Wie #aufschrei mir die Augen öffnete

Gut vier Jahre ist inzwischen der Medienhype um #aufschrei her.
Vorher war ich Femimismus ziemlich indifferent und neutral gegenübergestanden, vielleicht mit einer leicht negativen Tendenz, aber im Grunde war er mir zu egal, um mir eine Meinung dazu zu bilden.

Doch dann – aus nichtigem Anlass – dieser Rummel.
Was war geschehen? Es wurde berichtet, dass der Politiker Rainer Brüderle der Journalistin Laura Himmelreich abends an einer Bar gesagt haben soll, sie könne ein Dirndl gut ausfüllen.
Meines Wissens hat Herr Brüderle diese angebliche Äußerung niemals bestätigt oder dementiert. Er dachte wohl, er könne es aussitzen, aber dieser „Skandal“ hat ihm dann doch die Karriere gekostet.
Es ist also nicht gesichert, dass er dieses ungeschickte, und zugegeben geschmacklose (Dirndl sind scheußlich) Kompliment tatsächlich gemacht hat. Ganz egal, was man sonst von ihm hält – mir kam er immer wie ein harmloser, freundlicher, alter Mann vor – dieser Rufmord war mehr als überzogen.

In der Folge sprangen Netzfeministinnen wie Frau Wizorek und Frau Strick auf den fahrenden Zug auf, und steckten mit ihrer Hysterie weitere Frauen auf Twitter an, die dann wiederholt und nervig meist banale Kleinigkeit dramatisierten und hochstilisierten, indem sie über irgendwelche angeblichen, teilweise lächerlich aufgebauschten Erlebnisse twitterten:

  • In der Öffentlichkeit hat mich ein Mann angesprochen. 😯
    Mich sprechen höchstens redselige Rentnerinnen an, die mich dann beharrlich über ihre Enkel volllabern.
  • Da hat sich ein Mann im vollgestopten Bus an mich gedrückt.
    Tja – wenn der Bus voll ist, ist er voll. An mich drücken sich dann am ehesten fettleibige Frauen oder rotzverschmierte Kinder. Von japanischen Zuständen sind wir noch weit entfernt.
  • Ein Kollege hat einen zotigen Witz erzählt.
    Hör nicht hin, wenn es dich stört. Andere amüsiert so etwas.
  • Ein Mann hat mich angetatscht. [sh. Anmerkung unten]
    Freu‘ dich über die Anerkennung und bewundernde Aufmerksamkeit. In zwanzig Jahren tatscht keiner mehr.
    Und wie soll der Mann denn sonst wissen, ob das erwünscht ist oder nicht? Das ist genauso wie mit der Schödinger-Katze: Man muss die Kiste schon öffnen, um ihren Zustand zu erkennen.
    Wenn die Berührung unwillkommen ist, kann man sie sich danach immer noch deutlich verbitten.
  • Ein Mann hat mich so gierig angeguckt.
    Wenn du lüsterne Blicke vermeiden willst, dann zieh dich halt nicht figurbetont oder freizügig an, und überlasse sexy Kleidung den Frauen, die damit Männern ihre Aufgeschlossenheit und Zugänglichkeit signalisieren wollen.

So einfach ist das!
Stattdessen werden die Männer geblamet, bloß weil ihr limbisches System quasi reflexartig unwillkürlich auf einen visuellen Reiz reagiert, noch bevor das Großhirn dagegensteuern kann.

Diese bigotte Heuchelei, kombiniert mit hysterischer Larmoyanz hat mich damals dermaßen abgestoßen – wie man nur aus solch einer winzigen Mücke eine riesigen Elefanten im Porzellanladen machen kann! – dass ich ganz bewusst nichts mehr mit Feminismus zu tun haben wollte.
Es gab durchaus noch andere Ursachen und Anlässe, aber, soweit ich mich erinnere, war #aufschrei damals einer der Trigger, der mich die Männerfeindlichkeit (bzw. Aspekte davon) in unserer Gesellschaft erkennen ließ.

Mit Aktionen wie #aufschrei wird ganz natürliche und beliebte Sexualität immer weiter tabuisiert und kriminalisiert. Einige wenige (Auf-)Schreihälse genügen, um alle anderen Frauen zu übertönen, die eine ganz andere Einstellung haben, und auch einen kleinen Fauxpas nicht übel, sondern mit Gelassenheit und Humor nehmen.

[Nachträgliche Anmerkung am 17. Februar 2017
„Antatschen“ ist ein weitgefasster Begriff.
Bei #aufschrei handelte es sich in den weitaus meisten Fällen um ganz harmlose, unaufdringliche Berührungen durch einen Mann, mit dem bereits eine persönliche Bekanntschaft bestand.]

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Über breakpoint AKA Anne Nühm

Die Programmierschlampe.
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55 Antworten zu Wie #aufschrei mir die Augen öffnete

  1. rotepilleblog schreibt:

    richtig. und diese nervigen Feministinnen, von den Medien gepushed, schaden Frauen und Männern, die sie krass verunsichern. Die Frauen bekommen dann keine Alpha Männer mehr ab, weil alle nur noch verängstigte Betas sind. Aber Wizorek und Co schlachten das aus und verdienen viel Geld damit – während sie der Gesellschaft schaden.

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    • Ja, #aufschrei war eine enorme Belastung für das Verhältnis zwischen Männern und Frauen.
      Und solange diese Hetzfeministinnen aktiv sind, wird es wohl schwierig, zu einem entspannteren Verhältnis zurückzufinden.

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      • xyz schreibt:

        Man wird erst wieder zu einem entspannteren Verhältnis zurückfinden können, wenn solche Hetzer (wie z.B. Schwesig, Maas, …) aus den Regierungen verschwinden und die Gesetze nicht mehr vom Leitbild der maximalen Frauenpamperung gelenkt werden.

        Denn, wie richtig geschrieben wurde, sind meiner Meinung nach durch den #Aufschrei sehr viele aufegwacht, die den Geschlechterkampf vorher eher am Rande mitbekommen haben. So war es jedenfalls auch bei mir, dass ich mich früher zwar irgendwo ärgerte und es ungerecht empfand, dass nur Männer zwangsweise Wehrdienst leisten mussten, doch hatte man solche verschiedenen Rollen der Geschlechter in der Gesellschaft letztlich akzeptiert und war der Ansicht, dass sich die Vor- und Nachteile schon irgendwie ausgleichen würden. Doch durch den #Aufschrei und der medialen Penetranz hat man sich dann doch mal vertiefter Gedanken gemacht, weil man dann doch endlich mal verstehen wollte, ob Frauen tatsächlich unterdrückt werden bzw. warum man die Nachteile der Männer so penetrant ausblendet. Und je länger man nachdachte, desto mehr stellt man (zumindest ich) dann plötzlich fest, was für eine asoziale rosinenpickende Arschloch-Ideologie der Feminismus doch ist.

        Und so kann man meiner Meinung wirklich sagen, dass der #Aufschrei für den Feminismus ein Pyrrhussieg war und langfristig vermutlich den Frauen viel mehr geschadet als genutzt hat. Denn nach meinem Gefühl sind durch den #Aufschrei sehr viele Männer aufgewacht und akzeptieren die Vorteile der Frauen auch nicht mehr so einfach. Hatte man vorher die Nachteile der männlichen Rollenerwartungen bzw. Vorteile der Frauen (Beschützerrolle > z.B. Wehrdienst, Führsorgerrolle > z.B. Bezahlen der Daterechnungen, Mann muss Gentleman sein …) noch einfach ohne großes Hinterfragen akzeptiert, so fangen Männer nach dem Augenöffnen nunmehr doch zunehmend immer stärker an, darüber nachzudenken. Denn wieso sollte der Mann noch die alten Rollen gerne übernehmen, wenn Frauen ihre alten Rollen (z.B. Dienste im Haushalt) ständig penibel vorrechnen, um ihre angebliche Unterdrückung feiern zu können.

        Und es ist wie in jeder Beziehung (Familie, Freundschaften, Verein, …), wenn einer mit dem Vorrechnen beginnt und ersichtlich nicht gerne gibt, dann werden es irgendwann alle innerhalb der Gemeinschaft tun. Mein Bruder nannte das früher „WG-Syndrom“. Denn es denkt fast jeder, dass er am meisten für die Gemeinschaft leisten würde, weil er die Leistungen der anderen nicht sieht oder ihm selber gar nicht so wichtig sind. Wenn z.B. in einer Beziehung die Wünsche an die Sauberkeit in der Wohnung unterschiedlich sind und der eine Partner jede Woche die Fenster wischen möchte, während dem anderen Partner einmal in 5 Jahren reicht, dann bewerten beide Partner geleistete Arbeiten in Bezug auf das Fensterwischen unterschiedlich. Wenn jetzt der wöchentliche Fensterwischer vorzurechnen versucht, dass er ausgenutzt werde und viel mehr für die Gemeinschaft leisten würde, dann stimmt das genauso wenig oder genauso gut wie, wenn der 5-jährige Fensterwischer behauptet, dass der wöchentliche Fensterwischer ja nichts zu Gunsten der Gemeinschaft leistet, weil ihm das häufige Fensterwischen ja völlig egal ist.

        Wenn in einer Beziehung angefangen wird, vorzurechnen, wer angeblich mehr tut und man damit ersichtlich nicht gerne gibt, dann ist das in der Regel der Anfang vom Ende einer funktionierenden Beziehung. Zumindest dann, wenn – wie in der WG – andere NICHT der Ansicht sind, dass das Geben und Nehmen in einer nicht mehr akzeptablen Schieflage sei.

        Und solange selbst die Politiker bzw. Gesetzgeber krampfhaft unter penetranter Ausblendung aller Vorteile der Frauen bzw. Nachteile der Männer die angebliche Unterdrückung der Frauen herbeifantasieren („vorrechnen“) wollen und ein signifikanter Anteil in der Bevölkerung dieses anders bewerten, wird man zu keinem entspannten Verhältnis zwischen den Geschlechtern mehr zurückfinden können. Es ist wie in einer WG oder sonstigen Beziehung. Wenn der eine anfängt, vorzurechnen, wird der andere nur animiert, seine Leistungen ebenfalls vorzurechnen und die Leistungen des anderen für unwichtig zu erklären. Die Beziehung ist dann kaum noch zu retten.

        Und, wenn der Gesetzgeber dann noch dafür sorgt, dass man selbst innerhalb einer ansonsten funktionierenden Beziehung nicht einmal mehr einigermaßen sicher sein kann, dass man in einigen Jahren (wenn man mal zerstritten sein sollte) wegen Vergewaltigung angezeigt wird, weil es schlicht lebensfremd und beziehungszerstörrend wäre, wenn man vor jeder sexuellen Annäherung sich erst einmal das gegenseitige Misstrauen bekräftigen und eine klare Zustimmungserklärung einfordern muss, dann kann man schon fast zur Überzeugung gelangen, dass die Zerstörung des Geschlechterfriedens sogar zum bewussten Ziel des Gesetzgebers gehört.

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        • Da stimme ich dir im Großen und Ganzen zu.
          Ohne die ständige feministische Einmischung und Bevormundung wäre der Umgang zwischen Frauen und Männern viel konstruktiver und zum beiderseitigen Vorteil.
          Feministinnen drängen Frauen in die Opfer- und Männer in die Täterrolle, als ob sie Frauen nicht zutrauen, selbst klar zu kommen.

          Dieses Gegeneinanderaufrechnen (Privilegien, GPG, ..) erinnert mich an den Kindergarten, wenn es darum geht, wer die meisten, größten und schönsten Sandförmchen hat.
          Das ist kein reifes, erwachsenes Verhalten.

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  2. SG schreibt:

    Im großen und ganzen hast Du IMHO recht. Nur eines: Antatschen. Das geht meines Erachtens über die Grenze. Jeder hat das Recht auf körperliche „Unberührtheit“. Man kann auch Schrödingers Box erstmal verbal öffnen (siehe ersten Punkt). Und wenn die Katze tot ist (Frau ist eindeutig(!) ablehnend), dann sollte man es auch sein lassen.

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    • Üblicherweise geht einer Berührung eine wechselseitige Kommunikation voraus, aus der man Rückschlüsse ziehen kann.
      Aber wenn ein Mann vorher ausdrücklich verbal um Erlaubnis fragt, dann killt das jede Erotik.
      Eine Opt-out-Lösung ist m.E. durchaus ausreichend.

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      • netsmurf schreibt:

        Ich finde wir sollten da einen Verhaltenskodex entwickeln. Es gibt festgelegte Veranstaltungen, wo sich Männer und Frauen treffen – z.B. Tanzen. Nach einem Tanz übergibt der Mann der Frau seine Visitenkarte. Die Frau kann diese Visitenkarte mit ihren Daten ihm wieder zukommen lassen und signalisiert so Interesse.

        Ein Mann darf dann eine Frau ohne signalisiertes Interesse weder ansprechen, antatschen, … Und das wird mit Sicherheit viele der o.g. Probleme lösen und ein gleichgestelltes Verhältnis zwischen den Geschlechtern zur Folge haben, …

        Und durch diese neue Tradition sind Interpretationen ausgeschlossen – denn jede Frau weiß, was die Karte bedeutet und was es bedeutet, wenn sie sie zurückschickt. — Das wird dann spannend – interessant – und …

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      • SG schreibt:

        Hmmm.
        Ich meinte jetzt nicht „Darf ich grabschen?“ (mal ganz plakativ ausgedrückt).
        Du hast ja jetzt selbst gesagt „Üblicherweise geht einer Berührung eine wechselseitige Kommunikation voraus, aus der man Rückschlüsse ziehen kann.“. Das ist ja so etwas. In deinem Beitrag klingt das aber anders. Da muss man GENAU differenzieren. Mal davon abgesehen, dass Männer (im Normalfall) massive Probleme mit Kommunikation haben, erst recht mit non-verbaler (was habe ich für Stress mit meiner Frau, weil ich die Andeutungen durch Änderung eines einzelnen Wortes, bzw. Zeitform nicht versehe..)

        Was anders: Ich als introvertierte Person habe auch Probleme damit: Ich mag es auch nicht angetatscht zu werden. Gerade südländische Typen schlagen dem Gesprächspartner gerne mal auf die Schulter / Rücken. Wie verklicker ich denen das, ohne dass die beleidigt sind? Auch nervig: „Freund“ genannt zu werden, nur weil man den irgendwie mal kurz geholfen hat, bzw. im gleichen Raum arbeitet..

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        • Die Probleme introvertierter Menschen kann ich sehr gut verstehen.
          Für schüchterne, unerfahrene Frauen ist es viel schwieriger, ihr Einverständnis zu signalisieren, als ihre Ablehnung. (Und ich bleibe dabei: Plumpe Fragen gehen gar nicht!)
          Es sollte doch möglich sein, dass ein Mann dann eine testweise Berührung wagt, ohne damit rechnen zu müssen, deswegen gleich als Belästiger gebrandmarkt zu werden.
          Ein bisschen angetatscht zu werden, ist kein Drama. Das kann man doch souverän nehmen, ohne sich gleich darüber zu echauffieren. Einfach mal die Kirche im Dorf lassen.

          Ich mag z.B. gar nicht den vertraulichen und kumpelhaften Ton, den eine bestimmte Bäckereiverkäuferin anschlägt, wenn ich einkaufe.
          Aber beschwer‘ ich mich gleich darüber? Nö, ich denke mir meinen Teil, und belasse es einfach dabei.
          Es sind häufig genug Frauen, die sich daneben benehmen, aber nur Männer werden deshalb so übertrieben gemaasregelt.

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          • blindfoldedwoman schreibt:

            Also mir ist es früher auch passiert, dass mich bei einer Veranstaltung jemand ungefragt angetascht hat. (ohne vorherige Kommunikation). Eine schallende Ohrfeige war die Antwort.
            Allerdings geschah das im geschützten Raum.
            In zwei anderen Situationen hat Mann jeweils mein „Nein“ nicht respektiert. Wünsche ich keinem.

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    • Gerhard schreibt:

      Ich war beim Wort „Antatschen“ auch erstmal irritiert. Aber damit ist ja auch sicher nicht gemeint, daß ein Mann eine wildfremde Frau in der S-Bahn kommentarlos an die Brüste packt.

      Unter „Antatschen“ verstehe ich eher das, was auch kommunikativ erfolgreiche Menschen meist ganz unbewußt machen. Zur Begrüßung mit einer Hand Deine schütteln und mit der anderen Hand Deinen Oberarm berühren. Beim Gespräch Deinen Unterarm berühren. Das passiert ohne jedes sexuelle Wollen, zb zwischen zwei heteromännern.

      Man kann über Pickup geteilter Meinung sein, aber auch da ist es eine empfohlene Vorgehensweise. Und zwar eine sehr erfolgreiche. Du fängst mit einer kurzen Berührung am Handrücken an und weißt irgendwann ob es ok ist, den Arm um sie zu legen.

      Der Punkt beim „Antatschen“ ist jedoch folgender. Es ist –von Frauen gewollt!– immer noch Sache des Mannes damit anzufangen. Wer das abschaffen möchte, muß genetische, biologische und kulturelle Praktiken radikal abschaffen und durch neue ersetzen. Und man muß tatsächlich auch bei Frauen anfangen. Ziemlich unmöglich.

      Daher darf unsere Kultur ruhig auch mal ein klein bisschen Toleranz und Verständnis für schiefgegangene Annäherungsversuche entwickeln. Tatsächlich wird am Arbeitsplatz jeder schiefe Blick (ausschließlich M->W!) zur sexuellen Belästigung hochgehypet.

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      • Das Antatschen hatte ich im Kontext von #aufschrei erst mal nur als unverfängliches Berühren (z.B. am Arm) aufgefasst. Das gab den Aktivistinnen schon genug Anlass zum Hyperventilieren.

        Deinen Wunsch nach „Toleranz und Verständnis für schiefgegangene Annäherungsversuche“ teile ich absolut. Auch eine Abfuhr lässt sich anständig und freundlich erteilen, so dass der Abgewiesene zumindest sein Gesicht wahren kann.

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        • Bombe 20 schreibt:

          breakpoint, Gerhard,

          das Problem ist halt, daß unter „Antatschen“ offenbar (mindestens) zwei vollkommen unterschiedliche Situationen subsumiert werden:

          Zum einen „Es war unser erstes Date. Wir saßen bei Kerzenschein in einem schönen Restaurant, führten seit einer halben Stunde tiefe Gespräche und schauten uns verliebt in die Augen. Zwischen der Vorspeise und dem Zwischengang nahm er sanft meine Hand in seine“.

          Und zum anderen „Ich stehe im Club und bin auf ein Gespräch mit meinen Freundinnen konzentriert. Plötzlich spüre ich, wie eine Hand offenbar gerade zu erfühlen versucht, ob ich einen String oder einen Slip trage. Ich drehe mich um und stelle fest, daß die Hand einem Typen gehört, den ich noch nie vorher gesehen habe“.

          Wenn man bemerkt, daß in einem Gespräch verschiedene Definitionen benutzt werden, und ehrliche Absichten hat, ist dieses Mißverständnis ja leicht zu lösen. Ich habe aber den Eindruck, daß gewisse Feministinnen hier eine Motte-and-Bailey-Taktik fahren, indem sie Vorfälle der ersten Art als „Kerl tatscht mich an! #aufschrei“ beschreiben und bei Widerspruch dann rhetorisch „Du findest es also okay, wenn ein Kerl einer wildfremden Frau einfach an den Arsch grabscht?“ insinuieren.

          B20

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  3. gripseljagd schreibt:

    Guter Beitrag. Ich verstehe diese überzogene anti Balz Lobby auch nicht. Wir sind doch keine Vulkanier oder Roboter, sondern biologische Wesen mit dem Drang nach Sex und Vermehrung. Das nur negativ zu bewerten ist doch das Verleugnen unserer Natur. Wenn ich einer Frau ein Kompliment mache, dann ist dieses, so sie mir nicht bekannt ist, natürlich auf ihren Körper oder ihre Körpersprache bezogen. Na und? Gehört doch auch zu ihr. Ich habe doch damit nicht ihren Verstand oder ihren Intellekt bezweifelt. Den kann ich doch gar nicht beurteilen. Frauen die solche Komplimente nicht annehmen können und falsch einsortieren….da denke ich dann doch an Intellekt.
    Wer nicht als individueller Mensch wahrgenommen werden will und der Mensch besteht nun mal auch aus seinem Körper, der kann ja Burka tragen.
    Trotzdem, ich grapsche nicht und ich respektiere Frauen als ganze Persönlichkeit, mit individuellen Grenzen. Passt alles zu meinem Rotkäppchen Text 😉

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    • Ja, das sehe ich im Wesentlichen ähnlich.
      Der Wunsch und das Bedürfnis nach Sex ist völlig normal und natürlich, wird aber von diesem Empörungs-Femimismus zunehmend als extrem verwerflich dargestellt.

      Zum gegenseitigen Respekt gehört IMHO auch, kleine Verfehlungen nicht übermäßig aufzubauschen, und sich und die eigenen Befindlichkeiten nicht ganz so wichtig zu nehmen.

      PS: Beim Pon Farr geht’s bei den Vulkaniern durchaus ziemlich ab. :mrgreen:

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  4. Orthagon schreibt:

    Willkommen im „Club“. Auch für mich war #Aufschrei DER Trigger. Ich bin aber im Gegensatz zu Dir, nicht mehr der Meinung, dass es sich da nur um ein paar Schreihälse handelt. Anders ist es gar nicht zu erklären, weshalb selbst radikalfeministische Thesen eine derart grosse Plattform in der Öffentlichkeit erhalten und weshalb von Frauen praktisch durchs Band weg Null Wiederrede kommt. Alle Frauen sind Feminstinnen, wenn auch die Ausprägung nicht bei allen gleich sein mag, und unterstützen ein sich ständig weiter vergiftendes Geschlechterklima mindestens passiv-stillschweigend. Den meisten ist einfach noch nicht aufgefallen, wie sehr es ihnen am Ende des Tages selber schadet. Rückblickend war #Aufschrei für mich der Auslöser, dass ich mich in den vergangenen Jahren fast vollständig von Frauen zurückgezogen habe. Das ist nicht immer einfach, aber Frauen haben bei mir jegliches Vertrauen und Wohlwollen verspielt.

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    • Ja, #aufschrei war bestimmt für viele Leute hierzulande ein Auslöser, sich näher mit feministischen Behauptungen zu befassen.

      Was Frauen betrifft, ist dein Bild aber zu einseitig.
      Vielen ist die Problematik immer noch nicht bewusst, und leider oftmals auch egal.
      Auch deshalb schreibe ich hier immer wieder, um unvoreingenommene Frauen zu informieren, und Männern aufzuzeigen, dass bei weitem nicht alle Frauen (verkappte) Feministinnen sind.

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  5. idgie13 schreibt:

    Bis auf das Detail, dass ich Dirndl sehr schön finde, stimme ich Dir zu.

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  6. Plietsche Jung schreibt:

    Ich kann mit Feministinnen nichts anfangen. Besser, ich konnte es auch noch nie. Wenn die ihre Energie auf richtige Dinge fokussieren würden, könnte sogar etwas aus ihnen werden.

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  7. Gerhard schreibt:

    „gut aussehende schwarzhaarige Dame.“ #Aufkreisch!

    https://www.sat1nrw.de/aktuell/sexistisch-oder-nicht-167458/

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  8. Andreas Teich schreibt:

    Was ich auch immer wieder sehr bezeichnend finde, auf der einen Seite regen sich gewisse Frauen darüber auf, auf der Straße angesprochen zu werden, fühlen sich dadurch belästigt, steht ja auch oben in Deiner Liste. Auf der anderen Seite maulen viele Frauen dann im Gegenteil aber sogar herum, weil sie nicht mehr angesprochen werden. Siehe Spiegel Artikel.
    http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/singles-in-berlin-larissa-28-ueber-die-anstrengende-partnersuche-a-1125591.html
    Wollen in dem Artikel aber die wahren Gründe natürlich nicht beleuchten, warum Männer lieber Tinder benutzen, anstatt eine Frau anzusprechen und erfinden wieder jede Menge Strohmann Argumente.
    Die Wahrheit ist auch, wenn ein Mann einer Frau passt, darf Er sie sehr wohl ansprechen.
    Wenn er Ihr nicht passt, am besten noch nicht einmal anschauen.
    Woher soll ein Mann das aber im Voraus zu 100% wissen, wir können ja keine Gedanken lesen. 🙂
    Also bei Unsicherheit besser nicht ansprechen, um nicht in Schwierigkeiten zu geraten.
    Die „Larissas“ würden Ihrem Ziel um einiges näher kommen, wenn sie sich die Wahren Gründe für die Männliche Zurückhaltung eingestehen würden und dem radikalen Feminismus entsprechend entgegentreten und sich davon distanzieren würden.

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    • Was Tinder betrifft, kenne ich mich nicht aus.

      Die möglichen, negativen Konsequenzen eines Kontaktanbahnungsversuchs sind in den letzten Jahren durch feministischen Einfluss so gravierend geworden, dass es – leider, leider – nur verständlich ist, wenn ein Mann dieses Risiko nicht mehr eingehen will.
      Diese Entwicklung ist äußerst bedauerlich – sowohl für Männer als auch für Frauen.

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    • rotepilleblog schreibt:

      Es profitieren besonders unattraktive Frauen, denn die werden eh nie angesprochen/belästigt und Beta Männer, denn die sprechen eh nie Frauen an.
      So können sich die Loser aufregen.
      Und Wizorek und Co verdienen mit ihren Jammer-Büchern massig Kohle, dank Support der Massenmedien.

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