Meta: Die Zukunfts dieses Blogs

Bereits seit mehreren Monaten ist hier kein Beitrag mehr erschienen.
Das hat mehrere Gründe.

  • Knappe Zeit. Ich hatte viele andere Verpflichtungen, und zeitweise den Kopf voll mit dringlicheren Angelegenheiten, so dass die Priorität dieses Blogs nach hinten gerutscht ist.
  • Kaum Themen. Zumindest keine, die mir wichtig genug waren, mir die Zeit dafür zu nehmen. Während ich früher noch versucht habe, zu verfolgen, was bei Femis gerade aktuell ist, mache ich das kaum noch. Ich habe weder Lust, einen Blogpost einer Feministin zu sezieren, noch zum n-ten Mal zu wiederholen, was ich bereits öfter geschrieben habe.
    Ein paar interessante Themen hätte ich dennoch gefunden, aber diese für das Blog aufzubereiten, hätte einen Aufwand bedeutet, für den ich mir dann doch nicht genügend Zeit hätte nehmen können.
  • Außerdem – und das hat vielleicht den Ausschlag gegeben – habe ich inzwischen eine Möglichkeit gefunden, mich IRL für Männerbelange einzusetzen.
    Dies möchte ich nicht mit meiner Online-Präsenz verknüpfen, weshalb ich darüber auch nichts konkretes schreiben werde.

Tja, .. wie wird es jetzt mit diesem Blog weitergehen? Ich weiß es, ehrlich gesagt, selbst nicht.
Ich kann es nicht ausschließen, dass ich irgendwann wieder einmal hier einen Beitrag einstelle. Momentan sieht es allerdings nicht so aus.

Nach wie vor blogge ich einigermaßen regelmäßig auf meinem breakpoint-Blog. Dort kommen immer wieder mal Themen vor, die durchaus auch hier von Relevanz wären. Interessierte können also dort ab und zu mal vorbeischauen. Hier rebloggen möchte ich die betreffenden Posts allerdings nicht, da dies nur die Diskussion zerfledern würde. Andere Möglichkeiten, die Texte zu verbreiten (außer auf Twitter), sind mir zu aufwendig.

Auch auf (den Selbermach-Tagen von) Alles Evolution habe ich schon lange keine meiner Beiträge mehr verlinkt, diskutiere dort aber noch sporadisch mit.
Ich habe immer noch Autorenrechte auf Geschlechterallerlei. Seit ich das #auschfrei-Blog betreibe, habe ich sie aber praktisch nicht mehr genutzt. Dort bei Bedarf zu bloggen, wäre eine Alternative mit mehr Reichweite.

Zumindest vorläufig werde ich mich noch bemühen, die Rechte-Reihe aktuell zu halten.
Auch Kommentare auf bestehende Einträge bleiben willkommen, werden ggf. freigeschaltet, und vielleicht sogar beantwortet.

Nun ja, ..ich danke allen meinen Lesern für ihre Aufmerksamkeit, und den Kommentatoren für konstruktive, auch kritische Äußerungen.

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#Männerwelten – die sexistische Dämonisierung der Männlichkeit

Als ich am letzten Freitag einen Blick auf Twitter warf, trendete der Hashtag #Männerwelten.
Ich erfuhr, dass es um ein Video von Joko und Klaas auf Pro7 ging.

Das Video handelt von „Belästigung von Frauen“ und dauert eine Viertelstunde. Ich hatte keine Zeit, es mit voller Aufmerksamkeit zu betrachten. Kann sein, dass ich relevante Passagen übersehen habe. Aber ich werde es mir bestimmt nicht noch einmal ansehen!
Der Titel soll eine Analogie zu Körperwelten (eine Ausstellung mit plastinierten menschlichen Körpern) ziehen. Im Laufe der Sendung erinnerte mich die Inhalte aber mehr und mehr an #aufschrei und #metoo.

Die bekannte Feministin Sophie Passmann führt durch die Sendung, und lässt zunächst einige andere prominente Frauen zu Wort kommen.
Diese berichten von zugeschickten Dickpics, unflätigen Nachrichten, Kommentaren und Chatverläufen.
Auch wenn ich von diesen Frauen (außer Frau Rojinski) noch nie gehört hatte, stehen sie dennoch im Lichte der Öffentlichkeit. Ihre Erlebnisse auf den Alltag der Normalbevölkerung zu übertragen, ist schon sehr gewagt. Zu berücksichtigen ist außerdem, dass sie vermutlich die allerschlimmsten und abstoßendsten Nachrichten ausgewählt haben, die sie im Laufe längerer Zeit erhalten haben. Diese ihre Erfahrungen sind sicherlich nicht repräsentativ für andere Frauen, werden aber als Standard propagiert. Außerdem bin ich sicher, dass auch prominente Männer ebenso von rüden Nachrichten nicht verschont bleiben. Vielleicht sind diese weniger sexualisiert, aber das macht sie nicht besser oder leichter erträglich.

#Männerwelten übertreibt das Aufkommen von Dickpics und unerwünschten Nachrichten in sozialen Medien enorm. Obwohl ich schon mehrere Jahre bei Twitter bin, habe ich noch nicht ein einziges Mal ein Dickpic ohne vorherige Absprache zugeschickt bekommen. Was habe ich da falsch gemacht?
Wenn ich eine Nachricht bekomme, die mir nicht gefällt, dann lösche ich sie (wie ich es ein- oder zweimal gemacht hatte, als ich von Frauen mit widerlich „heißen Gedanken“ vollgespammt wurde). Wenn ich überhaupt keine Nachrichten bekommen will, so schließe ich mein DM-Fach. Andere soziale Medien lassen sich ähnlich konfigurieren. Warum also das Geschrei?
Erwachsenen Frauen sollte man das nun wirklich zutrauen können, auch wenn Feminismus sie in einem fortgesetzten Zustand der Unmündigkeit halten will.
Feminismus greift meine Autonomie und Selbstbestimmtheit an, weil es mir vorschreiben will, ich solle mich von Bildern, Scherzen, Komplimenten belästigt fühlen. Nein, danke! Ich entscheide selbst, was mich belästigt. Vulgäre Nachrichten sind zwar widerlich, aber löschbar.
Und wer sich als Frau sexualisiert im Profil darstellt, braucht sich erst recht nicht zu wundern, wenn entsprechende Nachrichten eintrudeln.

Nach den Kommentaren und Chatverläufen folgte übergangslos (ich kann allerdings nicht ausschließen, dass ich etwas nicht mitgekriegt habe, weil ich nicht voll konzentriert das abstoßende Video verfolgen konnte) das Thema Vergewaltigung. Dabei besteht zwischen Online-„Belästigung“ und Vergewaltigung ein himmelweites Feld. Was ist mit unangebrachten Bemerkungen IRL, was mit körperlichen Übergriffen? Es wurde eine Reihe Kleider gezeigt, die angeblich von Frauen getragen worden waren, als diese vergewaltigt wurden. Das lässt sich nicht nachprüfen. Auch nicht, nach welchen Kriterien diese Kleider für die Sendung ausgesucht wurden. Somit war diese Aufzählung völlig ohne Aussagekraft.

Es wurde beleglos behauptet, dass fast die Hälfte aller Frauen in Deutschland schon mindestens einmal sexuell belästigt wurde. Bedeutet im Umkehrschluss immerhin, dass über die Hälfte der Frauen noch niemals sexuell belästigt wurde.
Dazu sollte man im Kopf behalten, dass keine eindeutigen Kriterien vorliegen, was eine sexuelle Belästigung definiert. Nach feministischer Deutung ist das alles, wovon sich eine beliebige Frau belästigt fühlen könnte. Dazu gehören u.a. ein längerer Blick, das Zuschicken bestimmter Nachrichten, eine misslungene Anmache oder auch zu wenig Unterstützung im Haushalt.
Wenn sich tatsächlich derbe Sprüche häufen, liegt das vielleicht am eigenen Umfeld. Die Eigenverantwortung, darauf zu achten, mit welchen Leuten man sich umgibt, und in welche Situationen man sich begibt, lässt sich nicht an die Gesellschaft delegieren.

Zum Schluss wurde noch auf die Unterstützung durch Terre des femmes hingewiesen, eine feministische Organisation, die bekannt für ihre Ablehnung von Prostitution und Transsexualität ist.

Im ganzen Film kam nicht ein einziges Mal ein Mann zu Wort. Es wurde über Männer hergezogen, und die Botschaft verbreitet, dass Männer monströse Täter, und Frauen unabänderlich unschuldige Opfer sind. Schuld sind immer nur die pösen, pösen Männer.
Was ist mit Männern als Opfer? Was mit Frauen als Täterinnen? Nicht der geringste Hinweis in diesem sexistischen Machwerk. Oder habe ich das verpassmannt?

Ja, es gibt solche Männer (und Frauen ebenfalls), die abstoßend vulgäre Nachrichten schreiben. Das rechtfertigt aber noch lange nicht, von diesen wenigen auf alle Männer zu schließen. Die allermeisten Männer (und Frauen ebenfalls) sind anständig, und machen nichts absichtlich, von dem sie annehmen, dass es den Empfänger der Nachricht unangenehm ist, oder gar stört. Aber irren ist menschlich. Wer kann schon Gedanken lesen?
Jeder Mensch ist nur für die eigenen Handlungen verantwortlich, und nicht für die anderer, die (nach welchen Kriterien auch immer) seiner Gruppe angehören. So war dieser Film ein unerträgliches Männerbashing, das Männer rein aufgrund ihres Geschlechts beschämt und dämonisiert. Aufrufe, Männer hätten gefälligst dafür zu sorgen, dass Frauen nicht belästigt werden, sind absolut unangebracht. Sie nehmen einerseits Männer in kollektive Haftung, und setzen anderseits Frauen herab, indem sie ihnen nicht zutrauen, selbst mit solchen unwillkommenen Sprüchen klarzukommen, und sie zusätzlich ängstigen.

Welchen anderen Sinn hatte das Machwerk, als Männer und Frauen zu spalten, und Hass und Hetze zu verbreiten?
Männer und Frauen ergänzen sich. Den allerallermeisten Menschen liegt an einem freundlichen Verhältnis zueinander. Das wird durch solche tendenziösen, sexistischen Darstellungen ausgehebelt, die jetzt auch noch auf Pro7 einem großen Publikum vorgeführt wurde.
Wo ist die Empathie für o.B.d.A. Männer, die einfach gerne eine Frau kennenlernen wollen, aber schüchtern und noch unerfahren sind? Nach solch einer Sendung werden sie erst recht davon Abstand halten, Frauen anzuschreiben.
Die wenigen Widerlinge, die tatsächlich solche unflätigen Nachrichten verschicken oder sich sich unangemessen übergriffig verhalten, wird man mit diesem Video nicht beeindrucken. Denen ist das wurscht, und sie werden ihr Verhalten nicht dadurch ändern. Die Leidtragenden sind alle anständigen Menschen, denen damit Unrecht getan wird.

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Gastbeitrag zum Blogjubiläum: „Alles Evolution“ und ich (Anne Nühm)

Alles Evolution

Gastbeitrag zum Blogjubiläum von Anne Nühm

Als Ausdruck meiner Wertschätzung für das jetzt seit zehn Jahren bestehende Blog „Alles Evolution“ habe ich meine Erfahrungen damit und einige weitere Gedanken zusammengeschrieben.

Wie die allermeisten Menschen hierzulande bin ich im Glauben aufgewachsen, dass in unserer Gesellschaft Frauen benachteiligt seien. Mal ehrlich – wem von euch ging es nicht so? In sämtlichen  Medien wird man immer wieder und ausschließlich mit entsprechenden Behauptungen überschüttet. Da existiert kaum ein Hinweis, der Zweifel wecken würde.
Ich selbst merkte von solchen Benachteiligungen allerdings nichts. Ich kümmerte mich halt um meinen eigenen Kram, und scherte mich normalerweise nicht um das Wirken von Feministinnen. Ich erkannte ihre Berechtigung aber implizit an, denn schließlich verdankten wir Frauen ihnen doch z.B. das Wahlrecht. Ihre Forderungen sollten nur für eine ausgleichende Gerechtigkeit sorgen. Oder so ähnlich.

Dann – ihr erinnert euch sicher – gab es 2013 diesen medialen #aufschrei um das Dirndlgate…

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Zum #Weltfrauentag: Tweets über den #Feminismus

Anlässlich des heutigen Internationalen Frauentages weise ich auf einen Thread über Feminismus hin, den ich vor einigen Tagen auf Twitter gepostet habe:

Dazu noch ein paar Reaktionen, in denen ich u.a. als „grenzdebil“, „beschädigt“ und „untertäniges Weibchen“ bezeichnet wurde, weil ich mich erdreistet hatte, Auswirkungen feministischer Ideologie zu kritisieren.

Man kann sich doch immer wieder auf die Freundlichkeit und das Verständnis von Feministinnen (feministische Männer sind mitgemeint) verlassen. (lacht)

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Diskussing with SWERFs //2305

breakpoint

Kurz vor Weihnachten (und teilweise auch noch in diesem Jahr) war ich auf Twitter an einer mehr als ausufernden Diskussion über ein Sexkaufverbot beteiligt, das einige Diskussionsteilnehmer vehement forderten.
Eigentlich hatte ich mit diesem Thema nichts persönlich zu tun, es machte mir aber Spaß, diese SWERFs (Sex Worker Excluding Radical Feminists) ein wenig im Glauben zu lassen. Wenn es beruflich anderweitig nicht geklappt hätte, so wäre es durchaus eine Option für mich gewesen, meinen Lebensunterhalt aus eigener Kraft zu verdienen, anstatt meinen Eltern oder dem Staat auf der Tasche zu liegen. Da ich andererseits aber nie „was mit Menschen“ arbeiten wollte, wäre ich für diese Tätigkeit wohl genauso ungeeignet gewesen wie für jeden anderen sozialen Beruf, hätte ich aber trotzdem lieber gemacht, als z.B. putzen zu gehen.
Davon abgesehen brauche ich nicht persönlich betroffen zu sein, um mich für eine aufgeschlossene, freiheitliche Gesellschaft einzusetzen. Staatliche Einmischung ins Privatleben der Bürger…

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Tag der Geschlechter-Empathielücke #GEGD

Heute, am 11. Juli, ist der Tag der Geschlechter-Empathielücke (Gender Empathy Gap Day).

Das Thema hätte sicherlich einen ausführlicheren Post verdient, als ich ihn momentan schreiben kann.
Für Einzelheiten und Hintergründe verweise ich deshalb auf den Artikel von Gunnar Kunz sowie die ganz neue offizielle Website von MANNdat.

Es ist schon bezeichnend, wie in unserer Gesellschaft Probleme von Männern kaum zur Kenntnis genommen werden. Während sogar relativ banale Angelegenheiten, die Frauen stören, medial hochgepusht werden, können Männer nicht mit Mitgefühl oder Verständnis rechnen. Wenn sie männerspezifische Missstände ansprechen, so werden sie stattdessen mit „mimimi“, „male tears“ oder „whiny white men“ lächerlich gemacht und beschämt. Ihre Probleme werden gleichgültig abgetan, oder ihnen sogar selbst die Schuld daran gegeben.
Obwohl beispielsweise die meisten Opfer von Gewaltverbrechen männlich sind, wird in der Öffentlichkeit Gewalt gegen Frauen und Mädchen wesentlich stärker hervorgehoben. Das Leiden von Männern und Jungen wird weitgehend ignoriert und nicht beachtet.
Unterstützung oder Hilfsangebote speziell für Männer sind kaum zu finden.

Der heutige Tag der Geschlechter-Empathielücke soll diese Ungleichbehandlung bewusst zu machen.

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(Aufdringliche) Versuche der Kontaktaufnahme

Ich weiß nicht, ob es sich bei der im folgenden beschriebenen Beobachtung um ein Geschlechterphänomen handelt. Vielleicht handelt es sich nur um einen Effekt der ganz allgemeinen Gruppendynamik, den ich nur selektiv durch meinen subjektiven Filter sehe.
Da ich in diesem Blog schon länger nichts veröffentlicht habe, schreibe ich jetzt trotzdem ein paar Gedanken dazu nieder.

Schon öfter war ich in der Situation, dass ich als eine von wenigen Frauen gemeinsam mit vielen Männern in einem Raum war.
Eine weitere Gemeinsamkeit der Situation ist, dass sich die Anwesenden zumindest teilweise noch nicht kennen.
Kürzlich ist mir das erst wieder privat bei einem geselligen Zusammensein passiert, vor einiger Zeit beruflich bei einem Weiterbildungsseminar.

In den verlinkten Einträgen beschreibe ich, wie die andere anwesende Frau versucht, sich mit mir zu unterhalten, obwohl ich daran gar kein Interesse signalisiert habe.
Warum spricht sie ausgerechnet mich, ihre Geschlechtsgenossin an, obwohl genügend andere Personen im Raum sind, die vielleicht lieber mit ihr sprechen wollen?

Das waren nur Beispiele. Ähnliche Erlebnisse hatte ich auffällig oft.
Auch etwa, dass ich alleine an einem Tisch in einem Café sitze. Es sind noch andere Plätze frei, aber eine redselige Seniorin setzt sich mit zu mir an den gleichen Tisch, und versucht ein Gespräch zu beginnen.

Sogar bei Veranstaltungen, bei denen der Geschlechteranteil einigermaßen ausgeglichen ist, ist die Wahrscheinlichkeit, von einer Frau angesprochen zu werden, deutlich größer als von einem Mann.
Aber vielleicht ist es tatsächlich ein allgemeineres Phänomen, bei dem man einen Gesprächspartner sucht, mit dem man Gemeinsamkeiten hat, über die man sprechen kann. Da im Gegensatz zum Geschlecht z.B. Hobbys, Beruf oder Heimatstadt nicht offensichtlich sind, ist vermutlich jemand mit dem gleichen Geschlecht die erste Wahl.

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Danke, dass $A != $B

Auch von mir kurz meine paar Cent über den aktuellen Edeka-Werbespot zum Muttertag.

Anfangs hatte ich den Eindruck, dass Väter dargestellt werden sollen, die sich um ihre Kinder kümmern. Auch wenn sie sich dabei manchmal ungeschickt anstellen, bemühen sie sich doch, liebevoll für ihre Kinder zu sorgen.
Ihre Kinder haben sie trotz Unzulänglichkeiten, Fehlern, und dem Nicht-Entsprechen der gängigen Schönheitsideale lieb.

Das suggeriert zumindest die Kinderstimme in den ersten Szenen. Dann jedoch baut sich kontinuierliche eine Dissonanz auf.

Fremde Mütter beäugen den Vater mit seinem Kind auf dem Spielplatz misstrauisch und feindselig.
Als der Vater seinen Sohn nackt im Bett entdeckt, zieht er sich sofort diskret zurück. Hätte die Mutter ebenso gelassen und verständnisvoll reagiert?
Wo überhaupt ist die Mutter? Sie taucht erst in der allerletzten Szene auf, in der die Kinderstimme sich bei ihr dafür bedankt, dass sie „nicht Papa“ ist.

Der Werbespot zeigt ebenfalls ein negatives Mütterbild. Die Mutter wird die ganze Zeit nicht dargestellt, als ginge sie das alles nichts an. Den Dank zum Schluss erhält sie ohne eigenes Zutun, lediglich aufgrund ihrer Existenz. Ansonsten spart der Spot ihren Einsatz für ihre Kinder vollkommen aus.
Es entsteht der Eindruck, dass hier schlicht Männer und Frauen wieder einmal gegeneinander ausgespielt werden sollen.

Die Aussage „Danke, dass du nicht Papa“ bist, erscheint irgendwie sinnfrei. Die (in diesem Spot!) untätige Mutter wird dem engagierten Vater vorgezogen.

Und was hat das ganze überhaupt mit Edeka und ihrem Geschäftsmodell zu tun?
Als vor einigen Jahren die Verkäuferin in einem anderen Spot die Masse der verkauften Wurst grammgenau abschätzen konnte, war das noch originell, und man nahm der Edeka die Liebe zu Lebensmitteln ab.
Aber das hier? Man sollte meinen, ein klassischer Fall für Pinkstinks.


Ich kaufe bei Edeka nur drei- oder viermal im Jahr ein. Die nächsten Filialen liegen einfach nicht auf meinen üblichen Wegen.
Wenn es sich doch ergibt, so bringe ich meinem Mann von dort jedesmal ein Produkt mit, das es AFAIK nur dort gibt, und das er sehr gerne isst.
Würde ich mich an einem Boykott beteiligen, so brächte das der Edeka keine nennenswerten Umsatzeinbußen. Warum sollte mein Mann deswegen auf dieses Produkt verzichten müssen?
Außerdem werden die Edeka-Märkte von unabhängigen Betreibern geführt, die überhaupt nicht für den Werbespot verantwortlich sind.


Vor einiger Zeit verursachte ein Werbespot von Gilette viel Aufregegung, weil er Männer negativ darstellte.
Aktuell gibt es einen Spot von Gilette, der Damenrasierer bewirbt. Dieser Spot ist so widerlich, dass ich ihn nicht auf meinem Blog anzeigen möchte. Da werden Frauen mit Tattoos und Hautkrankheiten in Großaufnahme dargestellt. Einzelne Szenen sind derart abscheuerregend, dass sich der Magen hebt.
Hätte ich nicht ohnehin keinen Bedarf an diesen Produkten, würde ich mich am Gilette-Boykott beteiligen.


Im Winter fiel mir ein Werbespot von Bronchicum auf.

Das Kind muss schnellstmöglich gesund werden, damit die Mutter auf ihren Mädelsabend kann.

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Umfrage zum Feminismus auf Twitter

Auf Twitter hatte ich eine Umfrage gestartet:

Bei Twitter gibt es Einschränkungen, so dass die Frage und Antworten nicht beliebig lang sein dürfen. Es sind nur maximal 4 Optionen möglich.
Als Zeitraum setzte ich eine ganze Woche an. Durch Retweets versuchte ich, die Umfrage weit oben in der Timeline zu halten, so dass möglichst alle Interessierten Gelegenheit hatten abzustimmen.

Während bei früheren Umfragen, die ich auf Twitter durchgeführt habe, kaum mal mehr als hundert User abgestimmt haben, hat mich die Resonanz hier überrascht. Aktuell sind es exakt 3600 Votes, 203 Favs, 290 Retweets, 64 direkte Antworten, sowie 354 Nutzer, die insgesamt an der Diskussion beteiligt waren.
Ehrlich gesagt, verlor ich ziemlich schnell den Überblick und reagierte dann nicht mehr auf Antworten. Die schiere Anzahl hat mich leider überfordert.
Trotzdem möchte ich auf die große Zahl guter und interessanter Antworten hinweisen, und bedanke mich an dieser Stelle noch einmal bei allen, die sich in irgendeiner Form konstruktiv an der Umfrage beteiligt haben.

Auch wenn die Anzahl der Stimmen sehr groß ist, bedeutet das natürlich nicht, dass die Umfrage repräsentativ war. Sie startete in meiner – überwiegend feminismuskritisch geprägten – Twitterblase. Da ich wohl auf die eine oder andere Blockliste geraten bin, wird sie vermutlich kaum eine Chance gehabt haben, von der Feminismusszene nennenswert wahrgenommen zu werden.
Ich wollte aber vor allem das Stimmungsbild der unvoreingenommenen Normalbevölkerung einfangen.

Ergebnisse:

Auf die Frage

Wie beeinflusst #Feminismus das Verhältnis zwischen Männern und Frauen?

antworteten die teilnehmenden Twitter-User so:

Option Rel. Anteil Abs. Stimmenzahl (berechnet)
Starke Verschlechterung 70% 2520
Leichte Verschlechterung 20% 720
Leichte Verbesserung 5% 180
Starke Verbesserung 5% 180

90 Prozent sehen also den Einfluss des Feminismus als eher negativ, nur 10 Prozent halten seine Auswirkungen für positiv.
Wie gesagt – das Ergebnis ist statistisch nicht repräsentativ.

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Das Fest des stählernen Penis

Gestern war Kanamara-Matsuri – das „Fest des stählernen Penis“, wie es in Teilen Japans alljährlich am ersten Sonntag im April gefeiert wird.

Eine japanische Legende erzählt, dass sich einst ein Dämon in der Vagina eines jungen Mädchens eingenistet hatte, und eifersüchtig darüber wachte. Zwei Männern, die versuchten einzudringen, biss er den Penis ab.
In ihrer Not wandte sich die junge Frau an einen Schmied, der einen Stahldildo herstellte, mit dem die Zähne des Dämons gebrochen werden konnten.

Der Vergleich mit dem Dämon als Allegorie für den Feminismus ist frappierend.
Missgünstig will Feminismus jeden innigen Kontakt zwischen Männern und Frauen vereiteln, und versucht mit allen Mitteln, dies zu verhindern, und Männer, die dennoch im Begriff dazu sind, aggressiv zu entmannen.

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