Feminist will Sex abschaffen

In einem Spiegel-Interview, das leider nur für Abonnenten verfügbar ist, äußert sich der Autor und Musiker Thomas Meinecke.

SPIEGEL: Was wäre für Sie aus feministischer Sicht die ideale Gesellschaft?
[..]

Meinecke: Dann antworte ich mal, ich habe mich damit in den letzten Jahren viel beschäftigt. Ein Gedankenexperiment: Nehmen wir an, die Penetration der Frau durch den Mann würde aufhören.

SPIEGEL: Klingt ambitioniert.

Meinecke: Ach ja? Gibt es nur Fucker und Fuckee? Dadurch liegt ganz viel im Argen, damit lassen sich Machtverhältnisse und Kriege erklären. Gewalt geht von Männern aus. Mein Traum ist eine gewaltlose Sexualität, die nicht mehr hierarchisch wäre, sondern zärtlich.

Er will also sein persönliches Empfinden auf den Rest der Menschheit übertragen, und propagiert das noch als „ideale Gesellschaft“.
Zärtlicher Sex kann zwar zur Abwechslung mal ganz schön sein, aber doch nicht ausschließlich! Sex hat auch eine wilde, animalische Komponente, zu der auch eine gewisse Aggression gehört.
Wenn er sich selbst auf einen lauwarmen Sexabklatsch beschränken will, so ist das seine Privatsache. Aber die Übertragung auf alle anderen Menschen ist eine Bevormundung, für die ihn niemand legitimiert hat.

Und überhaupt: Sex ohne Penetration? Da fragt man sich unwillkürlich, welches Problem Herr Meinecke hat.
Aber wie könnte nur irgendwer auf die Idee kommen, dass Feminismus sexfeindlich wäre.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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29 Antworten zu Feminist will Sex abschaffen

  1. cheffe schreibt:

    Es sind schon Leute für weniger in die Psychiatrie gekommen.

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    • Angesichts von Äußerungen wie

      Es wäre toll, wenn es einfach gar kein Geschlecht als solches gäbe. Eigentlich sind all die Geschlechtsunterschiede, von denen wir reden, ja sprachliche Verabredungen. Sogar die primären Geschlechtsorgane.

      ist ein fehlender Realitätsbezug wohl nicht bestreitbar.

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      • cheffe schreibt:

        Dass man solchen Typen auch noch ne Plattform bietet. Fehlt nur noch, dass er präventive Kastration für alle Männer ab der Geschlechtsreife fordert.

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      • Carnofis schreibt:

        „… ist ein fehlender Realitätsbezug wohl nicht bestreitbar.“

        Woher weißt Du das, Anne?
        Vielleicht hat er ja an sich heruntergeschaut und ist dann zu dieser Erkenntnis gekommen.

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  2. Plietsche Jung schreibt:

    Ich würde dafür plädieren, die Frau zurück zu entwickeln und auf zellulärer Basis in ein Reagenzglas zu füllen. Hier kann sie sich auf DNA Ebene streicheln und redet nicht so viel Unsinn.

    Die Einweisung in eine psychadrische Klinik klingt verlockend, kostet aber zu viel Geld. Die Kosten-/Nutzenrechnung ist zweifelhaft.

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  3. rotepilleblog schreibt:

    die Vorstellungen von Kampf-Lesben und devoten Männern werden in Spiegel + Zeit ständig als Idealvorstellungen gefeiert.
    Das sind keine „Nachrichtenseiten“ mehr sondern linke Propaganda-Webseiten!

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  4. Sebastian schreibt:

    Ach du meine Güte. Als ob es nicht schon genug Leute gibt, die ein schwieriges Verhältnis zu ihrer natürlichen Sexualität entwickelt haben wegen Aussagen wie dieser… Wo kommen wir denn hin, wenn alle sich beim Sex einen Kopf darum machen, ob sie damit ihrer Liebsten nicht Machtverhältnisse aufzwingen, ihr den Krieg erklären, gewalttätig sind und sie hierarchisch Unterdrücken? Alles Dinge, die man seiner allerliebsten natürlich nicht antun möchte. Also lässt man es lieber, auch wenn die Natur so drängt oder hat zumindest danach ein schlechtes Gewissen? Aber wie passt das zusammen mit dem, dass sie es auch will? Und das beste: Während man sich diese Gedanken macht, ist es schon vorbei und man hat mal wieder nichts gespürt…Warum sagen dann andere Leute, dass Sex so toll sei? Pornos für Kinder verbieten, aber ihnen tagtäglich solche Aussagen an den Kopf zu hauen, das hilft sicher besonders den sensiblen und fürsorglichen Kindern dabei, später zu ihrer Sexualität zu stehen…

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  5. Wenn solche Leute sich der Penetration enthalten, ist das sicher keine schlechte Sache.

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    • Fiete schreibt:

      Das war auch mein Gedanke!
      Wenn der Kerl nur mit der völlig unkontrollierten Brechstange Sex haben kann, tut er mir zwar durchaus leid, aber seine Opfer noch mehr.
      Man sollte ihm ein starkes Opiat verschreiben, dann kann er schön von Zärtlichkeit träumen, ohne dann doch auszurasten und brutal zu werden.
      Oder er spart mal etwas und bucht ein Abo in einem BDSM-Club, so als überwachter Kompromiß.
      Irgendwie liest sich sein Text, als ob der schon seit Jahrzehnten keinen Sex mehr hatte, sowieso noch nie normalen, Pornos in seinem Glaubenssystem verboten sind und er sich noch weniger traut es sich mal selbst zu besorgen.
      Wie auch immer, der ist nicht nur ein Bißchen pervers, der ist vollkommen irre …..

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      • Wenn Sex Machtgefälle, Hierarchie und Unterdrückung bedeutet, mach‘ ich’s wohl irgendwie falsch.

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        • Hattest dann wohl noch nie Sex?

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          • Keinen, bei dem ich mir unterdrückt oder machtlos vorgekommen wäre.

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            • Peter Müller schreibt:

              Ich könnte mir schon vorstellen, dass frau solche Ideen entwickelt wenn

              – sie keinen Spaß am vaginalen Sex hat, nichts oder zuwenig dabei empfindet und es nur widerwillig aus übergeordneten Gesichtspunkten über sich ergehen lässt.

              oder

              – wenn sie durchaus Gefallen daran findet, es geil findet aber diese Empfindung nach aussen tarnen und kaschieren will.

              Warum ein Mann sowas in einem Interview daherplappert, ist allerdings erstmal rätselhaft. Naja, irgendwie erfüllt er allerdings auch wieder das Klischee des schwanzdenkenden Dreibeins, wenn er alle Probleme dieser Welt auf die Rollenverteilung beim Geschlechtsverkehr zurückführt…

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  6. only_me schreibt:

    Ein Schelm, wer „Erektionsstörung“ denkt.

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  7. Peter Müller schreibt:

    Haha, was wohl seine Frau Michaela Melián dazu sagt? Oder hat sie ihm das eventuell eingeflüstert? Möglicherweise mit Hintergedanken? 😉

    Aber spinnen wir das doch mal fort (ungeachtet der völligen Absurdität): Wenn die Penetration als Vehikel zur Konstruktion von machtverhältnissen wegfiele und Männer mit Frauen ausschließlich lesbischen Sex praktizieren würden, wie würde sich das Mann-Frau-Verhältnis dadurch ändern?

    Gar nicht. Es fehlt nämlich eine Randbedingung: Männer müssten die gleiche Motivlagen für Sex bekommen wie sie Frauen haben. Also der autonome Drang zum eigenen Orgasmus müsste entfallen.

    Und was, wenn dies auch gegeben wäre? Dann gäbe es sicher einige nette Freundschaften zwischen Männern und Frauen. Und vielleicht wären dann sogar dereinst der letzte Mann und die letzte Frau auf diesem Planeten miteinander befreundet…

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  8. Sander Aale schreibt:

    Es sollte mehr Mut beweisen und im Drecksbaltt einfach die Schließung all der Dildoverkaufsmöglichkeiten fordern.
    Die Teppichleckerinnen werden’s ihm danken, der Rest der Lesben wird ihm vermutlich Gedanken bescheeren.

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  9. mitm schreibt:

    Ich frage mich,welcher Prozentsatz der Leser den gleichen Eindruck wie ich hat, daß die Leute beim Spiegel bzw. die dort präsentierten Meinungsmacher ziemlich meschugge sind und man nichts mehr ernst nehmen kann, was aus dieser (feministischen) Quelle kommt. Gekauft wird das Blatt anscheinend trotzdem. Rätselhaft.

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  10. luisman schreibt:

    Als Postmoderner hat Meinecke mit der Realitaet eh nix am Hut. Vielleicht sollte man ihn fragen ob er die Geburt seiner Tochter ungeschehen machen will, oder ob er sie mit seiner Frau nur durch „streicheln“ gezeugt hat.
    Wieder so ein Pseudo-Kuenstler (hoert euch mal Z.F.G. bei YouTube an, da wird der Urin sauer), der sich erst im ‚oeffentlich rechtlichen‘ fest- und fettgefressen hat, der weitestgehend ungehoert und ungelesen ist, aber regelmaessig eine Auszeichnung hinterher geworfen bekommt. Da ist sogar der Maxe, der sich am Kiosk gerade ne Bildzeitung und ne Currywurst inhaliert hat, kulturell noch interessanter.

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  11. Pingback: Sex und Macht | ☨auschfrei

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