Kurz notiert – KW 18/2018

1. Frauen in Beruf und Studium

In den aktuellen VDI-Nachrichten sind einige Artikel, die sich mit beruflichen Aspekten von Frauen beschäftigen.

a) Um die Vereinbarung einer hochqualifizierten Berufstätigkeit mit einer Familie geht es in „Unendliche Karrierechancen“.
Was mich bei diesem Text irritiert hat, ist, dass immer nur von der Vereinbarkeit für Frauen die Rede ist. Inwieweit auch Männer gerne die Möglichkeit hätten, ihrer Familie mehr Zeit zu widmen, wird mit keinem Wort erwähnt.

b) Bei „Junge Frauen unter sich“ geht es mal wieder um spezielle Frauenstudiengänge.
Amüsant ist die Stelle, wo man es für bemerkenswert hält, dass der Frauenanteil (nämlich 100%) in einem ausschließlich für Frauen zugänglichen Studiengang so viel größer ist als in einem gemischten Studiengang.

„Bei einer Befragung unserer Studierenden hat sich herausgestellt, dass die Hälfte nicht Informatik studiert hätte, wenn es ausschließlich einen gemischten Studiengang gegeben hätte“

Ich frage mich, was in diesen Studentinnen vorgehen mag, dass die Trennung von männlichen Studenten Studierenden ein ausschlaggebendes Kriterium für ihre Studienwahl ist.

Es gebe weniger Leistungsdruck

🙄
Leistung, Konkurrenz, Wettbewerb, .. das sind ja auch wieder so böse patriarchale Forderungen und toxisch-männliche Konzepte.

c) Sehr lesenswert dagegen ist wieder mal die Kolumne von Heiko Mell, in der es um die Karriere von Müttern geht.


2. Jungenbildung

Ich wurde gebeten, auf einen offenen Brief an einen grünen Bundestagsabgeordneten hinzuweisen.
Darin geht es um die Ignoranz und Gleichgültigkeit der Bildungspolitiker, wenn es um die Bildung von Jungen geht.


3. Ungeschminkt

Auf Edition F beklagt man sich, dass ungeschminkte Frauen angeblich so oft mit negativen Bemerkungen konfrontiert würden, oder sich deshalb rechtfertigen müssten.
Entweder liegt das am persönlichen Umfeld der Autorin, in dem vielleicht Make-Up als unerlässlich gilt, oder an ihr selbst.
In etlichen Jahren, in denen ich mich höchstens mal zu repräsentativen Anlässen oder besonderen Gelegenheiten geschminkt habe, habe ich niemals derartiges erlebt, wie es die Autorin beschreibt.

trauen sich viel zu viele Frauen [..] nicht ungeschminkt auf die Straße zu gehen

In welcher Welt leben die eigentlich?

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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11 Antworten zu Kurz notiert – KW 18/2018

  1. Fiete schreibt:

    „Immer noch trauen sich viel zu viele Frauen, die eigentlich Lust haben, nicht ungeschminkt auf die Straße zu gehen. Warum wir uns auch ungeschminkt lieben sollten.“

    Ähm, ja, Edition Fuck und ihre ewigen sexuellen Probleme, mal wieder ….
    Warum tun wir’s nicht eigentlich öfter mal ungeschminkt auf der Strasse, hmmm?
    Dazu fällt mir nur ein alter Lennon-Song zu ein:

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  2. only_me schreibt:

    Da hinter dem „nicht“ kein Komma kommt, bedeutet der Satz leicht umformuliert: Frauen trauen sich, geschminkt auf die Straße zu gehen und haben da auch Lust zu.

    Freudsche Fehlleistung oder Inkompetenz?

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  3. blindfoldedwoman schreibt:

    Eine Generation, die mittlerweile Instagram folgt.

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  4. idgie13 schreibt:

    Ich frag mich auch, in was für einer Welt die leben?

    Verlagert sich etwa der Wettbewerb um Leistung auf Wettbewerb um Aussehen, wenn man nur Weiblein um sich rum hat???

    Zu 99% (mindestens) bin ich völlig ungeschminkt und deshalb noch NIE (!!) überhaupt auch nur angesprochen worden. Warum auch? Ich bring genug Leistung und bin schliesslich nicht zur Dekoration angestellt.

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    • Fiete schreibt:

      Vielleicht ist die Schminke gar nicht das Problem?

      Gefällt 1 Person

    • Traurig, wenn das Selbstwertgefühl von so ein wenig Schminke abhängt.
      Da ist es kein Wunder, wenn sie sonst auch nichts auf die Reihe kriegen.

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      • Fiete schreibt:

        Noch trauriger finde ich die Selbstverleugnung, die dahintersteckt.
        Wenn eine Dame nunmal ihre Maske braucht, um sich als vollwertiger Mensch zu fühlen, ist das zwar sehr schwach, aber m.E. nicht so schlimm, wie wenn sie dann auch noch vom Rest der Welt verlangt, dieses ihr ureigene Problem zu bestreiten.
        Das kommt mir vor, wie Beschwerden über „Fatshaming“, bei gleichzeitig unmäßigem „Frustfraß“.

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        • Solche doppelten Standards sind ja nicht ungewöhnlich.
          Maske-up oder nicht Make-up ist eine individuelle Wahl, aber für die Konsequenzen dieser Entscheidung sollte man halt dann auch selbst die Verantwortung tragen.

          Und wer sonst immer clownesk aussieht, wirkt natürlich blass, wenn das mal nicht so ist.

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  5. Imion schreibt:

    „Inwieweit auch Männer gerne die Möglichkeit hätten, ihrer Familie mehr Zeit zu widmen, wird mit keinem Wort erwähnt.“
    Weil für Frauen Männer nur laufende Geldbeutel sind. Was diese wollen ist egal. Frauen sind grenzenlos egoistisch, sie denken nur an sich selbst.

    „Leistung, Konkurrenz, Wettbewerb, .. das sind ja auch wieder so böse patriarchale Forderungen und toxisch-männliche Konzepte.“
    Und nur deshalb gibt es Frauenförderung: um es den Frauen leichter zu machen, weil sie notorisch faul sind. Deshalb meckern Frauen auch immer über Hausarbeit, vor allem vor dem Männlichen nachwuchs, um so den eindruck zu vermitteln, das sie tatsächlich etwas leisten würden.

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