Rechte: 20. Strafmaß nach Schwangerschaftsabbruch

Die Liste mit den unterschiedlichen Rechten von Männern und Frauen wird als lose Folge von einzelnen Einträgen für jeden Punkt fortgeführt. Die Reihenfolge bedeutet keine Priorisierung oder Gewichtung, sondern ergibt sich aus der ursprünglich eher zufälligen Reihenfolge, wie ich sie in der Liste aufgeführt habe.
Da ich mich selbst nicht mit jedem Thema auskenne, werde ich mich nicht unbedingt an der Diskussion beteiligen.


20. Strafmaß nach Schwangerschaftsabbruch
Ein Hinweis einer Kommentatorin veranlasste mich, dem nachzugehen.

Ähm es fehlt ein ganz Wichtiges: Nur Frauen können nach Sex strafrechtlich für einen Abbruch belangt werden.
[..]
Bitte nicht einseitig recherchieren!

§218 des Strafgesetzbuches besagt in Absatz 1:

Wer eine Schwangerschaft abbricht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Dies bezieht sich primär auf den Arzt, bzw. sonstige Personen, die den Abbruch durchführen.
Darüber hinaus regelt §218a, dass der Abbruch unter bestimmten Bedingungen straffrei ist.

Nach §218 Absatz 3 und 4 hat die Schwangere ausdrücklich ein geringeres Strafmaß zu erwarten bzw. wird gar nicht bestraft, wenn es beim Versuch bleibt.

(3) Begeht die Schwangere die Tat, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe.
(4) Der Versuch ist strafbar. Die Schwangere wird nicht wegen Versuchs bestraft.

Für den als Erzeuger beteiligten Mann gilt dagegen das allgemeine Strafmaß, wenn er bei der Durchführung des Abbruchs mitmacht. Für ihn ist keine mildere Strafe vorgesehen.

Advertisements
Veröffentlicht unter Rechte | Verschlagwortet mit , , , | 12 Kommentare

Flirts und Anmachen in früheren™ Zeiten

In den letzten zwei Wochen war es ruhig hier. Das lag daran, dass ich meine zeitlichen Prioritäten anders setzen musste, so dass ich kaum dazukam, einschlägige, aktuelle Texte zu lesen, geschweige denn, über Auffälliges – und sei es nur im Rahmen eines „Kurz notiert“-Wochenrückblicks – zu bloggen.
Da ich momentan wenigstens ein bisschen Luft habe, möchte ich zumindest ein paar Gedanken loswerden.

Kürzlich hatte ich abends einen alten Spielfilm aus den 1960-er Jahren gesehen. Der genaue Inhalt ist unerheblich für das, was ich dazu sagen möchte. Ich habe die Handlung auch gar nicht mit voller Aufmerksamkeit verfolgt.
Ein Mann und eine Frau lernten sich bei gemeinsamen Bekannten kennen. Mir fiel auf, dass sie schon ziemlich schnell begannen, direkt und unverhohlen miteinander zu flirten (obwohl die Frau bereits in einer Beziehung lebte). Auch gegenseitige Berührungen (an den Armen, den Schultern oder dem Rücken) schienen selbstverständlich zu sein.
Es ist klar, dass ein Film nur begrenzte Aussagekraft hat, aber es lässt dennoch gewisse Rückschlüsse zu. Heutzutage wäre solch ein unumwundener, lockerer Umgang leider undenkbar.

Dann habe ich mich erst heute bei einer Unterhaltung auf Twitter an eine Begebenheit in meiner Kindheit erinnert.

Es muss so Ende der 1980-er oder Anfang der 1990-er Jahre gewesen sein. Ich war mit meiner Familie in einem Ausflugscafé eingekehrt. Auf der Karte waren einige Eisspezialitäten aufgezählt, u.a. Vanilleeis mit heißen Kirschen (oder waren es Himbeeren?) – dort als „Heiße Liebe“ bezeichnet.
Als die Bedienung die Bestellung an einem der anderen Tische aufnahm, hörte ich einen Gast laut rufen: „Fräulein, ich möchte heiße Liebe!“
Alle Besucher des Lokals lachten. Die Bedienung nahm den Spruch, soweit ich mich erinnere, ebenfalls entspannt und freundlich auf.
Wenn ich schrieb, dass die Besucher lachten, so meinte ich nicht, dass sie ihn auslachten. Es war ein Lachen voller Sympathie.

Was ist in den letzten Jahrzehnten nur aus unserer Gesellschaft geworden?

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , , , | 22 Kommentare

Regenbogenwolken: „mir wird oft das Gefühl vermittelt, nicht ebenbürtig zu sein“

Aus der Reihe feministischer Blogposts sind mir diesmal die „Emanzengedanken“ auf Regenbogenwolken aufgefallen.
Das meiste sind die üblichen feministischen Mythen und Behauptungen, aber es ist auch der eine oder andere Punkt dabei, der vielleicht eine nähere Diskussion lohnt. (Sorry, wenn es im folgenden etwas durcheinander geht – um Zeit zu sparen, habe ich es nicht in eine schlüssige Reihenfolge gebracht.)

Wir bekommen immer noch weniger Lohn, haben die schlechtbezahltesten Jobs

20% weniger Lohn, die Frauen immer noch kriegen!

Die Gender Pay Gap Lüge ist einfach nicht totzukriegen. Die angeblichen 20% kommen rein rechnerisch zustande, wenn man alle Jobs pauschal in einen Topf schmeißt, und generalisierend umrührt.
Berücksichtigt man die Art der Arbeit und weitere relevante Faktoren, so verschwindet die Gehaltslücke im statistischen Rauschen.
Kein Arbeitgeber wäre so doof, für das gleiche Ergebnis 20% Penisbonus zu bezahlen, wenn er es ohne Nachteile auch billiger kriegt, indem er eine Frau einstellt.

Und das geht doch allen Frauen so.

Unzulässige Verallgemeinerung.

Dieser ganze Druck, der besonders dadurch entsteht, einem Frauenbild entsprechen zu müssen,

Derzeit existiert vor allem ein Druck, einem feminismuskonformen Frauenbild entsprechen zu müssen.
Frauen sollen sich wie Männer benehmen, Männer wie Frauen.

dass es uns nur darum geht, die Ungleichheiten aufzudecken und zu beenden

Vermutlich kann eine lesbische Frau nicht nachvollziehen, dass gerade die „Ungleichheiten“ einen besonderen Reiz ausmachen, und die Anziehung zwischen den Geschlechtern begründen. Vive la différence!
Feministische Gleichmacherei will verhindern, dass Frauen sich weiblich verhalten, natürlich-feminin auftreten, und hat geschlechtslose Neutren zum Ziel.

Ich bin in meiner Position fast nur von Männern umgeben und mir wird oft das Gefühl vermittelt, nicht ebenbürtig zu sein.

Wie das? Ernsthafte Frage. Wie geht das? Wie wird dieses „Gefühl vermittelt“?

„Feministin“ ist immer noch ein Schimpfwort.

In der Gesellschaft hat diese menschenfeindliche Ideologie einen viel zu positiven Ruf, weil es Feministinnen geschafft haben, mit Parolen wie „Gleichberechtigung!“ oder „Mehr Rechte für Frauen!“ den allgemeinen Konsens zu implizieren, dass Frauen in irgendeiner Form benachteiligt seien. Diese Überzeugung ist leider in sehr vielen Köpfen verankert. Jegliche Kritik daran und das Hinterfragen feministischer Behauptungen gilt als frauenfeindlich.

Und ja, ich bin für die Frauenquote.

Was dann darauf hinausläuft, dass Männer diskriminiert und durch Minderleisterinnen ersetzt werden, während tüchtige, kompetente Frauen, die den Wettbewerb mit Männern nicht zu scheuen brauchen, zur Quotentussi abgewertet werden – was den Feminismus nicht davon abhalten wird, beruflich erfolgreiche Frauen für seine Zwecke instrumentalisieren und missbrauchen zu wollen.
Solange der Feminismus Bevorzugungen für Frauen fordert und durchsetzt, so dass sie den allgemeinen beruflichen Anforderungen und Standards nicht gerecht werden müssen, gelten sie als nicht konkurrenzfähig.
Nur wenn Frauen nicht auf begünstigende Bedingungen treffen, haben sie die Möglichkeit, zu zeigen, inwieweit sie tatsächlich mit Männern mithalten können.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , , , , , | 25 Kommentare

Kurz notiert – KW 18/2018

1. Frauen in Beruf und Studium

In den aktuellen VDI-Nachrichten sind einige Artikel, die sich mit beruflichen Aspekten von Frauen beschäftigen.

a) Um die Vereinbarung einer hochqualifizierten Berufstätigkeit mit einer Familie geht es in „Unendliche Karrierechancen“.
Was mich bei diesem Text irritiert hat, ist, dass immer nur von der Vereinbarkeit für Frauen die Rede ist. Inwieweit auch Männer gerne die Möglichkeit hätten, ihrer Familie mehr Zeit zu widmen, wird mit keinem Wort erwähnt.

b) Bei „Junge Frauen unter sich“ geht es mal wieder um spezielle Frauenstudiengänge.
Amüsant ist die Stelle, wo man es für bemerkenswert hält, dass der Frauenanteil (nämlich 100%) in einem ausschließlich für Frauen zugänglichen Studiengang so viel größer ist als in einem gemischten Studiengang.

„Bei einer Befragung unserer Studierenden hat sich herausgestellt, dass die Hälfte nicht Informatik studiert hätte, wenn es ausschließlich einen gemischten Studiengang gegeben hätte“

Ich frage mich, was in diesen Studentinnen vorgehen mag, dass die Trennung von männlichen Studenten Studierenden ein ausschlaggebendes Kriterium für ihre Studienwahl ist.

Es gebe weniger Leistungsdruck

🙄
Leistung, Konkurrenz, Wettbewerb, .. das sind ja auch wieder so böse patriarchale Forderungen und toxisch-männliche Konzepte.

c) Sehr lesenswert dagegen ist wieder mal die Kolumne von Heiko Mell, in der es um die Karriere von Müttern geht.


2. Jungenbildung

Ich wurde gebeten, auf einen offenen Brief an einen grünen Bundestagsabgeordneten hinzuweisen.
Darin geht es um die Ignoranz und Gleichgültigkeit der Bildungspolitiker, wenn es um die Bildung von Jungen geht.


3. Ungeschminkt

Auf Edition F beklagt man sich, dass ungeschminkte Frauen angeblich so oft mit negativen Bemerkungen konfrontiert würden, oder sich deshalb rechtfertigen müssten.
Entweder liegt das am persönlichen Umfeld der Autorin, in dem vielleicht Make-Up als unerlässlich gilt, oder an ihr selbst.
In etlichen Jahren, in denen ich mich höchstens mal zu repräsentativen Anlässen oder besonderen Gelegenheiten geschminkt habe, habe ich niemals derartiges erlebt, wie es die Autorin beschreibt.

trauen sich viel zu viele Frauen [..] nicht ungeschminkt auf die Straße zu gehen

In welcher Welt leben die eigentlich?

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , , , , , | 11 Kommentare

Kurz notiert – KW 17/2018

1. Girl’s Day

Gestern war wieder „Girls‘ Day“.
Hierzu habe ich eine Linkliste erstellt, und den Ablauf in unserem Unternehmen beschrieben.


2. Amokfahrt von Toronto

Dem Amokfahrer von Toronto wird als Motiv „Frauenhass“ unterstellt. Ich weiß nicht, inwiefern dies zutreffend ist, oder ob es nicht eher allgemeiner Menschenhass war. Möglicherweise war es auch die Verzweiflungstat eines verwirrten, zutiefst unglücklichen Menschen.
Aber sollte tatsächlich Frauenhass sein alleiniges Motiv gewesen sein, sollte man sich vielleicht einmal – auf einer abstrakteren Ebene- überlegen, wie es dazu gekommen ist.
Was treibt einen jungen Menschen zu solch einer erbarmungslosen Tat? Welche negativen Erfahrungen musste er machen, wie viele vielleicht demütigende Ablehnungen musste er erleben?
Hat ihn das gesellschaftliche männerfeindliche Klima, in dem keinerlei Verständnis für Männer zu finden ist, und in dem Männer keine Unterstützung bei Problemen erhalten, so sehr geprägt, dass dies für ihn ein Befreiungsschlag sein sollte?
Die Anzahl verunsicherte Männer, die von Frauen nur ablehnendes, erniedrigendes, abfälliges Feedback erhalten, wird in Zukunft, fürchte ich, noch zunehmen. Es wird Zeit, dass sich viele Frauen einmal darauf besinnen, mit Männern wieder anständiger, respektvoller, wertschätzender und freundlicher umzugehen, als es Jahrzehnte feministischer Indoktrination ihnen eingeimpft haben.
Wenn einige Frauen aufgeschlossener und zugänglicher auf männliche Kontaktversuche reagieren würden, würde das sicher dazu beitragen, solche mörderischen Auswüchse in Zukunft zu verhindern. Oder wenn sie wenigsens ihre Abweisungen so formulieren würden, dass der betreffende Mann seine Würde wahren kann.


3. „Teufelskreise der Frauenförderung“

Als ich den Titel des Blogposts von Robert Franken las, der sich gegen Frauenförderung aussprach, war ich im ersten Moment beeindruckt, und dachte: „Naja, ein blinder Kapaun findet auch mal ein Korn.“
Herr Franken hatte sich in der Vergangenheit bereits öfter als feministischer Möchtegern-Ally hervorgetan, weshalb ich über den scheinbaren Sinneswandel erstaunt war.
Aber dann lief die Geschichte doch wieder darauf hinaus, dass sich das Arbeitsumfeld den Frauen gefälligst anpassen soll. Er will das „System verändern“ (über konkrete Maßnahmen schweigt er sich allerdings aus – vermutlich meint er die Abschaffung des Leistungsprinzips).
Seine Ausführungen gipfeln in der Aussage:

Wir müssen auf jeder Ebene wissen wollen, warum dort zu wenig weibliche Führungskräfte ankommen.

Ja, Herr Franken, dann verschließen Sie nicht weiter die Augen davor, dass Frauen eben meistens andere Prioritäten für ihren Lebensweg setzen als Männer.


4. Komplementarität der Geschlechter

Auf dem neuen „Diskursatlas Antifeminismus“ bin ich stichprobenartig auf der Seite „Komplementarität der Geschlechter“ gelandet.
Das Konzept der Komplementarität wird dort als „antifeministisches Narrativ“ bezeichnet, und die Begründung dafür, dass es nicht zutreffen kann, besteht im Wesentlichen daraus, dass ein paar böse Leute sich dazu einmal befürwortend geäußert haben.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , , , , , | 20 Kommentare

Linkliste: #Girlsday #Boysday #Schülertag #Zukunftstag #Techniktag (#Diskriminierung #Sexismus)

Zum heutigen [Boy|Girl]s‘ Day habe ich hier keinen eigenen Eintrag, sondern verweise chronologisch auf frühere Blogposts (Liste ist vermutlich nicht vollständig) zu diesem Thema:

2015
https://auschfrei.wordpress.com/2015/04/23/girls-and-boys/
https://breakpt.wordpress.com/2015/12/17/elfhundertdreiundvierzig/

2016
https://breakpt.wordpress.com/2016/01/27/elfhundertsiebenundsechzig/
https://auschfrei.wordpress.com/2016/03/01/zur-dokumentation-girls-day-einladung/
https://breakpt.wordpress.com/2016/03/31/zwoelfhundertzwanzig/
https://breakpt.wordpress.com/2016/04/29/zwoelfhundertfuenfundvierzig/

2017
https://breakpt.wordpress.com/2017/01/31/girls-day-wont-be-girls-day-1456/
https://breakpt.wordpress.com/2017/03/30/planungen-fuer-den-zukunftstag-1506/
https://breakpt.wordpress.com/2017/04/28/techniktag-fuer-alle-girlsday-boysday-1527/
https://auschfrei.wordpress.com/2017/10/16/boys-day-in-bw-jungs-duerfen-pflegen-ausser-hochdeutsch/

2018
https://breakpt.wordpress.com/2018/02/08/beruf-und-verrufung-1773/
https://auschfrei.wordpress.com/2018/04/05/kontaktanfrage-zur-zukunft-von-jungen/

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , , , , | 4 Kommentare

Kurz notiert – KW 16/2018

1. Pay Gap

Die Erinnerungen an meine ersten Berufsjahre riefen mir ins Gedächtnis, dass meine älteren Kollegen, die im Prinzip genau die gleiche Arbeit verrichteten hatten wie ich, sicherlich mehr verdienten als ich damalige Berufsanfängerin.
Dafür sorgte schon ihre längere Betriebszugehörigkeit in einem tarifgebundenen Unternehmen, bzw. größere Berufserfahrung, auch wenn sich ihre Stellenbeschreibung und Tätigkeiten nicht von meinen unterschied.
Nach dem Entgelttransparenzgesetz ließe sich dadurch leicht ein Gender Pay Gap konstruieren.


2. „Ich jogge allein“

Auf Twitter ist mir der Hashtag #IchJoggeAllein aufgefallen.
Ich habe mich selbst nicht daran beteiligt, aber möchte auf eine Diskussion zu ähnlichem Thema verweisen.


3. Enjoyment Of Sexualization

Bemerkenswert:

(Das mit dem „affectionate“, „sentimental“ und „romantic“ kann ich für mich persönlich nicht bestätigen.)


4. Anforderungsabsenkung

Die Times berichtet:

Britain’s first specialist engineering university will take school-leavers without A-level maths or physics to boost the number of female students.

Die Message ist: „Frauen sind so doof, dass die Voraussetzungen und Standards gesenkt werden müssen, damit sie trotzdem technische Studiengänge studieren.“
Das ist degradierend und demütigend für die Frauen, die die bisherigen Anforderungen problemlos erfüllen, und läuft auf einen allgemeinen Qualitätsverlust hinaus.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , , , , , | 20 Kommentare