Vor 20 Jahren: Der Staat dringt ein in unsere Betten

Am 15. Mai 1997 wurde in Deutschland der Straftatbestand der „Vergewaltigung in der Ehe“ eingeführt.
Das war ein massiver Einschnitt, mit dem es dem Staat gelang, sich in das Privatleben bis dahin gesetzestreuer Bürger zu mischen, und diese zu kriminalisieren.
Inzwischen ist durch die Reform des Sexualstrafrechts das Gesetz noch restriktiver geworden. Inzwischen ist es schon kriminell, nachts an seinem Ehepartner herumzufummeln.
Auf diese Weise kann man natürlich auch eine Rape Kultur erzeugen, indem man die Definition von Vergewaltigung beliebig ausweitet, egal ob es sich um harmlose Belanglosigkeiten handelt, oder das, wofür es früher den schöneren, und in den meisten Fällen zutreffenderen Begriff „Vergewohltätigung“ gab.

Mit der Einführung der Strafbarkeit von „Vergewaltigung in der Ehe“ wurde staatlicherseits die Ehe abgewertet. Grundsätzlich geht es Außenstehende nämlich überhaupt nichts an, was Ehepartner im Rahmen ihrer Ehe miteinander treiben.
Die Eheschließung kann man in sexueller Hinsicht als (weitgefassten) Konsens betrachten. Dieser Konsens ist damit in Frage gestellt, und seine Bewertung Dritten überlassen.

Übrigens war auch vorher das Ehebett kein rechtsfreier Raum. Selbstverständlich war z.B. Körperverletzung schon vor 1997 strafbar, und auch der Tatbestand der sexuellen Nötigung war innerhalb einer Ehe anwendbar.
Es ist also nicht so, dass unerwünschte sexuelle Handlungen vorher nicht hätten bestraft werden können. Das Strafmaß war lediglich geringer.
Und da frage ich mich schon, was das für eine Ehe ist, in der man den Ehepartner möglichst lange hinter Gitter bringen möchte.
Wer dauerhaft den sexuellen Wünschen des Partners nicht nachkommen möchte, und deshalb ein Problem hat, sollte besser eine Trennung erwägen.

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Über breakpoint AKA Anne Nühm

Die Programmierschlampe.
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90 Antworten zu Vor 20 Jahren: Der Staat dringt ein in unsere Betten

  1. Imion schreibt:

    „Und da frage ich mich schon, was das für eine Ehe ist, in der man den Ehepartner möglichst lange hinter Gitter bringen möchte.“
    eine, in der der Mann für alles Zahlen muss. Deshalb ist ja auch die Versorgerehe bei Frauen so beliebt, deshalb gibt es den Feminismus, damit alle Männer alle Frauen durchfüttern.
    Dabei ist Sex die wichtigste Ressource der Frau. Denn hier muss sie weder Arbeiten noch Leistung bringen. Die Gesetzeslage soll dafür sorgen, das Männer möglichst viel an die Frau bezahlen, ansonsten droht Haft.

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    • Plietsche Jung schreibt:

      Schick doch deine Frau zur Arbeit, dann kann der Mann profitieren.
      Ganz so schwarzweiß ist die Sache dann doch nicht, denn wenn der Versorger nicht bezahlt, zahlt die Gemeinschaft und darauf habe ich keine Lust.

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      • Imion schreibt:

        „Ganz so schwarzweiß ist die Sache dann doch nicht, denn wenn der Versorger nicht bezahlt, zahlt die Gemeinschaft und darauf habe ich keine Lust.“
        Eben, habe ich ja beides beschrieben, und das kann nicht länger hingenommen werden. Es kann nicht sein, das Männer permanent sich den Arsch aufreissen und schuften, während die Frauen sich auf Kosten der Männer durchs Leben schmarotzen und Faul sind. Egal ob es jetzt der Ehemann ist, oder die Männer in der Gesellschaft. Frauen sollen endlich anfangen für sich selbst zu sorgen und Arbeiten zu gehen.

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        • Plietsche Jung schreibt:

          Die Versorgung der Frau ist nicht endlos. Was viel länger dauert, ist der Unterhalt für Kinder und das ist legitim.

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          • Imion schreibt:

            @pietsche
            „Die Versorgung der Frau ist nicht endlos. Was viel länger dauert, ist der Unterhalt für Kinder und das ist legitim.“
            Nein, du must der Frau ein Leben lang unterhalt zahlen, selbst wenn du Rentner bist, kann dir dies Passieren. Bei den Kindern ist mit 18 Schluss. Und es wäre legitim, wenn man die Frau auch mal dazu veranlassen würde, a) Geld zu verdienen und b) das Sorgerecht ohne wenn und aber zu 50% Prozent zu teilen, was hierzulande aber nicht der Fall ist. Hierzulande ist eine Scheidung für die Frau nur eins: ein wahrer Geldsegen, um nicht mehr Arbeiten zu müssen.

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            • Plietsche Jung schreibt:

              Das ist nicht richtig.

              Gehen wir mal vom klassischen Fall aus: Mann zahlt für Frau, so ist die Frau im nachehelichen Zeitraum selbst verantwortlich für ihren Lebensunterhalt, es sei denn, es gibt schwerwiegende Hinternisse.

              Im Rentenalter ist anteilig ein Betrag an die Ex zu bezahlen, abhängig von Rentenhöhe und Ehejahre.

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              • Imion schreibt:

                @pietsche jung
                Nein, da die Frau sich ja „geopfert“ hat und zuhause den angeblich anstrengendsten job der Welt hat, während sich ihr Ehemann es sich auf der Arbeit gutgehen lässt und die Brötchen nach Hause bringt, ist der Mann selbstverständlich dazu da, auch nach der Ehe noch für die Frau zu sorgen.
                Das gilt auch, wenn die Frau einem Halbtagshobby in der Ehe nachgegangen ist. Sollte dann die Frau auch im Rentenalter und den Sozialhilfesatz kommen, dann muss auch hier der Ehemann ran.

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                • Imion schreibt:

                  @pietsche jung
                  Du siehst also, die Frau hat ab dem zeitpunkt der Ehe absolut ausgesorgt, und kann sich gemütlich auf kosten des Mannes durchs Leben schmarotzen ohne noch etwas zu leisten.

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      • Yeph schreibt:

        Schick doch deine Frau zur Arbeit

        Ja, das habe ich kürzlich im Fernsehen gesehen, als nach dem 2ten Weltkrieg nicht genug Männer da waren umd das Wirtschaftswunder anzukurbeln, fand man schnell Lockmittel um die Frauen trotzdem zur Arbeit zu bewegen. Schon damals waren sie das bevorzugte Geschlecht wegen weit besserer Arbeitsbedingungen.

        Die Trümmerfaruen -> ein Märchen http://www.sueddeutsche.de/politik/deutschland-nach-dem-zweiten-weltkrieg-wie-sozialistische-kampagnen-den-truemmerfrauen-mythos-praegten-1.2250207

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        • Plietsche Jung schreibt:

          Das Thema ist hier ein anderes, nämlich dass der Besserverdienende an den Wenigerverdienenden für einen gewissen Zeitraum ausgleichen muss.

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          • Yeph schreibt:

            Das Thema ist hier ein anderes

            Dann setz das mal in deine Gleichung ein. Die Wirklichkeit ist leider so schwarzweiß.

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          • Imion schreibt:

            @pietsche
            „Das Thema ist hier ein anderes, nämlich dass der Besserverdienende an den Wenigerverdienenden für einen gewissen Zeitraum ausgleichen muss.“
            Es passt aber hinein, weil frauen hier wieder bessergestellt wurden, bis heute hält das ja an. Desweiteren ist auch nicht das Thema, das der Besserverdienende etwas abgibt, sondern das Frauen gezielt nur die lockeren jobs machen, weil sie faul sind, das sie gezielt sich Männer nach dem Gehalt suchen, um sich durchzuschmarotzen, das sie gezielt Sex zur Ware degradiert haben um Permanent als Parasit auf Kosten der Männer zu leben, das sie permanent Frauenförderung verlangen, um nichts aber auch gar nichts leisten zu müssen.

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            • Plietsche Jung schreibt:

              Ja, mag sein, dass es solche Frauen gibt. Ich kenne so etwas vorwiegend aus den USA, wo ein „Catch“ gesucht wird und wenn’s nicht mehr passt, ciao.

              Sieh es nicht so verbissen. Niemand muss heute heiraten.

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              • Imion schreibt:

                @pietsche jung
                Ist hier genauso. Warum wohl müssen Frauen überall nichts zahlen? Warum suchen sich Frauen wohl versorger und verlangen für Sex Geld? Und es langt, wenn die Frau ein Kind bekommt, dann ist schluss mit Lustig für den mann, dann is er richtig am Arsch, ehe hin oder her, während für Sie das Paradies beginnt.

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    • In einer intakten Ehe liegt es sicher nicht im Interesse der Frau, ihren Mann möglichst streng bestrafen zu lassen.
      Da ist die Frage cui bono? schon naheliegend.

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      • Yeph schreibt:

        Und das „Verbrechen“ sich dem Mann ohne Sinn und Verstand zu verweigern wurde entfernt. Ich würde da eine einfache Strafe einführen: Mindestens einmal die Woche oder Knast 😉

        So wurde die Ehe zu einem besonders teueren Escortservice.

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      • noamik schreibt:

        In einer intakten Ehe spielt Vergewaltigung keine Rolle. Ich kann hier ernsthaft kein Problem erkennen. Meine Frau und ich sprechen auch im Jahr 2017 noch von Vergewohltätigen.

        Die Grenzen des Anderen zu respektieren sollte auch außerhalb der Ehe eine Selbstverständlichkeit sein. Warum es ein Skandal sein soll diese auch in der Ehe einzuhalten erschließt sich mir nicht.

        Wer Sex ohne Achtsamkeit für seinen Partner braucht soll halt ins Bordell gegen. Sex ist kein Anspruch der aus einer Ehe erwächst. Das Gesetz gibt es, weil es diese Klarstellung ganz offensichtlich brauchte.

        Wenn man, mit einem n, mit seiner Ehe unzufrieden ist, muss man sich halt scheiden lassen.

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        • Yeph schreibt:

          Frauen werden mit solchen Gesetzen immer mehr zu unmündigen Kindern gemacht. Viele Frauen wollen das nicht mehr, weil sie mündig sind. Feministinnen sind heute die grössten Feinde vor allem der Frauen.

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        • Von einem „Skandal“ spricht niemand.
          Aber genauso wenig wie es einen Anspruch auf Sex gibt, gibt es auch keinen Anspruch darauf (oder sollte es zumindest nicht geben), Sex dauerhaft und ohne gewichtige Gründe zu verweigern.
          Selbstverständlich nimmt man in einer Ehe Rücksicht auf z.B. gesundheitliche Einschränkungen des Partners.
          In einer glücklichen Ehe genießt man gerne gemeinsamen Sex. Wer dies einseitig aufkündigen möchte, für den wäre eine Trennung (ohne Unterhaltsansprüche) die fairere Option.

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          • Yeph schreibt:

            Da heute fast alles vertraglich geregelt ist, sollte man m.E. auch die Unterhaltsansprüche vor der Heirat regeln. Aber da dieses Problem hauptsächlich die Männer betrifft ist es gesetzlich inexistent, d.h. die Männer müssen fast immer bezahlen.

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  2. Plietsche Jung schreibt:

    Nun mal halblang.
    In einer normalen Ehe sollte nichts erzwungen und auch nicht mit Strafe erpresst werden. Hier geht es um dicke Augen und Zwang zum GS und diese Täter, egal ob Mann oder Frau, gehören bestraft.

    Und, ich bin mir sicher, dass du nicht bestraft wirst, wenn du des Nächtens an Carstens Piepmatz herumfummelst.

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    • SG schreibt:

      Sehe ich auch so. Auch wenn irgendwo im BGB einen Paragraphen gibt (gab?), der Ehepartner zum Beischlaf verpflichtet, heißt es nicht, dass man darf sobald man will. Und es gibt dahinter auch Beischlafarten, die den einen nicht gefallen mögen. In einer normalen Ehe sind solche Paragraphen nicht notwendig, aber wenn irgendwas schief läuft, muss der Staat den Schwächeren beistehen. Und früher ™ war eben noch „die Watsch’n“ und erzwungener Beischlag „normal“. Somit wurde damit eben ein Hilfsmittel geschaffen, damit der schwächere Ehepartner sich irgendwie wehren konnte. Klar – Missbrauch inbegriffen, aber das ist ein anderes Thema Btw: Hiermit will ich nicht die letzte Gesetzesänderung schön reden…

      P.S. @Anne: Ist dieser Artikel ein Comunitiy-Test?

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      • Imion schreibt:

        „Und früher ™ war eben noch „die Watsch’n“ und erzwungener Beischlag „normal“.“
        Nein, war es nicht. Und der § im BGB ist nur dazu da, um die Zerrüttung der Ehe festzustellen, für die Scheidung. Mehr nicht.

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      • Wenn ich nichts übersehen habe, so ist der wesentliche Unterschied vor 1997 und danach die Höhe des Strafmaßes.
        Solange eine Ehe funktioniert, wird ein höheres Strafmaß nur einen negativen Effekt haben. Funktioniert die Ehe nicht mehr, trennt man sich besser ganz.
        Soabld der Staat eingreifen muss, ist eigentlich schon nichts mehr zu retten.
        Leider wird die Hürde, bei der sich der Staat bemüßigt sieht, sich einzumischen, immer niedriger gelegt – auch wenn beide Ehepartner sich im Grunde genommen einig sind.

        PS: Nur meine persönliche Meinung, die nicht nur den Mainstream reproduziert, und alles toll findet.
        Allerdings gebe ich zu, dass ich durchaus neugierig auf Reaktionen bin.

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        • Yeph schreibt:

          Das Ganze stammt vom Feminismus. Immer wieder wurde behauptet, dass alle Männer nur triebgesteuerte Roboter sind und sie ihre Frau als ein Objekt betrachten. Nächtelang haben wir versucht mit Feministinnen zu diskutieren um ihnen diese Mär auszutreiben. In meinem Bekanntenkreis waren es immer (immer-immer-immer) nur die Frauen die die Macht über Sex hatten, und gerade diese Feministinnen wussten das sehr wohl, denn dumm waren sie wirklich nicht alle, eher überintellektualisiert. Das kann man sich angesichts mancher Nu-Feminists kaum noch vorstellen.

          Ich bin auch der Meinung, dass eine Ehe Sex beinhaltet. Die Frau die es heute nur tut wegen dem Geld oder der „Sicherheit“ benimmt sich wie eine Hure. Früher war man ein Paria wenn man nicht verheiratet war, aber heute?

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    • Imion schreibt:

      @pietsche
      Wie willst du es beweisen?

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    • Es geht darum, dass man jemanden, mit dem man freiwillig eine Ehe geschlossen hat, nicht ins Gefängnis bringt.
      Eventuelle Probleme löst man unter sich, ohne gleich nach dem Staat zu schreien.
      Man prüft vor der Ehe ab, ob man sexuell kompatibel ist, und entscheidet sich dann wohlüberlegt und eigenverantwortlich für die Eheschließung.
      Wenn man Zweifel hat, lässt man die Ehe besser ganz bleiben.

      „Zwang zum GS“ – na mal nicht dramatisieren! Zwang muss ja nicht unbedingt schlimm sein, insbesondere mit einem Partner, für den man sich aus freiem Willen entschieden hat.

      Das nächtliche Rumgekrabbel nimmt Carsten mir nicht übel, gelegentliche Aktionen im Böro dagegen manchmal schon.
      BTW ist die Verniedlichungsform völlig unzutreffend. B-)

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      • Yeph schreibt:

        Darüber denke ich schon sehr lange nach. Würde man das konsequent zu Ende denken, wären die Frauen für ihr Glück selbst verantwortlich. Sie könnten dann nicht einfach später behaupten sie hätten das nicht wissen können. Aber Eigenverantwortung bei Frauen ist immer noch ein No-go. Dann lieber alle Männer hassen. Das ist bequemer.

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      • Jonas schreibt:

        „Es geht darum, dass man jemanden, mit dem man freiwillig eine Ehe geschlossen hat, nicht ins Gefängnis bringt.
        Eventuelle Probleme löst man unter sich, ohne gleich nach dem Staat zu schreien.
        Man prüft vor der Ehe ab, ob man sexuell kompatibel ist, und entscheidet sich dann wohlüberlegt und eigenverantwortlich für die Eheschließung.
        Wenn man Zweifel hat, lässt man die Ehe besser ganz bleiben.“

        DAS soll jetzt die begründung sein dafür, dass man keinen strafbestand der vergew. i d ehe einführen soll?? es hat doch gar nichts damit zu tun, du redest damit doch am thema einfach vorbei. natürlich bringt man jemanden mit dem man eine ehe geschlossen hat ins gefängnis, wenn dieser jemand einem üble gewalt angetan hat. was denn sonst? deine argumetation von wegen ’na sie hätte sich ja vorher scheiden lassen können bevor es passiert‘ ist zwar sicher in vielen fällen zutreffend, hat aber nichts mit der frage der strafbarkeit zu tun. hau das doch nicht alles so unüberlegt durcheinander!

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  3. Peter Müller schreibt:

    Die eigentliche Abwertung der Ehe (eigentlich sogar die Entwertung) gab m.E. es schon Jahre vorher, 1976, als im Scheidungsrecht das Schuldprinzip durch das sogenannte Zerrüttungsprinzip ersetzt wurde.

    Die Streichung des Passus „ausserehelich“ im Vergewaltigungsparagraphen war dagegen eher Symbolpolitik mit der der Gesetzgeber den Männern sehr deutlich gemacht hat, dass eine Ehe keinen Anspruch auf sexuelle Dienstleistung der Ehefrau begründet.

    Tatsächlich begründet eine Ehe nur noch einen (begrenzten) Anspruch auf Unterhalt des wirtschaftlich schwächeren gegenüber des wirtschaftlich stärkeren Ehepartners. Insofern sind Frauen sehr schlau, wenn sie – selber gut verdienend – keinen Habenichts heiraten 😉

    Männer sind da – schwanzgesteuert – etwas doof und genau darauf hat der Gesetzgeber bereits 1976 spekuliert.

    Und darauf spekulieren auch Feministas 1997 bis heute:

    „Aus Sicht der feministischen Rechtswissenschaft sind die Änderung des § 177 StGB
    die Ideologie der rechtsfreien Privatsphäre zu zerstören und diese aus dem Naturzustand, in dem das Recht des Stärkeren gilt, herüberzuholen in den bürgerlichen Zustand, in dem Rechte
    für alle gelten.
    Sexuelle Gewalt sei nicht das persönliche Problem einzelner Menschen, sondern ein
    gesellschaftliches, weshalb die Verfolgung der Vergewaltigung in der Ehe als Offizialdelikt
    zu begrüßen sei.“

    Aus:
    https://www.bundestag.de/blob/407124/6893b73fe226537fa85e9ccce444dc95/wd-7-307-07-pdf-data.pdf

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    • Zu einer zerrütteten Ehe gehören ja immer zwei. Am Scheitern ist nie einer alleine „schuld“.
      Trotzdem hat das Zerrüttungsprinzip sicher nicht dazu beigetragen, sich um die Stabilität der Ehe zu bemühen.
      Insbesondere der wirtschaftlich schwächere Partner (o.B.d.A. die Frau) wird dazu geradezu ermutigt, bei den geringsten Schwierigkeiten nicht weiter an der Ehe festzuhalten, und sich nicht mehr um den Partner zu bemühen.
      Die Verschärfung von 1997 hat dann natürlich noch einen draufgesetzt mit der Message, dass Sex konsequenzenlos abgelehnt werden darf, und der Partner endgültig den Kürzeren zieht.

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      • Jonas schreibt:

        “ mit der Message, dass Sex konsequenzenlos abgelehnt werden darf“

        1. hast du selber schon im artikel gesagt, dass auch vorher schon sex konsequenzenlos abgelehnt werden durfte, da es ja den strafbestand der sexuellen nötigung in der ehe gab.

        2. was macht man mit einem partner, der sich grundlos im bett verweigert? na Anne, kommst du drauf? tipp: du redest selber die ganze zeit davon. richtig: man handelt selbstverantwortlich und TRENNT sich von ihm, anstatt auf papa staat zu fluchen weil er erwungenen sex noch härter bestrafen will.

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        • Zu einer Trennung würde ich nur demjenigen raten, der _keinen_Sex_ will.
          Für den anderen hat die Trennung möglicherweise andere unangenehme Konsequenzen (z.B. Unterhaltsforderungen), und vielleicht möchte er die Ehe trotz fehlendem gemeinsamen Sex fortsetzen.

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      • Peter Müller schreibt:

        „Zu einer zerrütteten Ehe gehören ja immer zwei. Am Scheitern ist nie einer alleine „schuld“.

        Schuld sollte man in dem Bereich m.E. eh nicht als moralische Kategorie sehen, sondern rein zivilrechtlich mit Hinblick auf Ausgleich verhaltensbedinger monetärer Schäden.

        Das Zerrüttungsprinzip folgt dann zwar insofern konsequenter der Lebenswirklichkeit (bei dem beide es irgendwann satt haben, in Eheform und überhaupt zusammenzuleben) und wäre zivilrechtlich einfach sowas eine fristgemäße Kündigung (Kündigungsfrist: 1 Jahr) eines Vertragsverhältnisses. Es ist aber dann nicht so konsequent, gegenseitige Ansprüche aus dieser fristgemäßen Kündigung auszuschließen.

        Aber man darf nicht vergessen, dass hier mittlerweile sehr viel nachgebessert wurde und auch die laufende Rechtsprechung die „Tributpflicht“ des Mannes an die Frau stark eingeschränkt hat.

        Da gab es in den ersten 15 Jahren nach der Reform noch sehr viel zerschlagenes Porzellan in Form von Frauen, welche ohne Verschulden des Mannes die Scheidung eingereicht haben, aber dennoch nach dem alten Schuldprinzip so entschädigt wurden, so als hätte der Mann die Scheidung verschuldet…

        „Die Verschärfung von 1997 hat dann natürlich noch einen draufgesetzt mit der Message, dass Sex konsequenzenlos abgelehnt werden darf, und der Partner endgültig den Kürzeren zieht.“

        Genau. Auf die Message kam es damals an: Die Ehe begründet keinen Anspruch des Mannes auf sexuelle Dienstleistungen der Frau. Zwar schon vorher nicht, aber durch den Einschluss in den extrem negativ angesehenen Straftatbestand „Vergewaltigung“ wurde dies nochmals ganz klar kommuniziert.

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    • Yeph schreibt:

      nur noch einen (begrenzten) Anspruch auf Unterhalt des wirtschaftlich schwächeren

      Und wenn es ausnahmsweise in 1 von 100.000 Fallen eine Frau trifft landet es gleich mit einem Auschfrei im Fernsehen! 😉

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  4. Jonas schreibt:

    interessantes thema aber ich habe die argumentation überhaupt nicht verstanden: meinst du jetzt dass es keinen strafbestand der vergewaltigung in der ehe geben soll weil wegen is ja privat..?

    „Übrigens war auch vorher war Ehebett kein rechtsfreier Raum. Selbstverständlich war z.B. Körperverletzung schon vor 1997 strafbar, und auch der Tatbestand der sexuellen Nötigung war innerhalb einer Ehe anwendbar.“

    ja, aber es gab halt keinen vergewaltigungs-paragraphen für die ehe und dann gabs 1997 halt einen. damit wurde zwar „vergewaltigung“ rechtlich neu definiert, aber inwiefern soll das jetzt „ein massiver Einschnitt, mit dem es dem Staat gelang, sich in das Privatleben bis dahin gesetzestreuer Bürger zu mischen, und diese zu kriminalisieren.“ gewesen sein? wo doch, wie du ja selbst sagst, solche taten ja auch schon vorher kriminell (nur unter anderem namen) waren?

    was ist eine vergewohltätigung? und was hat sie mit echten gewaltakten zu tun?

    und was sollen die letzten beiden sätze des artikels sagen bzw. in welchem zusammenhang stehen sie zum vorherigen argumentationsstrang?

    ich glaube dem artikel liegt ein guter gedanke zugrunde und daher ein gut und ernst gemeinter rat: alles überdenken, logisch ausformulieren und den artikel neu schreiben.

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    • Nur ganz kurz – mir wird die Zeit zu knapp, für eine Reformulierung (der Text soll nur eine Diskussionsgrundlage sein, ohne weitergehenden oder gar journalistischen Anspruch) erst recht:

      Die Änderung hatte de facto zur Folge, dass unerwünschte sexuelle Handlungen in der Ehe strenger bestraft wurden als vorher – i.A. mit einer Freiheitsstrafe.
      Welchen Vorteil hat das für eine Ehefrau, wenn ihr Mann weggesperrt wird?
      Mag sein, dass ich altmodisch bin, aber ich sehe eine Ehe als Team, in dem man zusammenhält und einander unterstützt.
      Entweder man zieht an einem Strang, oder man trennt sich, wenn es trotz Bemühungen nicht mehr passt. Aber man zeigt seinen Partner nicht an. Das wäre Ausdruck äußerster Illoyalität.

      Sh. auch meine anderen Kommentarantworten.

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      • Jonas schreibt:

        ok, dann ist es ist wohl doch einfach nur stuss wie ich schon befürchtet hatte. „Welchen Vorteil hat das für eine Ehefrau, wenn ihr Mann weggesperrt wird?“ na welchen wohl. den selben den auch eine fremde frau hat die vergewaltigt wurde und deren peiniger danach verurteilt wird.

        „Mag sein, dass ich altmodisch bin, aber ich sehe eine Ehe als Team, in dem man zusammenhält und einander unterstützt.“
        .. und daher übelste gewaltverbrechen die man sich gegenseitig antut als halb so schlimm abtut? da steckt keine logik hinter!

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    • Yeph schreibt:

      alles überdenken, logisch ausformulieren und den artikel neu schreiben.

      Einfacher: Noch einmal lessen und verstehen, oder eben nicht.

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  5. luisman schreibt:

    Es empfiehlt sich den Staat nicht als gottgleiches unpersoenliches Wesen zu sehen, sondern zu personalisieren. Der Staat sind dann z.B. 80 Millionen andere Menschen, oder, um es weiter zu individualisieren, Dein Nachbar. Die Frage ist dann eben, ob man will, dass der Nachbar darueber bestimmt, was man in den eigenen 4 Waenden machen darf und was nicht, auch wenn er in keinster Weise davon betroffen ist.

    Die Sozialisten idealisieren den Nachbarn, bei denen ist der immer der gute Mensch, der irgendwie das selbe will wie ich. Wenn er das nicht will, soll er gefaelligst ins Arbeitslager oder so.

    Als selbstdenkendes Individuum will man nicht auf Basis der Gehirnfuerze eines zufaelligerweise guten oder boesen Nachbarn zu etwas gezwungen werden, der in seiner Aggregation dann der Staat wird. Man will sein eigenes Leben leben, ohne von der Willkuer des Nachbarn (Staats) abhaengig zu sein. Deshalb hat man in nicht-totalitaeren Systemen Abwehrrechte gegen den Staat in z.B. einer Verfassung nieder geschrieben. Wenn diese Anwehrrechte ausgehoelt werden, ist man eben auf dem Weg in den totalitaeren Staat.

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  6. Yeph schreibt:

    Über Genderama heute morgen:

    Für den Deutschlandfunk hat Sarah Zerback Schwedens Gleichstellungsministerin Åsa Regnér auch zum Thema „häusliche Gewalt gegen Männer“ interviewt:

    Aber unser Gesellschaftsproblem in Schweden ist Gewalt von Männern gegen Frauen, um Frauen zu kontrollieren.

    Ich weiss nicht ob ich lachen oder weinen soll …. Wieher … aber immerhin:

    CQFD

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  7. Miria schreibt:

    Hallo Anne,

    ich glaube, du hast bei deiner Auffassung einen Denkfehler: Du gehst davon aus, dass eine Ehe immer aus zwei sich liebenden Personen besteht, die gerne miteinander Sex haben.
    Unter der Prämisse wäre ich ebenfalls der Meinung, Vergewaltigung in der Ehe gibt es eigentlich nicht. Aber nicht jede Ehe ist glücklich. Zu Beginn, wenn zwei Menschen heiraten vermutlich schon, aber zwanzig Jahre später evtl. nicht mehr. Und dann sollte niemand den anderen zum Sex zwingen dürfen, ohne dafür entsprechende Strafen fürchten zu müssen.

    Etwas genauer habe ich meine Gedanken auf meinem Blog ausformuliert:

    http://nur-miria.blogspot.it/2017/05/177-seit-20-jahren-ist-jeder.html

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    • Eine Ehe sollte man nur nach reiflicher Überlegung eingehen, und nur mit einem Partner, bei dem man davon ausgehen kann, dass man es dauerhaft mit ihm aushält.
      Dann stellt sich das ganze Problem nicht.

      Falls man nach einiger Zeit merkt, dass man doch die falsche Entscheidung getroffen hatte, sollte man einen sauberen Schnitt machen und sich trennen.
      Den Partner dann jahrelang hinzuhalten, und zu erwarten dass nur er immer seine Wünsche und Bedürfnisse zurückstellt, ist doch auch kein partnerschaftliches und faires Verhalten.

      Eine Strafbarkeit wegen sexueller Nötigung oder Körperverletzung war auch innerhalb einer Ehe vor 1997 gegeben. IMHO reichte dies vollkommen aus, um eventuelle Gewalttätigkeiten in der Ehe angemessen zu bestrafen.
      Meines Erachtens liegt eine möglichst hohe Strafe auch gar nicht im Interesse der Betroffenen (ein Gefängnisinsasse wird z.B. kaum Unterhaltsverpflichtungen nachkommen können). Ihnen ist mehr geholfen, wenn Misshandlungen aufhören. Auch dafür ist eine Trennung sinnvoller.

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      • Miria schreibt:

        @Anne:

        Das, was du beschreibst ist das Idealbild einer Ehe – und ich würde eine solche auch nur unter den von dir genannten Vorrausetzungen eingehen. Dennoch weiß ich, dass die Realität bei vielen eben anders aussieht.
        Und Gesetze müssen sich an der Realität orientieren und nicht am Ideal 😉

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        • Imion schreibt:

          @miria
          Stimmt, die Realität sieht so aus, das Frauen Falschanzeigen vor Gericht machen wollten, um so schneller die Scheidung und das Sorgerecht zu bekommen, um a) die Kinder nach ihrem Gutdünken zu erziehen und b) möglichst viel an Unterhalt zu bekommen um nichts mehr Arbeiten zu müssen.

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        • @Miria
          Was ist deiner Meinung nach in der Realität nach 1997 besser geworden?
          Ist es eine wirkliche Lösung für eine unglückliche Ehe, den Mann hinter Gitter zu bringen?

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    • Yeph schreibt:

      Zu Beginn, wenn zwei Menschen heiraten vermutlich schon, aber zwanzig Jahre später evtl. nicht mehr. Und dann sollte niemand den anderen zum Sex zwingen dürfen

      Die Welt ware imho einfacher wenn jeder das dürfte. 😉

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      • Es sollte genauso wenig niemand den anderen zu Sexabstinenz zwingen dürfen.

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        • Miria schreibt:

          @Anne: Das darf ja auch niemand. Niemand kann jemand anderes vorschreiben keinen Sex zu haben, aber er darf untersagen, keinen Sex mit ihm zu haben – das ist etwas anderes als Sexabstinenz 😉

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          • @Miria
            Und wie soll das in der Praxis aussehen?
            Glaubst du, es gibt viele Ehefrauen, die zu ihrem Mann sagen: „Mit mir gibt’s zwar keinen Sex mehr, aber du darfst dir eine Geliebte suchen oder regelmäßig ins Bordell.“

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            • Yeph schreibt:

              Gäbe es nicht das bewusste Täuschen, wäre ich ja mit allem einverstanden. Wenn jemand seinen Partner vor der Ehe täuscht um ihn kurz nach dem Ja-Wort anbblitzen zu lassen, sollte m.E. kein Recht auf irgend etwas haben.

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            • Miria schreibt:

              @Anne: Es ging hier um gesetzliche Regelungen nicht mehr und nicht weniger.
              Und es existiert faktisch keine gesetzliche Regelung, die Sex mit einer anderen oder im Bordell verbietet, sollte die Frau diesen nicht mehr bieten.

              Es ist also nicht möglich, jemanden zur Sexualabstinenz zu zwingen 😉

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              • De jure besteht kein direkter Zwang, da außerehelicher Sex nicht unter Strafe steht.
                Praktisch existiert allerdings (in den allermeisten Ehen) ein enormer Druck, nicht fremdzugehen.
                Wenn – völlig gesetzeskonform – o.B.d.A. die Frau Sex ablehnt, bleiben dem Mann keine akzeptablen Optionen.

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                • Miria schreibt:

                  @Anne:
                  „Praktisch existiert allerdings (in den allermeisten Ehen) ein enormer Druck, nicht fremdzugehen.“

                  Aber besteht nicht genauso ein Druck, miteinander Sex haben zu müssen? Ich denke, dass sind zwei Dinge, die sich irgendwie auch bedingen.

                  Und warum bleiben dem Mann keine anderen Möglichkeiten? Wie du einerseits einer Frau dazu rätst sich zu trennen, wenn keine Interesse mehr an Sex mit dem Partner besteht, warum hier nicht?

                  Statt die Frau zu betrügen, könnte der Mann auch immer noch sich trennen, wenn er Sex als so wichtig erachtet.

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                  • Aber besteht nicht genauso ein Druck, miteinander Sex haben zu müssen?

                    Inwiefern ist das „Druck“? Normalerweise wollen beide das ja gerne. Problematisch wird es, sobald einer dies einseitig aufkündigt.

                    Der Mann hat zwar die Möglichkeit, sich zu trennen. Bloß bezahlt er das mit – teils enormen – Unterhaltsverpflichtungen, und das obwohl ihm eigentlich nichts vorzuwerfen ist.
                    Er muss abwägen, was das geringste Übel ist.

                    IANAL, aber meines Wissens verlor eine Frau vor 1976 ihre Unterhaltsansprüche nach einer Scheidung, wenn sie keinen Sex mehr ausüben wollte.

                    Und manche Männer suchen sich ihre Befriedigung eben dann doch (meist heimlich, um ihre Frau nicht zu verletzen) anderswo, weil ihnen auch ohne Sex noch viel an ihrer Frau liegt.

                    Zu dieser Thematik habe ich noch ein paar andere Blogeinträge:
                    https://breakpt.wordpress.com/2016/05/11/zwoelfhundertfuenfundfuenfzig/
                    https://breakpt.wordpress.com/2016/07/14/dreizehnhundertsechs/

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                  • Miria schreibt:

                    @Anne:
                    „Inwiefern ist das „Druck“? Normalerweise wollen beide das ja gerne. Problematisch wird es, sobald einer dies einseitig aufkündigt.“

                    Ist genau das Gleiche bei der Treue: Normalerweise wollen das ja beide gerne 😉

                    „Und manche Männer suchen sich ihre Befriedigung eben dann doch (meist heimlich, um ihre Frau nicht zu verletzen) anderswo, weil ihnen auch ohne Sex noch viel an ihrer Frau liegt.“

                    Ich muss sagen, dass ich diese Argumentation nicht nachvollziehen kann: Ein Freund von mir betrügt ständig seine Frau und schon oft war sie so weit, dass sie sich deswegen hat scheiden lassen wollen – letztendlich aber doch geblieben ist.
                    Er wird ihr nie treu sein, ich kenn ihn in der Hinsicht gut, aber irgendwie mag er sie anscheinend doch. Und statt in diesem Punkt ehrlich zu sein, belügt er sie weiter und sagt, er wäre jetzt treu – obwohl er genau weiß, dass das nicht stimmt.
                    Ich habe ihm so oft gesagt, er solle mit ihr doch über eine offene Beziehung reden, aber sein Argument dagegen ist jedesmal, dass er sie damit verletzen würde.

                    Als wenn es die Frau nicht viel mehr verletzt belogen und betrogen zu werden. Schon oft hatte ich sie weinend und verzweifelt am Telefon, weil der Herr wieder mit irgendwelchen anderen Frauen geschlafen hat und jetzt wieder irgendwo unterwegs ist… Das verletzt viel mehr als Ehrlichkeit, darüber sollten Männer sich mal klar werden!

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                  • Dein Freund macht es eben nicht heimlich, zumindest nicht diskret genug.
                    Inzwischen ist seine Frau wohl auch schon misstrauisch geworden.

                    Ich würde in dem Fall wohl das Nicht-Wissen vorziehen. https://breakpt.wordpress.com/2016/10/25/dreizehnhundertdreiundachtzig/

                    Was mir bei deiner Beschreibung nicht klar geworden ist, und was eigentlich der wesentliche Punkt ist, ob dein Freund und seine Frau noch gemeinsam Sex haben.

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                  • Miria schreibt:

                    @Anne:
                    „Dein Freund macht es eben nicht heimlich, zumindest nicht diskret genug.
                    Inzwischen ist seine Frau wohl auch schon misstrauisch geworden.“

                    Ja, inzwischen ist sie sehr misstrauisch und denkt fast jedes Mal, wenn er sich mit Freunden trifft, dass er sie betrügt….
                    Dass sie das erste Mal davon erfahren hat, war Zufall: Sie hat bei ihm im Handy entsprechende Unterhaltungen gelesen´. Er hatte ihr erlaubt, das Handy zu nutzen, da mit ihrem irgendwas nicht in Ordnung war und da kam dann zufällig eine eindeutige Nachricht, woraufhin sie dann etwas mehr spioniert hat.
                    Und inzwischen hat er es ja auch schon mehrfach zugegeben, aber eben immer damit, dass er das nicht mehr macht (obwohl er genau weiß, doch).

                    „Was mir bei deiner Beschreibung nicht klar geworden ist, und was eigentlich der wesentliche Punkt ist, ob dein Freund und seine Frau noch gemeinsam Sex haben.“

                    Ja, sie haben gemeinsam Sex, aber er hätte gerne wesentlich mehr (und wohl auch etwas härteren) Sex als sie.

                    „Ich würde in dem Fall wohl das Nicht-Wissen vorziehen.“

                    Ich nicht, denn die Gefahr besteht immer, dass es dann doch irgendwann durch Zufall rauskommt. Ich würde definitiv Ehrlichkeit vorziehen. Ich könnte mit einer offenen Beziehung besser leben als mit einem Partner, der mich belügt und betrügt.

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                  • Das ist eine doofe, verfahrene Situation.
                    Letztendlich lässt sich wohl nicht sicher verhindern, dass sich sexuelle Bedürfnisse auseinanderentwickeln.
                    Ich wünsche deinen Freunden, dass sie ihre Beziehung in Griff bekommen, so dass es für beide wieder eine befriedigende und vertrauensvolle Partnerschaft wird.

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              • Imion schreibt:

                @Miria
                Jo, das die Männer dann doppelt für Sex zahlen müssen, an ihre Ehehure und die Nutte, kommt dir ja zu gute.

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  8. gripseljagd schreibt:

    Also mal nicht so eine ganz große Welle. Das Gesetz gilt ja für Beide. Auch wenn eine Frau am Mann rumzerrt kann er sie anzeigen. Wenn gar nichts mehr läuft, kann man sich trennen. Nur wer das klassische Rollenbild lebt, Frau putzt und Mann geht arbeiten haat dieses Unterhaltsproblem. Das ist aber vorrübergehend. Denn es ist dem Partner ja zuzumuten eine Arbeit aufzunehmen. Das ist auch gesetzlich so angepasst worden. Der Unterhalt für gemeinsame Kinder bleibt natürlich. Außerdem hat doch auch der Partner kein Interesse den anderen wegen Vergewaltigung in den Knast zu schicken, dann bekommt er auch keinen Unterhalt mehr, ist also keine Lösung um den anderen auszunehmen. Führt doch Protokoll 😉 20 Jahre beim Sex 5 mal die Woche auf den Hintern gehauen, da kann sich keiner dann rausreden, dass das 5000ste „tue das nicht“ plötzlich auch so gemeint war.

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    • Imion schreibt:

      @gripseljagd
      „Das Thema ist hier ein anderes, nämlich dass der Besserverdienende an den Wenigerverdienenden für einen gewissen Zeitraum ausgleichen muss.“
      Nein, leider nicht, das wurde ganz schnell wieder zurückgerudert. Noch immer ist der Mann der Zahlesel für die Frau. Auch gesamtgesellschaftlich, allein bei den Sozialversicherung müssen Männer die Frauen mit 90 Milliarden Euro unterstützen. Daher kommen auch die Forderungen nach mehr Gehalt für Frauen, aka die 24% Lohnlüge. hier geht es nur darum, das Frauen Halbtags arbeiten können, aber wie eine Vollzeitstelle bezahlt werden, natürlich querfinanziert von Männern, wie sollte es anders sein.
      Nein, Frauen leben immer allein auf Kosten der Männer, ohne auch nur das geringste zu leisten. Im gegenteil, überall wo es mehr als 50% frauen gibt, wird dieser Zweig konsequent von Frauen Zerstört, siehe unser Bildungssystem.

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      • gripseljagd schreibt:

        Es ist doch gerechtfertigt, dass wenn man über jahre eine Ehe geführt hat, bei Trennung z.B. Rentenanteile gleichmäßig aufgeteilt werden. Das würde doch auch ein Mann bekommen, wenn er den Haushalt geschmissen hätte und die Frau wäre arbeiten gegangen. Wem das nicht passt, der soll eben nicht heiraten. Dieses Gejammer über die Benachteiligung der Männer bei Scheidung, kommt oft von den selben Leuten, die gegen die Homoehe sind. Die wollen wohl die Homosexuellen vor dieser benachteiligung schützen 😉

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        • Carnofis schreibt:

          „Es ist doch gerechtfertigt, dass wenn man über jahre eine Ehe geführt hat, …“

          Wenn es eine Konstellation auf Gegenseitigkeit war, stimm ich Dir zu.
          Wenn aber – und das ist seeehr oft der Fall – die Frau einseitig entscheidet, ihre Stundenleistung herunterzufahren, oder den Job ganz an den Nagel zu hängen, dann ist das streng genommen Vertragsbruch im laufenden Prozess (Ehe).
          Und der Mann könnte sich noch nicht mal dagegen wehren. Ich hatte schon mal folgendes Szenario auf AllesEvolution durchgespielt:

          Mann reicht Scheidung ein,
          Richter fragt nach Grund,
          Mann sagt: „Ich liebe meine Frau immer noch, aber ich möchte für den Fall, dass sich das irgendwann mal ändern sollte, nicht durch mein jetziges Stillhalten konkludent mein Einverständnis signalisiert haben.“

          Tatbestand der Zerrüttung ist nicht gegeben, also wird die Ehe nicht geschieden.

          Ich bin dafür, dass eine Ehe keine nachehelichen Ansprüche generieren kann, wenn dies nicht ausdrücklich vor der Eheschließung vereinbart wurde.
          Heute ist es genau anders herum. Heute wird immer angenommen, dass der Mann mit der Entscheidung der Frau, sich aus dem Berufsleben zurückzuziehen, einverstanden ist und deshalb auch zahlen muss.
          Übrigens wiegt die Hausarbeit nicht annähernd den Einsatz im Beruf auf. In der heutigen Konstellation machen Hausfrauen den Riesenschnitt.

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          • Das vorherige Vereinbaren hat halt seine Grenzen.
            Woher will man vorher wissen, wie zehn Jahre später die Situation ist, wie das Einkommen verteilt ist, wie Kinderbetreuung geregelt ist?
            Solche Vereinbarungen müsste man fortlaufend immer wieder an die aktuellen Gegebenheiten anpassen, und schriftlich dokumentieren.

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            • Carnofis schreibt:

              „Woher will man vorher wissen, wie zehn Jahre später die Situation ist, wie das Einkommen verteilt ist, wie Kinderbetreuung geregelt ist?“

              Man geht in das Abenteuer Ehe mit bestimmten Erwartungen und einem bestimmten Hintergrundwissen.
              Heute lautet dieses Hintergrundwissen: „Wenn du als Frau keinen Bock mehr hast, dich am Familieneinkommen zu beteiligen, dann darfst du das und wir stellen das sicher.

              Was spricht dagegen, die Startbedingungen dahingehend zu ändern, dass das besagte Hintergrundwissen lautet: „Wenn du als Frau keinen Bock mehr hast, dich am Familieneinkommen zu beteiligen, dann ist das dein Risiko, das du nicht auf deinen Ehemann abwälzen darfst.“?
              Im Übrigen steht es jedem Ehepaar frei, abweichend vom gesetzlichen Stand eigene Vereinbarungen zu treffen, was auch nachehelichen Unterhalt mit einschlösse.
              Die derzeitige Regelung ist für eine Frau nur dann riskant, wenn ihr Mann ein geringes Einkommen hat, sie ein höheres, als er, oder er in der Ehe stirbt.

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              • Meines Wissens lässt sich ein Unterhaltsausschluss in einem Ehevertrag nicht rechtswirksam vereinbaren.

                Es gibt durchaus noch mehr Situationen, die zwar denkbar sind, sich aber nicht unbedingt voraussehen lassen – beispielsweise Arbeitslosigkeit des Hauptverdieners.

                „Wenn du als Frau keinen Bock mehr hast, dich am Familieneinkommen zu beteiligen, dann ist das dein Risiko, das du nicht auf deinen Ehemann abwälzen darfst.“

                Ich stimme völlig mit dir überein, dass diese Einstellung sich allgemein etablieren und auch gesetzlich unterstützt werden sollte.

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                • Carnofis schreibt:

                  „Meines Wissens lässt sich ein Unterhaltsausschluss in einem Ehevertrag nicht rechtswirksam vereinbaren.“

                  Doch, schon. Ich will mal gehässig sagen, er ist rechtswirksam, wenn der Mann unterhaltsberechtigt wäre.

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        • Imion schreibt:

          @gripseljagd
          Nein, denn der Mann hat zu keinem zeitpunkt eine Chance seine Interessen durchzusetzen, da die Gerichte immer auf seiten der Frauen sind. Daher, nein, keinen Unterhalt mehr an Frauen, das Wechselmodell einführen, Frauen müssen selbständig für sich sorgen, immer und überall, so wie Männer das müssen, also keine Frauenförderung, keine ladies nights, nichts mehr mit durchschmarotzen auf kosten der Männer.

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          • gripseljagd schreibt:

            Du scheinst mir einfach nur verbittert, das ist nur noch subjektiv.

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            • Imion schreibt:

              @gripseljagd
              Nenn mir doch bitte nur einen einzigen guten Grund, warum es einer Frau ermöglicht werden soll, weiterhin auf Kosten der Männer zu leben? Was ist so schlimm daran, wenn Frauen endlich mal für sich und andere Verantwortung übernehmen sollen und Frauen endlich mal für sich selbst und die Familie sorgen sollen, so wie der Mann das seit Jahrzenten tut?

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            • Imion schreibt:

              @gripseljagd
              Und, was ist daran verbittert zu forden, das Frauen sich endlich enzipieren und was daran subjektiv?

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    • Außerdem hat doch auch der Partner kein Interesse den anderen wegen Vergewaltigung in den Knast zu schicken,

      Genau das ist doch der springende Punkt.
      Normalerweise sollte dieses Interesse nicht bestehen. Wenn doch, dann ist die Ehe schon so verkorkst, dass man sie besser schon vorher beendet hätte.

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  9. RabeZuGast schreibt:

    wow, in deiner Welt würde ich auch mal gerne leben. Sie scheint sehr einfach und schön zu sein

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  10. Pingback: Nachtrag zu „Der Staat dringt ein in unsere Betten“* | ☨auschfrei

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