Zur Dokumentation: „Neues aus der Gleichstellungsstelle“

Eine Mail mit ca. 2MB großen Anhängen erreichte mich.
Meine Adresse steht wohl immer noch auf dem Verteiler, und ich sehe keinen Grund, sie dort löschen zu lassen. Ich lasse mich ganz gerne auf dem Laufenden halten.

Für alle, die es interessiert, hier der Text, bei dem ich konkrete Namen und Daten unkenntlich gemacht habe:

Liebe Frauen,

wie Sie vielleicht wissen, gab es in der Gleichstellungsstelle der Stadt $Stadt1 einen personellen Wechsel. Darum schreiben wir Ihnen heute, um uns bei Ihnen vorzustellen:

Wir sind $Name1 und $Name2, beide neu in $Stadt1, beide begeistert davon, die kompetente Arbeit unserer Vorgängerinnen fortsetzen zu dürfen und auf Geschlechtergerechtigkeit, Antidiskriminierung und Chancengleichheit hinzuwirken. $Name1 ist katholische Theologin und erfahrene Gleichstellungsbeauftragte. $Name2 ist Ethnologin und hat u.a. als Werbetexterin und Frauenrechtsreferentin gearbeitet.
Wir freuen uns sehr darauf, Sie persönlich bei frauenrechtlichen Veranstaltungen zu treffen oder Sie in unserem Beratungs- und Besprechungszimmer begrüßen zu dürfen.

Weil personelle Änderungen ja immer auch einige Neuerungen mit sich bringen (sollen), möchten wir Sie darauf hinweisen, dass es in unregelmäßigen Abständen einen Newsletter mit Veranstaltungshinweisen, Lesetipps und frauenrechtlichen Neuigkeiten geben wird. Themenvorschläge nehmen wir sehr gerne entgegen!
Wenn Sie diesen Newsletter nicht empfangen möchten, teilen Sie uns das bitte durch eine Mail mit dem Betreff „Abmeldung Newsletter“ mit.

Die Veranstaltungsreihe „Existenzgründerinnennetzwerk“ wurde aufgrund der geringen Teilnehmerinnenzahl vorerst eingestellt. Das Thema „Frauen als Existenzgründerinnen“ wird in den letzten Jahren auch immer populärer und es gibt lokale und regionale Angebote für Interessierte. Kennen Sie z.B. die Veranstaltung http://$domain1.de/ oder das Netzwerk http://www.$domain2.de/ ?

Außerdem möchten wir Sie auf drei Veranstaltungen aufmerksam machen:
Der $Stadt1.Genitiv() Frauennotruf feiert sein $Jahre-jähriges Bestehen ab dem $Datum1 mit einer Ausstellung und mehreren Veranstaltungen. Siehe Anhang „Einladung-$Stadt1-4“
Die $Partei lädt zum Frauenempfang am $Datum2 um $Uhrzeit. Siehe Anhang „2017 Flyer Einladung $Partei Frauenempfang“
$Name3 spielt ihr Programm „unverschämt weiblich“ am $Datum3 in $Stadt2. Siehe Anhang „din-lang web3“.

Das Landratsamt $Landkreis lädt Unternehmer(innen) zum Thema Kommunikation ein. Siehe Anhang „Einladung“

Mit freundlichen Grüßen
$Name2 und $Name1

Stadt $Stadt1

Büro für Chancengleichheit und Vielfalt

Gleichstellungsbeauftragte

$Adresse
$PLZ $Stadt1
gleichstellungsstelle@stadt.$Stadt1.de
http://www.$Stadt1.de/Gleichstellungsstelle

Diese E-Mail könnte vertrauliche und/oder rechtlich geschützte Informationen enthalten. Wenn Sie nicht der richtige Adressat sind oder diese E-Mail irrtümlich erhalten haben, informieren Sie bitte sofort den Absender und vernichten Sie diese Mail. Das unerlaubte Kopieren sowie die unbefugte Weitergabe dieser Mail sind nicht gestattet.

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Blogstatistik: 2500 Kommentare

Es geht hier zwar am eigentlichen Blogthema vorbei, aber zwecks Vernetzung der Kommentatoren untereinander, und weil ich nun mal ein Statistik-Freak bin, veröffentliche ich anlässlich des Kommentarjubiläums aktuelle Statistikdaten zur Information für alle, die es vielleicht interessiert.

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Wie #aufschrei mir die Augen öffnete

Gut vier Jahre ist inzwischen der Medienhype um #aufschrei her.
Vorher war ich Femimismus ziemlich indifferent und neutral gegenübergestanden, vielleicht mit einer leicht negativen Tendenz, aber im Grunde war er mir zu egal, um mir eine Meinung dazu zu bilden.

Doch dann – aus nichtigem Anlass – dieser Rummel.
Was war geschehen? Es wurde berichtet, dass der Politiker Rainer Brüderle der Journalistin Laura Himmelreich abends an einer Bar gesagt haben soll, sie könne ein Dirndl gut ausfüllen.
Meines Wissens hat Herr Brüderle diese angebliche Äußerung niemals bestätigt oder dementiert. Er dachte wohl, er könne es aussitzen, aber dieser „Skandal“ hat ihm dann doch die Karriere gekostet.
Es ist also nicht gesichert, dass er dieses ungeschickte, und zugegeben geschmacklose (Dirndl sind scheußlich) Kompliment tatsächlich gemacht hat. Ganz egal, was man sonst von ihm hält – mir kam er immer wie ein harmloser, freundlicher, alter Mann vor – dieser Rufmord war mehr als überzogen.

In der Folge sprangen Netzfeministinnen wie Frau Wizorek und Frau Strick auf den fahrenden Zug auf, und steckten mit ihrer Hysterie weitere Frauen auf Twitter an, die dann wiederholt und nervig meist banale Kleinigkeit dramatisierten und hochstilisierten, indem sie über irgendwelche angeblichen, teilweise lächerlich aufgebauschten Erlebnisse twitterten:

  • In der Öffentlichkeit hat mich ein Mann angesprochen. 😯
    Mich sprechen höchstens redselige Rentnerinnen an, die mich dann beharrlich über ihre Enkel volllabern.
  • Da hat sich ein Mann im vollgestopten Bus an mich gedrückt.
    Tja – wenn der Bus voll ist, ist er voll. An mich drücken sich dann am ehesten fettleibige Frauen oder rotzverschmierte Kinder. Von japanischen Zuständen sind wir noch weit entfernt.
  • Ein Kollege hat einen zotigen Witz erzählt.
    Hör nicht hin, wenn es dich stört. Andere amüsiert so etwas.
  • Ein Mann hat mich angetatscht. [sh. Anmerkung unten]
    Freu‘ dich über die Anerkennung und bewundernde Aufmerksamkeit. In zwanzig Jahren tatscht keiner mehr.
    Und wie soll der Mann denn sonst wissen, ob das erwünscht ist oder nicht? Das ist genauso wie mit der Schödinger-Katze: Man muss die Kiste schon öffnen, um ihren Zustand zu erkennen.
    Wenn die Berührung unwillkommen ist, kann man sie sich danach immer noch deutlich verbitten.
  • Ein Mann hat mich so gierig angeguckt.
    Wenn du lüsterne Blicke vermeiden willst, dann zieh dich halt nicht figurbetont oder freizügig an, und überlasse sexy Kleidung den Frauen, die damit Männern ihre Aufgeschlossenheit und Zugänglichkeit signalisieren wollen.

So einfach ist das!
Stattdessen werden die Männer geblamet, bloß weil ihr limbisches System quasi reflexartig unwillkürlich auf einen visuellen Reiz reagiert, noch bevor das Großhirn dagegensteuern kann.

Diese bigotte Heuchelei, kombiniert mit hysterischer Larmoyanz hat mich damals dermaßen abgestoßen – wie man nur aus solch einer winzigen Mücke eine riesigen Elefanten im Porzellanladen machen kann! – dass ich ganz bewusst nichts mehr mit Feminismus zu tun haben wollte.
Es gab durchaus noch andere Ursachen und Anlässe, aber, soweit ich mich erinnere, war #aufschrei damals einer der Trigger, der mich die Männerfeindlichkeit (bzw. Aspekte davon) in unserer Gesellschaft erkennen ließ.

Mit Aktionen wie #aufschrei wird ganz natürliche und beliebte Sexualität immer weiter tabuisiert und kriminalisiert. Einige wenige (Auf-)Schreihälse genügen, um alle anderen Frauen zu übertönen, die eine ganz andere Einstellung haben, und auch einen kleinen Fauxpas nicht übel, sondern mit Gelassenheit und Humor nehmen.

[Nachträgliche Anmerkung am 17. Februar 2017
„Antatschen“ ist ein weitgefasster Begriff.
Bei #aufschrei handelte es sich in den weitaus meisten Fällen um ganz harmlose, unaufdringliche Berührungen durch einen Mann, mit dem bereits eine persönliche Bekanntschaft bestand.]

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Der Schneckenritt

Nur ganz kurz möchte ich auf zwei Artikel in den aktuellen VDI-Nachrichten hinweisen.

Bei „Professorenritt auf einer Schnecke“ geht es um den geringen Frauenanteil bei Professorinnen.

Der Kommentar „Und junge Frauen wollen doch ..“ setzt sich damit auseinander, dass die meisten Mädchen keine Ingenieurberufe ergreifen wollen.

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#ActualLivingScientist #DressLikeAWoman

Auf Twitter trendeten kürzlich die Hashtags #ActualLivingScientist und #DressLikeAWoman.

Daran habe ich mich mit diesem Tweet beteiligt:

Auch Wissenschaftlerinnen wollen als Frauen und sexuelle Wesen wahrgenommen werden, anstatt nur auf ihren Verstand reduziert zu werden.
Insbesondere für Wissenschaftlerinnen in Männerdomänen ist es wichtig, ihre Weiblichkeit (nicht nur) optisch zu bewahren.

Bei einigen Tätigkeiten kann normale weibliche Bekleidung unpraktisch oder hinderlich sein.
In manchen Situationen mag man um Schutzhelm oder Schutzbrille nicht herumkommen. Verschmutzung der Haare kann man mit einem adrett gebundenen Kopftuch verhindern.
Es gibt figurbetonende Laborkittel.
Inzwischen sind sogar Sicherheitsschuhe und ESD-Schuhe für Damen mit ansprechendem Design auf dem Markt.

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Gehaltsfestsetzungen in der Industrie vs. GPG

Zum „Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit“ hatte ich vor längerer Zeit bereits einmal einen Blogeintrag geschrieben.
Gestern erst fragte Christian auf Allesevolution, welche Faktoren dazu beitragen könnten, dass Männer und Frauen unterschiedlich bezahlt werden, die aber in die Studien zum Gender Pay Gap nicht eingehen.

Immer wieder wird als Grund für den GPG auch genannt, dass Frauen angeblich nicht hart genug um ihr Gehalt verhandeln, und deshalb ins Hintertreffen geraten.

Es gibt viele unzutreffende Vorstellungen, wie das Gehalt in der Privatwirtschaft festgesetzt wird.
Deshalb werde ich hier einmal ausführlich darstellen, wie das Gehalt eines Arbeitnehmers bestimmt wird.
Dabei beschreibe ich, wie das Procedere bei uns (mittelständisches Technologieunternehmen) abläuft. Inwieweit das Verfahren bei anderen privaten Arbeitgebern davon abweicht, weiß ich nicht, gehe aber davon aus, dass dies mehr oder weniger ähnlich verläuft.
Es soll sich jeder selbst ein Urteil bilden, inwieweit die Abläufe Raum für „strukturelle Diskriminierung“ lassen.

Neueinstellungen

Bei einem neu eingestellten Mitarbeiter entspricht sein Einkommen dem Tarifgehalt.
Dieses hängt ab von der Stellenbeschreibung, bzw. der dafür nötigen Qualifikation, und der vereinbarten Wochenarbeitzeit, aber ausdrücklich nicht vom Geschlecht.
Durch Überstunden ist es – in begrenztem Maße – möglich, dieses Einkommen aufzustocken.
Bis zu einer Obergrenze erhöht sich das Tarifgehalt jährlich, und passt sich dadurch an zunehmende Berufserfahrung und Betriebszugehörigkeit an.
Vor dem erstmaligen Abschluss des Arbeitvertrages erhält der Bewerber ein Angebot des Arbeitgebers. Das kann er annehmen, oder auch nicht. Auf den Wunsch des Bewerbers nach einer Änderung/Verbesserung dürfte der Arbeitgeber nur in Ausnahmefällen eingehen, und im Zweifel lieber einen Mitbewerber einstellen.

Tarifliche Mitarbeiter

Das Einkommen beginnt mit dem Tarifgehalt. Dazu können im Laufe der Zeit übertarifliche, leistungsabhängige Zulagen kommen. Diese werden vom Arbeitgeber gewährt, um fähige Mitarbeiter zu binden und weiter zu motivieren.
Dazu findet einmal im Jahr zwischen jedem Mitarbeiter und dessen Vorgesetzten ein Gespräch statt, in dem jener in mehreren Kategorien (z.B. Arbeitsqualität, Arbeitseinsatz) nach einem Punktesystem bewertet wird. Die einzelnen Kategorien werden dabei unterschiedlich gewichtet.
In Abhängigkeit von den erreichten Punkten erhält er künftig zusätzlich zu seinem Tarifgehalt eine Zulage, die freiwillig gezahlt wird, und vom Arbeitgeber jederzeit gekündigt werden kann.
Raum für Verhandlungen gibt es dabei kaum, denn jeder Abteilungsleiter hat nur ein festes Kontingent an Punkten, die er zusätzlich vergeben kann.
Üblicherweise bleibt es deshalb meist bei der Bewertung des Vorjahres (nur in schweren Ausnahmefällen kann auch mal gekürzt werden).
Als zuständige Vorgesetzte bemühe ich mich, die zusätzlichen Punkte an diejenigen Mitarbeiter zu verteilen, die im abgelaufenen Jahr sich besonders hervorgetan haben, indem sie produktiv und engagiert gearbeitet haben. Auch Mitarbeiter, bei denen es schon seit ein paar Jahren keine Veränderung mehr gegeben hat, berücksichtige ich bevorzugt.
Aber das Gesamtkontingent für Gehaltserhöhungen ist begrenzt. Schließlich müssen wir profitabel wirtschaften und konkurrenzfähig bleiben, und können keine überhöhten Gehälter zahlen, die nicht mehr marktgerecht sind.
Jedem Mitarbeiter steht es frei, sich anderweitig zu bewerben. Wenn er einen Arbeitgeber findet, der ihm mehr bietet, kann er kündigen.

Außertarifliche Mitarbeiter

Einem Mitarbeiter, der die Möglichkeiten des Tarifvertrags bereits völlig ausgeschöpft hat, kann der Arbeitgeber einen außertariflichen Vertrag anbieten.
Auch neue Einstellungen z.B. in höhere Führungspositionen kommen dafür in Betracht.
Eine außertarifliche Bezahlung wird der Arbeitgeber aber nur in Erwägung ziehen, wenn der Mitarbeiter für ihn tatsächlich so wichtig ist, dass er ihn nicht verlieren will. Üblicherweise ist ein AT-Mitarbeiter auch nicht mehr an eine starre Wochenarbeitszeit gebunden, sondern muss die ihm übertragenen Aufgaben ausführen, egal wie lange er dazu braucht.
Bei der Ausgestaltung des AT-Vertrages besteht tatsächlich Verhandlungsspielraum für den Arbeitnehmer, je nachdem was er dem Arbeitgeber wert ist. Er darf seine Arbeitskraft so gut er kann vermarkten, sollte aber auch nicht zu hoch pokern.

Das Schwesig’sche Konzept von „Lohngerechtigkeit“ konterkariert eine leistungsgerechte Bezahlung.
Das Arbeitsentgelt ist die Gegenleistung für die geleistete Arbeit. Es muss dem Arbeitgeber möglich sein, besonders hochgeschätzte Arbeitnehmer auch entsprechend zu honorieren, ohne die Geschlechtsaufteilung in seinem Betrieb berücksichtigen zu müssen.
Es hat nichts mit Gerechtigkeit zu tun, wenn langsame, unzuverlässige Arbeitnehmer genauso bezahlt werden müssen wie die tüchtigsten Mitarbeiter.
Überhaupt ist „gleichwertige“ Arbeit der falsche Vergleichsmaßstab. „Gleicher Wert“ bedeutet doch per definitionem, dass gleich viel gezahlt wird. Wie sonst ließe sich der „Wert“ bemessen, wenn nicht durch den Geldbetrag, den der Arbeitgeber bereit ist, dafür zu bezahlen. Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis.

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Die Margaretchen-Frage: Was hindert Frauen an Falschbeschuldigungen?

Margarete Stokowski fragt in ihrer aktuellen Spiegel-Kolumne, warum Frauen nicht gezielt unliebsame Männer der sexuellen Belästigung bezichtigen.

Die vermeintliche Antwort gibt sie sich – mit offensichtlichem Bedauern – selbst:

Es geht nicht.

Dabei übersieht sie jedoch einiges.
Fälle wie Kachelmann sind wohl nur die Spitze des Eisbergs, die in die Öffentlichkeit gelangen.
Glücklicherweise gilt in unserem Rechtsstaat in dubio pro reo, was dazu führt, dass tatsächliche juristische Konsequenzen für die falschbeschuldigten Männer wenigstens nur selten sind.
Trotzdem kann eine falsche Beschuldigung einen Mann gesellschaftlich ruinieren. Die Falschbeschuldigerin hat dagegen kaum mit negativen Folgen zu rechnen.
Dies funktioniert sogar mit einer ungeschickten, harmosen Bemerkung, wie #aufschrei gezeigt hat.

Mir selbst ist ein Fall gut bekannt, bei dem der Betroffene auch nach Jahren von seiner Familie entfremdet ist, beruflich Rückschritte erlitt, und fast seinen ganzen Freundeskreis verlor.
Die Falschbeschuldigerin dagegen lebt weiter, als wäre nichts geschehen.

Die Macht der Frauen ist dabei enorm, und es verwundert nicht, dass viele Männer eine potentielle Falschbeschuldigung zunehmend als Bedrohung erleben, und bestimmte Situationen vermeiden. Selbst wenn sich Anschuldigungen klären lassen, bleibt doch immer etwas hängen.
Auch ohne Anzeige genügt eine passende Äußerung, um einen unerwünschten Mann in Misskredit zu bringen oder ihn gar loszuwerden.

Warum also machen Frauen das nicht in viel größerem Ausmaß?

Die Antwort, die ich darauf gebe, ist, dass die allermeisten Frauen mit Männern gut zurecht kommen. Sie haben selbst Väter, Brüder, Partner, Freunde, etc., die sie schätzen. Ihr Empfinden für Fairness und Gerechtigkeit, ihre eigene Ethik verhindern, diese scharfe Waffe unstatthaft einzusetzen.


[Nachtrag am 15. Januar 2017
Lesenswerte Blogposts zum Artikel von Frau Stokowski finden sich auch auf Geschlechterallerlei, Man-Tau und Allesevolution.]

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