Sexistische Kfz-Zeichen – die patriarchale Hochburg

Kürzlich las ich irgendwo, dass das Autokennzeichen HH nicht unbedingt für Hansestadt Hamburg steht, wie ich das immer angenommen hatte.

Schlagartig wurde mir bewusst, dass das hiesige, nicht-sauerländische Kfz-Zeichen erst recht sexistisch zu interpretieren ist: ein Personalpronomen 3. Person, Singular, Maskulinum, Nominativ – das kann nur für ERektion stehen (bis dahin hatte ich ganz harmlos gedacht, dass es schicht Erhat einenlangen bedeutet).

Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr wird mir klar, warum dies eine der bundesdeutschen Städte mit

  1. der höchsten Kaufkraft pro Kopf
  2. dem größten Gender Pay Gap

ist.

Dies hatte ich mir bisher immer dadurch erklärt, dass es die Stadt mit dem meines Wissens größten Akademikeranteil (insbesondere gutbezahlte Ingenieure) in Deutschland ist, und AFAIK der größten Krankenhausdichte (mit überwiegend weiblichem Pflegepersonal) weltweit.

Nun bekommt das ganz plötzlich einen anderen Sinn. Das sexistische Auto-Kennzeichen ist Schuld, da es patriarchale Herrschaftstrukturen wiederspiegelt.

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Wie Feminismus Frauen beruflich schadet

Viele Arbeitgeber haben Vorbehalte, Frauen einzustellen.
Im folgenden werde ich versuchen darzustellen, warum der Feminsmus dafür hauptverantwortlich ist.
Bei der Aufzählung hatte ich zwar vor allem (hochspezialisierte) MINT-Berufe im Sinn. Viele Punkte gelten aber auch weit allgemeiner.

Berufswahl und Ausbildung

  • Durch Aktionen wie den Girls‘ Day werden Mädchen in Berufe gedrängt, für die sie sonst gar kein Interesse hätten. Es wäre sinnvoller, wenn nur die Mädchen einen derartigen Beruf wählen würden, die ohne äußere Beeinflussung Interesse und Begabung dafür hätten.
  • Während Schule und Studium gibt es spezielle Fördermaßnahmen ausschließlich für Mädchen und Frauen: spezielle Kurse, Coachings, Mentorenprogramme, Stipendien, Frauenstudiengänge etc. Diese Maßnahmen werden Jungen und Männern vorenthalten, und führen bei Frauen dazu, dass sie nicht adequat auf das Berufsleben vorbereitet werden, sondern in einer Art Safe Space. Dadurch können sie die Fähigkeit verlieren, mit männlichen Kollegen zu kommunizieren.
  • Frauen bekommen teilweise einfachere Prüfungsaufgaben und werden manchmal besser benotet. Dadurch ist eine Vergleichbarkeit der Leistungen nicht mehr gewährleistet. Im Zweifel wird man sich für die objektiveren Bewertungen männlicher Mitbewerber entscheiden.

Berufsleben

  • Durch Frauenförderprogramme und Frauenquoten werden Frauen gezielt begünstigt und bevorzugt. Auch tatsächlich fachlich hochkompetente Frauen werden dadurch als „Quotentussis“ angesehen. Insbesondere die Frauenquoten schaden dem beruflichen Ansehen der Frauen enorm, die so gut sind, dass sie keine Quote nötig haben.
    Die spezifischen Frauenförderungen fördern lediglich das Image der Frauen als unfähige, unterdrückte Daueropfer und jammernde Mimosen, denen dann verständlicherweise niemand mehr eine verantwortungsvolle Tätigkeit zutraut.
  • Insbesondere bei feministisch beeinflussten Frauen ist zu befürchten, dass sie bei harmlosen Scherzen oder Komplimenten von Kollegen oder Kunden einen #aufschrei machen.
  • Feministinnen können leicht den Betriebsfrieden stören. In gemischten Teams kommt es ohnehin schneller zu Konflikten.
  • Das geplante Gesetz für mehr Lohngleichheit legt den Beibehalt von bisher geschlechtseinheitlichen Teams nahe.

Personal Skills

  • Die gesetzliche Ausgestaltung der Elternzeit ist schlecht für beruflich ambitionierte Frauen, den Arbeitgeber werden zögern, eine Frau auf eine hochqualifizierte oder verantwortungsvolle Position zu setzen, da das Risiko groß ist, eine gut eingearbeitete Frau in die Familienpause zu verlieren.
  • Es kommt immer wieder zu Fällen, in denen Frauen Kollegen oder gar Vorgesetzte der sexuellen Belästigung bezichtigen (insbesondere auch, wenn die Avancen von ihnen selbst ausgingen, und sie abgewiesen wurden). Diese Gefahr lässt sich dadurch abwenden, Frauen gar nicht erst einzustellen, wenn sie viel beruflichen Kontakt mit Männern haben würden.
    Befürchtungen, mit Frauen alleine in einem Raum zu sein, sind weitverbreitet.
  • Wenn unerwünschte Erläuterungen durch Männer als „Mansplaining“ gelabelt werden, so trägt das nicht zu einer konstruktiven Arbeitsatmosphäre bei.

Ergänzungen sind willkommen.

All die aufgezählten Punkte sind im Wesentlichen auf feministische Forderungen und Einflüsse zurückzuführen.
Arbeitgeber würden Frauen viel lieber einstellen, wenn die Gegebenheiten anders wären. Dann wäre nämlich gewährleistet, dass Frauen wirklich konkurrenzfähig wären, vermutlich sogar besonders motiviert, engagiert und qualifiziert. Und ihre Leistungen würden nicht nur als Ergebnis ungerechter Fördermaßnahmen und Begünstigungen gesehen, sondern anerkannt.
Ohne Feminismus würden vermutlich weniger Frauen MINT-Berufe ergreifen. Aber deren Qualität wäre besser, weil wirklich nur geeignete und dafür begabte Frauen dies tun würden. Feminimus setzt dagegen auf Quantität („Quoten“), wobei die eigene Leistungsfähigkeit dem Geschlecht untergeordnet wird.

Zusammenarbeit zwischen Männern und Frauen könnte so produktiv sein, würden sich Feministinnen nicht immer ungebeten einmischen, insbesondere wenn sie selbst keine Ahnung haben, worum es geht.

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Zeit-Interview: „Sheconomy“

Eigentlich wollte ich dem Interview mit Christiane Funken in der Zeit über ihr Buch „Sheconomy“ keine größere Aufmerksamkeit widmen, da es sich hauptsächlich auf das übliche Buzzword-Dropping beschränkt.
Aber während hier einige Batches durchlaufen, habe ich ein wenig Zeit für die eine oder andere Anmerkung.

Die Autorin behauptet:

das erfordert viel Einfühlungsvermögen, Offenheit und Integrationskraft, aber auch Konfliktfähigkeit und psychologische Gespür für die Empfindlichkeiten der Kunden – Anforderungen, für die Frauen besonders gut vorbereitet sind.

Und begründet dies auf Nachfrage mit:

Mädchen wachsen in einer Welt auf, in der ihnen ständig erzählt wird, dass sie empathischer seien als Jungen. Und dass sie besser kommunizieren könnten. Und wer glaubt, in einer Fähigkeit besonders gut zu sein, ist es am Ende auch.

Es mag jeder selbst beurteilen, inwieweit er diese Argumentation für schlüssig hält.

Der größte Teil des Interviews ist nichtssagendes Blabla, das sich aber hervorragend für Bullshit-Bingo eignen würde, und offenbart ein völlig unrealistisches Bild von der Arbeitswelt, bei der alle Mitarbeiter automatisch Kundenkontakt haben.
Der obligatorische Karrieretipp, mit „Verbündeten“ zu netzwerken, darf auch nicht fehlen.

Es endet schließlich mit:

Moderne Frauen wollen Macht, um die Strukturen und Kulturen zu ändern, unter denen die Generationen vor ihnen gelitten haben. Um neue Ideen durchzusetzen, um Fürsprecher für Projekte zu finden und um Einfluss auf die Entwicklung der Arbeitswelt im Sinne der Frauen zu nehmen.

Mich rührt vor allem die Formulierung, dass Generationen so sehr „gelitten“ hätten.
Wenn das kein Argument ist, als Arbeitgeber bevorzugt Frauen einzustellen, was dann?

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Warum werden manche Frauen zur Feministin?

Auf AllesEvolution gibt es momentan eine Diskussion über den Zusammenhang zwischen Feminismus und Sex.

Ich halte eine starke Korrelation zwischen unbefriedigendem Sexleben und Feminismus für äußerst plausibel. Dies deckt zwar nicht jeden Einzelfall ab, zeigt aber eine Tendenz auf.

Für diese These spricht:

  • Wer häufig mit Männern verkehrt, entwickelt ein positives Männerbild, und nimmt auch eventuelle Probleme wahr.
  • Nach dem Sex ist man entspannt und zufrieden, und hat keinerlei Bedürfnis, andere (in diesem Fall Männer) niederzumachen.

Oder warum sonst sollte eine Frau, die genügend oft sexuell von einem Mann beglückt wird, zu einer männerhassenden Feministin werden?

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„Deckel hoch, der Kaffee kocht“

Ein Schulhof. Eine Gruppe etwa 10- bis 12-jähriger Mädchen spielt Gummitwist oder Hüpfkasten.
Die meisten tragen Hosen, nur ein oder zwei Röcke.
Ein Mädchen in langer Hose schleicht sich von hinten an eines mit Rock, hebt blitzschnell den Rocksaum hoch, und schreit: „Deckel hoch, der Kaffee kocht“.
Das Mädchen im Rock schweigt betreten, die anderen lachen.

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Was Feministinnen wirklich über Frauen denken

Auf Telepolis ist ein Artikel erschienen, bei dem sich eine Feministin an andere Frauen wendet (danke an Stapelchips für den Link).

Der Inhalt ist völlig anmaßend, überheblich und bevormundend. Es wäre jeder Frau zu empfehlen, ihn zu lesen, um zu erfahren, was Feministinnen von ihren Geschlechtsgenossinnen halten.

Aus Zeitgründen kann ich nur eine Stelle zitieren:

Feminismus ist nämlich nicht der Kampf von Frauen gegen Männer. Sondern häufig genug der Kampf gegen andere Frauen.

Das sollte der Autorin doch eigentlich zu denken geben. Die meisten Frauen wollen eben nichts mit ihrer Ideologie zu tun haben.

Der Objektivität halber weise ich noch darauf hin, dass dieser Telepolis-Artikel von einer einzigen Feministin stammt. Von ihr auf alle anderen zu schließen, wäre unfair.
Allerdings zeigt die Erfahrung, dass ähnliche Denkweisen bei vielen Feministinnen vorhanden sind, die teilweise noch viel drastischere Worte gegenüber andersdenkenden Frauen finden, so dass eine Distanzierung nicht zu erwarten ist.

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Attraktivität | Sex-Appeal | Interessantheit bei Männern

Die folgenden Aussagen beruhen auf meinen subjektiven, nicht unbedingt repräsentativen Ansichten.
Es handelt sich um persönliche Vorlieben, aus denen ich keinen Glaubenskrieg machen möchte. Andere Meinungen und Ansichten sind – wie immer – willkommen zur Diskussion.
Für mich selbst ist das Thema nur noch von rein akademischem Interesse, da ich in einer exklusiven Beziehung lebe. Aber die Gedanken sind frei ...

Zunächst einige Definitionen, um auf dieser Seite eindeutige Begriffsbestimmungen zu haben:

Attraktivität
Das rein optische, äußerliche Aussehen
Sex-Appeal
Die sexuelle Anziehung und Ausstrahlung, die Lust macht
Interessantheit
Die Eignung als Gesprächspartner

Die genannten drei Eigenschaften sind weitgehend unabhängig voneinander. Es existieren mehr oder weniger große Schnittmengen.
Dargestellt im Venn-Diagramm:
venn

Im RL sehe ich höchst selten einen Mann, der mir attraktiv erscheint. Das ist mir aber auch nicht wichtig. Eher im Gegenteil: Schönlinge sind mir tendenziell suspekt.
Um Sex-Appeal zu haben, genügt es, dass ein Mann einigermaßen sympathisch wirkt, und nicht abstoßend (z.B. durch Übergewicht oder Piercings) ist. Das ist grundsätzlich für einen ONS ausreichend.
Interessant sind für mich meist insbesondere Nerds. Da Interessantheit nicht evident ist, benötigt man zur Einschätzung weitere Informationen. Für eine längere Affäre oder Freundschaft (plus) ist Interessantheit unverzichtbar.

Sympathie geht durch die Nase.

Eine emotionale oder gar romantische Beziehung ist bedeutungslos für Sex. Darüber gab es kürzlich eine kleine Diskussion.

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