Die feministische MINT-Lüge

Ein häufige Behauptung, die von Feministinnen immer wieder beleglos gebracht wird, ist, dass Mädchen sich deshalb fast nie für MINT-Themen interessieren, weil ihnen von kleinauf eingeredet wird, das sei nichts für Mädchen. À la: „Ich hätte mich ja mit Technik befasst, aber alle haben gesagt, dass das nur was für Jungs ist.“

Selbstverständlich wären all diese Feministinnen, die solch eine Aussage machen, stattdessen zu höchst erfolgreichen MINT-lerinnen geworden, hätte das Patriarchat dies nicht verhindert.
Nur das Patriarchat ist schuld daran, dass schon kleinen Mädchen erzählt wird, dass in MINT keine Zukunft für sie liegt, und sie stattdessen auf rosa Stereotype festlegt.
Also schämt euch, ihr Mitglieder des Patriarchats, dass ihr durch euren Einfluss das gesamte kreative und wissenschaft-technische Potential dieser Feministinnen nicht für die Gesellschaft ausschöpft.

Im Gegensatz zu MINT-Fächern lässt sich fehlende Begabung bei Geistes- oder Sozialwissenschaften häufig durch Fleiß kompensieren. Bei MINT geht es dagegen nicht um plumpes Auswendiglernen, sondern um Verständnis, und die Fähigkeit, die erlangten Kenntnisse auch sinnvoll und innovativ anwenden zu können. Es genügt nicht, vorgedachtes Wissen wiederzukäuen.

Ernsthaftes Interesse bricht sich Bahn, und wer tatsächlich begabt und interessiert, wird sich auch von ein paar – angeblichen – Sprüchen nicht abschrecken lassen. Und auch nicht von der Aussicht, als Frau eine von nur wenigen zu sein.
Wer sich vor männlicher Konkurrenz fürchtet, soll sich bitte heraushalten, und in seinem safe space bleiben, anstatt Niveauabsenkungen oder Quoten zu fordern.
MINT braucht keine Leute, die erst ausdrücklich interessiert, immer wieder motiviert und ermutigt, dann langwierig gefördert werden müssen, und die beim kleinsten (vielleicht nur eingebildeten) Widerstand gleich aufgeben.

Mädchenförderung wie Girls‘ Day, Cybermentors, MINT Role Models und vieles mehr sind kaum wirksam, und stehen interessierten Jungen diskriminierenderweise nicht offen.
Viel sinnvoller wäre es, unterschiedliche Häufungen der Vorlieben als naturgegeben zu akzeptieren, und alle in MINT interessierten und begabten Schüler – unabhängig vom Geschlecht – zu fördern. (BTW sind dieses Jahr bei uns wieder die Planungen für einen Schüler-Technik-Tag in Gang – aber nur für wirklich interessierte Schüler).
Es ist ja nun nicht so, dass alle Jungen generell in MINT-Themen interessiert und begabt wären, und Mädchen grundsätzlich nie. Aber bei Jungen kommt dies halt wesentlich häufiger vor.
Warum sollte es ein Problem sein, wenn auf z.B. 10 Jungen nur 1 Mädchen, oder noch weniger kommt? Es soll doch einfach jeder nach seinen Neigungen bestmögliche Chancen erhalten, und nicht aufgrund des Geschlechts Quoten erfüllt oder Gleichmacherei betrieben werden.

Heute kann sich jeder Interessierte über alle Berufe frei im Internet beliebig ausführlich informieren.

Zu meiner Jugendzeit gab es weder Internet noch Girls‘ Day. An weibliche Vorbilder oder besondere Maßnahmen, mich für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik zu interessieren, kann ich mich nicht erinnern. Eine Handvoll Bücher in der Stadtbücherei war alles, was ich als Informationsquelle hatte.

Ich habe mich schon als kleines Kind gerne mit Zahlen beschäftigt. Angeblich zählte ich bereits im Kinderwagen meine Finger. Mit 3 oder 4 Jahren konnte ich besser kopfrechnen als alle Nachbarskinder (die bis zu vier Jahren älter waren).
Warum konnte ich das, und die Nachbarskinder nicht, die doch in ähnlichem Umfeld aufwuchsen, und ähnlich sozialisiert wurden?
Wieso zeigte meine (wenige Jahre jüngere) Schwester niemals ein Interesse für MINT-Themen, obwohl sie praktisch die gleiche Erziehung wie ich erhielt? Am fehlenden weiblichen Vorbild kann es bei ihr wirklich nicht gelegen haben.

Natürlich bleibt es jedem selbst überlassen, für wie überzeugend er diese feministische Argumentation hält, nach der Frauen nur deshalb von MINT-Berufen Abstand halten, weil die patriarchale Gesellschaft sie in ein starres Rollenkorsett zwängt, das ihnen jede technische Kompetenz abspricht.
Auffällig ist dabei, dass diese Art der Argumentation ausschließlich von Personen kommt, die selbst keinerlei MINT-Hintergrund haben. 🙄 Tja .. das böse Patriarchat eben.

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Über breakpoint AKA Anne Nühm

Die Programmierschlampe.
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43 Antworten zu Die feministische MINT-Lüge

  1. Gereon schreibt:

    (MINT heisst auf englisch STEM) Hier ist das Problem schön visualisiert:

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  2. idgie13 schreibt:

    Ich kann Dir da nur beipflichten. Bei mir war es so, dass ich sehr gegen mein Umfeld ankämpfen musste und meinem Wunsch, Maschinenbau zu studieren, kein Verständnis entgegen gebracht wurde. Das war mir egal – ich habe das entgegen jedem Widerstand trotzdem gemacht. IMHO mit die wichtigsten Eigenschaften, die man im MINT-Umfeld neben der Begabung und dem Interesse mitbringen sollte: Widerstandsfähigkeit, Durchsetzungkraft und Konfliktfähigkeit. Und zwar Männlein wie Weiblein … 😉

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    • M.E. sind gewisse Widerstände durchaus sinnvoll, weil sie verhindern, dass man unbedacht und leichtfertig einen Beruf ergreift, der überhaupt nicht zu einem passt.

      Steine hat mir eigentlich niemand in den Weg gelegt. Ich fand es nur immer amüsant, wie geschockt oder irritiert einige Personen reagierten, wenn ich in meiner Jugend erzählte, dass ich Physik studieren wollte.
      Das hat mich aber nicht beeinflusst – eine weitere wichtige Eigenschaft für MINTler: selbst zu denken und sein eigenes Gehirn zu benutzen, und nicht nur unreflektiert Aussagen Anderer nachzuplappern.

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  3. blindfoldedwoman schreibt:

    Naja, ich hab wohl durchaus Chemie-LK abgewählt, weil ich mich durch die männlich-vermeintlichen Nerds abgeschreckt fühlte. Und im Nachhinein bereue ich das.

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    • GOI schreibt:

      Dann haben die Feministen ja ganze Arbeit bei dir geleistet.
      Du fühltest dich von vermeintlichen Nerds abgeschreckt…

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      • blindfoldedwoman schreibt:

        Öhm…die gabs da noch nicht….ich hab mir nur meine Noten ausgerechnet.

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        • idgie13 schreibt:

          Haben Dich jetzt die zu erwartenden Noten oder die Nerds abgeschreckt?

          Die Wahl der LK-Fächer ist ja in der Regel nicht lebensentscheidend. Ich hatte z.B. neben Mathe-LK noch Kunst-LK, weil ich wusste, dass ich später nicht mehr so viel Zeit für Kunstgeschichte haben werde. Der Entscheid für ein technisches Studium stand da aber für mich schon fest.

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    • Wenn es dir wirklich ernst gewesen wäre, hättest du dich nicht so leicht abshcrecken lassen.
      Wäre denn – im Rückblick – dein Leben irgendwie anders verlaufen, wenn du Chemie-LK gewählt hättest?

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      • blindfoldedwoman schreibt:

        Ich war ja faul. Für die Schule hab ich nie was getan. Jungs und Musik waren viel spannender. Ob der LK etwas geändert hätte? Vielleicht. Wir wußten damals kaum etwas über Studiengänge oder Berufe und ich hätte evtl. ein Chemiestudium begonnen.

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        • idgie13 schreibt:

          Sei mir net bös – aber wenn die Begeisterung für einen Chemie-LK nicht gereicht hat, dann auch nicht für ein Chemie-Studium.

          Damals gab’s ein dickes Buch mit allen möglichen Studienfächern und jeweils Infobroschüren zu den einzelnen Fächern, die man sich schicken lassen konnte. Wenn man sich informieren wollte, konnte man das. Nicht so einfach wie heute – aber es ging auch.

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        • Das ist aber pure Spekulation.
          Manchmal muss die Kiste eben geschlossen bleiben. Der Ausgang hätte besser, aber auch schlechter sein können.

          Dank der heutigen Online-Informationsmöglichkeiten über Studiengänge und Berufe kann sich jetzt jeder selbst frei und umfassend informieren.

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  4. GOI schreibt:

    Ich glaube, MINT gilt im Allgemeinen als uncool.
    Dies wird übrigens gerne von den Medien weitergetragen. Wieviele MINTler kommen in Filmen/Serien vor die nicht dick, klein, schräg, oder zumindest bebrillt sind?
    Ich habe den Eindruck, dass es nur wenige Menschen gibt, die (als Teenager) ihr Ding durchziehen, egal wie uncool sie dann sind. Oder sie sind eh unbeliebt, dann macht es auch nichts mehr, ein Nerd zu sein (z.B. bei mir war das so). Und bei diesen wenigen Menschen sind Jungs in der Überzahl.

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    • idgie13 schreibt:

      Als Nerd denkt man über so was ja nicht nach. War bei mir zumindest so. Beliebt war ich allerdings nur vor Mathe- und Physik-Klausuren, sonst eher nicht so.

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      • luisman schreibt:

        Hahaha, ging mir aehnlich. Beliebt war ich bei der handvoll Schnullerbacken, die nie was auf die Reihe gebracht haben immer in den 10 Minuten Pause vor dem Mathe- und Physikunterricht. Da war sie immer ganz lieb und nett, damit sie die Hausaufgaben bei mir abschreiben durften. Ansonsten bin ich auch ohne BWL-Studium darauf gekommen, dass ich ja fuer 5-10 DM pro Stunde Nachhilfe anbieten koennte, um damit meinen Bedarf an Rock-Schallplatten zu befriedigen 🙂 (70’er Jahre halt).

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      • Als ohnehin introvertierte Einzelgängerin hat es mir nichts ausgemacht, dass ich nicht besonders beliebt war.
        Wenn es aber um Mathe- oder Latein-Hausaufgaben ging, wurde meine Version zum Abschreiben favorisiert.

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      • Alex ii schreibt:

        „Als Nerd denkt man über so was ja nicht nach. “
        Glaube ich nicht; eher sogar das Gegenteil.

        Man beobachtet die Mitmenschen (Anerkannt, Erfolg bei Mädels, Party, …) – die kognitive Fähigkeit dies auch zu emulieren ist dann ja auch vorhanden – aber man entscheidet sich bewusst dafür, dann doch lieber am PC zu proggn/…

        (So ähnlich mal irgendwo als Kommentar gelesen, ob es wirklich stimmt sei dahingestellt.)

        Bei mir persönlich war schon immer ein großes Bedürfnis „dazuzugehören“ vorhanden, aber irgendwo musste eben die Grenze gezogen werden.
        (das „musste“ im obigen Sinne entspricht dann der Entscheidung eben etwas anders als andere Kinder zu sein.)

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        • Wie stark der Wunsch nach Beliebtheit ausgeprägt ist, und wie man damit umgeht, ist, denke ich, individuell sehr unterschiedlich – gerade auch bei Nerds.
          Und das kann sich auch im Laufe des Lebens grundlegend ändern.

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        • idgie13 schreibt:

          Hm. Zumindest für mich kann ich das so nicht bestätigen.
          Als einziges Arbeiterkind unter lauter Lehrers-, Anwalts-, Ingenieurskindern war ich eh schon krasser Aussenseiter – von daher war es mir wurscht, dass ich als programmierendes Mädel noch mehr Aussenseiter war.

          Es ist mir auch heute wurscht, ob ich cool bin oder nicht. Mich interessieren aber auch sogenannte coole Leute nicht mehr und nicht weniger als uncoole. Meist weiss ich noch nicht mal, was gerade angesagt ist. Das ist für mich schlichtweg nicht wichtig.

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    • Da ist leider einiges dran. Umso wichtiger, das Image von Nerds zu verbessern, wie das beispielsweise TBBT oder mein bescheidenes Blog versuchen. Und ja – mehr oder weniger schräg sind wir Nerds schon, aber meist auf eine IMHO durchaus sympathische Weise.

      Auch für Jungs ist die Entscheidung für MINT bestimmt nicht immer leicht.

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  5. Gerhard schreibt:

    Und so wird das in den Qualitätsmedien beschrieben:

    http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/hessen/frauenanteil-in-technischen-studiengaengen-bleibt-niedrig-14610710-p2.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

    Die Frauen hatten ihren Vater als Vorbild, hatten keine Diskriminierungserfahrungen aber im Text wird weiterhin postuliert, daß die armen Mädchen dringend weibliche Vorbilder brauchen. Es wird gefragt warum nur die ganzen einseitigen, jungsdiskriminierenden Massnahmen keinen Erfolg bringen.

    Ganz eindeutig wird das Bild der Frau gezeichnet, die sich nicht selbst entscheiden darf, sondern für Volk und Vaterland gefälligst Maschinenbau zu studieren hat. Gleichzeitig aber zu schwach und zu blöd ist ohne weibliche Vorbilder und Förderung dieses Studium durchzustehen. Nicht mein Frauenbild!

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    • Das sehe ich ganz genauso.
      Mädchen und Frauen werden dargestellt, als wüssten sie nicht selbst, was sie interessiert, und könnten keine eigenen Entscheidungen treffen.

      (Weibliche) Vorbilder sind nicht unbedingt nötig. Ich habe z.B. von Marie Curie oder Emmy Noether erst dann erfahren, als ich mich schon für die berufliche Richtung entschieden hatte.

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      • Carnofis schreibt:

        Noether?
        Nie gehört.

        Hab mal bei WIKI nachgeguckt – und siehe da, ein tragisches Frauenleben. Nur Widerstände des Patriarchats allenthalben.

        Ihr Vater hatte einen Lehrstuhl in Mathematik an der Uni Erlangen,
        wir erfahren weiter „1903 wurden Frauen erstmals an bayerischen Universitäten zum Studium zugelassen, was auch Emmy Noether die Immatrikulation in Erlangen erlaubte. Vorher hatte sie bereits mit Erlaubnis einzelner Professoren als Gasthörerin Vorlesungen in Göttingen besucht, …“
        „1908 wurde sie Mitglied des Circolo Matematico di Palermo,“ bestimmt ein Häkelclub von Bürgersfrauen,
        „1909 trat sie der Deutschen Mathematiker-Vereinigung bei“, noch ein Häkelclub,
        „1909 wurde sie von Felix Klein und David Hilbert nach Göttingen gerufen,
        da sie auf dem Forschungsgebiet der Differentialinvarianten mittlerweile eine wirkliche Größe war.“
        „Durch Klein und Hilbert ermutigt, …“

        Wir lesen also von einem Leben gegen einen immerwährenden Widerstand aller Männer.

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        • Wer sich mit Theoretischer Physik beschäftigt, kommt um das Noether-Theorem nicht herum, das – vereinfacht ausgedrückt – besagt, dass alle (nicht-topologischen) Erhaltungsgrößen auf Symmetrien beruhen.

          Vor einem Jahrhundert hatte das Patriarchat halt noch einigen Einfluss. Heutzutage nicht mehr.

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          • Carnofis schreibt:

            Hab mal unter Noether-Theorem gegurgelt – und nix verstanden.
            Seitdem ich aus dem Forschungszentrum raus bin, scheine ich zunehmend zu verblöden 😦

            Was ich an Noethers Vita interessant finde, ist die umfassende Förderung durch diverse Männer, ihr ganzes Leben lang.
            Wenn man davon ausgeht, dass die Wilhelminische Ära noch weit patriarchaler war, als die Gegenwart, dann ist Noethers Vita unter feministischen Gesichtspunkten nicht nachvollziehbar.
            Und wenn die Theorie von der Benachteiligung und Unterdrückung der Frau in MINT-Fächern schon damals nicht stimmte, dann scheint die Annahme berechtigt, dass sie heute erst recht falsch ist.

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            • So genau muss man das Noether-Theorem nicht kennen, aber zu wissen, dass es in der modernen Physik eine Schlüsselstellung einnimmt, ist nicht verkehrt.

              Emmy Noether’s Lebenslauf beweist doch, dass es selbst zu patriarchalen Zeiten möglich war, als Frau im MINT erfolgreich zu sein.
              Nachdem das Patriarchat inzwischen im Nirgendwo verschwunden ist, geht dies heutzutage erst recht – Begabung und Zielstrebigkeit vorausgesetzt. Wie dies bei Männern ja ebenso notwendig ist.

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            • Carnofis schreibt:

              „Emmy Noether’s Lebenslauf beweist doch, dass es selbst zu patriarchalen Zeiten möglich war, als Frau im MINT erfolgreich zu sein.“

              Nicht nur möglich (wenn wir mal die Existenz des Patriarchats als gegeben ansehen). Man(n) hat offensichtlich sogar ihre Nähe gesucht, sie als Kapazität geschätzt und auch als männlicher Student kein Prob damit gehabt, sie als Autorität anzuerkennen.

              So wie es aussieht, unterschied sich das ausgehende 19. Jahrhundert dahingehend kaum vom frühen 21. Männer schätzen das interessante Gespräch, den Disput und es war und ist ihnen herzlich wurscht, wes Geschlecht das interessante Gegenüber ist.
              Für (einige) Frauen ist das anscheinend nicht so einfach. Diskutierende Männer sind „mansplainer“, also nervig und nicht ernst zu nehmen.

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            • Auch nur sehr wenige Männer strebten (damals noch weniger als heute) eine wissenschaftliche Karriere an.
              Aber diejenigen hatten bestimmt nichts gegen kompetente und verträgliche Frauen einzuwenden.

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            • Carnofis schreibt:

              Übrigens ein sehr attraktives, aber männerirritierendes Avatar 😀

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            • Dankeschön.
              Das Bildchen ist erst mal nur vorläufig.
              Wenn es die Diskussion zu sehr ablenkt, kommt es wieder weg.

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            • Alex ii schreibt:

              Bei Noethers Leben ist auch interessant, wie das Verhalten, der Menschen, die ihre Leistungen er- und anerkannten (z.B. Hilbert, als dmals größter Mathematiker), gegenüber anderen Menschen der universitären „Wissenschaft“ war.

              Da sieht man direkt, das die MINTler das personifizierte BÖSE gegenüber den guten Geistes- und Sozial“wissenschaftlern“ sind.

              Entspricht auch heute noch der Realität; Bei Mint zählt die Leistung, nicht die Person.
              Entsprechend ist auch MINT aus Sicht der Wahnsinnigen Teufelszeug.

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            • Als Feindbild sollte man Geistes- und Sozialwissenschaften nicht sehen.
              Aber es ist schon eine andere – teilweise inkompatible – Welt.

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  6. Siggi schreibt:

    „Auffällig ist dabei, dass diese Art der Argumentation ausschließlich von Personen kommt, die selbst keinerlei MINT-Hintergrund haben. 🙄 Tja .. das böse Patriarchat eben.“
    Ich habe durchaus von Fällen im MINT Umfeld gehört, bei denen nach technischen Diskussionen, Frauen meinen (und ansprechen), dass man ihre Argumente nicht genügend gewürdigt hätte, weil sie Frauen wären.

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  7. Androsch Kubi schreibt:

    Guter Artikel.

    Ich beobachte das bei meinen Kindern auch. Ich habe einen Jungen (mittlerweile 9 Jahre) und eine Tochter (4 Jahre). Ich bilde mir ein, dass sie sich sehr viel schneller bei technischen Sachen langweilt. Wir haben ja massenweise Spielzeug von dem Jungen (Bausteine, Steckschienen usw.) sie spielt auch damit, wenn sie aufgebaut sind, nur Interesse am Aufbau derselben hat sie bisher kaum.

    Vielleicht kommt das noch, ich versuche es immer mal wieder. Immerhin schrauben (etwa zum Batteriewechsel) tut sie gern. Manches kommt auch erst mit dem Alter.

    Man verstärkt als Eltern unwillkürlich das Verhalten, bei dem man das Gefühl hat, das Kind hat Freude daran. Die Freiheitsgrade sind da nicht so groß, wie manche meinen. Man kann Kinder immer mal zu anderen Sachen anregen usw. aber ob letztendlich mit Puppe gespielt wird oder mit Bausteinen, hat man selbst nicht in der Hand.

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    • Man verstärkt als Eltern unwillkürlich das Verhalten, bei dem man das Gefühl hat, das Kind hat Freude daran.

      Genau davon gehe ich auch aus.
      Mein Vater hat z.B. gerne mit mir Kopfrechnen gespielt, aber nur weil ich von vornherein daran Spaß hatte.
      Mit meiner Schwester hat er das níe getan. Sie hätte oft Gelegenheit gehabt, sich daran zu beteiligen (auch auf einfacherem Niveau), aber hatte schlicht kein Interesse daran.

      Ich glaube, die Einflussmöglichkeiten der Eltern sind eher gering. Entweder hat ein Kind eine Neigung zu einem konkreten Thema, oder eben nicht. Erzwingen lässt sich da nichts.
      Die Eltern sollten ihren vielfältige Angebote machen, und zwar ergebnisoffen, aber letztendlich entscheiden die Kinder selbst.

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