Artikel auf @zeitonline: „Lachen als Geste der Demütigung“

Die Zeit veröffentlicht derzeit etliche Artikel zum Themenfeld Sexismus, so auch einen, der mit „Lachen als Geste der Demütigung“ betitelt ist.
Neuerdings scheint Lachen ein Dorn im feminstischen Auge zu sein. Oder auch schon länger, nur dass es mir nicht so aufgefallen ist. Ich hatte kürzlich erst einen Eintrag zum Lächeln verfasst.

Der genannte Zeit-Artikel behauptet:

Der Erfolg und das Selbstbewusstsein der Frauen macht vielen Männern Angst. Sie reagieren mit Abwertung: Sexistische Zoten und das Gelächter darüber sind ihr Kampfmittel.

Die Autorin führt weiter für das Lachen als Reaktion auf einen sexistischen Witz oder eine Zote aus:

Dieses Lachen ist in Wahrheit eine Geste der Demütigung und Unterwerfung, ein Versuch der Vertreibung, der in letzter Konsequenz sagen will: Eine Frau gehört hier nicht her, eine Frau gehört nicht dazu.
Ich glaube keinem Mann, der behauptet, die Aggression so eines Lachens nicht zu bemerken. Sexismus im Büro ist eine alltägliche und ziemlich eingeübte männliche Kommunikationsform, die den Zweck hat, die eigene Macht zu sichern. Frauen, zumal wenn sie selbstbewusst auftreten, stören nämlich in den Augen vieler Männer den normalen Betriebslauf, sie verändern die Routinen, die Rituale, die Übereinkünfte. Sie mischen sich ein. Noch dazu mit einer oft anderen Art zu sprechen, zu denken, zu Entscheidungen zu gelangen. Und sie könnten besser sein als man selbst. Sie könnten eines Tages der Chef sein.

Diese Behauptungen widersprechen im Wesentlichen meinen eigenen Erfahrungen (um nicht ganz deutlich zu sagen, dass das ein Schmarrn ist).
Die meisten Männer haben keine Probleme, mit Frauen zusammenzuarbeiten, solange sie diese als kompetent und kollegial wahrnehmen.
Sie akzeptieren auch eine Chefin. Allerdings wollen sie verständlicherweise auch keine Quotentussi vor die Nase gesetzt bekommen, deren Qualifikation lediglich auf ihrem Geschlecht beruht.

(Anzügliche) Witze dienen dazu, die Arbeitsatmosphäre aufzulockern, und auch die anwesenden Kolleginnen miteinzubeziehen. Je nach Situation können sie Kompliment und Zeichen der Anerkennung, Bewunderung oder Sympathie sein.
Mitzulachen zeigt an, dass man Humor hat, kleine Vertraulichkeiten nicht gleich übelnimmt, und dazugehört. Witze stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb einer Abteilung oder eines Betriebes. Durch solche erheiternden und vergnüglichen Scherze wird ein freundschaftliches Verhältnis zwischen Kollegen aufgebaut.
Ich lache gerne über solche Späßchen, und mache auch selbst welche. Das nennt man Humor.

Was für ein verqueres Weltbild muss man habe, um gemeinsames Lachen als Unterwerfungsgeste aufzufassen?

Ich habe diese feministische Bevormundung inzwischen so satt. Feministinnen wollen anderen Frauen vorschreiben, worüber sie lachen dürfen, wodurch sie sich belästigt fühlen müssen, was sie anziehen dürfen, .. und und und. So untergraben sie immer mehr das von Natur aus gute Verhältnis zwischen Männern und Frauen, schüren eine konstruierte Gegnerschaft und vergiften so das gesellschaftliche Klima.

Mein Lachen gehört mir, und das teile ich freigiebig dann, wenn ich will. Und nicht nur wenn es die puritanisch-feministische Moral gestattet, die am liebsten eine verbiesterte Einheitsgesichtsmiene vorschreiben würde.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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33 Antworten zu Artikel auf @zeitonline: „Lachen als Geste der Demütigung“

  1. blindfoldedwoman schreibt:

    Mein Sexismus gehört mir!

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  2. Plietsche Jung schreibt:

    Glaubst du, dass das mit Jamaica und mit den Grünen im Bund besser wird ?

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  3. only_me schreibt:

    „Feministinnen wollen anderen Frauen vorschreiben, worüber sie lachen dürfen, wodurch sie sich belästigt fühlen müssen, was sie anziehen dürfen,“

    Das ist, glaube ich, nicht korrekt.

    Feministinnen haben erkannt, wie die Gesellschaft funktioniert und klären andere Frauen auf.

    Dass ihre Erkenntnisse nicht korrekt ist oder andere Frauen andere Schwerpunkte und Einstellungen haben könnten, kommt ihnen nicht in den Sinn.
    „¡Was für MICH richtig ist, ist für ALLE richtig!“

    Deswegen gehen sie auch mit größter Selbstverständlichkeit davon aus, dass Anti-Feminismus = frauenfeindlich ist. Es gibt nichts Positives für (alle) Frauen, das nicht durch Feminismus abgedeckt ist.

    Das ist also kein tyrannisches Vorschreiben, sondern ein liebevolles Erklären.

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  4. cheffe schreibt:

    Komplimente sind sexistisch, Lachen ein Zeichen der Demütigung und Türaufhalten selbstverständlich mikroaggressiv 😦 Mir fehlen die Worte.

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  5. Imion schreibt:

    Es ist, wie schon gesagt, ganz einfach. Frauen unterteilen Männer in wertes und unwertes Leben. Jeder Mann mit Geld ist wertes Leben, Männer ohne Geld untwertes. Frauen wollen also nur auf eine bestimmte Art angesprochen werden (selbst mal Männer anzusprechen scheitert an der Faulheit und Geldgeilheit), nämlich, immer mit der Frage ob der Mann ihr irgendwas bezahlen kann oder gleich Geld rüberwachsen lässt. Darauf läuft es letztendes hinaus.

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    • Das kann in dieser Pauschalität schon alleine deshalb nicht stimmen, weil eine Frau i.d.R. bei einem ihr unbekannten Mann gar nicht weiß, wieviel Geld er hat.

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      • Imion schreibt:

        @anne
        Deshalb möchten Frauen ja auch etwas ausgegeben haben. Dann wird gefragt, nach Job usw.. Es geht relativ schnell, das herauszufinden.

        Hast du schon mal gesehen, das sich Frauen für Männer einsetzen, ihnen helfen? Nein. Woran könnte das wohl liegen? Richtig. In den Augen der Frauen müssen Männer für sich selbst sorgen, denn, wenn sie noch nicht mal das hinbekommen, können sie unter keinen Umständen eine Frau mit durchfüttern. Daher sind diese Männer, kranke, unsichere, nicht selbständige, depressive usw. unwertes Leben für Frauen.

        Frauen sind Egoistisch bis ins Mark. Sie kümmern sich nur um sich selbst. Deshalb ja auch die ganzen Frauenorganisationen und sobald eine Frau in einem Unternehmen etwas zu sagen hat, werden Frauen gefördert oder Sondervergünstigungen für Frauen gemacht. Weil Frauen an sich denken, sie wollen diese Extravergünstigungen, das andere Frauen davon Profitieren ist ein Nebenprodukt. Beispiel ist Karstadt. Unternehmen auf dem absteigenden Ast, eine Frau soll helfen und wird ins Management gehoben. Was ist das einzige was ihr einfällt? Richtig. Sonderveranstaltungen nur für Frauen mit umsonst Sekt und Party, die ein haufen Geld kosten aber nichts bringen, anstatt mal zu überlegen, ihr Produktangebot auf Männer auszuweiten und so den Kundenstamm zu erweiteren.

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        • Dann wird gefragt, nach Job

          Wenn ich nach dem Beruf frage, dann um herauszufinden, ob es ähnliche Interessen gibt.

          Hast du schon mal gesehen, das sich Frauen für Männer einsetzen, ihnen helfen?

          Ja, allerdings.

          sobald eine Frau in einem Unternehmen etwas zu sagen hat, werden Frauen gefördert

          Unzulässige Pauschalierung.

          Imion, ich habe deine einseitig abwertenden, übermäßig pauschalen Äußerungen – insbesondere, wenn sie sich kaum auf das jeweilige Thema beziehen – jetzt lange genug zugelassen.
          Betrachte dies hier als Gelbe Karte. Solltest du dich zukünftig mit solchen Behauptungen nicht zurückhalten, sehe ich mich gezwungen, passende Maßnahmen zu ergreifen.

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          • Imion schreibt:

            @anne
            „Wenn ich nach dem Beruf frage, dann um herauszufinden, ob es ähnliche Interessen gibt.“
            Nicht bei den meisten Frauen.

            „Hast du schon mal gesehen, das sich Frauen für Männer einsetzen, ihnen helfen?“
            Nicht die meisten Frauen

            „Unzulässige Pauschalierung.“
            nein, schau dich in Unternehmen, Gewerkschaften, Parteien, Vereinen usw um. In der Politik machen Frauen nur Frauenpolitik, in Gewerkschaften setzen sie sich nur für Frauen ein (deshalb auch so was wie Ver.di Frauen, obwohl dort mehr Frauen als Männer mitglieder sind) in Vereinen gründen Frauen sofort Frauenuntergruppen. Ganz wie in einem Apartheitsregime. Warum ist das so?

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            • Andreas schreibt:

              Keine Ahnung was dir so passiert ist Imion, aber ich würde mich da mal mit nem Profi drüber unterhalten, das nimmt pathologische Züge an.

              Gefällt 1 Person

            • Imion schreibt:

              @andreas
              Mir ist gar nichts passiert. Ich gehe nur Realistisch an die Gesellschaft ran. Auch du kannst mir gerne einen Bereich nennen, in dem Frauen sich nicht auf kosten der Männer durchs Leben schmarotzen.

              Leider kam hier noch gar nichts.

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