Fairness statt Gleichberechtigung

Wir sind alle Individuen. Jeder Mensch ist etwas besonderes und einzigartig. Wir alle haben unterschiedliche Bedürfnisse und Fähigkeiten. Wir sind nicht gleich.

Etwas Ungleiches gleich zu behandeln, schafft neue Ungerechtigkeiten.

Gleiche Rechte sind deshalb nur dann geboten, sofern dem nicht vernünftige Gründe entgegenstehen. Man kann nicht jeden Einzelfall über den gleichen Kamm scheren. Das ist übelste Gleichmacherei.
Ohne Sinn und Verstand einfach alles gleichzusetzen, ist im Grunde zutiefst unfair. Es gibt häufig genug sachliche Gründe, die Rechte zu differenzieren, ohne dass dies mit Diskriminierung oder Privilegierung zu tun hat.

Natürlich könnte man beispielsweise die Mutterschutzregelungen so formulieren, dass sie auch für schwangere Männer gelten. Doch wird jeder vernünftige Mensch einsehen, dass dies sinnlos und geradezu lächerlich ist.
Wir sind eben nicht „gleich“.

Die Personen, die am vehementesten Gleichberechtigung fordern, übersehen, dass es dort, wo es „gleiche Rechte“ gibt, auch gleiche Pflichten geben sollte. Es läuft darauf hinaus, dass sie nur Vorteile für sich selbst verlangen, ohne die entsprechenden Nachteile für sich in Kauf nehmen zu wollen. Dabei unterschlagen sie (bzw. es ist ihnen noch nicht einmal bewusst), dass sie längst mehr Rechte haben, und dass das Pendel längst zu ihren Gunsten ausschlägt.

Und Ergebnisgleichheit ist wieder etwas anderes, bei dem – ohne Rücksicht auf die jeweiligen Voraussetzungen und Vorleistungen – alle im Endeffekt gleichgestellt sein sollen.
Es geht dabei nicht um gleiche Chancen – die schon längst gewährleistet sind – sondern um gleiche Endergebnisse. Dies ist jedoch höchst unfair gegenüber denjenigen, die fähig und willig sind, eine entsprechende Leistung zu erbringen.
Warum sollen an den Resultaten und Erträgen diejenigen genauso partizipieren, die nichts oder kaum etwas dazu beigetragen haben?

Wenn ich eine Funktion implementiere, die unabhängig von ihren Parametern und Argumenten immer den gleichen Funktionswert zurückliefert, so wäre eine Konstante besser angebracht.

Gleichberechtigung ist lediglich ein Buzzword, das der gezielten Manipulation dient.
Mit „Gleichberechtigung“ kann so ziemlich jeder geködert werden, denn kaum jemand will sich den Anschein geben, er würde Ungerechtigkeiten befürworten. Dabei verursacht gerade das Gleichmachen von Verschiedenem erst Ungerechtigkeiten, die es sonst nicht gegeben hätte.

Bekenntnis zum Sexismus

Männer und Frauen sind unterschiedlich, und das ist gut so.
Warum also gleich behandeln, was nicht gleich ist?
Prokrustes kriegt mich nicht ins Bett.
Sexismus bedeutet, Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, und Diskriminierung heißt, einen Unterschied zu machen.
Was ist daran bitte schlimm? Ist nicht jeder heterosexuelle Mensch so gesehen sexistisch? Jeder homosexuelle auf entsprechende Weise ebenso.

Es ist besser, aus sachlichen Gründen Unterschiede zu machen, als aus ideologischen Gründen alles gleichzuschrubben.
Da nicht alle gleich viel kriegen können, bleibt für alle nur gleich wenig.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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4 Antworten zu Fairness statt Gleichberechtigung

  1. Danny schreibt:

    Find ich gut, dass du dazu stehst. Tu ich auch gerne wenn mich Leute dessen beschuldigen, viel unterhaltsamer als Verteidigung, und es zwingt Leute oft ihre Vorhaltungen präziser zu begründen, anstatt das man selbst raten muss.

    Ich seh mittlerweile jede dieser Befreiungsideologien als Moralvorstellung. Z.b. wenn Feministen sagen Frauen und Männer sind gleich, dann folgt daraus ja eigentlich auch zwingend, dass Männer Frauen garnicht unterdrücken können; oder bestenfalls durch Zufall für kurze Zeit, so dass der Feminismus wenn man ihn als Wirklichkeitsbeschreibung versteht in sich widersprüchlich ist.
    Worum es wirklich geht sind ethische Vorstellungen wie Leute zu leben haben, die nur hinter Gleichheits- oder Unterdrückungsbehauptungen versteckt werden.

    Z.B. moderne primitive Ismus-Ideologien scheinen so zu funktionieren:
    1. Einer Person gefällt etwas nicht.
    2. Also wird sie unterdrückt, von denen die die Macht hätten etwas daran zu ändern.

    Ageismus, Ableismus, etc., überall wo man genug Leute mit gemeinsamen Wünschen aus einer irgendwie abgrenzbaren Gruppe finden kann, bilden sich solche -Ismen. Wie die Leute das auch immer rechtfertigen, der eigentliche Grund scheint immer in persönlichen Wünschen und Emotionen zu liegen. Eigentlich sind es nur organisierte Gruppen zur kollektiven Ausübung von Macht.

    Feministen wünschen sich, dass Frauen Männer wären, was ich schon tlw. verstehen kann wenn ich mit manchen Frauen diskutiere, aber Personen wo der Wunsch sich mehr erfüllt als normal find ich wenn ich sie treffe nicht unbedingt attraktiver, oft eher unattraktiver (sehr unterschiedlich).

    Wobei der klassische Feminismus noch Theologiecharakter hat (also ähnlich wie christliche Moralvorstellungen relativ gut durchdacht ist) und sich so positiv von den modernen Wünsch-Dir-Was-Varianten abhebt.

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    • Im Großen und Ganzen stimme ich mit dir überein.

      Es geht mir darum, zu überdenken und zu hinterfragen, wo „Gleichberechtigung“ überhaupt sinnvoll ist, und wo es vernünftige Gründe gibt, eine Differenzierung nach Geschlecht, Alter, .. vorzunehmen.
      Lediglich als Selbstzweck sollte „Gleichberechtigung“ nicht durchgesetzt werden, sondern nur da, wo gewisse Eigenschaften eben tatsächlich keine Rolle spielen.

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  2. deutschlandssterne schreibt:

    Ich bin ein Sexist weil ich der Meinung bin, daß das Geschlecht einen Menschen in seinem Denken und Handeln prägt.
    Ich bin ein Rassist weil ich weiß, daß die rassische und kulturelle Zugehörigkeit heimat- und identitätsstiftend für jeden Menschen ist.
    Ich bin ein Faschist, weil ich glaube, daß das Gewaltmonopol dem Staat vorbehalten bleiben muß.
    Ich bin ein Fundamentalist, weil ich an den Sieg der Liebe Christi über den islamischen Terror glaube!

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  3. Pingback: Tweets des Lenzes //1427 | breakpoint

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