München verbietet „sexistische“ Werbung

In München beginnt es mit ein wenig Werbung. Ist das nur der Anfang?

Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, soll in Zukunft „frauenfeindliche Werbung auf städtischen Werbeflächen“ verboten werden.
Aber was versteht die Stadt München unter „frauenfeindlich“?

„die sexuelle Attraktivität der Frau ohne Sachzusammenhang“

Es ist angeblich also frauenfeindlich, sexuell attraktive Frauen auf „freizügigen oder anstößigen Motive“ darzustellen.
Das ist absolut nicht nachvollziehbar. Im Gegenteil, es spricht für ein positives Frauenbild, attraktive Frauen in der Werbung zu zeigen. Die Models präsentieren sich selbstbestimmt, und sie haben Freude daran, sich zur Schau zu stellen. Jetzt sollen sie unsichtbar gemacht werden. Schöne Frauen werden aus der öffentlichen Wahrnehmung verdrängt.

Auch Werbeplakate [..] die zu „Gewalt gegen Frauen oder Kinder“ auffordern, sollen nicht mehr zu sehen sein.

Gewaltaufforderungen gegen Männer dürfen also auf Plakate. Aha. Was für heuchlerische Pharisäer!

Cui bono? fragt man sich? Warum dürfen sexy Frauen nicht mehr auf Werbeplakaten gezeigt werden? Dürfen sie sich irgendwann gar nicht mehr in der Öffentlichkeit zeigen? Vielleicht nur noch mit einer Tüte über dem Kopf und verhüllender Kleidung?
Ist dies ein Schachzug hässlicher Frauen, um unerwünschte Konkurrenz auszuschalten?
Da nicht alle Frauen gleich schön sein können, sollen sie eben alle gleich hässlich sein. Bzw. überhaupt nicht mehr zu sehen sein.

Wehret den Anfängen!

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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22 Antworten zu München verbietet „sexistische“ Werbung

  1. SG schreibt:

    Man kann viel schreiben. Was mich aber richtig irritiert:

    ‚die zu „Gewalt gegen Frauen oder Kinder“ auffordern, sollen nicht mehr zu sehen sein.‘

    Ähhh.. Das wäre doch sogar auch so strafbar. Ich kann mich nicht erinnern jemals so ein Plakat gesehen zu haben. Oder gehe zu ignorant durch die Welt. Kann mir einer ein Beispiel sagen?

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    • Es fällt mir auch kein Beispiel ein. Es ist ja durchaus richtig, keine Werbeplakate mit Gewaltaufforderungen zu erlauben.
      Aber wieso beschränkt man das ausdrückliche Verbot auf Gewalt gegen Frauen und Kinder?

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      • SG schreibt:

        Was RW schreibt und nun in der Diskussion um den Linux COC hochgekocht ist: Man impliziert damit, dass so etwas gemacht wurde. Eindeutig ein Manipulationsversuch.

        Aber andersherum: Es wurde doch mal der Versuch gemacht: Ein Pärchen streitet sich. Mann wird handgreiflich: Sofort schreiten zig Leute ein (was richtig ist). Nächste Szene: Gleicher Ort, gleiches Paar, nur später: Die Frau wird handgreiflich und prügelt den Mann am Ende über den Platz (so in meiner Erinnerung). Niemand greift ein, alle gaffen nur. Fazit: Gewalt gegen Männer (von Frauen) ist scheinbar gesellschaftlich OK..

        Gefällt 2 Personen

        • Manalein schreibt:

          Mit gesellschaftlich OK hat das nichts zu tun.
          Im Falle einer Klage muss die Nothilfe gaubhaft gemacht werden, was sich eventuell als schwierig erweisen könnte wenn der Agressor vermeintlich schwächer ist als das Opfer.

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          • SG schreibt:

            Ähh… Woran denkst Du? Dass da jemand sofort die Frau niederknüppelt?

            Nein, beim Szenario „Mann als Aggressor“ wurde der „nur“ angesprochen. Das hat gereicht. Und wenn die Frau (als schwächere Person) dann nicht aufhört, reicht es, wenn man die einfach nur festhält. Das sollte auch durchaus im Rahmen der Verhältnismäßigkeit sein.

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  2. rotepilleblog schreibt:

    Die Werbung ist eh schon männerfeindlich in Deutschland.
    Männer in der Werbung = Volltrottel und Idioten

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  3. RW schreibt:

    Wäre ich in der Werbebranche tätig, dann wäre das jetzt DIE Gelegenheit, um mit ‚Agree and Amplify‘ Aufmerksamkeit zu erzeugen und diese verklemmten Moralwächter aufzuziehen. Gerade der geforderte „Sachzusammenhang“ ist doch eine Einladung für kreative Werbegestalter.

    Davon abgesehen: Da es natürlich keine Werbung gibt, die zu „Gewalt gegen Frauen und Kinder“ auffordert, ist dieser Passus eine glasklare Manipulation a la „Schlagen Sie Ihre Frau immer noch?“

    Noch ein Gedanke: Das Plakat des Anstosses an dem sich dieser Unsinn entzündet hat war angeblich eine meterhohe Werbung für aufregende italienische Unterwäsche am Marienplatz. Da ist doch die sexuelle Attraktivität der Frau doch exakt der geforderte „Sachzusammenhang“, oder? Die Message ist doch ganz direkt „Wenn du diese Unterwäsche anziehst steigerst du damit deine sexuelle Attraktivität“.

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  4. Plietsche Jung schreibt:

    Niemand muss für Gewalt gegen Menschen Werbung machen. Sollte auch niemand.

    Wenn ich allerdings an Alice Schwarzer denke, ist der Gedanke mit dem „Schachzug hässlicher Frauen“ gar nicht so ohne ….

    Es wird Zeit, dass sich dieser seltsam anmutende „Feminismus“ gehen seine neuen Gegner wendet, den patriarchalischen Neubürgern des Islams. Da gibt’s kulturell noch eine Menge Luft nach oben. Das gibt ebenso für die antisemitischen Ansatz.

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  5. rollerposter schreibt:

    Was ist eigentlich mit feminismuskritischer Werbung? Auch verboten? Wobei, einen Sachzusammenhang mit Frauen hat Feminismus ja kaum noch…

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    • Wie definiert sich „feminismuskritische Werbung“?
      Reicht es dazu, eine positive Konnotation von Sex darzustellen, oder das harmonische Zusammenleben von Männern und Frauen? Eine traditionelle Familie zu zeigen? Rosa Kleidchen für Mädchen, blaues Spielzeug für Jungen?
      Das alles ist Femis ein Dorn im Auge.

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      • rollerposter schreibt:

        „Reicht es dazu, eine positive Konnotation von Sex darzustellen, oder das harmonische Zusammenleben von Männern und Frauen? Eine traditionelle Familie zu zeigen? Rosa Kleidchen für Mädchen, blaues Spielzeug für Jungen?“
        #2 auf jeden Fall, der Rest sind ist zu spezifisch.

        „Das alles ist Femis ein Dorn im Auge.“
        Imho ist der beste Weg, feministische Dogmen selbst zu thematisieren und nicht die Themen und Forderungen, die der Feminismus vor sich her trägt. Die Forderungen lassen sich nämlich moralisieren und damit die Mängel in den Dogmen verstecken.

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