Tweetgirly: „5 Gründe für mehr Frauen in Führungspositionen“

Eigentlich wollte ich so schnell keinen Text von Femädchen mehr besprechen, aber dieser Blogeintrag von Tweetgirly ist so niedlich in seiner naiven Unkenntnis der Gegebenheiten, dass ich nicht widerstehen kann.

Für mich ist dieses Thema, Frauen in Führungspostionen, sehr wichtig. Es gibt so viele Unternehmen in Deutschland und tortzdem sind es überwiegend Männer, die in den höheren Positionen sitzen. Hier sind meine Gründe, warum das dringend geändert werden muss!

Änderungsforderungen sind schon mal ein guter Einstieg. Schauen wir mal, wie die begründet werden.

Grund Nr.1: Unternehmen bekennen sich somit zum Feminismus
Auch wenn es die 30 % Quote gibt, die besagt, dass dieser Anteil von Frauen in den Führungspositionen besetzt werden muss, halten sich viele Unternehmen nicht daran. Dabei ist es doch ein perfektes Pro Argument, wenn die Firma von sich aus sagt: Ja, wir finden Frauen in Führungspositionen gut, weil sie zum Beispiel zielstrebig sind! Gleichzeitig zeigen sie damit auch ihren Einsatz für mehr Feminismus in Deutschland

Warum sollten sich Unternehmen zum Feminismus bekennen? Das ist höchstens für einzelne Unternehmen in bestimmten Branchen sinnvoll, die Feministinnen als Kunden gewinnen wollen, und dies für ihr Marketing nutzen. Für die meisten Unternehmen dagegen bedeutet das keinen Vorteil.
Diese 30%-Quote gilt (zum Glück!) nur für Aufsichtsratpositionen in den größten börsennotierten Unternehmen.
Wenn einzelne Frauen zielstrebig sind, OK, dann mag Zielstrebigkeit ggf. ein Kriterium in konkreten Fällen sein. Allgemein gilt das ganz sicher nicht.

Grund Nr.2: Frauen sorgen für ein besseres Arbeitsklima
Wenn nur Männer in der oberen Etage sitzen würden, wäre es doch langweilig. Ehrlich mal: es wäre doch voll der starke Konkurrenzkampf vorhanden. Nicht, dass Frauen auch zur Konkurrentin werden können, aber es ist bewiesen, dass das Unternehmen effizienter arbeitet, wenn auch Frauen in den Führungspositionen sitzen!

Das halte ich für ein Gerücht. Zickenkriege und Stutenbissigkeit nehmen zu.
In der „oberen Etage“ langweilt man sich nicht so schnell. Da muss man nämlich arbeiten.
Der Beweis, dass Unternehmen mit führenden Frauen grundsätzlich effizienter arbeiten, steht noch aus, und kann IMHO auch nicht allgemein erbracht werden.

Grund Nr.3: Ansporn durch Quote
Da es die Quote gibt, sehen sich immer mehr Frauen in Führungspositionen und sind dankbar für solche Gesetze. Somit sind sie auch bereit, 110% zu geben, was wiederum für das Unternehmen mehr als perfekt ist, denn so steigen sie den Umsatz und helfen der Firma zu mehr Erfolg! Also, her mit den Frauen in den Führungspositionen!

Dankbar für solche diskriminierenden Gesetze? Gesetze, die fähige Frauen mit dem Nimbus der Quotentussi stigmatisieren?
Wer bereit ist, „110% zu geben“, hat nicht die einfachsten Konzepte der Prozentrechnung verstanden. Auf solche Personen kann man ganz sicher verzichten (mal ganz davon abgesehen, dass es nicht „mehr als perfekt“ gibt – „perfekt“ ist schon das nicht weiter steigerbare Optimum).
Außerdem gehören zu geschäftlichem Erfolg etwas mehr als Dankbarkeit und Einsatzbereitschaft.

Grund Nr.4: Vorbild für andere
Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Viele Frauen wollen gerne in die Führungsposition, trauen sich aber nicht, diesen Weg anzutreten. Zu groß ist die Angst, zu versagen. Doch wenn es mehr Frauen in solchen Positionen gibt, dienen sie als Vorbilder und spornen andere an, sich auch zu trauen!

Sorry, aber wer sich „nicht traut“, ist in einer Führungsposition nun wirklich fehl am Platz.
Angebliches Wollen bedeutet noch lange nicht, dass auch das Können vorhanden ist, und letztendlich sollte man sich nicht von Vorbildern abhängig machen.

Grund Nr.5: Selbstbewusst sein steigt enorm!
Wenn ich mir das Ziel gesetzt habe, eine Führungsposition zu bekommen, tue ich alles dafür. Sobald ich dort angelangt bin, wo ich hin wollte, fühle ich mich selbstbewusster und stärker! Guter Grund, mehr Frauen einzustellen. Und ganz neben bei: Wenn sich ein die Mitarbeiter/innen wohlfühlen, dann hat das Unternehmen auch etwas davon!

Na, da soll sie sich mal das Ziel setzen. Habe nur ich den Eindruck, dass sie hier vielleicht Ursache und Wirkung verwechselt?
Ganz davon abgesehen, würde dies entsprechend auch für Männer gelten, ist also kein Argument spezifisch für Frauen.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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13 Antworten zu Tweetgirly: „5 Gründe für mehr Frauen in Führungspositionen“

  1. bpmkuh schreibt:

    Ach die Quotentussi muss nichts können, wenn sie aber etwas kann und sogar ohne Quote diese Postion bekommen hätte, wird sie nicht für voll genommen da sie ja den Job via Quote bekommen hat.
    Als Quote sorgt für eine schlechter Stellung der Person die dank der Quote den Job hat.

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  2. rano64 schreibt:

    Oh mein Gott! Der Aufprall auf die Wirklichkeit wird hart werden, sollte die junge Dame jemals in einem größeren Unternehmen arbeiten.

    „Frauen sorgen für ein besseres Betriebsklima“ Ha, ha, der war gut.
    „Frauen arbeiten effizienter“ ich fall gleich vom Stuhl vor Lachen! (Heißt natürlich nicht, dass Frauen nicht auch sehr effizient arbeiten können)
    „Frauen wollen gerne in Führungspositionen“ Tja, das wollen nur wenige. Als das letzte Mal unsere Abteilungsleiterstelle frei wurde, hat das Management meine Kollegin gefragt. Sowohl von oben (Management) als auch von unten (Kollegen) haben wir mit Engelszungen auf sie eingeredet. sie hätte das bestimmt gekonnt (fachlich wie menschlich) und sie hätte auch die Zeit gehabt (damals Single, keine Kinder), aber sie wollte nicht.

    Man kann auch sagen: Die meisten Frauen sind zu schlau, um sich solche Sch*****Jobs mit 50 – 60 Stunden Woche anzutun. Das überlässt man großzügig dem (angeheirateten) Mann.

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  3. Fiete schreibt:

    Oh je, schon wieder so ein sechszehnjähriges verwöhntes Blag, das mal irgendwo einen Stapel dummfeministischer Hochglanzbroschüren gelesen hat?

    Nicht ein rationales Argument. Der Spruch von der „bewiesenen höheren Effektivität“ ist eine uralte billige Agit-Prop-Lüge, für die bis heute kein Beleg erbracht wurde.
    Und ein Bekennen zum Feminismus als Außendarstellung eines Unternehmens, dürfte sowohl fähige potentielle Mitarbeiter, als auch Kunden eher abschrecken. Zu Recht, wie ich meine schon an obigen Zitaten deutlich ablesen zu können.
    Viel blumiges Blah-Blah, nix substanzielles dahinter …..
    Wer braucht sowas?

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    • GOI schreibt:

      Etwas älter als 16 ist sie schon.
      Sie heißt Lea, ist 19 und lebt als Au-pair un den USA. Die arme muss dort mit 200$ pro Woche auskommen (wohlgemerkt: Taschengeld. Als Au-pair hast du kostenlose Unterkunft und Verpflegung)…

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  4. blindfoldedwoman schreibt:

    19 Jahre. Lasst sie am Leben. Das ist halt die Naivität der Jugend.

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  5. Plietsche Jung schreibt:

    Noch so eine Dummschwätzerin, die die Weisheit mit dem Löffel gefressen hat.
    Bitte Anne, poste nicht so einen naivdummen Erguß. Es ist schlicht unerträglich und auf Dauer nur noch ermüdend. #me, too ist schon überzogen und lästig, aber diese Zitate sind einfach nur blöd und lebensfremd.

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  6. only_me schreibt:

    Es gibt die Theorie (Jung, meine ich), dass die archetypische Aufgabe des Mannes die Beschaffung von Ressourcen ist und jene der Frau die Verteilung.

    In diesem Begriffsrahmen ist diese kleine Feministin erzerzkonservativ in ihrem Beharren auf der urweiblichen Rolle „Lasst uns Positionen gleichmäßig verteilen und am Ende kriegt jeder den gleichen Preis“

    Männer bleiben übrigens dafür zuständig, dass genug Positionen für alle da sind, wetten?

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  7. pwrsabina schreibt:

    Toller Beitrag 😍

    https://pwrsabina.blog

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  8. Imion schreibt:

    Wieder so eine, die keine Kommentare freischaltet, wenn sie nicht ihr Seelchen streichelt. Dabei schrieb ich nur, das ihr Wirtschaftslehrer recht hatte.

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  9. George schreibt:

    „Frauen sorgen für ein besseres Arbeitsklima“.
    Hier ein kleiner Beitrag dazu. Von einer Frau!
    https://clarissasblog.com/2014/05/14/i-dont-want-to-hire-women/

    Gefällt 1 Person

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