Nur für Frauen

Geschlechterallerlei

Immer mal wieder bekomme ich Einladungen für Veranstaltungen, die nur für Frauen sind.
So beispielsweise zu einer jährlich stattfindenden, regionalen Frauenmesse.

Man stelle sich nur den #Aufschrei vor, wenn es eine ähnliche Messe gäbe, bei der nur Männer ausstellen dürfen. Als Besucher werden dann auch Frauen großzügig und gönnerhaft akzeptiert.
Ich stehe ja nicht erst seit gestern im Berufsleben, habe aber in den letzten paar Jahren mehr und mehr den Eindruck, dass man als Frau beruflich umso weniger ernst genommen wird, je mehr Frauenförderung es gibt.
Während man früher bei Frauen in entsprechender Position noch von Eignung ausgehen konnte, trifft man mittlerweile zunehmend auf Alibifrauen und Quotentussis.
Es scheint sich der gesellschaftliche Konsens durchzusetzen, dass Frauen nur dann beruflich erfolgreich sein können, wenn sie entsprechend gefördert wurden (mit anderen Worten: „Frauen sind zu doof, um selbst etwas zu leisten“).

Normalerweise boykottiere ich ja reine Frauen-Veranstaltungen, aber zu meiner Schande…

Ursprünglichen Post anzeigen 229 weitere Wörter

Advertisements

Über breakpoint AKA Anne Nühm

Die Programmierschlampe.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu Nur für Frauen

  1. Ralf schreibt:

    „Nur für Frauen“ ist eine logische Konsequenz der gesellschaftlichen (Weiter)-Entwicklung hin zum Matriarchat. In den westlichen Industriestaaten findet derzeit eine Macht-Umkehr zugunsten der Frauen statt, die zu einer Feminismus-dominierten, Frauen-zentrierten Gesellschaftsform führt.
    Es liegt auf der Hand, dass derjenige der über ein größeres Machtpotential verfügt, für sich die größere Aufmerksamkeit beansprucht bzw. Zuwendungen einfordert. „Nur für Frauen“ ist inzwischen ideologisch gesellschaftsfähig geworden – während eine Forderung „Nur für Männer“ von der Gesellschaft, Staat, Medien abgestraft würde.

    Ich empfehle an dieser Stelle mal den Essay von Lauren Boothby, „Sind Frauen das neue dominante Geschlecht?“
    Zitat:
    „Der Aufstieg der Rechte der Frauen muss im Licht ihrer kausalen Effekte auf Männer untersucht werden. Der Niedergang des westlichen Patriarchats führt ironischerweise zu einem Fortschreiten eines Matriarchats. Dies wird durch die Fortschritte in der Bildung der Frauen, durch feministische Vorherrschaft in politischen und wissenschaftlichen Diskurs und Diffamierung von Männern, zum Nutzen der Frauen erreicht.
    Dieser Essay basiert auf die Idee und insbesondere auf der folgenden Behauptung – das Endziel des Feminismus ist nicht Gleichheit, es ist das Matriarchat.“

    Sehr interessant zum lesen:
    http://ir.lib.uwo.ca/cgi/viewcontent.cgi?article=1015&context=si

    Gefällt mir

  2. Hinweis:
    Da ich diesen Eintrag rebloggt habe, kann ich leider die Links nicht ändern, die sich aufgrund des Blogumzugs verschoben haben.

    Der „Frauenmesse“-Link sollte auf https://breakpt.wordpress.com/2014/08/06/siebenhundertsechsundsechzig-19063750/ zeigen.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s