Wer zahlt im Restaurant?

Weil das Thema immer wieder mal hochkocht, gebe ich hier jetzt auch meine paar Cents dazu.

Szenario:
Ein Mann und eine Frau essen gemeinsam in einem Restaurant.
Es handelt sich um einen rein privaten Anlass.
Die beiden befinden sich (noch) nicht in einer gemeinsamen Beziehung, noch besteht sonst eine Bindung.

Falls eine ausdrückliche Einladung ausgesprochen wurde, kann man davon ausgehen (sofern nichts anderes vereinbart wurde), dass der, der eingeladen hat, auch für beide bezahlt.
Hat einer das Restaurant einseitig ausgesucht, deutet dies zwar auf eine Einladung hin, aber nicht zwangsläufig. Dies kommt auf den Einzelfall an.

Wenn der gemeinsame Restaurantbesuch dagegen durch eine beiderseitige Abmachung entstanden ist, und beide gemeinsam die Auswahl des Restaurants getroffen haben, sind getrennte Rechnungen eigentlich angebracht.

Dennoch ist es häufig so, dass der Mann anbietet (bzw. gar nicht erst fragt), die Rechnung für beide zu übernehmen.
Hier sollte man seine finanziellen Möglichkeiten berücksichtigen, und je nach dem

  • dankend akzeptieren.
  • auf getrennte Rechnungen bestehen.
  • anbieten, (später) die gemeinsame Rechnung halbe-halbe (oder nach individuell vereinbarter Gewichtung) zu teilen.
  • annehmen, unter der Bedingung, zukünftig abzuwechseln.
  • ablehnen, und stattdessen vorschlagen, selbst die Gesamtrechnung zu übernehmen.

Die gewählte Option hängt von den Umständen und der Situation ab. Viele Männer lassen es sich nicht nehmen, die Rechnung zu bezahlen. Deshalb einen Streit zu beginnen, ist sicherlich nicht empfehlenswert.

Sofern man sich nicht in irgendeiner für beide akzeptabler Form auf eine Aufteilung einigt, ist es selbstverständlich, sich auf angemessene Weise zu revanchieren, um nichts schuldig zu bleiben.

Seinen Anteil an der Rechnung bezahlen zu lassen und danach ohne Gegenleistung den Kontakt abzubrechen, ist unfair.
Erst recht schlechter Stil ist es jedoch, die Rechnung nur deshalb zu übernehmen, um dann eine Gegenleistung zu fordern.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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35 Antworten zu Wer zahlt im Restaurant?

  1. tom174 schreibt:

    Hm. Wenn ich anbiete, die Rechnung zu übernehmen, dann meine ich das auch so. Da geht es dann nicht um irgendwelche erwartete Gegenleistung.
    „Viele Männer lassen es sich nicht nehmen, die Rechnung zu bezahlen.“
    ich glaub, so einer bin ich 😉 Wobei ich mich da mit einer Freundin von mir immer drum prügele… die ist da oft schneller als ich.. lustiges Spiel.

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    • So entspannt sehen das, denke ich, die meisten Männer und Frauen.
      Solange beide zufrieden sind, so wie es läuft, ist es ja auch OK.

      Allerdings habe ich auch schon stark abweichende Meinungen dazu gelesen.
      Es scheint sowohl Personen zu geben, die diese Konventionen ausnutzen, als auch welche, die sich dadurch ausgebeutet fühlen.

      Es ist auch ein Unterschied, ob es nur um einen Kaffee geht, oder um ein Fünf-Gänge-Menü in einem Nobelrestaurant, wo der Rechnungsanteil schnell mal im dreistelligen Bereich ist.

      Ich selbst habe so oft Diskussionen geführt, weil ich zur Abwechslung auch mal bezahlen wollte, dass ich das inzwischen (fast) aufgegeben habe.

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  2. Plietsche Jung schreibt:

    Fifty-Fifty. Was sonst in so einer Situation !

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  3. karfunkelfee schreibt:

    Eine weitere Möglichkeit wäre es, den Herrn anschließend auf eine Tasse Kaffee oder Tee oder ein Dessert einzuladen. Dann wäre ein Ausgleich erfolgt, vielleicht in kleineren finanziellen Rahmen für die Dame, doch als Würdigung der Freundlichkeit des Herrn im Falle einer Einladung und der Übernahme der Rechnung.

    Oder die Dame schlägt vor, beim nächsten Treffen die Rechnung zu übernehmen.
    Ein sensibles Thema…:)

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  4. Gerhard schreibt:

    Ich zahle wenn/weil ich an der Frau interessiert bin. Es verdeutlicht mein Interesse, indem ich mich an Tugenden alter Schule halte. Ich demonstriere nebenbei Status weil ich es mir leisten kann. Zur Not zeige ich ein bisschen Dominanz, wenn sie aufteilen will.

    Alles natürlich im Rahmen, wenn sie partout teilen/zahlen will, dann geht das natürlich auch. Ob als Zeichen einer gleichberechtigten Frau oder als Zeichen, daß sie an mir nicht interessiert ist, mir nichts schuldig bleiben will. Das respektiere ich.

    Durchaus angenehm beim ersten Date ist die Offerte, die Getränke zu übernehmen. Auch im nächsten Lokal. Das wird sowieso angesteuert, denn PU-Weisheit ist, daß die Frau nach mehreren Dates empfänglicher/zutraulicher wird. Was man mit Wechsel der Lokalität am selben Abend ersetzen kann.

    Ich hatte mal eine Kennenlernverabredung mit einer Frau aus einem Sexportal. Es lief für mich ganz gut, aber ich fand sie echt schrecklich. Was ich mir nicht anmerken lies, wir waren ja nur essen. Als ich nur meinen Teil bezahlte (bessere Pommesbude btw, sie hatte es ausgewählt), fiel ihr das Gesicht runter und sie hat sich nie mehr gemeldet. Glück gehabt. Vor kurzem war das Ergebnis einer Umfrage im englischsprachigen Raum auf Genderama. Eine ziemlich hohe Zahl von Frauen gab an, daß sie einen Mann nicht mehr trifft, wenn er die Rechnung teilt (going dutch).

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    • Eine Aufteilung in Speisen/Getränke oder ähnlich ist natürlich auch möglich – wobei die Speisen i.A. schon stärker zu Buche schlagen.
      Trotzdem würde ich schon anbieten, einen Teil der Kosten zu übernehmen – auch wenn es nur eine symbolische Geste ist.

      Ich habe aber häufig die Erfahrung gemacht, dass der Mann davon nichts wissen will, und darauf besteht, die volle Rechnung zu begleichen.
      OK – mehr als anbieten tue ich aber nicht (mehr). Wenn er unbedingt zahlen will, soll er. Seine Entscheidung.

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  5. Danny schreibt:

    Seitdem nun auch Frauen in Discos etc. damit anfangen Männern Getränke zu schenken (statt nur umgekehrt) hab ich mir auch mal Gedanken darüber gemacht.

    Ich seh das so:
    1. Ein Geschenk verpflichtet den Beschenkten moralisch zu einer Gegenleistung (zu einer unbestimmten Zeit und auf unbestimmte Art und Weise)
    2. Deshalb ist Schenken keine einseitige Sache, sondern bedarf der annehmenden Willenserklärung des zu beschenkenden
    3. Geschenke ohne Annahme-Willen sind also eigentlich garkeine Geschenke. Beschenkungsversuche trotz erklärter (ernsthafter) Ablehnung sind ehrverletzend.
    4. Entsprechend ist es eine hohe persönliche Auszeichnung wenn ich Leuten erlaube mir etwas zu schenken.

    In Diskussionen aus gegebenem Anlass musste ich dann (zu meinem Entsetzen) feststellen, dass viele Frauen und einige Männer insbes. Punkt 1. nicht so sehen und deshalb vollkommen arglos Geschenke annehmen.

    Viele Frauen können anscheinend -ohne ihre Selbstachtung zu verlieren- Geschenke (insbes. Getränke) annehmen obwohl sie planen sich nie erkenntlich zu zeigen (z.B durch nett sein).
    Ich empfinde das als würdelos.
    Als schenkende Seite scheinen Sie dann 3. und 4. nicht zu verstehen.

    Soviel zum Thema „allgemeiner Verfall der Sitten“.

    Bzgl. der Ausgangsfrage:

    Wenn man nur vereinbart hat sich irgendwo zum Essen zu treffen bedarf das Alles-zahlen einer Annahmeerklärung, ggf. durch konkludentes Handeln (Unterlassen des Widerspruchs). Wenn jemand aber trotz vorher signalisierter Ablehnung alles zahlt würde ich das als extrem unhöflich empfinden.

    Die Frage ob man so ein Geschenk annehmen soll hat meiner Meinung nach garnichts mit Finanzen etc. zutun sondern nur damit ob man prospektiv bereit ist sich erkenntlich zu zeigen (wie auch immer). Und das ist eigentlich fast immer identisch zu der Frage wie sympathisch man jemanden findet bzw. allgemein wie die Beziehung zu demjenigen ist.

    Frauen sollten dabei auch bedenken, dass Männer oft auch hübsches Aussehen und Freundlichkeit als Geschenk empfinden, deshalb ist abwechselndes Bezahlen nicht unbedingt nötig.

    Also je attraktiver eine Frau sich selbst findet und je sympathischer sie den Mann findet, desto wertvollere Nahrungsmittel kann sie als Geschenk akzeptieren.

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    • In gewisser Weise beruht ein Geschenk auf Gegenseitigkeit. Nicht umsonst gibt es auch den Begriff „grober Undank“.
      Ein Geschenk verpflichtet zumindest zu Dankbarkeit. Wenn man nicht dankbar sein will, soll man das Geschenk nicht annehmen.

      Frauen sollten dabei auch bedenken, dass Männer oft auch hübsches Aussehen und Freundlichkeit als Geschenk empfinden, deshalb ist abwechselndes Bezahlen nicht unbedingt nötig.

      Sehr schön gesagt. Ich werde darauf hinweisen, wenn ich wieder einmal eine Diskussion mitkriege, bei der sich Männer beklagen, dass sie „immer“ bezahlen müssen, und nichts im Gegenzug bekommen.

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      • Danny schreibt:

        Meinst du mit Dankbarkeit das „Gefühl“?

        Daran hab ich noch garnicht gedacht, aber da ist was dran.
        Eigentlich lustig, wie dieses Konzept einer informellen fairen Austauschbeziehung durch Gefühle oder Gefühlsideen realisiert wird, die den Zweck des ganzen eher verdecken. Schuldig soll man sich ja grade nicht fühlen, stattdessen dankbar; nur wo ist eigentlich der Unterschied?

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        • Mit Dankbarkeit meinte ich, zu zeigen (z.B. durch ein aufrichtiges „Danke!“, ein Lächeln, Zunicken oder freundliche Geste), dass man das Bezahlen nicht für selbstverständlich nimmt, sondern wertschätzt.
          Und sich auch weiterhin konsistent verhält.

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          • „Eigentlich lustig, wie dieses Konzept einer informellen fairen Austauschbeziehung durch Gefühle oder Gefühlsideen realisiert wird, die den Zweck des ganzen eher verdecken. Schuldig soll man sich ja grade nicht fühlen, stattdessen dankbar; nur wo ist eigentlich der Unterschied?“

            Der Zweck des Ganzen ist Gefühl, und zudem ermöglicht das Bezahlen einen Test, ob die „Gefühlsideen“ der beiden zusammen passen. „Der Unterschied“ liegt (dementsprechend) im Gefühl. Es ist eine Verbindlichkeit, die nicht als Schuld empfunden wird.

            Gefühlsökonomie: gerecht ist, was sich gut anfühlt. Dein Verständnis von Dankbarkeit ist dankenswert, Anne.

            Am Rande: § 533 BGB: Widerruf der Schenkung (§ 516 BGB) bei grobem Undank („schwere Verfehlung“). Was das Geschenkte zu einer ungerechtfertigten Bereicherung macht (Ausgleichsanspruch §§ 812, 818 BGB). https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__516.html

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      • Danny schreibt:

        „Ich werde darauf hinweisen, wenn ich wieder einmal eine Diskussion mitkriege, bei der sich Männer beklagen, dass sie “immer” bezahlen müssen, und nichts im Gegenzug bekommen.“

        Vermutlich ein Versuch der Preismanipulation durch Täuschung, so wie wenn Frauen so tun als würden sie keinen Sex haben wollen 🙂

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  6. Wenn einem feminine Frauen gefallen, und man zu der Erkenntnis kommt, dass sie eine ist, bezahlt man das Dinner. Der Abend reicht regelmäßig um das notwendige Wissen zu erlangen. Es geht dabei nicht vorrangig darum, dass sie bessere Gesellschaft ist als man selbst (wobei die Erklärung, dass man sie nicht zahlen lassen kann, solange sie dieses Kleid trägt, angemessen ist). Sondern darum, glaubhaft zum Ausdruck zu bringen welche Art Mann man ist, und welche Art Beziehung man will. Selbst wenn es nur um Sex geht gilt, wer dominant ist zahlt – als Ausgleich – solch eine Rechnung. Grundsätzlich ist beachtenswert, dass Männer (mehr) Sex mehr wollen als Frauen, und das umgekehrt für Romantik gilt. Vereinfacht, man tauscht Romantik gegen Sex, und zu ersterem gehört das Dinner. Zudem ist Sex ist für sie riskanter. Das Risiko (Wahrscheinlichkeit x Schaden), dass man zu viel für ein Dinner bezahlt ist demgegenüber geringer.

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    • So kann man es sehen.
      Sex mit Essen aufzurechnen, ist allerdings ein zweischneidiges Schwert.

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      • Danny schreibt:

        Ist auch logischer Frauen fürs hübsch-sein zu beschenken, weil das ja tatsächlich Arbeit für die Frau ist (Sachern kaufen, Schminken, Abnehmen, ..), im Gegensatz zu Sex.

        Irgendwie ist mir auch lieber wenn das Weibchen sozusagen endogen lüstern nach einem ist und nicht der Zweckmässigkeit wegen.

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    • Danny schreibt:

      Sozusagen probabilistische Prostitution?
      Spiel, (Sex-)Spass und Spannung – die Frau als Ü-Ei 🙂

      Eigentlich versuch ich grad so einen Tauschverhältniseindruck in Bezug auf Sex eher zu vermeiden und schenke Frauen deshalb vorher normalerweise garnichts, weil auch ziemlich unklar ist, ob Sex überhaupt eine Leistung der Frau ist.
      Vom Lust-Aspekt her ist es im Erwartungswert vermutlich ausgeglichen, aber was Informationen (DNA) und Nährstoffe (Proteine, etc) betrifft ist der Mann offensichtlich ein Dienstleister; das haben auch die Buddhisten schon erkannt.

      Dominant find ich auch eher sich das was man will zu nehmen anstatt dafür zu bezahlen (obwohl, reizvoll fänd ich schon der Frau danach 5 Euro oder so zu geben).

      Was du beschreibst passt glaub ich besser in das Muster Versorgung gegen Kinder-kriegen-und-aufziehen. Und da Frauen ja heutzutage selten beim ersten mal schwanger werden ist das vllt etwas verfrüht.

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  7. Irenicus schreibt:

    Ich denke es ist relativ klar, dass wenn jemand den anderen zum Essen einlädt, derjenige auch die Rechnung zahlt. Das heißt, wenn mich eine Frau einlädt, erwarte ich auch, dass sie zahlt. (Dazu sollte aber auch wirklich das Wort: „Einladung“ oder eine Abwandlung fallen)

    Ansonsten würde ich bei einem ersten Date, immer anbieten zu zahlen.
    Falls aber keine ausdrückliche Einladung ausgesprochen wurde, erwarte ich eigentlich trotzdem, dass sie wenigstens anbietet die Rechnung zu zahlen, oder zu teilen. Und wenn es aus ihrer Sicht nix wird, sollte Sie sogar darauf bestehen, die Rechnung zu teilen. Alles andere wäre nur Aushalten.

    Im Verlaufe einer Beziehung hängt es schlichtweg vom Verdienst ab. Als ich noch sehr viel Geld verdient habe, und meine Freundin Studentin war, habe ich nahezu alles bezahlt. Im Moment verdient meine Freundin viel mehr Geld, also zahlt sie auch den Großteil. Aber das kann man sowieso in jeder Beziehung einzeln „aushandeln“.

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  8. RE Anne; Danny

    -Risiko; Wesen des Rechts nicht das Wesen von Sex und Romantik.-

    Ungleiches Risiko: beinahe jeder Mann ist Frauen körperlich überlegen. Desweiteren geht es um emotionales Risiko. Wenn sich Frauen auf Männer einlassen, sind sie emotional verletzlicher. Sex ist für Frauen nicht derart „casual“. Es besteht die Gefahr sexuell ausgenutzt, benutzt zu werden. (Abseits objektiver Aussenwelt, ist weibliche Psychologie nicht rein in der Gegenwart geschmiedet, sondern geht hervor aus einer alten Zeit, in der die Kosten gewaltig waren.) Anne verwendet den Begriff „Aufrechnung“. Wenn es um Sex geht, kann man konstruieren, dass die Frau in Vorleistung geht. Ob die Bezahlung des Essens darauf anzurechnen ist, ist vollkommen unklar. Hier geht es um den Wert der ausgetauschten Güter, und um die zeitliche Abfolge. Erschwerend kommt hinzu, dass auch Chancen einen Wert haben, den man in einer solchen Betrachtung erfassen muss.

    Das rechtstheoretische Regime passt schlichtweg nicht. Fassen müsste man die Sache eher als Dauerschuldverhältnis, das im Gegensatz zu einem punktuellen Leistungstransfer steht. Grundlegender: das Vertragsrecht ist ungeeignet. Sex und Romantik finden nicht auf der Ebene der Gleichordnung statt. Verführung ist ein anziehender Machtkampf. Das Ganze trägt eher Züge der freiwilligen Selbstgefährdung. Austäusche sind gestreckt, so dass unklar ist, was gegen was getauscht wird. Selbst die Vorenthaltung von Sex („Zurückbehaltungsrecht“) ist selten einer einzelnen Verfehlung zuzuordnen, sondern diffuser grundlegender Protest. Genauso wie „affirmative consent“ das Wesen von Sex und Romantik vernichtet, ist eine Einordnung in genaue Rechts- und Wirtschaftstheorie wesensfremd.

    Dementsprechend nehme ich auch keine „Aufrechnung vor, wenn ich harten/dominanten Sex und ein romantisches Dinner in Beziehung setzte. Romantische Gesten bringen ein Gegengewicht zu Härte gegen sie. Ihr seinen Mantel zu geben verbindet beides, männliche Härte (er erträgt die Kälte) und Beschützen, und verleiht männlicher Härte einen Aspekt. Ihre Empfindsamkeit ist auch Empfindlichkeit. Seine Härte ist relative Unempfindlichkeit, Empfindungslosigkeit.

    Es wäre durchaus interessant zu sehen, ob ihr den Mantel und die Verteidigung gegen Angreifer (andere Männer) einstuft wie das Bezahlen des Essens. Meiner Auffassung nach besteht kein wesentlicher, nur ein gradueller Unterschied. Beachtet, dass Sex nicht nur im Moment stattfindet, sondern sich weit erstreckt, und auf vorher geschehenem und (erwartetem) vorhergesehenem beruht. (Siehe Verführung; angry sex;…) Das „Muster“ ist nicht auf Ewigkeit ausgerichtet, trägt diese aber ebenso. Als wäre die Sorge für Kinder das einzige feminine.

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  9. Pingback: Zwölfhundertneunundsiebzig | breakpoint

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