hin, dass dies satirisch oder scherzhaft gemeint sein könnte.

Mich hat (obwohl ich von Feministinnen inzwischen einiges gewohnt bin) diese Aussage entsetzt. Das ist eindeutig Hatespeech.

Nicht nur, dass ihre Mit-Feministinnen das Statement unwidersprochen lassen, es wird auch noch unterstützt und bejubelt.
Wo sind denn all die angeblich ach so männerfreundlichen Feministinnen, die sich einmal von solchem Hass distanzieren könnten?

Laut dem Interview hat Frau Funk eine kleine Tochter. Ich möchte gar nicht wissen, was mit dem Vater ist.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , , , | 44 Kommentare

Sind Feministinnen wirklich so dumm, dass sie Komplimente mit Belästigung verwechseln?

Edition F fragt in einem neuen Artikel: „Sind Männer wirklich so dumm, dass sie Belästigung mit Komplimenten verwechseln?“

Genauso gut kann man die Frage umdrehen. Kapieren Feministinnen denn wirklich nicht, dass vieles, wodurch sie sich vermeintlich belästigt „fühlen“, nur Anerkennung und Bewunderung von Männern ausdrücken soll?
Fehlt ihnen jede Empathie, sich auch einmal in einen – vielleicht unsicheren – Mann hineinzuversetzen, der eine attraktive Frau sieht, und sie auf sich aufmerksam machen möchte?

Es ging urspünglich um die angebliche Belästigung einer Soldatin, die Anklage erhob. Das Verfahren wurde von der Staatsanwältin eingestellt, mit der – völlig vernünftigen und nachvollziehbaren – Begründung:

Bei dem von Ihnen beschriebenen ‚Imponiergehabe‘ des Beschuldigten (Posen, Muskelspiel, Aufforderung zum Sex, Griff an das Gesäß) ist jedoch nach allgemeinem (vorwiegend männlichem) Verständnis davon auszugehen, dass der Beschuldigte sein ‚Interesse‘ an Ihnen damit kundtun und nicht, dass er Sie beleidigen wollte

So wie wir es vor ein paar Monaten bereits erlebt hatten, mischte sich mal wieder eine Ministerin ein, diesmal Zensursula v.d. Laien. Diese behauptet

dass die Beurteilung, dass körperliche und verbale Übergriffigkeit als „Interessenbekundung“ gemeint seien, „aus der Zeit gefallen“ seien.

Mit anderen Worten, ihre feministische Klientel hat es inzwischen geschafft, dass harmloseste Interessenbekundungen mehr und mehr gesellschaftlich geächtet werden.

Denn wenn die Definition von sexueller Belästigung sich allein am „männlichen Verständnis“ orientieren würde, wären Frauen Freiwild

Wenn wir dagegen die Definition sexueller Belästigung ausschließlich Feministinnen überlassen, habe wir hier bald eine sexlose Gesellschaft, in der Männer nur noch als nützliche Idioten wahrgenommen werden.

Ein Mann, der tatsächlich einen Griff an den Po oder Anzüglichkeiten mit einem Kompliment gleichsetzt, hat offenbar tatsächlich nicht sein Gehirn benutzt.

Wer schon von Gehirnbenutzung redet, sollte sich eigentlich darüber im Klaren sein, dass optische Reize zuerst im limbischen System verarbeitet werden. Erst danach kommt das deutlich langsamere Großhirn zum Zug, und schaltet den Verstand ein. Da kann es halt schon zu spät sein.

Erwachsene, halbwegs intelligente Männer müssen erkennen und entscheiden können, wann sie eine Frau bedrängen, belästigen oder wann ein Flirt völlig okay ist.

Und wie sollen sie das bitteschön erkennen können?
Um zu wissen, wie es der Katze geht, muss man erst die Kiste öffnen.
Ich befürworte ein Trial-and-Error-Vorgehen. Eine Frau, der die Interessensbekundigungen nicht willkommen sind, hat die Möglichkeit, dies durch eine unmissverständliche Reaktion deutlich zu machen. Das kann man doch wohl von einer erwachsenen, halbwegs intelligenten Frau erwarten (und zwar, ohne handgreiflich zu werden, auch wenn mit so mancher Femi da die Gewaltfantasien durchgehen).
Prophylaktisch steht es jeder Frau frei, sich durch Kleidung und Frisur so unattraktiv zu gestalten, dass sie auf Männer nicht mehr anziehend wirkt.
Von der Abfuhr abgesehen, sollte dieses „Opt-Out“ aber keine negativen Konsequenzen für den Mann haben, dessen einziges Vergehen darin besteht, nicht Gedanken lesen zu können.
Ich würde Männer ja gerne ermutigen, sich einfach mehr zu trauen, kann dies aber angesichts drohender drakonischer Strafen leider, leider nicht empfehlen.

Dass Frauen sich wehren, auch über Anzeigen, kann nur der nächste Schritt sein. Immerhin ist es mit der Reform des Sexualstrafrechts nun ein Stück weit einfacher geworden, sich über den Rechtsweg zu wehren.

Es lebe das Denunziantentum!
Eine Schwemme von Falschbeschuldigungen oder Anzeigen wegen geringfügiger Lapalien ist vorprogrammiert. Unfriede zwischen Männern und Frauen wird geschürt.

gilt der Grundsatz „Nein heißt Nein“

Zu diesem Unsinn sage ich jetzt nur, dass das vom Kontext abhängt, würde sonst zu weit führen.

bedeutet ganz sicher nicht das Ende von Unbefangenheit und Spaß

Welche verquere Ansicht von Spaß muss man da haben?
Macht es etwa Spaß, Männer wegen Kleinigkeiten niederzumachen?

Wenn ich hier ziemlich hart und überspitzt formuliere, dann um einem Kontrapunkt zur gegenwärtigen Diskussion zu setzen. Feministische Wortführerinnen sollten nicht glauben, dass ihre Äußerungen unwidersprochen bleiben.
Ich habe keine Lust, mir von sexfeindlichen Feministinnen vorschreiben zu lassen, wann ich mich belästigt zu fühlen habe.

Überlassen wir nicht die Deutungshoheit darüber, was als sexuelle Belästigung zu werten ist, ein paar wenigen frustrierten, #aufschreienden Feministinnen!
Sehen wir alle das Thema doch mit ein wenig Gelassenheit und Verständnis, sowie einem Schuss Humor, und lassen uns nicht das wunderbare Wechselspiel zwischen Mann und Frau durch ein paar missgünstige, prüde Personen verderben!
Setzen wir uns für eine allgemein konstruktive und harmonische Atmosphäre ein, in der Frauen nicht so ein Riesengeschrei wegen Bagatellen machen, und Missverständnisse nicht gleich mit der gesellschaftlichen Ächtung von Männern geahndet werden.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , , , | 26 Kommentare