36 Fragen an Männer – 16 bis 26

Basierend auf Adrian’s Übersetzung (danke!) folgt hier der zweite Teil meiner Anmerkungen zu den 36 Fragen an Männer.

Hier nochmal der Hinweis auf die zentrale Diskussion bei Christian.

Ich halte meine Auseinandersetzung mit diesen Fragen leider für notwendig, um zu zeigen, dass nicht alle Frauen derart beschränkt in ihrem Denken sind wie die Darstellerinnen des Videos.
Die meisten dieser Fragen erscheinen mir .. nicht sonderlich gut durchdacht, und beantworten sich teilweise bei Benutzung eines funktionsfähigen Gehirns selbst.

Neugier
16) Warum haben Frauen den Ruf des schwächeren Geschlechts. Wir bringen Euch auf die Welt – Wassermelonen, [gequetscht durch eine Zitrone].
Weil Frauen im Mittel über weniger Muskelmasse verfügen, also meist körperlich schwächer sind als Männer.
Unabhängig davon ist die Gebärmutter nach dem Herzen der stärkste Muskel des menschlichen Körpers.

17) Warum empfindest Du es als so albern, Deine Emotionen zu zeigen? – Emotionen zu zeigen heißt, ein Mensch zu sein.
Es besteht ein Unterschied darin, seine Emotionen zu zeigen, oder zu erwarten, dass diese Tatsachen oder Argumente ersetzen sollen.

18) Warum willst Du mir gegenüber ständig Deine Männlichkeit unter Beweis stellen?
Männlichkeit ist toll. Nur weiter so!

19) Warum zur Hölle ist es nicht “ladylike” zu fluchen? Seit wann gelten Wörter als gegendert?
„Ladylike“ oder nicht ist mir wurscht. Aber eine vulgäre Gossensprache wirkt nicht sympathisch – unabhängig vom Geschlecht.

20) Warum ist es Dein erster Eindruck, den Geschichten von Frauen, denen sexuelle Gewalt angetan, oder die vergewaltigt wurden, zu bezweifeln.
Weil inzwischen jede ungeschickte Bemerkung und jeder freundliche Blick zu Belästigung hochdramatisiert werden, wodurch die wirklich schlimmen Fälle verharmlost werden.
Und weil falsche Beschuldigungen sehr häufig sind, da die Falschbeschuldigerin nicht mit negativen Konsequenzen rechnen muss.

21) Warum glaubst Du, dass eine Frau zornig ist, wenn sie ihre Periode hat?
Bei mir ist es eher so, dass ich in der PMS-Phase unausgeglichener und reizbarer bin. Nach Einsetzen der Blutung dann nicht mehr. Dafür hat dann mein Mann umso schlechtere Laune.

22) Warum denkst Du, dass Frauen, die Make up tragen, Etikettenschwindel betreiben?
Meiner Erfahrung nach ist es den meisten Männern ziemlich egal, ob sich Frauen schminken. Viele wollen gar keine Frau, die in den Schminktopf gefallen ist.
Das Schminken ist vielmehr Ausdruck intrasexueller Konkurrenz, geht also „gegen“ andere Frauen, und ist nicht „für“ Männer.

22a) Wir könnten dasselbe über Deine Penisgröße sagen.
Häh? Was? Etikettenschwindel? Wieso?
Es gibt kein aufrichtigeres Kompliment als eine Erektion.

23) Warum erscheint es Euch nicht merkwürdig, dass legislative Entscheidungen darüber, was ich mit meinem Körper tun darf, von einer Gruppe alter weißer Männer entschieden wird?
Die gesetzgebenden Gremien werden demokratisch gewählt, wobei Frauen sogar mehr Wähler stellen als Männer. In den meisten Parlamenten gibt es einen großen Frauenanteil. In Europa ist die Mehrheit der Bevölkerung weiß, was sich logischerweise in der Zusammensetzung der Parlamente niederschlägt.

23a) Habt Ihr etwa ’ne Möse?
Was soll diese unsachliche Frage?

24) Warum sind Heteros so verrückt nach Lesben?
Sind sie das? Warum sollte ein heterosexueller Mann etwas mit einer Frau zu tun haben wollen, die ihn nicht sexuell anziehend findet?
Außerdem sind viele Lesben – insbesondere die typischen Butch-Lesben – nicht unbedingt besonders feminin und attraktiv.

25) Wie fühlt es sich an, einen Tritt in die Eier zu bekommen?
Das möchte ich gar nicht so genau wissen, soll sehr schmerzhaft sein.

26) Wirst es Dir jemals zu viel, ständig männlich erscheinen zu müssen?
Auf so eine schwammige Frage sollte niemand eine konkrete Antwort erwarten.
Ich schätze, dass das individuell verschieden und situationsabhängig ist.

Fortsetzung folgt vermutlich.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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19 Antworten zu 36 Fragen an Männer – 16 bis 26

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  2. Plietsche Jung schreibt:

    *grins* ich hab mich köstlich amüsiert !

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  3. Irenicus schreibt:

    24) Warum sind Heteros so verrückt nach Lesben?
    Sind sie das? Warum sollte ein heterosexueller Mann etwas mit einer Frau zu tun haben wollen, die ihn nicht sexuell anziehend findet?
    Außerdem sind viele Lesben – insbesondere die typischen Butch-Lesben – nicht unbedingt besonders feminin und attraktiv.

    Ich empfand die meisten Lesben bisher entweder als sehr nett, oder einfach nur nervig (Kampfemanzen). Verrückt war ich noch nie danach.
    Natürlich finden sehr viele Männer die Vorstellung von zwei Frauen die miteinander Sex haben, als sehr erotisch. Vor allem bei Pornos, wo der männliche Darsteller meistens eher nervt, ist die visuelle Komponente von viel Weiblichkeit sehr angenehm.
    Und ein Dreier, mit zwei Frauen, ist eine sexuelle Phantasie vieler Männer. Wobei es da selbstverständlich nicht nur um Lesben geht, sondern auch um zwei Frauen die den Mann verwöhnen. Quasi das ultimative Kompliment: du bist so sexy, dass wir dich uns sogar teilen können 😉

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    • Für einen (erfolgreichen) Dreier sollten die Beteiligten mehr oder weniger Bi sein.
      Alleine bei der Vorstellung eines MFF-Dreiers vergeht’s mir, denn ein Mann hat schließlich nur einen einzigen Penis (der sich nun mal nicht „teilen“ lässt).

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      • Irenicus schreibt:

        denn ein Mann hat schließlich nur einen einzigen Penis

        Und zwei Hände, einen Mund und eine Zunge. Außerdem gibt es ja noch Sexspielzeug….
        Aber dir muss es ja nicht gefallen, jedem das seine 😉

        Ein Dreier mit zwei Männern macht übrigens auch nur Spaß, wenn die Kerle wenigstens ein bisschen „Bi“ sind.

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    • Carnofis schreibt:

      Mir ist noch gar nicht aufgefallen, dass Männer ein besonderes Faible für Lesben haben.
      Das (leider) einzige Kriterium, das eine Frau für einen Mann attraktiv macht, ist ihr Aussehen. Ist ein Lesbe danach attraktiv, wird sie von Männern umworben, bis sie sich als Lesbe outet.
      Die meisten mir bekannten Lesben sind allerdings atemberaubend unattraktiv, können sich also kaum über aufdringliche Männer beklagen.
      Meine Beispiele für attraktive Lesben sind Dunja Hayali und Ulrike Folkerts,
      ihre Gegenbeispiele Alice Schwarzgeld, die Heilige Anita und Barbara Kavemann.

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