Tag der Geschlechter-Empathielücke #GEGD

Heute, am 11. Juli, ist der Tag der Geschlechter-Empathielücke (Gender Empathy Gap Day).

Das Thema hätte sicherlich einen ausführlicheren Post verdient, als ich ihn momentan schreiben kann.
Für Einzelheiten und Hintergründe verweise ich deshalb auf den Artikel von Gunnar Kunz sowie die ganz neue offizielle Website von MANNdat.

Es ist schon bezeichnend, wie in unserer Gesellschaft Probleme von Männern kaum zur Kenntnis genommen werden. Während sogar relativ banale Angelegenheiten, die Frauen stören, medial hochgepusht werden, können Männer nicht mit Mitgefühl oder Verständnis rechnen. Wenn sie männerspezifische Missstände ansprechen, so werden sie stattdessen mit „mimimi“, „male tears“ oder „whiny white men“ lächerlich gemacht und beschämt. Ihre Probleme werden gleichgültig abgetan, oder ihnen sogar selbst die Schuld daran gegeben.
Obwohl beispielsweise die meisten Opfer von Gewaltverbrechen männlich sind, wird in der Öffentlichkeit Gewalt gegen Frauen und Mädchen wesentlich stärker hervorgehoben. Das Leiden von Männern und Jungen wird weitgehend ignoriert und nicht beachtet.
Unterstützung oder Hilfsangebote speziell für Männer sind kaum zu finden.

Der heutige Tag der Geschlechter-Empathielücke soll diese Ungleichbehandlung bewusst zu machen.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , | 9 Kommentare

(Aufdringliche) Versuche der Kontaktaufnahme

Ich weiß nicht, ob es sich bei der im folgenden beschriebenen Beobachtung um ein Geschlechterphänomen handelt. Vielleicht handelt es sich nur um einen Effekt der ganz allgemeinen Gruppendynamik, den ich nur selektiv durch meinen subjektiven Filter sehe.
Da ich in diesem Blog schon länger nichts veröffentlicht habe, schreibe ich jetzt trotzdem ein paar Gedanken dazu nieder.

Schon öfter war ich in der Situation, dass ich als eine von wenigen Frauen gemeinsam mit vielen Männern in einem Raum war.
Eine weitere Gemeinsamkeit der Situation ist, dass sich die Anwesenden zumindest teilweise noch nicht kennen.
Kürzlich ist mir das erst wieder privat bei einem geselligen Zusammensein passiert, vor einiger Zeit beruflich bei einem Weiterbildungsseminar.

In den verlinkten Einträgen beschreibe ich, wie die andere anwesende Frau versucht, sich mit mir zu unterhalten, obwohl ich daran gar kein Interesse signalisiert habe.
Warum spricht sie ausgerechnet mich, ihre Geschlechtsgenossin an, obwohl genügend andere Personen im Raum sind, die vielleicht lieber mit ihr sprechen wollen?

Das waren nur Beispiele. Ähnliche Erlebnisse hatte ich auffällig oft.
Auch etwa, dass ich alleine an einem Tisch in einem Café sitze. Es sind noch andere Plätze frei, aber eine redselige Seniorin setzt sich mit zu mir an den gleichen Tisch, und versucht ein Gespräch zu beginnen.

Sogar bei Veranstaltungen, bei denen der Geschlechteranteil einigermaßen ausgeglichen ist, ist die Wahrscheinlichkeit, von einer Frau angesprochen zu werden, deutlich größer als von einem Mann.
Aber vielleicht ist es tatsächlich ein allgemeineres Phänomen, bei dem man einen Gesprächspartner sucht, mit dem man Gemeinsamkeiten hat, über die man sprechen kann. Da im Gegensatz zum Geschlecht z.B. Hobbys, Beruf oder Heimatstadt nicht offensichtlich sind, ist vermutlich jemand mit dem gleichen Geschlecht die erste Wahl.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , | 10 Kommentare

Danke, dass $A != $B

Auch von mir kurz meine paar Cent über den aktuellen Edeka-Werbespot zum Muttertag.

Anfangs hatte ich den Eindruck, dass Väter dargestellt werden sollen, die sich um ihre Kinder kümmern. Auch wenn sie sich dabei manchmal ungeschickt anstellen, bemühen sie sich doch, liebevoll für ihre Kinder zu sorgen.
Ihre Kinder haben sie trotz Unzulänglichkeiten, Fehlern, und dem Nicht-Entsprechen der gängigen Schönheitsideale lieb.

Das suggeriert zumindest die Kinderstimme in den ersten Szenen. Dann jedoch baut sich kontinuierliche eine Dissonanz auf.

Fremde Mütter beäugen den Vater mit seinem Kind auf dem Spielplatz misstrauisch und feindselig.
Als der Vater seinen Sohn nackt im Bett entdeckt, zieht er sich sofort diskret zurück. Hätte die Mutter ebenso gelassen und verständnisvoll reagiert?
Wo überhaupt ist die Mutter? Sie taucht erst in der allerletzten Szene auf, in der die Kinderstimme sich bei ihr dafür bedankt, dass sie „nicht Papa“ ist.

Der Werbespot zeigt ebenfalls ein negatives Mütterbild. Die Mutter wird die ganze Zeit nicht dargestellt, als ginge sie das alles nichts an. Den Dank zum Schluss erhält sie ohne eigenes Zutun, lediglich aufgrund ihrer Existenz. Ansonsten spart der Spot ihren Einsatz für ihre Kinder vollkommen aus.
Es entsteht der Eindruck, dass hier schlicht Männer und Frauen wieder einmal gegeneinander ausgespielt werden sollen.

Die Aussage „Danke, dass du nicht Papa“ bist, erscheint irgendwie sinnfrei. Die (in diesem Spot!) untätige Mutter wird dem engagierten Vater vorgezogen.

Und was hat das ganze überhaupt mit Edeka und ihrem Geschäftsmodell zu tun?
Als vor einigen Jahren die Verkäuferin in einem anderen Spot die Masse der verkauften Wurst grammgenau abschätzen konnte, war das noch originell, und man nahm der Edeka die Liebe zu Lebensmitteln ab.
Aber das hier? Man sollte meinen, ein klassischer Fall für Pinkstinks.


Ich kaufe bei Edeka nur drei- oder viermal im Jahr ein. Die nächsten Filialen liegen einfach nicht auf meinen üblichen Wegen.
Wenn es sich doch ergibt, so bringe ich meinem Mann von dort jedesmal ein Produkt mit, das es AFAIK nur dort gibt, und das er sehr gerne isst.
Würde ich mich an einem Boykott beteiligen, so brächte das der Edeka keine nennenswerten Umsatzeinbußen. Warum sollte mein Mann deswegen auf dieses Produkt verzichten müssen?
Außerdem werden die Edeka-Märkte von unabhängigen Betreibern geführt, die überhaupt nicht für den Werbespot verantwortlich sind.


Vor einiger Zeit verursachte ein Werbespot von Gilette viel Aufregegung, weil er Männer negativ darstellte.
Aktuell gibt es einen Spot von Gilette, der Damenrasierer bewirbt. Dieser Spot ist so widerlich, dass ich ihn nicht auf meinem Blog anzeigen möchte. Da werden Frauen mit Tattoos und Hautkrankheiten in Großaufnahme dargestellt. Einzelne Szenen sind derart abscheuerregend, dass sich der Magen hebt.
Hätte ich nicht ohnehin keinen Bedarf an diesen Produkten, würde ich mich am Gilette-Boykott beteiligen.


Im Winter fiel mir ein Werbespot von Bronchicum auf.

Das Kind muss schnellstmöglich gesund werden, damit die Mutter auf ihren Mädelsabend kann.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , , | 26 Kommentare

Umfrage zum Feminismus auf Twitter

Auf Twitter hatte ich eine Umfrage gestartet:

Bei Twitter gibt es Einschränkungen, so dass die Frage und Antworten nicht beliebig lang sein dürfen. Es sind nur maximal 4 Optionen möglich.
Als Zeitraum setzte ich eine ganze Woche an. Durch Retweets versuchte ich, die Umfrage weit oben in der Timeline zu halten, so dass möglichst alle Interessierten Gelegenheit hatten abzustimmen.

Während bei früheren Umfragen, die ich auf Twitter durchgeführt habe, kaum mal mehr als hundert User abgestimmt haben, hat mich die Resonanz hier überrascht. Aktuell sind es exakt 3600 Votes, 203 Favs, 290 Retweets, 64 direkte Antworten, sowie 354 Nutzer, die insgesamt an der Diskussion beteiligt waren.
Ehrlich gesagt, verlor ich ziemlich schnell den Überblick und reagierte dann nicht mehr auf Antworten. Die schiere Anzahl hat mich leider überfordert.
Trotzdem möchte ich auf die große Zahl guter und interessanter Antworten hinweisen, und bedanke mich an dieser Stelle noch einmal bei allen, die sich in irgendeiner Form konstruktiv an der Umfrage beteiligt haben.

Auch wenn die Anzahl der Stimmen sehr groß ist, bedeutet das natürlich nicht, dass die Umfrage repräsentativ war. Sie startete in meiner – überwiegend feminismuskritisch geprägten – Twitterblase. Da ich wohl auf die eine oder andere Blockliste geraten bin, wird sie vermutlich kaum eine Chance gehabt haben, von der Feminismusszene nennenswert wahrgenommen zu werden.
Ich wollte aber vor allem das Stimmungsbild der unvoreingenommenen Normalbevölkerung einfangen.

Ergebnisse:

Auf die Frage

Wie beeinflusst #Feminismus das Verhältnis zwischen Männern und Frauen?

antworteten die teilnehmenden Twitter-User so:

Option Rel. Anteil Abs. Stimmenzahl (berechnet)
Starke Verschlechterung 70% 2520
Leichte Verschlechterung 20% 720
Leichte Verbesserung 5% 180
Starke Verbesserung 5% 180

90 Prozent sehen also den Einfluss des Feminismus als eher negativ, nur 10 Prozent halten seine Auswirkungen für positiv.
Wie gesagt – das Ergebnis ist statistisch nicht repräsentativ.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , , | 9 Kommentare

Das Fest des stählernen Penis

Gestern war Kanamara-Matsuri – das „Fest des stählernen Penis“, wie es in Teilen Japans alljährlich am ersten Sonntag im April gefeiert wird.

Eine japanische Legende erzählt, dass sich einst ein Dämon in der Vagina eines jungen Mädchens eingenistet hatte, und eifersüchtig darüber wachte. Zwei Männern, die versuchten einzudringen, biss er den Penis ab.
In ihrer Not wandte sich die junge Frau an einen Schmied, der einen Stahldildo herstellte, mit dem die Zähne des Dämons gebrochen werden konnten.

Der Vergleich mit dem Dämon als Allegorie für den Feminismus ist frappierend.
Missgünstig will Feminismus jeden innigen Kontakt zwischen Männern und Frauen vereiteln, und versucht mit allen Mitteln, dies zu verhindern, und Männer, die dennoch im Begriff dazu sind, aggressiv zu entmannen.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , | 18 Kommentare

Wikipedia und die Männer

Zufällig kam ich auf der Wikipedia auf die Seite Männerrechtsbewegung.

Als Männerrechtsbewegung (englisch men’s rights movement) wird eine [..] Strömung bezeichnet, die – im Unterschied zur Männerbewegung – antifeministische bis frauenfeindliche Positionen vertritt.

Die verlinkte Seite über die Männerbewegung, befürwortet immerhin die Strömungen, die sich für Väter, Schwule oder Feminismus einsetzen.

Dann gibt es noch die Seite Maskulinismus.

Maskulinismus ist das Eintreten für die Rechte und Bedürfnisse von Männern mit einer Ideologie naturbedingter männlicher Überlegenheit oder des Androzentrismus, welche sich in Männerbünden und antifeministischen Bewegungen artikuliert. Eine Kernthese des Maskulinismus lautet, dass Männer von Müttern und Frauen unterdrückt werden und sich auf ihre Männlichkeit zurückbesinnen sollten.

Die Maskulismus-Seite ist dagegen nur eine Begriffsklärung, die auf Maskulinismus, Androzentrismus, Männerrechtsbewegung und Antifeminismus verzeigert.

Es war mir schon vorher klar gewesen, dass die deutsche Wikipedia feministisch tendenziös ist. Aber das Ausmaß hat mich schon überrascht.
Da sucht jemand neutrale, unvoreingenommene Informationen, und findet so etwas.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , | 20 Kommentare

Miau! Eine #Blogparade zum #Feminismus //2082

breakpoint

Eigentlich wollte ich nicht mehr so viel Zeit vergeuden, um mich über den Feminismus auszulassen. Ich habe darüber schon sehr viel gebloggt. Es gibt auch noch einen alten Eintrag aus der Zeit, als ich gerade erst begonnen hatte, mich mit der Thematik zu beschäftigen. Aus heutiger Sicht würde ich einiges etwas anders formulieren. Trotzdem ist der alte Text noch überraschend aktuell.
Feminismus hatte vielleicht früher mal eine Berechtigung, ist aber inzwischen nur noch eine menschenverachtende Ideologie, die darauf abzielt, das natürlich harmonisch-komplementäre Verhältnis zwischen Männern und Frauen zu zerstören. Männer werden als Feinde und Gegner angegriffen, Frauen als unselbständige Opfer bevormundet.
Von Frauen Eigenverantwortlichkeit zu erwarten, gilt bereits als frauenfeindlich. Dabei degradiert gerade diese feministische Haltung Frauen auf das Niveau eines unmündigen Kleinkindes mit Narrenfreiheit.

Wenn jetzt aber schon zu einer Blogparade über persönliche Erfahrungen mit Feminismus aufgerufen wird, kann ich nicht ganz widerstehen, mich daran zu beteiligen. Auch…

Ursprünglichen Post anzeigen 1.204 weitere Wörter

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentar hinterlassen