Aufruf zur Blogparade: Positive Bestimmung von Weiblichkeit

Motivation

Bei meinem letzten Blogeintrag über Frauenblogparaden erreichte mich der folgende Kommentar von Danny:

Die wichtige Frage ist aber nicht ob zeitgemäß, sondern ob wahr.

Versuch dich mal darauf einzulassen und den Text zu lesen als ob er wahr wäre.
Bestätigt das nicht viele DEINER Vorurteile über Frauen?

Meiner Meinung nach sind fast alle Aussagen in dem Text zutreffend.

Du setzt dich bisher mit dem Thema nur auf negative Weise auseinander – indem du Vulgärfeminismus widerlegst – allerdings von einem hyperfeministischen Standpunkt aus, der Frauen daran misst wie gut sie typisch männliche Eigenschaften erfüllen (zB Vernunft).

Wie wär es mal mit einer positiven Bestimmung von Weiblichkeit?

Dem war ein kurzer Dialog vorausgegangen, bei dem Danny mich auf einen Text von Schopenhauer aufmerksam gemacht hatte.

Über seinen Vorschlag habe ich jetzt erst einmal ein paar Tage nachgedacht, und es sind mir durchaus einige Ansätze eingefallen. Da ich aber in den nächsten Wochen eine recht unruhige Zeitplanung habe, würde ich eine substanzielle Umsetzung des Themas nicht so schnell durchführen können.

Blogparade – wie funktioniert’s

Dafür hatte ich eine noch bessere Idee.
Dieses Thema eignet sich ausgezeichnet für eine Blogparade, und ich möchte hiermit alle interessierten Leser – egal ob männlich oder weiblich (oder sonstiges*), ob hetero- oder homosexuell (oder was-auch-immer) – aufrufen, einen Blogeintrag zum Thema

„Positive Bestimmung von Weiblichkeit“

zu verfassen.

Dazu bitte hierher verlinken. Von WordPress-Blogs aus gehen Pingbacks meistens durch. Zur Sicherheit oder bei anderen Blogsystemen am besten hier einen Kommentar mit Link zum Beitrag hinterlassen.
Wer kein eigenes Blog hat, aber dennoch etwas beitragen will, kann dies per Kommentar, oder bei längeren Texten (ich behalte mir die Veröffentlichungsmodalitäten vor. Wer nicht möchte, dass der Text veröffentlicht wird, möge mir dies bitte unmissverständlich mitteilen) über mein Kontaktformular.

Ich möchte kein festes Ablaufdatum für die Blogparade setzen, beabsichtige aber Ende August 2016 eine Zusammenfassung über alle Beiträge zu bloggen. Vielleicht wird’s auch erst Anfang September. Dieser Zeitrahmen dürfte ausreichend sein.

Für etwa eine Woche (und auch danach zeitweise) werde ich nur selten online sein, so dass ich Pingbacks und Kommentare nur verzögert freischalten kann. Bitte Geduld. Ich verspreche auch, gelegentlich nachzuschauen, ob im Spamfilter etwas gelandet ist, was nicht dahin gehört.

Noch ein paar Gedanken

Es gab erst vor einigen Wochen Diskussionen auf AllesEvolution zu Weiblichkeit im Gegensatz zu Männlichkeit. Dabei kam Weiblichkeit insgesamt recht schlecht weg.
Heterosexuelle Männer mögen Vorteile von Weiblichkeit vor allem in körperlichen Merkmalen sehen (v.a. Vagina, Brüste). Für mich als stockheterosexuelle Frau sind diese Merkmale dagegen völlig irrelevant und ohne Reiz.
Trotzdem sollte es – abseits sexueller Aspekte – Eigenschaften geben, die bei Frauen häufiger oder in stärkerem Maße vorkommen, als bei Männern, und die als positiv wahrgenommen und geschätzt werden.
Die Herausforderung ist es, solche Eigenschaften zu finden, zu benennen, und idealerweise zu begründen.

Zur Inspiration verweise ich noch einmal auf den weiter oben verlinkten Schopenhauer-Text.
Außerdem gebe ich ein paar Stichworte, über die es sich in dem Zusammenhang vielleicht auch lohnt, Gedanken zu machen:
Was bedeutet, bzw. wo ist die Abgrenzung zwischen Frau, Weib, Dame, Mädchen, Fräulein, ..?
Oder zwischen fraulich, weiblich, weibisch, mädchenhaft, feminin, damenhaft, ..?

Wie gesagt, es geht ausdrücklich um eines positive Bestimmung, nicht um eine objektive oder vollständige Darstellung.
Wem ausschließlich negative Aspekte einfallen, möge bitte auf eine Teilnahme verzichten.
Auch wer seinen Beitrag auf rein körperlich-sexuelle Aspekte beschränkt, hat das Thema verfehlt.
Ein Loblied auf einzelne, bestimmte Frauen (z.B. Ehefrau, Mutter) als Beispiele tangiert zwar das Thema, aber eigentlich suchen wir nach Eigenschaften, die

  1. „typisch“ für Frauen (d.h. statistisch bei mehr Frauen vorhanden als bei Männern, bzw. bei Frauen im Mittel stärker ausgeprägt)
  2. positiv zu werten
  3. nicht ausschließlich sexuell oder körperlich

sind. Und realistisch zutreffend soll es natürlich auch sein – nicht irgendeine Verklärung oder Wunschträume.

Das Thema ist IMHO durchaus eine Herausforderung, und ich bin gespannt auf die Ergebnisse, sehe die ganze Aktion auch ein wenig als Experiment.

Ich freue mich auf konstruktive Beiträge und bedanke mich bereits bei all denen, die sich über das Thema Gedanken machen.

Advertisements

Über breakpoint AKA Anne Nühm

Die Programmierschlampe.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

115 Antworten zu Aufruf zur Blogparade: Positive Bestimmung von Weiblichkeit

  1. karfunkelfee schreibt:

    Weibisch auch…?
    Das ist m. E. ein Adjektiv, das Männern in einer eher negativ besetzten Weise zugeschrieben wird, die typisch weibliche Charakteristika aufweisen. Insofern fiele es mir schwer, dieses Adjektiv mit Frauen in einen positiven Zusammenhang zu bringen. Die anderen könnten gut positiv assoziiert werden.

    Morgengrüße von der Fee

    Gefällt mir

  2. karfunkelfee schreibt:

    Ausgerechnet Schopenhauer, dieser Misanthrop…puh…😎

    Gefällt mir

    • Wenn du dich an der Blogparade beteiligen willst, kannst du dich auf Schopenhauer beziehen (und ihn evtll. widerlegen), musst aber nicht.
      Auch das ist nur eine Anregung, und es steht jedem Blogger frei, wie er das Thema behandeln will.

      Gefällt 1 Person

      • karfunkelfee schreibt:

        Ich befinde mich mit Herrn Schopenhauers Geist bereits im angeregten Diskurs. Seit seiner Schwäche für die Bildhauerin Elisabeth Ney ist der misogyne Knarzkopf nicht mehr ganz so sperrig, unzugänglich und …und was machte diese seine unversöhnliche Geisteshaltung gängiger wie Ballistol ein klemmendes Schloss? Na, eine Frau natürlich!
        Selbst Goethe, sein Farbenkumpel schaffte das nicht…

        Ich bin dranne, Anne.
        Danke für den geistigen spannenden Anstoß.
        Bewerkstellige ich etwas Gutes, paradiere ich gern mit.
        Schopenhauer zu widerlegen, macht immer viel Spaß. Er kann so schön absolut sein wie eben nur ein Mann, pardon, äh…Mensch…🤓
        Einstweilen Liebe Grüße ✨

        Gefällt mir

        • Ich bin gespannt auf deinen Beitrag.

          Gefällt mir

          • karfunkelfee schreibt:

            …ich auch…😇😁

            Aber…auch die Gedanken anderer Blogger zu diesem Thema interessieren mich sehr…denn es ist solange aktuelles Thema wie die Überwindung der geschlechtsbedingten Rivalitäten untereinander noch in Klischees bemüht und bewertet werden müssen und nicht in Unterschieden differenziert wird, die statt dem widersprüchlichen den ergänzenden Charakter und das Erfolgs-Potential im Zusammenwirken beider Geschlechter wie auch der Geschlechter untereinander erkennen lassen.

            Gefällt 2 Personen

  3. karfunkelfee schreibt:

    Das was der alte Schopenhauer über Weiber und Poesie sagt, tut besonders weh….
    Autsch!!!!😳😬

    Gefällt mir

  4. elmardiederichs schreibt:

    Eine extrem schwierige Aufgabe … jedenfalls für mich … denn es besteht ja nicht Einigkeit darüber, was von vom Typ her unter „Weiblichkeit“ verstehen soll:

    a set of personal traits: Da gibt es historisch weit auseinander laufende Auffassungen, die wir weder genau verstehen und oft nicht mal kennen.

    some empirical estimation of female features: Keiner kann angeben, wie er das tut und wie wir die Verläßlichkeit nach unten deckeln sollen.

    a set of preferences: Die Biologisten und Soziobiologen werden mit dem Modell des Elterninvestments kommen um weibliche Präferenzen herbeizulügen.

    a set of values: Man kann zu Geschlechtern Werte angeben und von „wahrer Männlichkeit“ reden, aber schon bei „wahrer Weiblichkeit“ guckt man schon ziemlich ratlos. Ist das in Hinweis darauf, daß Männlichkeit und Weiblichkeit

    a type of social cooperation: ist ja meine Lieblingsvariante, weil Worte für Frauen in der Regel wenig Authentizität tragen – alles nur strategische Kommunikation. Nur habe ich keine Ahnung, wie ich „soziale Kooperation“ vorurteilsfrei charakterisieren soll.

    some preferred traits: Das legt deine Formulierung nahe.

    „Trotzdem sollte es – abseits sexueller Aspekte – Eigenschaften geben, die bei Frauen häufiger oder in stärkerem Maße vorkommen, als bei Männern, und die als positiv wahrgenommen und geschätzt werden.“

    Die Formulierung „ein weites, unbeackertes Feld“ ist da wohl eher untertrieben. Aber ich verbreite deine Idee gerne.

    Ich wäre beeindruckt, wenn jemand in dieser blogparade was Gehaltvolles leisten würde.

    Gefällt mir

    • Ja, ich weiß, dass es ein schwieriges Thema ist, und dass sehr kontroverse Meinungen zu erwarten sind.
      Ich überlasse es jedem teilnehmenden Blogger, wie er das Thema angehen will.
      Eine Abhandlung auf streng wissenschaftlichem Niveau muss es nicht sein. Subjektive Einblicke, welche Eigenschaften die Teilnehmer an Frauen schätzen, können vielleicht viel mehr Erkenntnisse liefern.

      Ich freue mich, wenn du teilnimmst, und bin gespannt auf deine Sicht.
      Danke für’s Rebloggen.

      Gefällt mir

    • aliasnimue schreibt:

      “ weil Worte für Frauen in der Regel wenig Authentizität tragen“…
      Veto.
      Um es mal salopp zu formulieren und eine Schublade aufzumachen:
      Wenn Männer etwas sagen, so meinen sie es auch so.

      Gefällt mir

    • Danny schreibt:

      Eigentlich ist das erstmal eine Universalismuskritik Frage, etwas vulgär ausgedrückt rechts vs links. In dem Fall ob das korrekte Bild der Geschlechter überhaupt polar (also zweiseitig) oder einseitig (nivellierend, universalistisch) ist.

      Falls man sich für ein zweiseitiges Bild entscheidet kann man die Frage nach weibl. Eigenschaften stellen; vorher macht das eigentlich wenig Sinn. Deshalb ist aller Maskulinismuskram von Links imho auch zum scheitern verurteilt. Man kann Ungleichheit einfach nicht dauerhaft mit Gleichheit rechtfertigen.

      Gefällt mir

  5. elmardiederichs schreibt:

    Hat dies auf jungs & mädchen rebloggt.

    Gefällt mir

  6. netsmurf schreibt:

    [OT]
    Ich bin doch sehr verdutzt, die Beiträge zu lesen. In einer verlorengegangen Quelle wurde Behauptet, dass Frauen und weibliche Identität seit der Bewegung in den 1970er Jahren (über Unis, lokale Gruppen, …) gut entwickelt wäre. Daraus haben sich Interessengruppen entwickelt, eigene Programme im TV, Produkt und Marketing. Für Männer habe es keine Vergleichbare Bewegung gegeben, weswegen die männliche (moderne) Identität eher schwach beleuchtet ist.

    ————————–

    Ich würde meinen, man kann indirekt man über Werbung auf Weiblichkeit / weibl. Identität schließen. Denn der werbende möchte bei der möglichen Kundin etwas auslösen, dass sie zu einer Kaufentscheidung verleitet.

    Da hätten wir begehrenswert – gerne für Parfum genommen, Fitnesskurse, Diäten. (Ja gibt es auch f. Männer, aber anders) -> BBP, Make-Up, Frisur, Rock, … Da gibt es ausreichend viele Dinge, die im Mainstream sogar exklusiv weiblich sind.

    Dann hätten wir die vor-/versorgende Mutter -> Hygiene-Seite, Vitaminsaft f.d.Familie, –
    Männer gerne Technik – gebaut, verlegt, …

    Wohnungseinrichter. -> schlechte komödie, Frau zieht ein – Wohnung vorher, nachher. (bei Männern geht es dann in die Verwüstung/Unordnung).

    Kommunikation ist anders – Rangordnung wird anders gefunden. Das hat seine Vor- und Nachteile. Mir fällt dabei Kommunikation über Proxy auf. A sagt zu B, C hätte was gesagt – nur kann B nichts zu c sagen, weil B es es ja nicht offiziell weiß. Das kenne ich so wenig von Männern.

    Etwas typisch weibliches ist wohl der Zyklus mit seinen Hormonänderungen. Eine Frau mit größeren Schmerzen sagt, dass sie ihren Arbeitsalltag quasi im 4 Wochenrhythmus plant, jeweils mit 4 Tagen Auszeit. Das ist sicher ein extremer Fall, aber Männer haben so einen Rhythmus nicht (ausgenommen: Kupferspirale, niedriges Fett:Muskelverhältnis, Stillzeit, Menopause,…).

    Dann ist wieder Weiblichkeit eine „Subkultur“ Komponente. In Mathe waren Kleidungsformen (Schlabberpulli und Jeans) angesagt als in BWL (Kostüm). Mag eine Selektion nach Fach sein – oder nach kultureller Eigenschaft des Studiengangs.

    ————————————

    Vera Birkenbihl packt so einiges typisch männliches/weibliches in ihren 2h Vortrag. https://www.youtube.com/watch?v=PNmumMFx8l4 Weiß nicht, ob sich daraus etwas für Weiblichkeit ableiten lässt.

    Gefällt mir

    • Danke für deinen Input.
      Aber welche der von dir genannten Eigenschaften hältst du für positiv?

      Gefällt mir

      • netsmurf schreibt:

        Mein Sportlehrer sagte mal zu mir – es gibt nichts gutes oder schlechtes – alles hat eine Vor- und Nachteile.

        Umsorgen/Behüten – Stellt jemand anderen in den Vordergrund. Es ist eine Art der Wertschätzung eines anderen, bei Schwächeren wie Kindern, Kranken sogar notwendig. Manche Menschen übertreiben es jedoch. Manche Kinder werden so umsorgt, dass sie dadurch wichtige Lektionen für das spätere selbstbestimmte Leben nicht lernen. Das extremste Beispiel ist das Münchhausen-Syndrom(wenn ich das richtig verstehe).

        Müttern wird eine Flexibilität bei Regeln nachgesagt – Väter sollen da strikter sein. Beide Eigenschaften sind positiv. Mal ist es wichtig, dass 5 gerade ist. Mal ist es wichtig, dass handeln oder unterlassen auch Konsequenzen nach sich zieht. Und dabei mag es günstig sein, dass diese Pole nicht in einer Person vereint sind und täglich wechseln, sondern 2 Personen verschiedene Eigenschaften haben.

        ———–

        Indirekte Kommunikation fällt mir mehr bei Frauen auf.

        Z.B. bin bei meiner Freundin und wir haben einen Abend zu zweit und sie bekommt einen Telefonanruf: „Nein, Du tut mir leid, mir geht es nicht so gut heute Abend, ein andermal.“
        Hätte man anders handhaben können, mit dem gleichen Ergebnis eine Absage. Ich bin da eher ein Anhänger der Wahrheit. Eine Botschaft wie oben stößt das Gegenüber vielleicht weniger vor den Kopf als – „ich habe heute Abend etwas mit x (anstatt mit dir)“. Auf der anderen Seite erleben ich dann oft das philosophieren was meinte sie, als sie sagte … -, weil sie dann auch davon ausgeht, dass das gegenüber nicht sagt, was sie denkt.

        Äußerlichkeiten. Zeigt eine Form von eigener Wertschätzung und macht das Zusammenleben einfacher. Und es ist ein schön zusammen heraus geputzt abends wegzugehen. Wenn es aber dazu führt, dass man heute nicht einkaufen gehen kann, weil Frau sich erst eine Stunde schminken **muss**, weil sie sich ohne Maske nicht unter Leute traut, ist das nicht mehr positiv.

        Ein alter Hausmeister in einem großen Studentenwohnheim (4.000+) meinte mal, dass er gemischte WG´s bevorzuge. Rein-männliche oder rein-weibliche sähe es idR schlimm aus.

        Oder frei nach Schulz von Thun. Jede Tugend braucht ein Gegengewicht. Wenn dieses Gegengewicht fehlt entartet die Tugend (z.B. aus der Tugend Sparsamkeit wird die Entartung Geiz).

        Zurück zur Fürsorge. Nach der klassischen Teilung betreibt die Mutter die körperliche oder seelische Fürsorge – der Vater die wirtschaftliche. Jeweils unterschiedliche Aspekte derselben Tugend.

        Der nächste Ansatz wäre nachzulesen, was dem weißen und schwarzen aus Ying und Yang zugewiesen wird. Aber das kommt dann aus einem anderen Kulturkreis und die Wörter sind wahrscheinlich auch mit einer anderen Bedeutung besetzt.

        Vielleicht hat es was genutzt.

        Gefällt 1 Person

      • netsmurf schreibt:

        Irgendwie wurde meine Antwort zu Deiner Frage von Internet gefressen.

        Gefällt mir

  7. Molly L. schreibt:

    Du verwirrst mich. Wie soll man denn unter solchen Einschränkungen einen Beitrag schreiben? Nicht sexuell, nicht auf einzelne Personen bezogen … Andererseits will man ja auch nicht wieder diskriminieren, nicht bestimmte eigenschaften nur aufs Weibliche beschränken oder vermeindlichen Negativeigenschaften von Männern gegenüberstellen … Anne, so ein Beitrag ist zumindest mir unmöglich zu schreiben!
    Oder verstehe ich grade etwas völlig falsch?

    Gefällt 1 Person

  8. aliasnimue schreibt:

    Also wenn sich hier keiner traut….

    Positive weibliche Eigenschaften. (die natürlich auch Männer haben und auch nicht immer bei Frauen so ausgeprägt sein müssen)
    ohne Rücksicht auf Reihenfolge und Vollständigkeit

    Kommunikationsfähigkeit
    Empathie
    Sinn für Ästhetik
    Körperbewußtsein
    Emotionalität
    sich „fallen lassen können“ (Hingabe)
    Mitgefühl
    soziales Engagement
    Nestbau
    Bereitschaft zurückzustecken
    Schwäche zeigen können
    Bindungsbereitschaft
    Fürsorge
    sich stark machen für andere

    Gefällt mir

    • Magst du nicht einen Blogeintrag darüber schreiben?
      Denn über viele dieser Punkte könnte man länger diskutieren.
      Und es wäre auch schön, wenn du die einzelnen Punkte etwas näher ausführen könntest.

      Gefällt mir

      • aliasnimue schreibt:

        Mögen vielleicht, aber können?
        Die obigen Kommentare zeigen schon auf, wie schwierig das ist, wenn nicht unmöglich.
        Selbst eine sachliche Diskussion halte ich für nicht möglich. (Lasse mich aber gerne überraschen).
        Viel mehr würde mich ohnehin interessieren, was „Männer“ an „Frauen“ schätzen.

        Gefällt mir

  9. aliasnimue schreibt:

    Hat dies auf aliasnimue rebloggt.

    Gefällt mir

  10. Über Twitter erreichte mich folgender Beitrag:

    Frauen sind lebenspraktischer und pragmatischer. Wenn Pläne an der Realität scheitern, schaltet eine Frau einfach um, während der Mann noch hadert. Dieser Bezug zu jetzt und hier ist wiederum die Stärke der Frau. Das männliche Genie ist nicht in der Lage seinen Alltag zu bestreiten, aber auf einem hohen Abstraktionsniveau zu denken. Das Positive daran ist, daß Frauen in der Lage sind Männer zu erden. Der größte geistige Höhenflug nützt nichts, wenn er nicht gelebt werden kann.
    Diese Orientierung an Realität findet sich in verschiedenen Begebenheiten.
    Ich habe vor einigen Monaten ein VortragsmitschnittVideo auf YT von Frau Birkenbihl gesehen, in dem es u.a. um Pädagogik und Geschlechtsunterschiede beim Lernen ging.

    Ein kurzer Nebenaspekt, den Frau Birkenbihl erwähnte, war die eigentlich bekannte Anekdote, daß wenn man einen Mann nach dem Weg fragt (Situation fremde Stadt, kurz ranfahren, Scheibe runtergekurbelt ), erzählt er mit hoher Wahrscheinlichkeit sowas wie „Gerade zu, dritte rechts, über die Kreuzung, zweite links“

    Eine Frau erzählt das anders.
    „Bis zu der Sparkasse, da dann rein, an dem großen blauen Haus vorbei und wenn sie die Gärtnerei sehen, sind sie schon da“
    Quintessenz der Story war, daß Frauen sich an realen erlebten Punkten mit persönlicher Bedeutung orientieren, Männer hingegen abstrakt in StadtplanDimensionen denken.
    Das fand ich erstmal ungewohnt als Behauptung, aber je mehr ich drüber nachdenke desto stimmiger ist es.

    Überflüssig zu erwähnen aber ich rede bei solchen Zuschreibungen immer von Tendenz und Wahrscheinlichkeit. Natürlich können auch Frauen abstrakt denken, aber ich glaube über die Masse gerechnet, ist das nicht der ökonomische Standardmodus der Informationsverarbeitung.
    Bei Männern ist es tendenziell andersrum.

    Um ganz nah am Thema zu bleiben,…
    Warum tun sich viele Frauen schwer damit eine Landkarte zu lesen, ohne sie umzudrehen?
    Ist es, weil diese abstrakt und damit schlecht dekodiert werden kann, oder weil das mit Links&Rechts öfter mal nicht klappt und Frau deswegen eine Aversion gegen Kartenvorlesen hat?
    Ich denke beides trifft zu, wobei sich nicht direkt erschließt, warum es mit links und rechts so oft hapert.
    Ich vermute, eine Frau hätte kein Problem mit links und rechts, wenn es eine Verknüpfung zu einem realen Punkt gibt.

    Anderer Bereich:
    Aktuelle GinaLisa Debatte oder eigentlich jede Diskussion über den Zusammenprall von Gesetz und Erlebten. Ich vermute, ein Teil der Anspannungen zwischen Mann und Frau in diesen Debatten ist darauf zurückzuführen, dass Männer sich eher für den Wortlaut des Gesetzes interessieren, während Frauen diese Situation nicht abstrakt sondern immer auch in Bezügen zu selbst Erlebten und Gehörtem denken.
    Das Kind der Nachbarin wurde auch schon sexuell belästigt und im Bekanntenkreis hört man bestimmte Geschichten und eine Frau wird immer erst von diesem persönlichen Bezug starten, wenn sie ein Gesetz XY bewertet. Männer denken anders. Für sie muss das Gesetz stimmig sein und fair, wobei fair hier bedeutet, dass auf der abstrakten Ebene eine Gerechtigkeit herrschen muss. Unschuldsvermutung, neutrale Prozessführung, Wahrheitsfindung etc.

    Anderer Bereich:
    Soziales Leben. Frauen haben die Tendenz bei Unbekannten nach deren sozialen Bezügen zu fragen.
    Wenn ein Mann von einem Freund etwas über eine unbekannte Person erzählt bekommt, interessieren Beziehungsgebilde eher weniger. Frauen fragen immer nach der sozialen Einbettung.
    Sie „verstehen“ eine Person u.a. auch durch ihre Beziehungen zu anderen. Mir als Mann ist das völlig Wumpe.

    Weiterleitung zu Datingseiten im www.
    Ich bin seit Jahren auf diversen Datingseiten unterwegs und ein Kriterium für viele Frauen ist eine soziale Einbettung des Partners.
    Entweder soll er Hobbies haben oder mit seinen Freunden umherziehen von Zeit zu Zeit. Wirklich singulär lebende Männer sind Frauen suspekt. Das mag noch andere Gründe haben, aber ich vermute, daß ein „fehlender“ Bezug zur sozialen Realität ein wichtiges Kriterium für eine Frau ist. Ob sie das in dem sinne deutet, daß damit auch ihr eigenes soz. Leben beeinträchtigt würde in einer Partnerschaft oder ob es als einzelnes Kriterium einfach nur unattraktiv erscheint, kann ich mir nicht herleiten.

    Anderer Bereich:
    Pornographie
    Was macht eher eine Frau an, was eher einen Mann?
    Frau=Handlung
    Mann=Optische Reize

    Oder:
    Woran denkt eine Frau, wenn sie masturbiert?
    Man könnte jetzt argumentieren, daß Phantasiegeschichten ja gerade nicht real sind, aber ich kenne wenig Frauen die komplett phantastisches Zusammenträumen. Es wäre denkbar, dass es so passiert, wenn es auch nicht im Realen so gewünscht(z.B. bei Vergewaltigungsphantasien)

    Neulich gab’s bei Twitter die Diskussion warum Männer weniger wählerisch sind, wenn es um Sex geht. Ich bestreite das und sage, wählen tun beide zu gleichen Anteilen, alles andere wäre Vergewaltigung. Dennoch kann ich nicht leugnen, dass es für Männer unproblematischer zu sein scheint mit einer für sie nicht so attraktiven Person ins Bett zu gehen…Doch warum?
    Kann es sein, dass Frauen den Mann als Person wählen, um mit ihm dann Sex zu haben, Männer hingegen Sex in den Vordergrund stellen und dann noch jemanden dazu finden (müssen?)
    Warum gehen so viele Männer zu Prostituierten bzw. Etwas genauer gefragt…Warum geht das so einfach? Weil der Sex im Vordergrund steht und nicht die Person.
    Mann wählt Sex = abstrakt
    Frau wählt Mann = real

    Um die unsortierten Gedanken einmal abzuschliessen:
    Positiv ist die Fähigkeit der Frau den Mann im sozialen Bereich zu einem besseren Menschen zu machen, wenn sie es denn unterlassen kann, ihn zu einem Hündchen zu dressieren 😉

    Gefällt mir

  11. Plietsche Jung schreibt:

    Positiven Bestimmung von Weiblichkeit ?
    Einfach blankziehen und nachgucken !

    Gefällt mir

  12. luisman schreibt:

    Das hatte ich doch vor Kurzem schon durchgekaut.
    https://luismanblog.wordpress.com/2016/06/21/toxische-weiblichkeit/
    Noch Fragen?

    Gefällt 1 Person

    • Schöner Text, den ich noch nicht kannte.
      Da lassen sich einige Punkte herausziehen.
      Danke für den Link.

      Gefällt 1 Person

      • Molly L. schreibt:

        Kein schöner Text.

        Gefällt mir

        • luisman schreibt:


          Nikolausi – Osterhasi

          Gefällt mir

        • aliasnimue schreibt:

          Was stört Dich daran? Ich finde ihn nachvollziehbar.

          Gefällt mir

          • Molly L. schreibt:

            Eine interessante Frage, liebe Aliasnimue, über die ich länger nachdenken musste. Mein Kommentar gestern Abend geschah aus dem Buuch heraus, die Grümnde muss ich erst einmal in Worte fassen.
            Einmal den Tonfall zwischendurch. Ist mir zu aggressiv. Das mag auf einzelpersonen bezogen gerechtfertigt sein oder nicht, ich mag das nicht.
            Was mich immer und überall auf die Palme bringt, sind so Äußerungen wie „Ich will keine dicke Frau“; das finde ich auch andersherum ätzend.
            Aber vielleicht fühle ich mich nur persönlich angegriffen, weil ich gerne immer mal wieder kurze Haare trage?
            Es nevt mich zunehmend, wenn mir jemand erzählen will, was weiblich ist und was nicht und mir dann erklären will, dass ich meine Weiblichkeit verleugne. Ich hatte schonmal ein ähnliches Gespräch mit Anne über Frauen, die zu einem Bewerbungsgespräch oder im Job Hosenanzüge tragen: Nur, weil ich mal dies und das anhabe, den und den Haarschnitt habe etc. bedeutet das noch lange nicht, dass ich mich männlich geben oder meine Weiblichkeit negieren möchte.
            Ich denke, ich weiß, auf welchen Typ Frau der Autor anspricht. Tatsächlich gibt es diesen Typ Frau häufiger, Typ „Kampflesbe“, wie wir hier sagen. Aber das heißt ja noch lange nicht, dass man das so verallgemeinern kann. Es gibt mehr als Schwarz und Weiß.
            Was mich auch immer sehr nervt, ist dieses Anspruchsdenken der Widersprüche. Die Schönheit der Frau steht nicht im Mittelpunkt, nein, aber schlank und gepflegt sollte sie dann schon sein. Das ist wie diese absolute Klischeeszene, bei der ein Mann und eine Frau im Restaurant sitzen und der Mann sich ein dickes Steak reinzieht, während die Faru bei Mineralwasser in ihrem Salat herumpickt und der Mann augenverdrehen sagt: „Schatz, immer isst Du nur Salat!“
            Von Nichts kommt Nichts.
            Auch hier zitiere ich mal – freilich war das ein ganz anderer Zusammenhang, aber es passt grade so schön! – Anne, die die Auffordung ihrer Tanten oder so, doch mal mehr zu essen, sie könne es doch vertragen reagierte, in dem sie darauf hinwies, dass sie eben schlank sei, WEIL die nicht immer mehr essen würde. Und genau das ist das Ding: Welche Frau ist und bleibt denn von Natur aus schön? Eine Handvoll. Der Rest muss sich auch mal etwas intensiver um sein Aussehen kümmern, da braucht es halt mal mehr Zeit im Bad, Diäten und/oder Fitness. Ab einem gewissen Alter werden eine gute Figur und eingepflegtes Äußeres immer aufwendiger (außer, man hat Annes Stoffwechsel 😉 ). Und wen nich so viel Zeit und Mühe und ja, Arbeit in meinen Körper und mein Aussehen investiere, ist es nur natürlich, stolz darauf zu sein. Und auch mal zu sagen: „Schau, ich habe abgenommen!“ Oder: „Schau, ich bin stolz auf meinen Körper!“
            Warum sollte das nicht erlaubt sein?
            (Was den Spruch mit den alternden Frauen über 30 angeht, vermute ich einfach mal, dass sich der auf ein paar persönliche Bekanntschaften bezieht; mit 30+ ist man ja nun wirklich nicht alt und warum sollte man als Frau in dem Alter nicht einen Mann anflirten sollen?)
            Ebenso die anderen „Wunscheigenschaften“: Fröhlich und selbstbewusst soll sie sein, aber einen bitteschön nicht mit Problemen und Problemchen zutexten. Wie soll man bitteschön fröhlich und selbstbewusst sein, wenn man nicht gescheit mit dem Partner reden kann, weil der zum Feierabend bitteschön seine Ruhe haben will?
            Weiter soll das Selbstbewusstsein aber auch bitteschön nicht nur vorgetäuscht, sondern ehrlich sein. Dann aber bitte nicht wieder zu narzistisch – wo ist denn die Grenze? Und wie soll man Selbstbewusstsein, ohne auch ein wenig narzistisch zu sein? Ich behaupte einfach mal, dass das nicht geht. Wenn ich mich selbst und/oder meine Leistung nicht in einem gewissen Maß toll finde und bewundere, kann ich nicht selbstbewußt sein. Ergo geht das Eine nicht ohne das Andere.
            All das sind so Kleinigkeiten, die mich nerven. Vielleicht weil ich den Eindruck habe, dass hier nicht von Frauen, sondern von irgendwelchen ominösen Traumwesen geprochen wird, denen wir möglichst nacheifern sollen, an die wir aber nie herankommen werden. Das ist das Äquivalent zu den Frauen, die auf ihrer Wunschpartnerliste einen ganzen Katalog von begrüßenswerten Eigenschaften stehen haben (humorvoll, kinderlieb, tierlieb, treu, sportlich, intelligent, ehrgeizig, gutaussehend etc.) und folglich selbst schuld daran sind, wenn sie von den Männer immer nur enttäuscht werden.
            Solche unrealistischen Vorstellungen machen doch niemanden glücklich: Weder den, der sie hat, noch diejenigen, die sich daran zu messen versuchen.

            Gefällt mir

            • aliasnimue schreibt:

              Vielleicht bin ich da als Frau untypischerweise unsensibel. 😉
              Ich sehe das als Wunschvorstellung und wieso nicht, die darf man doch haben. Wünsche sind noch keine Erwartungen.
              Jetzt bin ich ja nicht mehr gertenschlank, aber ich mag mich und hab ein gesundes Selbstbewußtsein. Und in dem Text konnte ich mich schon ganz gut wiederfinden, dass entspricht auch meinem Selbstempfinden, ohne dass ich mich davon überfordert fühlen würde.

              Also gewisse Eigenschaften kann man nicht anders als voraussetzen, das wichtigste in einer Beziehung ist doch, dass man Werte teilt.

              Gefällt mir

            • aliasnimue schreibt:

              Vielleicht bin ich da als Frau untypischerweise unsensibel. 😉
              Ich sehe das als Wunschvorstellung und wieso nicht, die darf man doch haben. Wünsche sind noch keine Erwartungen.
              Jetzt bin ich ja nicht mehr gertenschlank, aber ich mag mich und hab ein gesundes Selbstbewußtsein. Und in dem Text konnte ich mich schon ganz gut wiederfinden. Auch wenn ich vermute, der Autor ist deutlich jünger als wir. („Frauen über 30“)
              Also gewisse Eigenschaften kann man nicht anders als voraussetzen, das wichtigste in einer Beziehung ist doch, dass man Werte teilt.

              Gefällt mir

            • Molly L. schreibt:

              Hm. Tatsächlich scheinen wir da eine unterschiedliche Wahrnehmung zu haben: Du hast den Text als Wunschtext interpretiert, ich als „Must have“-(An-)Forderung. Als Wunschzettel wärs ja OK.

              Gefällt mir

            • aliasnimue schreibt:

              An das Thema kann man ja auch kaum objektiv herangehen. Und Wahrnehmung wird durch viele Faktoren beeinflusst.

              Gefällt mir

            • Molly L. schreibt:

              So ist das bei uns Ü30-Frauen … 😀

              Gefällt 1 Person

            • luisman schreibt:

              Danke fuer das Kompliment, aber der Autor ist Mitte 50…biologisch zumindest.

              Gefällt 1 Person

            • maddes8cht schreibt:

              Deine Zuschreibungen an den Artikel sehe ich nicht.
              In meinen Augen klingt es eher so, dass Du da ein Feindbild hineinprojizierst.
              Ich finde auch nicht, dass er „Ansprüche“ definiert.
              Er schreibt davon, dass es Eigenschaften sind, die ein Mann an Frauen schätzt. Darf man das noch sagen, dass man eine fröhliche Frau mehr schätzt als eine, die einen ständig anblafft?
              „Fröhlich und selbstbewusst soll sie sein, aber einen bitteschön nicht mit Problemen und Problemchen zutexten. Wie soll man bitteschön fröhlich und selbstbewusst sein, wenn man nicht gescheit mit dem Partner reden kann, weil der zum Feierabend bitteschön seine Ruhe haben will?“
              Das ist durchaus eine Haltungsfrage.
              Man kann als Fau mit den beschriebenen Eigenschaften durchaus auch selbstbewusst Gespräch suchen. Vermutlich geht das sogar erheblich leichter, wenn der Mann sich darauf verlassen kann, das ihm im Gespräch mit Respekt und fairness begegnet wird, auf Augenhöhe, und nicht einfach nur mit ihrer Weltsicht und ihrem Müll zugekübelt wird. Das hat was mit gegenseitigkeit zu tun. Und insofern auch mit Gleichberechtigung.

              „Und wen nich so viel Zeit und Mühe und ja, Arbeit in meinen Körper und mein Aussehen investiere, ist es nur natürlich, stolz darauf zu sein. Und auch mal zu sagen: „Schau, ich habe abgenommen!“ Oder: „Schau, ich bin stolz auf meinen Körper!“
              Warum sollte das nicht erlaubt sein?“

              Ich kenne luisman nicht näher, aber es sollte mich wundern, wenn er nicht durchaus bereit wäre, das anzuerkennen. Natürlich darf man stolz darauf sein, wenn man auf sich achtet und pflegt, auch aus Achtung gegenüber dem Partner, dem man sich nicht „ungepflegt“ zumuten will. Möchten Frauen das selbe nicht auch von Männern? Und natürlich darf man das auch ansprechen. Zeugt auch von einem gesunden Selbstbewusstsein. Wenn es sich im gesunden Rahmen bewegt.

              Und da sind wir an der Stele, die mich richtig RICHTIG ärgert, und ohne die ich vielleicht gar nicht geantwortet hätte:

              „Weiter soll das Selbstbewusstsein aber auch bitteschön nicht nur vorgetäuscht, sondern ehrlich sein. Dann aber bitte nicht wieder zu narzistisch – wo ist denn die Grenze? Und wie soll man Selbstbewusstsein, ohne auch ein wenig narzistisch zu sein? Ich behaupte einfach mal, dass das nicht geht. Wenn ich mich selbst und/oder meine Leistung nicht in einem gewissen Maß toll finde und bewundere, kann ich nicht selbstbewußt sein. Ergo geht das Eine nicht ohne das Andere.“

              Narzissmus ist eine krankhafteselbstbezogenheit, die mit Selbstbewusstsein so viel zu tun hat wie ein sportlicher Körper mit Anorexia. Nämlich nicht.
              Nein, nicht einfach nur nichts. Es schließt sich gegenseitig aus. Man hat mit Anorexia keinen sportlichen Körper mehr. Du sagst, das eine geht nicht ohne das andere. Das ist falsch. So absolut und schrecklich falsch, wenn Du einmal mit Narzissten zu tun hattest.
              Du fragst, „wo ist die Grenze?“ Die Grenze ist so klar wie die zwischen dem sportlichen Körper und Anorexia. Sie ist überdeutlich. Und so, wie Anorektiker den ganzen Tag über nichts lieber reden wie über Nahrung und ihr krankes Körperbild, so drehen sich Narzissten immer nur um sich selbst. Mit Selbstbewusstsein hat das nicht zu tun.

              Es ist nicht einfach so, dass es „ohne das andere“ geht – es geht nur ohne das andere. Es schließt sich absolut gegenseitig aus. Narzissmus ist kein authentisches Selbstbewusstsein, und von einem Menschen, egal ob Mann oder Frau, der diesen Unterschied nicht zu erkennen vermag, würde ich schleunigst reißaus nehmen. Sie fressen einem buchstäblich die Seele auf.

              Gefällt 1 Person

            • idgie13 schreibt:

              “ Fröhlich und selbstbewusst soll sie sein, aber einen bitteschön nicht mit Problemen und Problemchen zutexten. Wie soll man bitteschön fröhlich und selbstbewusst sein, wenn man nicht gescheit mit dem Partner reden kann, weil der zum Feierabend bitteschön seine Ruhe haben will?“

              Doch das geht. Um selbstbewusst und fröhlich zu sein, brauche ich nicht meinen Partner. Das war ich vor im, das bin ich mit ihm und das bin ich auch ohne ihn. Den Zusammenhang sehe ich überhaupt nicht.

              Und von „Freundinnen“, die mich dauernd mit ihren Sörgeli volltexten und keinerlei Bereitschaft haben, ihre Probleme zu lösen, weil sie eigentlich doch nur jammern wollen, habe ich die Schnauze inzwischen echt voll und ziehe mich zurück. Dieses ewige Rumgejammer kann ich nicht mehr ertragen. Dramaqueens brauch ich in meinem Leben nicht. Auch männliche nicht.

              Kurzum: Frauen, die mit sich selber im Reinen sind oder ernsthaft ins Reine kommen wollen, sind mir liebe Freundinnen. Allen anderen Frauen ziehe ich Männer vor.

              Gefällt mir

    • xyz schreibt:

      Ich glaube aber, dass der Text von luisman nicht ganz das Thema trifft, denn luisman beschreibt im Wesentlichen das, was Männer sich bei Frauen wünschen und womit Frauen in der Beziehung punkten können.

      Ich hatte die Aufgabenstellung aber hingegen eher so verstanden, dass es um positive Eigenschaften geht, die man eher bei Frauen vorfindet als bei Männern.

      Die von Luismann benannten Eigenschaften sind aber meiner Meinung nach nicht typisch weiblich und ich würde sogar eher behaupten, dass ich in meinen normalen Freundschaften zu Männern diese Werte (Fröhlichkeit, Liebenswürdigkeit, Treue, Glaubwürdigkeit, Unterstützung, …) genauso, wenn nicht sogar eher vorfinde. Außer die kultivierte Weiblichkeit natürlich 🙂

      Ich denke, um die Frage beantworten zu können, muss man sich fragen, was man an seinen Freundschaften zu Frauen besonders schätzt, was man in seinen Freundschaften zu Männern eher nicht bzw. eben deutlich seltener vorfindet.

      Und das ist schwerer als ich zunächst dachte. Denn die von aliasnimue benannten Punkte würde ich eigentlich fast alle nicht bestätigen können, außer Sinn für Ästhetik vielleicht.

      – Kommunikationsfähigkeit: Frauen möchten zwar vielleicht mehr über alles reden wollen, aber ob das positiv ist bzw. geschätzt wird, steht auf einem anderen Blatt. Wenn man die Frau nicht bestätigt bzw. sie in ihren Ansichten bekräftigt, ist es mit einer positiven Kommunikationsfähigkeit auch schnell vorbei. Dinge werden zerredet und Belanglosigkeiten zum Problem gemacht. Gespräche mit Männern empfinde ich in meinem Umfeld zumindest als deutlich angenehmer und entspannter, da man auch unterschiedliche Meinungen haben kann und auch gegenseitig deftig austeilen kann, ohne dass die Freundschaft in Gefahr gerät.

      – Empathie/Mitgefühl: vielleicht Kindern gegenüber. Aber in Bezug auf Sorgen und Ängste von Männern, halte ich Frauen nicht für sehr mitfühlend. Da bekommt man höchstens ein abwertendes „Mimimi“, „Weichei“ oder „Was bist Du für ein Jammerlappen“. Wenn ein Mann sagt, er möchte nicht heiraten oder keine Kinder bekommen, weil er im Falle einer Trennung die Folgen fürchtet, dann habe ich jedenfallsnoch kaum eine Frau gesehen, die mit Empathie sich in seine Lage hineinzuversetzen versucht bzw. mit Empathie um Vertrauen bzw. Überzeugung bemüht ist, dem Mann die Ängste. Wenn Frauen ihre Wünsche nicht durchgesetzt bekommen, kommt vielmehr das typische empathiebefreite Shaming („unreif“, …) und Drama, um ihren Willen durchzusetzen. Mitgefühl, Bemühungen von Verständnis, Aufmunterungen, positive Überzeugungsarbeit, … bekomme ich da deutlich eher im männlichen Freundeskreis.

      – Bereitschaft zurückzustecken/sich stark machen für andere: kann ich bei Frauen nicht erkennen. Wenn die Dinge nicht so passieren, wie es die Frauen wollen, wird der Mann gewöhnlich eher sanktioniert oder aussortiert. Was ich jedoch sehe, ist dass nicht wenige Frauen oft glauben, zurückstecken zu würden, weil man ihnen das eingeredet hat. Wenn die Frau z.B. beruflich „zurücksteckt“ und sich um die Kinder kümmert, dann ist es oft so, dass es die Frau war, die eine andere Aufgabenteilung auch gar nicht akzeptieren würde und den Partner auch genau dafür ausgewählt hat. Wenn ein Paar nach der Trennung um das Aufenthaltsbestimmungsrecht streitet und der Mann – wie gewöhnlich – vor Gericht kaum Chancen hat, dann setzt die Frau ebenfalls wieder ihren Willen durch und fühlt sich danach so, als würde sie das größere Opfer bringen. Letztlich hat sie aber nur ihren Willen durchgesetzt. Das mag auch eine Generationenfrage sein, aber in meiner Generation kann ich es nicht erkennen, dass Frauen irgendwie auffällig die Wünsche des Partners zu erfüllen versuchen würden bzw. auf Kosten der eigenen Wünsche „zurückstecken“ würden. Sie tun vielleicht viele Dinge, die sie als Opfer betrachten, die den Männern aber oft gar nicht wichtig sind. Ich würde die heutigen Frauen eher als sehr „fordernd“ beschreiben, ohne selber etwas erfüllen zu brauchen.

      – soziales Engagement: ist für mich auch keine typische weibliche Eigenschaft. Soziales Engagement zwischen den Geschlechtern eher ausgeglichen. Die Bereitschaft, sozial bzw. ehrenamtlich für die Gemeinschaft etwas zu tun (z.B. freiwillige Feuerwehr, Sozialverbände, Sporttrainer, …) ist bei Männern nicht geringer (vgl. http://www.bmfsfj.de/doku/Publikationen/genderreport/6-Politische-partizipation-und-buergerschaftliches-engagement/6-6/6-6-1-frauen-und-maenner-im-buergerschaftlichen-engagement.html). Wenn ich eine helfende Hand suche (z.B. renovieren), finde ich diese auch deutlich eher bei meinen männlichen Freunden.

      – sich „fallen lassen können“ (Hingabe)/Schwäche zeigen können/Emotionalität: Das hat damit zu tun, dass Frauen keine negativen Konsequenzen zu befürchten haben, wenn sie es tun. Ein Mann, der das tut, wird zunächst empathiebefreit veralbert und wenn er es häufiger tut, als „schwach“ bzw. „Jammerlappen“ aussortiert. Frauen sind ständig am bewerten, abwerten, sich belästigt fühlen und Konsequenzen ziehen, so dass ich für mich jedenfalls entschieden habe, Schwächen nur noch vor männlichen Freunden zu zeigen, weil Frauen damit einfach nicht verständnisvoll umgehen. Das Gefühl, sich gegenseitig schätzend fallen lassen zu können, ohne Erwartungen, dass der Gegenüber die Probleme zu lösen hat, sondern einfach nur ein offenes freundschaftliches Ohr gibt, würde ich jedenfalls eher in männliche Freundschaften verorten.

      – Bindungsbereitschaft, Nestbau, Fürsorge: das hat viel mit den rechtlichen Rahmenbedingungen zu tun, die ein Mann halt nicht mehr für erstrebenswert erachtet, da seine Interessen und Bedürfnisse keinen interessieren. Es sind in der Regel halt die bindungsbereiter, die sich mehr Vorteile aus der Bindung versprechen. Wenn man die Begriffe Männerfreundschaften und Frauenfreundschaften bei Google eingibt und ein bißchen dazu liest, scheinen Männerfreundschaften vom Kindergarten bis zu Rente häufiger vorzukommen bzw. eher Freundschaften fürs Leben zu sein, während Frauen untereinander die gleichen Probleme zu haben scheinen, wie Frauen-Männer-Freundschaften (zu hohe Erwartungshaltungen, Belanglosigkeiten werden zu Dramen, …). Ich würde jedenfalls erheblich mehr darauf wetten, dass die Freundschaft zu meinem besten Freund, der bereits zu Kindergartentagen mein bester Freund war, eher eine Freundschaft fürs Leben ist als jede Freundschaft zu einer Frau und vor allen Dingen würde ich darauf wetten, dass mein bester Freund auch in Krisenzeiten da bleibt und nicht verschwindet. Die Bereitschaft, sich emotional zu binden und nicht nur in den Sonnenzeiten füreinander da sein zu wollen, halte ich nicht für eine typisch weibliche Eigenschaft.

      Hmmm, wirklich eine gar nicht so leichte Frage, was es denn nun letztlich ist, warum man trotzdem durchaus sehr gerne die Gegenwart zu Frauen sucht.

      Der „Sinn für Ästhetik“ mag vielleicht tatsächlich ein Punkt sein, da man es selber für sich zwar nicht als wirklich wichtig betrachtet, aber doch irgendwie angenehm ist, wenn andere ein Händchen dafür haben und man „schöne“ Dinge um sich herum hat.

      Ich denke, was Frauen besser können, ist, Personen einzuschätzen. Besonders deutlich ist mir das mal bei meiner Nachbarin aufgefallen, die mit Personen nur wenige Minuten reden brauchte, um dann die erstaunlichsten Feststellungen in Bezug auf den Charakter der Person zu machen, die in dem Gespräch überhaupt gar nicht zur Sprache gekommen waren. So hatte ich z.B. diese Nachbarin gerade das erste Mal getroffen und nach wenigen Minuten warnte sie mich bereits vor einem befreundeten Pärchen von mir, dass diese keinen freundschaftlichen Respekt hätten. Ich versicherte ihr dann, dass sie sich täuschen würde und dass alles nur Spaß zwischen uns sei bzw. einfach nur freundschaftliches gegenseitiges Necken, welches man nicht ernst nehmen bräuchte. Da sagte sie zu mir, dass das in Bezug auf mein Necken stimmen würde, nicht aber in Bezug auf das Necken des Pärchens. Das Necken würde zwar auf dem ersten Blick auch freundschaftlich wirken und vermutlich sei das Pärchen auch selber überzeugt, dass es freundschaftliches Necken sei, es habe aber einen respektlosen nicht freundschaftlichen Unterton und sollte es mal irgendwann mal zu einem Problem in der Freundschaft kommen, würden sich diese Freunde aufgrund der respektlosen Art nicht mehr freundschaftlich verhalten und bösartig werden. Ich war überzeugt, das Pärchen viel besser einschätzen zu können als meine Nachbarin bereits nach nur wenigen Minuten. Und da ich mich zudem in meinem ganzen Leben noch nie ernsthaft mit einem Menschen gestritten hatte, war ich ohnehin der Meinung, dass ich auch künftig nie echte Probleme mit Menschen bekommen würde. Was soll ich sagen, ca. 2 jahre später sollte meine Nachbarin zu 100% recht behalten.

      Auch glaube ich, dass Frauen besser in der Lage sind, Dinge im Blick bzw. Überblick zu behalten. Wenn ich z.B. durch die Stadt gehe, dann nehme ich links und rechts von mir eigentlich kaum etwas wirklich wahr, wenn ich es nicht bewusst tue. Ich sehe die Dinge schlicht nicht, die nichts wirklich mit dem zu tun haben, was ich gerade tue. Wenn ich mit einer Frau durch die Stadt gehe, dann bin ich jedenfalls immer wieder erstaunt, was diese noch nebenbei an Personen und Ereignissen wahrnimmt. So war ich z.B. letztens mit einer guten Freundin in der Mittagspause durch ein Einkaufszentrum gegangen, als sie mich fragte, ob ich die Frau, die gerade vorbeigegangen sei, kennen würde, da diese mich total auffällig angelächelt hätte. Ich hatte hingegen nicht einmal bemerkt, dass überhaupt jemand an uns vorbeigelaufen war, da ich darauf gar nicht geachtet hatte. Früher gab es mal eine Sendung mit Günther Jauch (Typisch Mann, Typisch Frau) und ich meine mich daran zu erinnern, dass dort auch als Unterscheidung genannt worden war, dass Männer zwar besser räumlich denken könnten, Frauen im Raum aber einen besseren Überblick hätten. Als Beispiel war damals – glaube ich – ein voller Kühlschrank benannt worden. Wenn man Männern und Frauen, die den Inhalt des Kühlschranks nicht kennen, sagt, dass sie z.B. den Käse aus dem Kühlschrank holen sollen, dann brauchten Männer dafür deutlich länger. Da kann der Käse direkt vor einem liegen, doch Männer sehen dann trotzdem gerne den Wald vor lauter Bäumen nicht, während Frauen den Kühlschrank nur aufmachen, den Käse erblicken und herausnehmen. So sollen Frauen weniger Unfälle im Straßenverkehr haben, wenn z.B. Fahrzeuge von der Seite kommen (= besserer Überblick), während Männer besser einparken können (= Raum besser abschätzen).

      Insgesamt dürften Frauen wohl auch vernünftiger als Männer sein, während Männer auch gerne aus der Pubertät nie wirklich herauskommen. Frauen sind quasi der Ruhepol, der einem Mann gut tut, wenn er nach Hause kommt. Das gilt aber leider nur dann, wenn die Frau zufrieden ist, ansonsten gibt es schreckliches Drama! 🙂

      Auch, wenn man es vermutlich heutzutage nicht sagen darf, aber alle diese Punkte sind für einen Mann in Bezug auf die Bewertung der Frau eigentlich nicht wirklich wesentlich. Der normale Mann stellt in Bezug auf die Eigenschaften der Frau eigentlich keine besonders hohen Erwartungen, sondern ist schon mit wenig sehr glücklich, wenn eine Frau nirgendwo besonders negativ auffällt, positiv ihm gegenüber eingestellt ist, seine Bemühungen um sie positiv anerkennt und sie sich umgekehrt auch um seine Wünsche bemüht.

      Gefällt 2 Personen

  13. idgie13 schreibt:

    Ei. Das ist ein schwieriges Thema.
    Ich schätze Frauen, die keine Weibchen sind 😉

    Gefällt mir

  14. maddes8cht schreibt:

    Ich sag jetzt mal spontan zu, dass ich dazu schreiben werde.
    Ein Loblied auf die Weiblichkeit.

    Nein, wirklich „schwierig“ wird das nicht.
    Vor lauter „Männerrechtlichen“ Gedanken vielleicht etwas aus dem Fokus verloren, aber eigentlich – doch, ja, da gibt es sicher vieles, was mir dazu einfällt.

    Die Liste von aliasnimue ist auch gar kein schlechter Startpunkt:
    Kommunikationsfähigkeit
    Empathie
    Sinn für Ästhetik
    Körperbewußtsein
    Emotionalität
    sich „fallen lassen können“ (Hingabe)
    Mitgefühl
    soziales Engagement
    Nestbau
    Bereitschaft zurückzustecken
    Schwäche zeigen können
    Bindungsbereitschaft
    Fürsorge
    sich stark machen für andere

    Aber es trifft es noch nicht im Kern.

    Als positives Beispiel für eine feminine Frau fallen mir grad spontan die Videos von ChristyOMisty über Feminismus ein.

    Damit meine ich nicht allein, was sie sagt und was sie argumentiert, sondern ihre Haltung dahinter.

    Unschlagbar der Satz:
    „When a woman acs as a woman then men act as men.“
    Keine Ahnung in welchem der Videos der Satz gefallen ist

    Also, ich werde schreiben.
    Über das, was ich an Frauen wundervoll finde. Nicht an allen Frauen, aber eben an denen, die ich wundervoll finde.als Frauen. (Muss ich erwähnen, dass das Feminstinnen weigehend ausschließt? Miria, Dich mein ich nicht. Aber bei Dir fällt auch schwer, dich als Feministin wahrzunehmen…)
    Das wird kein „streng wissenschaftlicher“ Text werden, kein besonders objektiver, sondern ein emotionaler und subjektiver.
    Und ich glaube, den meisten Frauen wird er gefallen. Außer den Feministinnen. Die werden aufstöhnen und Sagen: „An Beiträgem wie diesem sieht man wieder mal, wie viel immer noch getan werden muss…:“

    Autsch.

    Jetzt hab ich mich weit aus dem Fenster gelehnt. Jetzt muss ich auch liefern.
    Ich schick das jetzt ab, um mich diesbezüglich auch unter Druck zu setzen.

    Stay tuned.
    Ich wer auf Geschlechterallerlei schreiben. Bin da eh schon Monate im Rückstand 😉

    Gefällt 1 Person

  15. Peter schreibt:

    Ich sehe hier das grundsätzliche Problem zu glauben dass Eigenschaften rein positiv sein können sollen.
    Mit Eigenschaften ist es wie mit der sprichwörtlichen Münze: sie haben immer zwei Seiten. Für jede, wirklich jede Eigenschaft kann ein positiver und ein negativer Aspekt gefunden werden. Sowohl für Eigenschaften von Männern als auch für Frauen. Es hängt immer von der Situation ab und dem der bewertet.
    Von daher halte ich die Diskussion für sinnlos. Man sollte lieber fragen warum die typischen Eigenschaften von Frauen und Männern immer stärker zu disharmonieren scheinen.

    Meine Antwort darauf ist die, dass Männer in der gesellschaftlich-evolutionären Entwicklung einem viel stärkeren Anpassungs- und Veränderungsdruck unterworfen sind. Sie schreiten stetig voran (was, wie bei der Münze, gute und schlechte Seiten hat). Frauen sind hierbei mehr die Traditionalisten, sie machen es so, wie es schon seit sehr langer Zeit tun. Einfach weil es funktioniert und es daher keinen Grund zu Veränderung, zum Voranschreiten gibt.
    Mit der Zeit wird dadurch aber die Kluft zwischen Frauen und Männern immer grösser, was zu der derzeitigen Situation führt, die immer unbefriedigender für beide Seiten wird.

    Dazu dieses Zitat von anderer Stelle:
    „Traditionelles, „männliches“ Denken ist linear, analysiert und strukturiert. Aber wir Frauen haben einen inneren Kompass, eine innere Stimme, Intuition genannt, die uns zum Erfolg führt.
    Du selber bist so unendlich weise und weißt intuitiv, was gut für dich ist und was du willst. Du musst dich nur wieder trauen, dieser inneren Stimme zu folgen.“

    Ein Parade-Beispiel für den weiblichen Traditionalismus. Es ist genau diese „innere Stimme“, die aus den Tiefen der Gene, Hormone und der Evolution kommt, die Frauen daran hindert voranzuschreiten, sie stattdessen festhält in uralten Mustern. So lange die Frauen nicht lernen dieser Stimme zu misstrauen, so lange werden sie feststecken und sich nicht wirklich weiterentwickeln können.

    Gefällt 1 Person

    • Danny schreibt:

      Das geht stark in die Richtung des härtesten Feministen den ich kenne:

      OTTO WEININGER, GESCHLECHT UND CHARAKTER

      Feminismus konsequent zuende gedacht. Gilt als eines der frauenfeindlichsten Werke überhaupt. Quasi: die Mannwerdung der Frau als Apotheose, Kantianisch begründet.

      Evola will genau das Gegenteil.

      „in Parade-Beispiel für den weiblichen Traditionalismus. Es ist genau diese „innere Stimme“, die aus den Tiefen der Gene, Hormone und der Evolution kommt, die Frauen daran hindert voranzuschreiten, sie stattdessen festhält in uralten Mustern. So lange die Frauen nicht lernen dieser Stimme zu misstrauen, so lange werden sie feststecken und sich nicht wirklich weiterentwickeln können.“

      Seh ich genau andersrum. Frauen sind selbstverständlich genauso der biol. Evolution unterworfen wie Männer; und sie haben diese Intuition genau deshalb weil sie gut funktioniert. Dieses weiterentwickeln was du meinst wäre eben die Entwicklung zum Mann .. ich find die Vorstellung eher gruselig, aber genau das sieht man ja sogar schon optisch …
      Ich find sexuelle Polarität einfach attraktiver. Schwule mögen das anders sehen, allerdings ist da Sex ja auch nicht produktiv.

      Gefällt mir

  16. uepsilonniks schreibt:

    Bei all den Einschränkungen gar nicht so leicht, hier mein Versuch:
    http://der-juengling.blogspot.de/2016/07/blogparade-positive-bestimmung-von.html

    Bin schon gespannt auf die anderen Beiträge.

    Gefällt 1 Person

  17. Alex ii schreibt:

    Ich schätze ja besonders an Frauen, dass sie auf komplitzierte und komplexe Fragen intuitiv einfache Antworten finden

    Gefällt mir

  18. aliasnimue schreibt:

    Man könnte hier den Eindruck gewinnen, dass es nur noch Anhänger des Maskulismus gibt, die alle Opfer von feministischer Manipulation geworden sind.

    Gefällt mir

  19. Danny schreibt:

    Ah, Sorry, grad erst gesehen. Mir sind ein paar Bopokmarks verloren gegangen und hab auch noch nicht alle Kommentare durch. That said:

    Ich denke es ist nicht so zielführend längere Listen von Eigenschaften zu erstellen, man müsste eigentlich etwas finden was hinter all den Eigenschaften steht, quasi der Kern von Weiblichkeit.

    „Positiv“ heisst auch nicht nur „gut“, sondern auch „gesetzt“, will sagen: man sollte sich bei der Suche nicht auf das beschränken was einem gut vorkommt; weil da wird man vermutlich wenig finden, denn wir leben ja in unserer Gesellschaft und sind ihren Werten ausgesetzt.
    Es wär umgekehrt denkbar: wenn man ein überzeugendes „Prinzip der Weiblichkeit“ findet, dann kann man das auch durchaus einfach als „gut“ definieren. Als Zielsetzung / Tugend, die geehrt werden sollte.

    Der Schopenhauer-Text ist nur positiv in diesem anderen Sinn. Imo ist Schopenhauers Grundansatz ein evolutionärer, also er untersucht Verhaltensweisen/Eigenschaften auf ihre Funktion und ihren Wert für den Erhalt der Menschheit hin.

    Das ist find ich zumindest ein neutraler Ansatzpunkt und eine Sichtweise die ich für meine persönliche Ethik als eine Art Gleichheitsansatzpunkt adoptiert hab. In etwa so:

    Frauen und Männer sind insofern gleich als dass sie jeweils auf einander angewiesen sind um ihre evolutionären Ziele zu erreichen. Für Kinder braucht man immer beide Geschlechter, deshalb sind beide Geschlechter moralisch gleich viel wert, denn man kann auf keins verzichten.

    Stehen sich Mann und Frau individuell gegenüber begründet das eine Art „gleiche Verhandlungsmacht“ solange jeder über seine Beitrag verfügen kann. Für das Machtverhältnis in Beziehungen bin ich deshalb mittlerweile der Ansicht:
    Frauen und Männer sind notwendig gleichberechtigt, solange beide Schluss machen können.

    Deshalb sollte sich der Staat da ganz raushalten ausser was die Sicherstellung dieser Exit-Option betrifft. Das ist imho durchs Strafrecht schon so, also Käfighaltung von Frauen (ohne Einwilligung) ist ja nicht erlaubt.

    Folgt man dem ist es unmöglich Frauen zu unterdrücken, nichtmal durch die Weigerung den Abwasch zu machen, denn die Frau könnte ja Schluss machen. D.h. damit kann man zB alle Feminismuseingriffe abwehren, man bekommt eine Art Beziehungsanarchie, die beide Partner dann selbstbestimmt regeln können.

    Viel weiter führt Schopenhauer glaub ich nicht. Weiblichkeit und Männlichkeit sind dann eben die jeweiligen Beiträge zum gemeinsamen Kind. Man könnte dann schauen was jeder am besten kann.

    Hm, hatte ich dir den Evola Text geschickt?
    Evola hat einen sehr systematischen, stringenten Vorschlag dafür; vermutlich heute aber nur begrenzt zustimmungsfähig. Aber ich würds trotzdem mal lesen. Ist glaub ich mittlerweile für mich eine Art Idealvorstellung für Beziehungen. Zumindest sehr romantisch und auch sinnvoll anzustreben, aber nicht unbedingt zu erreichen.

    Gefällt mir

    • Eine bloße Aufzählung von Eigenschaften halte ich auch nicht für sinnvoll.
      Besser nur wenige Eigenschaften nennen, dafür ausführlicher beschreiben und begründen – vielleicht lässt sich so eine Essenz finden.
      Aber das muss letztendlich jeder Blogparadenteilnehmer selbst entscheiden.

      Ich will auch jetzt gar nicht näher darauf eingehen, habe momentan anderes im Kopf und dieses Thema derzeit auf Eis gelegt.
      Nach meinem Urlaub werde ich mich wieder darum kümmern. So hatte ich es von Anfang an vorgesehen.

      Gefällt mir

  20. Danny schreibt:

    Mal für die Allgemeinheit:
    Julius Evola, „Feminismus und heroische Tradition“ und „Mann und Frau“

    Seine Antwort ist kurz gesagt:

    Männlichkeit ist absolute Behauptung.
    Weiblichkeit ist absolute Hingabe.

    (ersetzt nicht das Lesen, btw)

    Für Frauen vorallem ist das glaub ich eine emotional sehr attraktive Idee. Beziehungen werden trotzdem auch immer Machtkämpfe sein, aber vllt ist das ein Ansatz das etwas zu reduzieren.

    Gefällt mir

    • Was meinst du mit „Behauptung“?
      Sich selbst behaupten, oder Behauptungen aufstellen?

      Hingabe sehe ich nicht als zwangsläufig weiblich.
      Es gibt genug Männer, die sich hingebungsvoll einer Aufgabe oder einem Hobby widmen.
      Das hat mit Konzentration und Fokussierung zu tun, eventuell auch Opferbereitschaft.

      Gefällt mir

      • Danny schreibt:

        „Was meinst du mit „Behauptung“?“

        Behauptung unterscheidet sich durch Hingabe dadurch dass Behauptung für sich allein steht, während Hingabe bezüglich ist.

        „Es gibt genug Männer, die sich hingebungsvoll einer Aufgabe oder einem Hobby widmen.“

        Männlich und weiblich sind in jedem gemischt. Das männliche in dem Fall ist die Zielsetzung/der Wille/das formgebende; das weibliche das hingebungsvolle Arbeiten auf das Ziel hin.
        Eine andere Art das zu sagen: das männliche ist die Form, das weibliche die Bewegung.

        Gefällt mir

        • Eine andere Art das zu sagen: das männliche ist die Form, das weibliche die Bewegung.

          Das geht sehr in Richtung statisch vs. dynamisch, und widerspricht eher dem üblichen Bild von aktiv vs. passiv.

          Gefällt mir

          • Danny schreibt:

            Hm, ich seh was du meinst. Als Lösungsidee:
            In konkreten Menschen muss man ja immer die Mischung sehen.
            Frauen: mehr Bewegung als Form. der Überschuss ist dann formlose also ungerichtete Bewegung, im Ergebnis scheinbare Passivität
            Männer: mehr Form als Bewegung; also der Wille reicht über die eigenen Fähigkeiten zur Realisierung hinaus. Verhalten was darauf gerichtet ist das zu ändern wirkt dann aktiv, hat eine klare Richtung

            Die aktuelle Veneration von dynamisch-sein find ich eh etwas verfehlt. Was soll an Änderung an sich gut sein? Sinnvoll ist das höchstens zur Erreichung eines höheren festen Ziels. Aber das ist dann eben Änderung im Dienst der Behauptung.

            Gefällt mir

        • sevens2 schreibt:

          „Behauptung unterscheidet sich durch Hingabe dadurch dass Behauptung für sich allein steht, während Hingabe bezüglich ist.“

          Wenn ein Mann sich für ein Ideal opfert, kann man dass als Hingabe bezüglich des Ideals sehen, unter Umständen bezüglich einer beschützten Person, und zugleich als Behauptung seines Wesens als Beschützer.

          Gefällt mir

          • Danny schreibt:

            Ja genau, in der Praxis hiesse das v.a. dass Frauen ihre Tugend mehr als Männer in anderen Menschen sehen. Daher die zwei weiblichen Heldentypen bei Evola: die Gefährtin (Hingabe an ihren Mann) und die Mutter (Hingabe zu Gunsten der Kinder)

            Gefällt mir

            • sevens2 schreibt:

              Nimm an ein Mann opfert sein Leben, um eine Frau zu beschützen. Wie unterscheidest du zwischen Hingabe an sie, und Hingabe an ein Prinzip?

              Man sollte nicht leichtfertig davon sprechen, seine Tugend in anderen Menschen zu sehen. Tugend ist individuell. Man kann zwar davon sprechen, dass ein Individuum ein anderes wie sich selbst behandelt, oder ein anderes zu einem Teil seiner selbst macht, das bedarf aber einiger Ausführungen. Und es erinnert an den „Trick“, Wahrheit zum höchsten Gut zu machen, und sämtliche falschen Handlungen als „Lüge“ zu bezeichnen. So etwa wenn jemand seinen Vater schlägt: es gilt die Regel, „seinen Vater schlägt man nicht“; wer seinen Vater schlägt, behauptet implizit, dass er nicht sein Vater ist; er lügt also.

              Gefällt mir

            • Danny schreibt:

              Kann man wohl nicht genau wissen, wenn man die Person nicht mehr fragen kann.

              Es geht ja auch mehr um Tendenzen. Ein paar Beispiele wo es passt:
              – Männer verteidigen im öff. Raum die „Gerechtigkeit“ (durch Zivilcourage) und helfen anderen gegen Angreifer oder leisten Hilfe; Frauen tun das praktisch nie
              – Falls sowas doch mal bei Frauen passiert normal bzgl. dem eigenem Kind oder Verwandten/Freunden
              – die meisten Politiker und Philosophen sind Männer
              – „Hingabe an sich selbst“ – Frauen sind wesentlich egoistischer und auch nepotistischer als Männer

              Manches davon klingt negativ, ist aber natürlich und notwendig. Jeder versteht zB dass eine Frau ihr Kind vor alles andere stellt. Weiblich ist auch:
              – familiär sein
              – starke soziale Bindungen
              – eventuell: völkischer Nationalismus, quasi als erweiterte biol. Familie; aktuell in Frankreich: man findet zZ im Internet Massen an Pics von hübschen halbnackten fr. Frauen mit Hakenkreuzen u. Runen verziert, in FR Flaggen gehüllt, Hitler-Gruss machend, etc., und enthusiastischer als man vergleichbares von Linksweibchen kennt

              Gefällt mir

            • sevens2 schreibt:

              Der strukturelle Unterschied ist ein militärischer, mit dem entsprechenden Gruppen- und Systembezug von Männern. Frauen sind demgegenüber dyadisch und egalitärer. Allerdings sollte man sich Feministinnen und die Ideologie (auch „egalitären“ Marxismus) ansehen. Das hat einen beachtlichen Herrschaftsanspruch.

              Gefällt mir

            • Danny schreibt:

              Ist dyadisch und egalitär nicht ein Widerspruch?

              Imo ist Feminismus egalitär, oder anders gesagt: universalistisch.
              Frauen sind in der Regel aber anti-egalitär, oder anders gesagt: partikularistisch (hauptsächlich dyadisch).

              Ein Widerspruch? Find ich nicht, denn die Hauptträger des Feminismus sind Männer, und Männer neigen zum Universalismus.

              Gefällt mir

            • sevens2 schreibt:

              [Vereinfacht.] Verglichen mit was? Männer enden in einem leistungsbezogenen System, das „Dominanzhierarchien“ baut. Frauen wollen das nicht. Sie wollen eine Ebene. In einer Machtbilanz, wievielen Personen sind die beiden Mitglieder einer Dyade (durch die dyadische Beziehung) überlegen?

              Zum Feminismus, danach.

              Gefällt mir

            • Danny schreibt:

              „Frauen wollen das nicht. Sie wollen eine Ebene. “

              Mag sein dass sie behaupten das zu wollen. Aber meiner Erfahrung nach existiert Egalität in Frauengruppen einfach nicht, nicht mal annähernd. Stattdessen gibt es hoch-komplexe Beziehungsgefüge, Intrigen, Geheimnisse, Machtkämpfe, usw. und was es niemals gibt: gleicher Status.

              Das findet man nur unter Männern, weil Männer das abstrahieren können. Egalität unter Männern ist keine „persönliche“ Sache und existiert zB unabhängig von Sympathie. Egalität unter Männer ist eine Setzung/Entscheidung. Das gleich gilt für Über- und Unterordnungsverhältnissen.

              Grade weil Frauen alles persönlich sehen und nehmen können sie keine Hierarchien bauen, jeder Kontakt steht für sich. Daraus entsteht in grösseren Gruppen natürlich Chaos, bestenfalls Schlammcatchen, aber niemals effiziente Arbeitsteilung. (Das Chaos kann dann wie eine Ebene wirken, ist es aber nicht). Kleingruppen gehen wohl oft noch (imo weil dann jeder die Beziehungen aller anderen im Auge behalten kann).

              „In einer Machtbilanz, wievielen Personen sind die beiden Mitglieder einer Dyade (durch die dyadische Beziehung) überlegen?“

              Kaum allgemein zu sagen. Weibl. Dyaden sind in der Regel nicht symmetrisch, und Machtbeziehungen auch nicht notwendig transitiv.

              Gefällt mir

            • sevens2 schreibt:

              Gute Entgegnung.

              „Aber meiner Erfahrung nach existiert Egalität in Frauengruppen einfach nicht, nicht mal annähernd. Stattdessen gibt es hoch-komplexe Beziehungsgefüge, Intrigen, Geheimnisse, Machtkämpfe, usw. und was es niemals gibt: gleicher Status“

              Suspendier das „stattdessen“. Ich stelle die Komplexität nicht in Frage. Halte sie aber eher für das Mittel, welches eine gewisse „Egalität“ gewährleistet. Das bedeutet allerdings auch, dass Frauen danach streben, besser zu sein als andere Frauen. Das „bewegliche Equilibrium“ endet egalitärer als unter Männern.

              Was siehst du als „Egalität“ unter Männern an?

              Gefällt mir

            • Danny schreibt:

              Hab dazu grad auch was gefunden: https://books.google.de/books?id=iX49HLD6AGMC&lpg=PA290&ots=PJsx67LyJ2&dq=weibliche%20gruppenverhalten&pg=PA286#v=onepage&q=weibliche%20gruppenverhalten&f=false

              Das passt zu dem was du sagst. Quasi ein ewiger Kampf aller gegen alle. Egalitär.. naja, man kann sicher nicht von herrschaftsfreiheit sprechen, allerdings wohl schon von der Abwesenheit _effektiver_ Herrschaft. Nur ob Egalität in dem Sinne positiv ist? Soziale Koordination klappt so wohl nur sehr beschränkt.

              Egalität unter Männern, interessante Frage:

              Ich glaub das funktioniert überwiegend über die Anerkennung allgemeiner Regeln.
              Die Regeln zu formulieren ist wohl nicht leicht. In Schopenhauers Text war so ein Beispiel, dass sich Männer untereinander, auch wenn verfeindet immer noch eine Art Mindestrespekt zollen, während Frauen da vollkommen schmerzfrei sind; das stimmt imo. Ich denke die Mindestregeln sind kulturell auch verschieden, zB im christl. Europa gibt es imho eine sehr stark ausgeprägte Gleichheit. Viele sind als Tugenden formuliert, zB Ehrlichkeit, Vertragstreue, Billigkeit, Reziprozität, usw. die man sich allgemein schuldet.
              Auf der Basis kann man dann individuelle Regeln vereinbaren zB für Gehorsam gegen Geld oder Schutz. Ich glaube relativ gewalt- und konfliktfrei ist unsere Zivilisation in erster Linie weil man sich freiwillig daran hält und weil Regelverletzungen kollektiv sanktioniert werden.
              Ich empfinde zB auch dieses typische Moslem-Verhalten mit seiner „Familie“ also starker zahlenmässiger Übermacht einen Konflikt zu gewinnen als sehr weibisch, weil es irgendwie ausnutzen von Zufälligkeiten ist.
              Imho gibt es da auch einen biologischen Faktor den man als Universalismusneigung bezeichnen könnte, und der mit Individualismus und Gleichheitsvorstellungen einhergeht. Feminismus und Kommunismus sind dann imho übersteigerte Ausprägungen davon. Demokratie dagegen ist wohl eine historisch übliche Form (Gruppenentscheidungen am Lagerfeuer, etc).

              Auch dyadische Beziehungen sind unter Männern imho meistens sehr stark „prinzipien-vermittelt“ und weniger direkt/personal als bei Frauen und deshalb stabiler/entspannter. Beziehungen mit Frauen sind dagegen Machtkampf, der wohl auch nie ganz aufhört.

              Aber wie gesagt, ich halte die weibliche Tendenz zum Eigenen als unverzichtbar (evolutionär auch klar eigentlich). ZZ ist die Flüchtlingskrise imho ein gutes Beispiel dass wir eigene Interessen vernachlässigen aufgrund abstrakter Gerechtigkeitsvorstellungen.

              Gefällt mir

            • sevens2 schreibt:

              Setze Gleichheit, Egalität, und Freiheit in Bezug. Deine Abgrenzung ist etwas unklar. Du scheinst, so mein Eindruck, formale Gleichheit, „Gleichheit vor dem Gesetz“ als Egalität zu bezeichnen, und das zudem mit dem Individualismus zu verknüpfen. Insgesamt wirkt deine Egalität wie klassischer Liberalismus. Grenze deine Konzepte anhand von Ergebnisgleichheit und Verteilungsgerechtigkeit (iustitia commutativa) ab.

              Dein Audruck „Abwesenheit effektiver Herrschaft“ gefällt mir ausgesprochen gut. Die Flüchtlingskrise könnte eine interessante Fallbesprechung abgeben.

              Wirf einen Blick auf Benenson, Warriors and Worriers, Oxford UP. (Die Kindle Version bei Amazon – e-book- war ausgesprochen erschwinglich. [Für „wahre Bücher“, ich habe das Druckwerk.])

              Gefällt mir

            • Danny schreibt:

              Ja, ich war in der Tat mal klassisch liberal. Wobei das jetzt mehr ein Versuch sein sollte die Natur des Menschen, insbes. der Geschlechter zu bestimmen.

              Nach der Zusammenfassung die ich über Benensons Buch gefunden hab liegen meine Ansichten glaub ich schon ziemlich in seiner Nähe. Auf jedenfall ist der evol. Ansatz richtig und unverzichtbar.

              Vllt spricht man am besten von Gruppen, die definiert sind durch ihre Mitglieder (weibl. Aspekt) und das für ihre Mitglieder geltende Gesetz (männl. Aspekt).

              Gleichheit = existiert nie im Sinne materieller/biologischer Gleichheit
              Egalität = Gesetzunterworfenheit aller, insofern gleicher Status als Gruppenmitglied

              Deshalb macht der Begriff Gleichheit imo echt nur Sinn als Gleichheit vor dem Gesetz

              Freiheit = was nicht gesetzlich geregelt ist (wobei ich Gesetz hierbei in einem sehr weitem Sinn gebrauche)

              Auf dieser Ebene kann man vermutlich höchstens eine Art notwendige Bedingung angeben, derart dass ein Mindestmass an Ergebnisgleichheit gegeben sein muss damit man sich freiwillig dem Gesetz unterwirft, also der Gruppe anschliesst/dort bleibt.

              Streng genommen reicht es wohl wenn es im Erwartungswert mehr Vorteile als Nachteile hat. Das allerdings muss wohl auch aus Sicht der Gesamtgruppe gelten, was eigentlich ausschliesst, dass zu jemandem hin mehr umverteilt wird als er am Nutzen für die Gruppe produziert.

              Die grössten Gruppen würd ich auf der Ebene „christlicher Kulturraum“ etc. ansiedeln.

              Darunter existieren die Nationalstaaten (quasi Grossfamilien). Hier wird eindeutig auch mehr umverteilt als nach obigen Kriterium. Erklärbar wär das dadurch, dass das Gesetz der Gruppe der Gruppe Vorschriften dazu enthält, dass Kinder von Gruppenmitgliedern automatisch Mitglied werden. Typischerweise ist das ja der Fall (national -> nates = Geburt).
              Auch das wär wohl nur nachhaltig, wenn Gruppenmitglieder sich dafür strikteren Gesetzen unterwerfen zB bzgl. Erziehung, Arbeitspflicht, etc; weil sich sonst zuviele unproduktive ansammeln und die Mitgliedschaft für die Leistungsfähigen sich nicht mehr rechnet (selbst unter Einbeziehung der Vorteile für ihre Verwandtschaft). Mehr sozial heisst wohl immer weniger Freiheit.
              Man könnte sagen, dass Sozialstaat/Nationalstaat weiblich ist weil Frauen eben Personen/Personengruppengebundene Vorstellungen von Gruppenzugehörigkeit haben und sich nicht für Gesetze interessieren (und ihnen wohl auch weniger unterworfen sind).

              Die Menschheit als Gruppe hat? Ich glaub das ist identisch zu „jeder ist seine eigene Gruppe“. Wegen dieser Ideologie bekommen wir imho immer mehr jeder-gegen-jeden-Kapitalismus und im Grenzfall wird das zur Zerstörung aller Sozialsysteme (ausserhalb enger biologischer Verwandtschaft, also der Familie) führen.
              Im Grunde negiert das den weiblichen Aspekt in der Hoffnung dass es irgendwie durch Gesetze/Zwang auszugleichen ist (was imo eindeutig illusionär ist).

              Gefällt mir

  21. Pingback: Zusammenfassung der Blogparade zur „Positiven Bestimmung von Weiblichkeit“ | ☨auschfrei

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s