Ist die Aussage „Männer denken oft an Sex“ männerfeindlich?

Auf Twitter habe ich eine Umfrage mit der im Titel genannten Frage durchgeführt:

Eigentlich wollte ich die Umfragedauer auf ein paar Tage verlängern, habe das aber beim Abschicken leider vergessen. So beteiligten sich nur 52 Personen, obwohl ich die Umfrage mehrfach retweetete, um sie in der Timeline meiner Follower zu halten.
Auch ansonsten ist eine Twitter-Umfrage selbstverständlich nicht repräsentativ oder belastbar. Eine gewisse Tendenz lässt sich jedoch – mit aller Vorsicht und Vorbehalt – ablesen.

Wenn man von denjenigen absieht, die sich nicht eindeutig festlegen wollten („Kommt drauf an“: 10, „Weiß nicht“: 2), haben zwar 33 mit „Nein“ gestimmt, aber immerhin 7 mit „Ja“. [Nachträglich editiert, da ursprünglich versehentlich vertauscht.]

Die Frage darf erlaubt sein, warum doch erstaunlich viele der sich beteiligenden Twitterer meinten, dass die Aussage „Männer denken oft an Sex“ männerfeindlich sei.
Wohlgemerkt – die Formulierung lautet nicht „Alle Männer ..“ noch „.. denken immer ..“, ist also sicherlich nicht übermäßig pauschalierend, und lässt Spielraum für individuelle Abweichungen.

Sinngemäß, wenn auch nicht wortwörtlich, habe ich die genannte Aussage mehrfach getätigt, und dazu stehe ich auch nach wie vor.

[Nebenbemerkung:
Leider wurden mir wiederholt Aussagen in den Mund gelegt, die sehr weit über die genannte Formulierung hinausgehen (z.B. hier bei Onyx), und sie extrem bis zur Unkenntlichkeit verzerren. Dort gibt es Behauptungen, die völlig sinnentstellend – teils bemüht subtil und teils sogar mit bemerkenswertem eristischen Geschick – impliziereren, ich würde Männer auf „reine Triebtiere reduzieren“.
Es ist mir völlig schleierhaft, wie man so etwas in irgendwelche meiner Worte hineininterpretieren kann, es sei denn, man sucht absichtlich und bösartig nach einer neuen Angriffsfläche, um mir eine konstruierte Männerfeindlichkeit zu unterstellen, weil mir ein entspanntes, freundliches – sprich unfeministisches – Verhältnis zu Männern missgönnt wird.
]

Ich überlasse es jedem Leser hier, selbst zu urteilen, welche Geisteshaltung und Einstellung gegenüber Männern und Sex dahintersteckt, wenn man eine Aussage wie „Männer denken oft an Sex“ als männerfeindlich wahrnimmt.

Da ich in den nächsten paar Tagen verreist bin, kann ich leider weniger auf Kommentare eingehen als sonst, und wenn dann wohl nur zeitverzögert.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

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85 Antworten zu Ist die Aussage „Männer denken oft an Sex“ männerfeindlich?

  1. Gereon schreibt:

    Tja, Twitter und Facebook ereichen mich nicht. Konnte also nicht teilnehmen.
    Aber natürlich denken wir an Sex. Wenn wir nicht an Arbeit, fällige Zahlungen, die Kinder, die Frau , das Auto, das Haus und und all die anderen 1000 Kleinigkeiten denken.
    Die allermeisten von uns sind aber nicht krankhaft auf die eigene Sexualität fixiert und auch nicht auf die des geschlechtlichen Gegenübers, wie Feministinnen und Genderistinnen, die erstens ständig alles auf ihre Sexualität beziehen und alles auf die des geschlechtlichen Gegenübers herunterbrechen.
    Wie oft denken die denn eigentlich an Sex ? Oder dessen Nichtstattfinden.

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  2. Fiete schreibt:

    Gibt es irgendeinen nachvollziehbaren Grund, warum Menschen, egal welchen Geschlechts, nicht desöfteren an Sex denken sollten?
    Werden Musik und gutes Essen jetzt auch „irgendwie anrüchig“?

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  3. only_me schreibt:

    Die Aussage selbst ist nicht männerfeindlich. (Eine Aussage selbst kann nicht feindlich sein, nur wahr oder falsch)
    Üblicherweise kommt danach aber eine Wertung oder Schlussfolgerung und wir haben uns daran gewöhnt, dass diese dann feindlich häufig ist.
    Z.B. „… sind halt Tiere“ oder „…sowas primitives“

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  4. only_me schreibt:

    Mach doch mal stattdessen die Umfrage:
    „Wenn du die Aussage ‚Männer denken oft an Sex‘ hörst, wie wird es wohl weitergehen?“
    a) ‚Das mag ich so an ihnen‘
    b) ‚Männer sind halt primitiv‘
    c) ‚Deswegen sind Männer so gefährlich‘
    d) ‚Währenddessen denken Frauen an Schuhe‘

    oder ähnlich.

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  5. aranxo schreibt:

    Ich habe teilgenommen und mit Nein gestimmt, aus zwei Gründen:
    1. stimmt es
    2. ist daran auch gar nichts schlimmes
    Das entscheidende Wort dabei ist „oft“. Darunter kann sich aber jeder was anderes vorstellen. Was für die eine oft ist, ist für den anderen vielleicht völlig normal.

    Man sollte sich von vorneherein dagegen wehren, dass so ein Verhalten etwas verwerfliches darstellt. Wenn es nicht verwerflich ist, oft an Sex zu denken, kann es auch nicht männerfeindlich sein, das festzustellen. Wenn man sich darauf einlässt, die Aussage als männerfeindlich zu betrachten, hat man schon das Eingeständnis gemacht, dass es tatsächlich etwas negatives sein könnte, oft an Sex zu denken. Und damit ist man den sexfeindlichen Feministinnen schon in die Falle getappt.

    Das despektierliche Gequatschte über „Männerphantasien“ ist allerdings männerfeindlich. Es impliziert, nur Männer hätten abwegige Phantasien. Dagegen ist man immun, wenn man mal Bücher über sexuelle Phantasien von Frauen gelesen hat. Die sind genauso schräg.

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  6. xyz schreibt:

    Erst einmal eine kurze (vermutliche) Korrektur:

    Im Text heißt es: „… haben zwar 33 mit „Ja“ gestimmt, aber immerhin 7 mit „Nein“. …“

    Es dürften wohl die Zahlen vertauscht worden sein, weil zumindest nach der Grafik 65% mit „Nein“ (= nicht männerfreindlich) und 13% mit „Ja“ (= männerfeindlich) gestimmt haben.

    Inhaltlich dürften die „Ja“-Stimmen mit dadurch verursacht worden sein, dass gessellschaftlich mit zweierlei „Maas“ gemessen wird.

    Vielleicht sollte man mal die entsprechende Umfrage wiederholen, mit der Frage, ob die Aussage sexistisch sei, dass „Frauen oft hypergam an Fremdversorgung“ denken (oder halt irgendetwas anderes, was eine signifikante Gruppe von Personen glauben, was Frauen in Beziehungen für sich suchen und auch unausgesprochen von nicht wenigen halt nicht als eine wertneutrale Aussage verstanden wird).

    Ich bin mir eigentlich recht sicher, dass erheblich mehr Menschen derartige Aussagen dann als sexistisch einstufen würden.

    Und da derartige Sachverhalte insbesondere von Politik, Staat und Medien nicht einmal ansatzweise gleich betrachtet werden, werden die Leute halt zunehmend hyperempfindlich und unfähig, mit verallgemeinernden Aussagen noch gelassen umgehen zu können. Denn wieso sollte man selber etwas hinnehmen, was umgekehrt auch nicht geduldet bzw. vom Staat sogar bekämpft wird?

    Ich finde es daher eher bemerkenswert, dass so viele mit dem Satz noch so gelassen umgehen, denn – wie gesagt – wenn man entsprechende Umfragen über Frauen tätigen würde, würden vermutlich die Reaktionen bei mehr Leuten weniger gelassen sein.

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  7. lh schreibt:

    Es ist natürlich nicht männerfeindlich. Aber es ist sehr bezeichnend, wie sich die feministisch angehauchten Kommentatorinnen auf ein Mal die Definitionsmacht darüber anmaßen, was denn männerfeindlich sein soll.

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  8. rotepilleblog schreibt:

    Sex ist doch was schönes und sehr gesund – wo ist das Problem?!

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  9. Miria schreibt:

    Das ich nicht bei Twitter bin, habe ich an der Umfrage nicht teilgenommen, hätte aber vermutlich mit „kommt darauf an“ geantwortet. Denn, ob ich diese Aussage als „männerfeindlich“ bewerte hängt von unterschiedlichen Faktoren ab: Zum einen, was mit „oft“ gemeint ist, etwa so oft, dass sie an nichts anderes mehr denken können oder doch etwas weniger oft. Außerdem kommt es da auf den Kontext an, in dem die Aussage fällt, die Aussage an sich ist (unter näherer Betrachtung der Definition von „oft“) möglicherweise nicht männerfeindlich, kommt dann aber häufiger in entsprechendem Kontext vor.

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    • „Oft“ bedeutet seltener als „meistens“, aber häufiger als „manchmal“.
      Eine gewisser fuzzy Interpretationsbereich ist durchaus beabsichtigt.
      Ab welcher konkreten Häufigkeit würdest du die Aussage denn als männerfeindlich beurteilen (bei ansonsten neutralem Kontext)?

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      • Miria schreibt:

        Wenn das Oft eine solche Häufigkeit impliziert, dass dadurch andere Dinge, die wichtig sind vernachlässigt bzw. nicht mehr im Denken berücksichtigt werden.

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        • Das Wort „oft“ gibt IMHO diese Deutung nicht her. Ich lese es so, dass zwischendurch halt immer mal wieder daran gedacht wird, aber ohne dass es (dauerhaft) Vorrang vor anderen, wichtigeren Belangen gewinnt.

          Da fällt mir übrigens ein alter Witz ein, der dazu passt. Mal sehen, ob ich den noch zusammenbekomme.

          Zwei Jugendliche unterhalten sich über einen Zeitungsartikel.
          „Da steht, dass junge Männer $n Stunden am Tag an Sex denken.“
          „Ja, kommt etwa hin.“
          „Sag mal .. an was denkst du eigentlich während der anderen Zeit?“

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  10. Miria schreibt:

    Eine weitere Anmerkung zum Teil in Klammern: „…weil mir ein entspanntes, freundliches – sprich unfeministisches – Verhältnis zu Männern missgönnt wird“

    Du definierst hier ein entspanntes, freundliches Verhältnis zu Männern als „unfeministisch“, damit unterstellst du Feministinnen pauschal, dass sie nicht ein solches Verhältnis haben können… 😦

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    • Peter Müller schreibt:

      Nein, macht sie nicht, da sich auch Feministinnen durchaus „unfeministisch“ verhalten können.

      Ein angespanntes oder kritisches oder ablehnendes oder gar feindseliges Verhältnis zu Männern ist aber eine der tragenden Säulen des Feminismus.

      Also ist ein entspanntes und freundliches Verhältnis zu Männern auch für Feministinnen möglich, es ist aber dennoch „unfeministisch“

      ;-).

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      • xyz schreibt:

        Es gibt auch noch eine weitere Möglichkeit, indem der Mann wackeldackelmäßig zu 100% selbst dem allergrößten Schwachsinn nicht hinterfragt, um das feministische Daueropfergeplärre lieber über sich ergehen zu lassen und nicht noch mehr Geplärre der zart zartbesaiteten selbsternannten Prinzessinnen ertragen zu müssen. Damit wäre es dann ermöglicht, dass Feministinnen ein entspanntes freundliches Verhältnis zu Männern haben können. Das hindert Feministinnen gewöhnlich aber nicht daran, auch darüber irgendwann herumzuplärren, weil man es ihnen ohnehin nie recht machen kann und sie ja ihre Opferstellung herbeifantasieren müssen, um ihre Ideologie aufrecht erhalten zu können.

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      • Matze schreibt:

        Also ist ein entspanntes und freundliches Verhältnis zu Männern auch für Feministinnen möglich, es ist aber dennoch „unfeministisch“

        Röchtig

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      • Miria schreibt:

        @Peter Müller:
        „Ein angespanntes oder kritisches oder ablehnendes oder gar feindseliges Verhältnis zu Männern ist aber eine der tragenden Säulen des Feminismus.“

        In einer Welt voller Vorurteile vielleicht…

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      • Wunderbar erklärt!

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      • Miria schreibt:

        @Peter Müller:
        „Ein angespanntes oder kritisches oder ablehnendes oder gar feindseliges Verhältnis zu Männern ist aber eine der tragenden Säulen des Feminismus.“

        Unsinn. Davon, dass du den Unsinn nochmal wiederholst, wird er nicht wahrer.
        Die tragende Säule des Feminismus ist die Gleichberechtigung! Und man kann doch wohl den Wunsch nach Gleichberechtigung nur mit sehr viel Fantasie als feindselig oder ablehnend gegenüber Männern deuten.

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        • Gleichberechtigung

          Nix für Ungut, Miria, aber das glaubt dir vielleicht deine Großmutter, zu deren Jugend das wohl noch zutraf.
          Inzwischen haben Frauen längst mehr Rechte als Männer. https://auschfrei.wordpress.com/rechte/
          Es ist schon wirklich dreist, immer noch mehr Rechte, Privilegien, Vorteile und Bevorzugungen zu fordern, bei denen Männer mehr und mehr ins Hintertreffen geraten, dies dann als „Gleichberechtigung“ zu labeln, und dann noch zu behaupten, eine freundliche Einstellung gegenüber Männern zu haben.

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        • Imion schreibt:

          @miria
          Nein, war es noch nie. Es ging immer nur darum, es den Frauen möglichst bequem und einfach zu machen.

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        • Fiete schreibt:

          „Die tragende Säule des Feminismus ist die Gleichberechtigung! “

          Hallo, Raumschiff Miria, hier Ground Control. Was läuft da schief in Deiner Kapsel?

          Feministen haben zwar schon immer gern irgendwelche Worte gekapert, um sie sich als Label an die Jacke zu backen, aber das besagt nix weiter, als daß Feminismus zu allem Übel auch noch verlogen ist.
          Das sieht man schon an der völlig schwachsinnigen Pseudosynonymisierung der Termini Frauen, Frauenbewegung, Frauenrechtsbewegung und Feminismus.
          Vier Begriffe, die zunächst mal praktisch garnix miteinander zu tun haben.
          Entsprechend: Männer, Maskulisten, Väterrechtler, Nazis u.s.w.
          Hauptsache immer kräftig manschen und umrühren.
          Konkret:
          Gleichberechtigung wurde ja schon von den Suffragetten gekapert und schon bei ihnen war das glatt gelogen! Die Blaustrümpofe wollten u.a. das Wahlrecht, aber nur für sich und sonst niemanden! Sie haben gern mit dem Ku-Klux-Klan paktiert, um dafür zu sorgen, daß Schwarze nicht wählen dürfen ( und sich ansonsten benommen, wie die Antifa heute: hie und da ein kleines Bömbchen, ein paar verwüstete Ladengeschäfte, das Übliche halt… ).
          Tja, und heute? Anne hat da mal eine kleine Aufstellung der feministischen Errungenschaften angelegt ( nee, nich alle sind Feministenwerk, aber kein Feminist hat je Gleichberechtigung bez. auch nur eines eines dieser Punkte verlangt, im Gegenteil ):
          https://auschfrei.wordpress.com/rechte/

          Tragende Säule des Feminismus, ist das Bestreben, über die Verteufelung von Männern ( „biologisches Patriarchat“ ) und die vordergründige Verherrlichung von Frauen, ein paar Funktionären eine fette Brieftasche und jede Menge ungerechtfertigter Macht zu verschaffen.
          Wie anders wäre zu erklären, daß ein widerliches Dummplappermaul, aufgrund gekaufter/bezahlter übler Nachreden, ein Amt als „Berater“ eines anderen widerlichen Dummplappermauls auf Ministerialebene zugeschanzt bekommt?
          Oder eine ehemalige Jurastudentin, die erst ein nichtexistentes Institut geleitet hat, als Professorin, die nie Vorlesungen gab, für ihre Verdienste um die Männerhasspropaganda zur Bundesverfassungsrichterin und Referentin des ersten BVerfG-Senats erkungelt wird?

          Mit Gleichberechtigung geht das garantiert nicht!

          I.Ü. reden Feministen mit steigenden Anteilen auch lieber von „Gleichstellung“, was nunmal das exakte Gegenteil von Gleichberechtigung ist. Insofern ein offenes Geständnis.

          Sorry, Miria, aber mit dem gammeligen Schinken lockst Du hier niemanden mehr hinter dem Ofen hervor.
          Feminismus ist z.Zt. vermutlich die größte Antigleichberechtigungsbewegung der Welt!

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    • Sehr viele Feministinnen benehmen und äußern sich so, dass sich dieser Eindruck aufdrängt.
      Auch wenn meine Formulierungen manchmal pauschal klingen, sind sie aber nicht so gemeint. Im Hinterkopf gestehe ich zumindest die Existenz von Ausnahmen zu. Es ist aber einfach ermüdend, immer wieder darauf hinzuweisen.

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      • Yeph schreibt:

        Uff, bin ich froh nicht einzige zu sein der so denkt. Dieser Pauschalisierungshammer ist schon öfter auf meinem Kopf gelandet. Feministinnen kreischen schon auf, wenn ein einziger Fall das Gegenteil ihrer allmächtigen Aussagen widerlegen könnte und sie würden den Verkünder der Botschaft am liebsten sogleich lynchen.

        Allein der Anschein eines Funkens einer Widerrede ist für sie unerträglich, triggernd, Hass usw…. Diese Widerrede wird dann sogleich pauschalisiert und dem Verkünder an den Kopf geworfen am liebsten gleich mit einm freundlichen du „Nazi“ oder schlimmer noch du „Antifeminist“, denn das Wort besagt ja, dass du alle Frauen hast.

        Und das lustige daran ist, dass viele Männer dies auch verinnerlicht haben um als die Musketiere im Dienste ihres Feminismus alles Gegnerische zu bekämpfen. Das haut mich immer wieder um, denn ein klitzekleines Problem mit logischem Denken kann man diesen Leutchen nicht absprechen.

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        • In der Mathematik ist es ja so, dass ein einziges Gegenbeispiel eine Aussage widerlegt.

          Aber bei solchen gesellschaftlichen Themen haben wir es mit statistischen Verteilungen zu tun. Da ist die Existenz von Ausreißern selbstverständlich, und jeder statistisch gebildete Mensch weiß, wie er damit umzugehen hat.
          Pauschalaussagen sind normalerweise halt nicht wirklich allgemeingültig. Es gibt praktisch immer Ausnahmen, die die allgemeine Regel zwar nicht bestätigen, aber eben auch nicht widerlegen.
          Es ist äußerst ermüdend und anstrengend, diese eigentlich selbstverständlichen Grundsätze immer wieder neu erklären zu müssen, nur weil einige Personen das einfach nicht kapieren.

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        • Carnofis schreibt:

          Sorry, aber ich kann nicht anders 😀

          Du hast alle Frauen, das ist mir gegenüber nicht fair.
          Du hasst alle Frauen, das ist ihnen gegenüber nicht fair.

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  11. Resolute Nuss schreibt:

    „weil mir ein entspanntes, freundliches – sprich unfeministisches – Verhältnis zu Männern missgönnt wird.“

    Finde die Aussage ist auch sehr weit hergeholt und geht in die gleiche Richtung die du davor noch kritisiert hast.

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    • Peter Müller hat das in seiner Antwort an Miria schon ausgezeichnet formuliert.
      Kernelement des Feminismus ist der Einsatz für mehr Rechte und Privilegien von Frauen, bzw. Kampf gegen das unterdrückende Patriarchat.
      Beides ist nicht vereinbar mit einem wirklich entspannten, wohlwollenden Verhältnis zu Männern (also nicht nur einzelnen, persönlich bekannten).
      Das schließt nicht aus, dass sich einzelne Feministinnen auch völlig atypisch (also unfeminstisch) verhalten können.

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      • Miria schreibt:

        @Anne:

        Zu dem, was du hier machst, habe ich mal einen schönen Artikel verfasst:
        http://nur-miria.blogspot.it/2015/03/feindbild-feministin-erhalten.html

        Ich könnte jetzt die fiktive Behauptung aufstellen, dass du, Anne, männerfeindlich seiest. Und jeder Beleg dafür, dass du Männer magst dann abbügeln mit: Auch jemand, der männerfeindlich ist, kann ja mal was Gutes über Männer sagen, das ändert aber nichts an der generellen Männerfeindlichkeit!
        Ein solches Vorgehen ist einfach unsinnig und vergiftet jede Diskussion.

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        • Danke für den Link.
          Ich kann ihn mir voraussichtlich aber erst anschauen, wenn ich wieder daheim bin.

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        • Carnofis schreibt:

          @ Miria

          Findest Du es nicht selbst etwas naiv, angesichts der überwältigenden Belege für einen strukturellen Männerhass durch alle Dekaden des Feminismus, ihm ein erklärtes Ziel der Geichberechtigung anzudichten?
          Wenn der öffentlich wirksame Feminismus um weibliche Privilegien – auch durch gezielte Benachteiligung von Männern – kämpft und dabei sich einer Wortwahl bedient, die jeden Mann vor Gericht bringen würde, dann ist genau dieser Feminismus normprägend.
          Wer sich also „Feministin“ nennt, muss sich an diesen Normen messen lassen, auch wenn sie sie gar nicht vertritt.

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      • Resolute Nuss schreibt:

        Es wird manche Feministen geben, bei denen das so ist. Vielleicht sind es ogar sehr viele, aber ich würde es nicht allgemein so sehen, dass verzerrt die Wahrnehmung. Am Ende kann das dazu führen, dass man mit der Sorte Feministen genau das gemeinsam hat was einen zuvor so gestört hat.

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        • Fiete schreibt:

          #notallfeminists?
          Mal ehrlich, das läuft doch wieder auf den Meinfeminismus, also eine faule Ausrede, raus.
          „Ich habe ja nix gegen Männer, aber…“
          Haben wir über solche Sätze nicht gerade erst im letzten Jahr herzlich gelacht, als es um die „besorgten Wutbürger“ ging?
          Und das Ding mit „Mein Faschismus würde doch niemals einen Juden vergasen“, ist auch lange ausgelutscht ( Hallo Ohnix, Margarine und Ubahnrobin ).
          Es gibt die kollektive Idee des Feminismus und die darf und muß kritisiert werden.
          Wer dieser Idee nicht anhängt, sollte sich m.E. davon distanzieren ( und zwar wirklich distanzieren ), oder sich zumindest nicht rückwärts aus dem Raume zu schwurbeln versuchen, meine Meinung.

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          • Resolute Nuss schreibt:

            Ist „Notallmen“ für dich ebenfalls kein Argument? Dann hast du mit der schlimmeren Sorte Feministen schon mal eine Sache gemeinsam. ^^

            Mir persönlich sind die Gemäßigen auf der Gegenseite lieber als Extremisten denen es nur darum geht gegen diese auszuteilen und die dabei gar keinen Gedanken darauf verschwenden ob die andere Person wirklich so schlimm ist. Selbst wenn letzteres wirklich der Fall ist, muss es dennoch nicht immer zutreffen. Auch eine kaputte Uhr zeigt zwei mal am Tag die richtige Zeit.

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            • Peter Müller schreibt:

              „Mir persönlich sind die Gemäßigen auf der Gegenseite lieber als Extremisten…“

              Wem nicht?

              „Auch eine kaputte Uhr zeigt zwei mal am Tag die richtige Zeit.“

              Die Metapher gefällt mir. Feminismus als kaputte Uhr, die nervtötend laut tickt aber trotzdem nur zweimal am Tag die richtige Zeit anzeigt… 😉

              Mal ehrlich: Feminismus als offene Baukastenideologie lädt ja geradezu ein, sich nach eigenem Ermessen manche Elemente eigen zu machen, manche zu betonen und andere zu kaschieren oder ganz wegzulassen.

              Nur ist halt das misandrische ein zentrales Element welches immer mitgeschleppt wird.

              Und wieso ist dem so? Ganz einfach, weil es sonst kein Feminismus sondern Humanismus wäre. Das misandrische Element ist die Unterscheidung zwischen beidem.

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            • #Notallmen bzw. #Notallwomen hat aber einen völlig anderen Stellenwert als #Notallfeminists.
              Zur Gruppe der Männer oder zur Gruppe der Frauen gehört man von Natur aus, und kann es selbst nicht beeinflussen, ebensowenig wie individuelle Abweichungen vom jeweiligen Mittelwert.
              Feminist(in) zu sein oder nicht, ist jedoch eine freie Entscheidung. Wer sich so bezeichnet, muss damit rechnen, mit den anderen in den gleichen Topf geworfen zu werden. Bei einem Metzger erwartet man auch nicht, dass er Vegetarier ist.

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            • Resolute Nuss schreibt:

              Ich bevorzuge es dennoch, bei jedem Individum entsprechender der Taten zu urteilen. Andere im Vorfeld in einen Topf zu werfen scheint mir keinen wirklichen Vorteil in dem Zusammenhang zu bringen nur Nachteile. Im schlimmsten Fall treibt man Gemäßigte eher zu den Extremen, während man sie vielleicht im umgekehrten Fall von denen wegbewegt.

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            • Wenn mir genug konkrete Informationen über das Individuum vorliegen, beurteile ich es natürlich in erster Linie danach.
              Aber solange ich nichts über einzelne Personen weiß, ist es sinnvoller, auf Erfahrungswerte zurückzugreifen.

              Oder anders ausgedrückt:
              Aus Gruppenzugehörigkeiten bastele ich mir eine Näherung 1. Ordnung. Zusätzliche Daten verfeinern die Näherung auf höhere Ordnungen. Aber ganz egel wie viele Infos man hat – es bleibt trotzdem nur eine Näherung, die sich im besten Falle asymptotisch der Wirklichkeit annähert.

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            • Resolute Nuss schreibt:

              Mir geht es hier auch um die erste Kontaktaufnahme mit einer Person. „Erfahrungswerte“ sind da eher hinderlich und die konkreten Informationen hat man dann ja ganz oder teilweise danach.

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            • Konkrete Informationen, soweit relevant, bekommt man dann relativ schnell.
              Solange man bereit ist, die bisherigen Erfahrungswerte anzupassen und ggf. zu überschreiben, sehe ich dabei eigentlich kein Problem.

              Außerdem sind meine Erwartungen meistens eher niedrig, so dass ich öfter positiv überrascht werde, als enttäuscht.

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        • Ausnahmen kann es geben.
          Trotzdem sehe ich ein wohlwollendes Verhalten gegenüber Männern als äußerst untypisch für Feministinnen an.
          Es kommt zwar vor, dass sich eine sich selbst so bezeichnende Feministin vernünftig und männerfreundlich äußert, aber leider dominiert der Jammer-, Bevormundungs- und Keiffeminismus bei weitem.

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          • Resolute Nuss schreibt:

            Selbst, wenn dies wirklicj der Fall ist sollte man sich trotzdem immer Hinterkopf immer die Ausnahmen haben. Wenn man meint seine „Gegner“ wegen seiner Pauschalurteile zuverurteilen, sollte man sich selbst ebenfalls nicht zu diesen hinreißen lassen.

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            • Ich würde mich wirklich gerne eines besseren belehren lassen, aber leider kommt da von Feministinnen kaum jemals etwas überzeugendes.

              Es ist doch so:
              Entweder ist eine „Feministin“ dafür, Interessen von Männern und Frauen gleichermaßen zu berücksichtigen – dann ist IMHO die Bezeichnung Feministin unzutreffend.
              Oder aber sie setzt sich (bevorzugt) für Interessen von Frauen ein – dann ist es scheinheilig und bigott, von „Gleichberechtigung“ zu reden.
              Mischformen sind – je nach Thematik – denkbar, aber solange die meisten Feministinnen noch nicht einmal zugestehen, dass auch Männer Probleme haben können, bleibe ich dabei, dass Feminsmus per definitionem nicht für Männer ist – nicht zwingend feindlich oder hasserfüllt, aber zumindest mit völlig gedankenloser Gleichgültigkeit.

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            • Yeph schreibt:

              Ich kenne noch die Zeiten in denen Frauen dachten nicht gleichberechtigt zu sein und sie den Befreiungsfeminismus meinten.

              Unter dem Strich hat sich aber nicht besonders viel geändert. Ich habe eher den Eindruck, dass viele Frauen immer unzufriedener werden, je mehr sie in die Pflicht genommen werden. Das heist, dass sie schon gern mehr von der Freiheit hätten, aber anderseits ihre Privilegien nicht aufgeben wollen.

              Viele Diskussionen kommen überhaupt nicht auf diesen Punkt, weil hunderte von Lobbygruppen immer noch die Diskriminierungskeule schwingen. So sehr, dass sogar Psychology Today das erkennt https://www.psychologytoday.com/blog/talking-about-men/201705/gender-and-mental-health-do-men-matter-too
              (Danke Arne)

              Aber auch so manche „Antifeministin“ bezeichnet sich als Feministin, so dass ich das differenzierter sehe.

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  12. Plietsche Jung schreibt:

    Gegenfragen:
    – Denken Frauen oft an Sex ?
    – Denken Feministinnen oft an Sex ?
    – Sind Feministinnen männerfeinlich ?

    Über Sex spricht man nicht, man hat ihn. Oder eben nicht.

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  13. N.N. schreibt:

    Du verlinkst die Onix?

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    • Sie hat ja deutlich genug gemacht, dass ihr daran liegt.
      Diesen Wunsch kann ich ihr erfüllen.

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      • N.N. schreibt:

        Dann aber einen Archivlink nicht vergessen http://archive.is/ZxVMK

        Sie schreibt ganz neu
        „Erstens sehe ich es nicht als besonders „entspannt“ an, wenn man nicht mal zu einem Mann in die Wohnung will, wenn man keinen Sex will, weil man immer irgendwie sexuelle Spannungen wittert. Das stelle ich mir eher verdammt anstrengend und verkrampft vor. Wenn ich mir vorstelle, ein Freund lädt mich zu einem netten ausgedehnten Frühstück auf dem sonnigen Balkon ein. Wie schäbig käme ich mir dann vor, das nur abzulehnen, weil ich mir einbilde, dass er Sex wollen könnte, ich aber nicht… oO ? Entspannt platonisch mit einem Mann in einer Wohnung zu sein, ist kein Widerspruch, sondern sehr normal.“
        Ganz schön Schwarzweißdenken.

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        • Danke für die Archivierung.

          🙄
          Wenn man zu Männern allgemein ein entspanntes Verhältnis hat, schließt das doch nicht aus, dass man bestimmte Männer trotzdem nicht leiden kann.
          Ich habe z.B. auch zum Essen ein entspanntes Verhältnis, mag aber nicht alle Speisen. Dann tue ich die halt nicht auf meinen Teller, bzw. bestelle sie nicht im Restaurant.
          Das ist normalerweise keinerlei „Anstrengung“ oder Einschränkung (es sei denn, es gibt gerade gar nichts, das mir schmeckt – aber dann kann ich immer noch entscheiden, ob ich etwas esse, was ich nicht mag, oder ob ich hungrig bleibe).

          Ich kann mich nur an einen einzigen Fall erinnern (zumindest seitdem ich blogge), bei dem ich es ablehnte, mit einem Mann in dessen Wohnung zu gehen: https://breakpt.wordpress.com/2013/02/03/dreihundertdreiundvierzig-15480415/

          Und zum Frühstück erst mit nüchternem Magen aus dem Haus, um mit jemandem zu frühstücken, mit dem man aber noch nicht einmal die Nacht verbracht hat .. welche Zumutung! Seltsam, sehr sonderbar.
          [Nachtrag am 13. Mai 2017: Diese Bemerkung war hier unangebracht. Sie ist mir so rausgerutscht, obwohl völlig OT.
          Ich mag es generell nicht, zum Frühstück irgendwohin zu gehen – völlig unabhängig von irgendwelcher Geschlechterthematik.
          #nobreakfastwithbreakpoint]

          Dass es für Onyx „normal“ ist, platonische Freundschaften zu Männern zu pflegen, die keinerlei sexuelles Interesse an ihr haben, glaube ich ihr aber sofort.

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          • Fiete schreibt:

            „Dass es für Onyx „normal“ ist, platonische Freundschaften zu Männern zu pflegen, die keinerlei sexuelles Interesse an ihr haben, glaube ich ihr aber sofort.“
            Dito!
            Und verdammt unfuzzy, um nicht zu sagen: Eine seltsam binäre Sichtweise.
            Ich stelle mal die Gegenbehauptung auf: Selbst Plato hatte vermutlich gar keine „echten platonischen Freundschaften“, nur hat er seinen emotionalen Grinterhund nicht in den Vordergrund gestellt.
            Etwas ausführlicher habe ich mich hier schon mal dazu geäußert:
            https://auschfrei.wordpress.com/2017/04/28/zwei-in-einem-bett/#comment-3090

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            • Zwar lassen sich durchaus Freundschaften pflegen, in denen einvernehmlich kein Sex praktiziert wird.
              Dass jedoch keinerlei sexuelle Aspekte mithineinspielen, kann mir niemand erzählen.
              Es gab mal eine Zeit, da habe ich das noch geglaubt, weil ich es damals noch nicht bewusst wahrgenommen habe.
              Ich nehme an, dass tatsächlich viele Frauen diese sexuelle Komponente nur nicht wahrnehmen (wollen).
              Wenn Onyx allerdings wiederholt betont, dass ihre Freundschaften zu Männern völlig ohne sexuelle Aspekte sind, wäre es gemein, ihr das nicht zu glauben.

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  14. Alex ii schreibt:

    Frauen denken oft an Schuhe

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  15. heubergen schreibt:

    Ich hatte mit Ja gestimmt da eine solch aufgebaute Aussage immer pauschalisiert und deshalb gegen die jeweilige Gruppe an Personen an die sie gerichtet ist feindlich ist.
    Auch Aussagen wie Frauen trinken oft Wein oder Kinder schreiben oft sind Frauen- oder Kinderfeindlich. Solche Aussagen sollten in der Öffentlichkeit (Presse, Debatte) nur gemeinsam mit entsprechenden Statistiken verbreitet werden.

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    • Broken Spirits schreibt:

      Was ist denn gegen die Pauschalisierung einzuwenden?
      Um bei Deinem Beispiel zu bleiben: („Frauen trinken oft Wein“) Biertrinkende Frauen scheinen meiner Beobachtung nach tatsächlich seltener zu sein. Wenn ich jetzt also mit einer (unbekannten) Frau in eine Kneipe will, und Wert auf deren Wohlfühlfaktor lege (z.B. weil ich an den Sex später denke 😉 ), dann ist ne Kneipe mit einer guten Weinkarte ja vielleicht nicht die schlechteste Wahl. Wenn sie dann doch lieber ein Bier will – soll mir recht sein 🙂

      Oder die schreibenden Kinder (meintest Du schreiende Kinder? Ich weiß grad nicht ob das ein Tipfehler war). Falls „schreiende Kinder“: Angenommen, ich suche eine ruhige Wohnung, dann doch lieber in einer kinderarmen Gegend. Da ist die Chance einfach höher, daß tagsüber keine Kinder rumtoben. (und: das dürfen sie und sollen sie auch tun!). Nur ist dann eine Wohnung in einer kinderreichen Gegend eher nichts für mich.

      Worauf ich hinaus will: diese Pauschalisierung (oder meinetwegen auch „Schubladendenken“) kann durchaus vor Fehlentscheidungen bewahren (Wohnungssuche) oder Chancen erhöhen (Restaurant mit guter Weinkarte). Das kann helfen, schnell eine (im Optimalfall richtige) Entscheidung zu treffen – und quasi „aus dem Bauch“ raus.

      Ich denke, so eine Pauschalisierung ist eine Art Wahrscheinlichkeitsrechnung. Und vielleicht sogar eine wichtige, um in einer komplexen Welt irgendwie klarzukommen.
      Daran ist also m.E. zunächst mal nichts verkehrtes. Das ist einfach eine Art „flexibles Werkzeug“, das sich durch ständige Beobachtung und Abgleich mit bisherigen Erfahrungen „anpaßt“.

      Blöd wird es allerdings, wenn aus der Pauschalisierung eine Vorverurteilung wird Dies bitte nicht zu verwechseln mit Vorurteil (das ist für mich ein Synonym zur Pauschalisierung). Man lernt jemand neues kennen, bei einem Vorurteil versucht man einzuordnen, was das Gegenüber nun sein könnte (Biertrinker/ Weintrinker) und darauf kann man die eigenen Handlungen ausrichten und ggf. anpassen, sofern die erste Einschätzung nicht paßt.

      Bei einer Vorverurteilung hingegen steht das (falsche?) endgültige Urteil schon unabänderlich fest, bevor das Gegenüber überhaupt eine Chance bekommen hat, das Gegenteil zu zeigen.

      Die Grenzen sind hier (das gebe ich gerne zu) äußerst unscharf. Es hilft wahrscheinlich, sich nicht in einer Filterblase („Safe Space“) aufzuhalten – dann hat man eher die Chance, ständig auf das Neue seine Erfahrungen zu erweitern/ anzupassen/ neu zu justieren etc.

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      • Yeph schreibt:

        Ich frage mich wie man sich dann korrekt ausdrücken soll?

        Z.B.: Meines Erachtens sind mehr als 50,0000% der Frauen daran interessiert einen reicheren Mann zu heiraten als sie selbst es sind.

        Diese Vorsicht bei Aussagen führt nur irgendwann dazu jegliche Aussage zu solchen Themen zu verbieten. In diesem Fall ist es ja interessant dass es einmal Männer betrifft. Aus meiner Erfahrung sind die Zeitungen voll von Pauschalisierungen über Männer, aber wehe jemand rutscht auch nur der Anschein einer solchen Aussage über Frauen raus, dann ist er/sie sozial tot. Der(die)jenige hasst dann automatisch ALLE Frauen usw….

        Man erlebt das ja auch immer wieder auf Blogs, diese Nonsens-debatten

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    • Die Frage war ja keine offizielle, förmliche Studie.
      Gerade wenn keine entsprechende Statistik verfügbar ist, finde ich es interessant, bei Bekannten oder Twitter herumzufragen.

      Wie bereits im Text erwähnt, halte ich Formulierungen mit z.B. „oft“ nicht für zu verallgemeinernd.
      Ansonsten schließe ich mich Broken Spirits an.

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  16. rano64 schreibt:

    Wäre ich bei Twitter, hätte ich mit „nein“ gestimmt. Warum sollte es männerfeindlich sein, zu unterstellen, dass Männer gerne an etwas Schönes (wie z.B. Sex) denken.

    Männerfeindlich wird es erst, wenn man zum Beispiel zusätzlich unterstellt, dass Männer deshalb generell nicht klar denken können oder das diese Gedanken sie zu übergriffigem Verhalten animieren.

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  17. Caro schreibt:

    Onyx hat auf ihren Blog aber viele Wiedersprüche in Deinen Worten aufgedeckt.

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