Ein Jahr #metoo: $ProminenterPolitiker hat mich staregerapet

Es war im Frühjahr 2013. Das genaue Datum und die Uhrzeit weiß ich nicht mehr. Es war auf einer öffentlichen Veranstaltung.
Ich stand ganz harmlos und nichts Böses ahnend an der Seite, als ein sehr bekannter und einflussreicher Politiker an mir vorbeikam und mich durchdringend anblickte.

Ich habe damals niemandem davon erzählt, weil ich viel zu traumatisiert war.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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32 Antworten zu Ein Jahr #metoo: $ProminenterPolitiker hat mich staregerapet

  1. SG schreibt:

    Ich habe gebraucht bis ich den Mut gefunden habe was zu schreibe.. Einerseits – ich glaube das hier ist Ironie / Sarkasmus / Satire weil so wie ich Anne Nühm in den beiden Blogs so wahrnehme als dass sie das eher genießen würde – das angestarrt werden. Andererseits bekomme ich jetzt garantiert Haue, weil ich das nicht ernst nehme..

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  2. elmardiederichs schreibt:

    Du hast vergessen, 36 damit zu warten, damit dir die Sache auch wirklich unter den Nägeln brennt.

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    • SG schreibt:

      Ich weiß jetzt nicht worauf Du genau anspielst. Aber wenn vergewaltigt / misshandelt wird (also so richtig körperlich), dann kann das durchaus ein Trauma auslösen, welches verhindert, dass man darüber reden kann. Es kann auch Amnesien mit Flashbacks auslösen. Das ist nicht schön – so etwas kann man sich als „Normalo“ nicht vorstellen. Daher würde ich nicht von vornherein als abwegig und aufmerksamkeitsheischend abtun. Klar kann es einfach nur vorgeschoben sein – das muss dann aber jemand mit entsprechender Ausbildung (Psychiater / Psychologe) entscheiden.

      Mir ist klar, dass was die OP schreibt übertrieben und schwachsinnig ist. Darüber müssen wir nicht reden.

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      • only_me schreibt:

        „Aber wenn vergewaltigt / misshandelt wird (also so richtig körperlich), dann kann das durchaus ein Trauma auslösen“

        Ebenfalls: Wenn man seit Jahren an der feministischsten Uni der USA so richtig ideologisiert wird, dann kann jemand mit einem ganz anderen Weltbild, der in eine Schlüsselposition zu rutschen droht, durchaus eine falsche Erinnerung auslösen; von einem Ereignis, das niemals stattgefunden hat, von dessen Wahrlichkeit der Ideologe aber fest überzeugt ist.

        Tatsächlich braucht es für so eine „Gedächtnisleistung“ sehr viel weniger als die geschilderte Situation.

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      • elmardiederichs schreibt:

        Na ja, angesichts der Umstände ist diese Möglichkeit vernachlässigbar unwahrscheinlich.

        Außerdem: Nach dem Affentheater kann keine Frau mehr erwarten, dass man ihr einfach so glaubt. Und darin steckt Gleichheit, denn Männer glaubt man ja auch nicht, was der Grund dafür ist, daß Männer lieber handeln, statt zu reden.

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      • Wer jahrzehntelang geschwiegen hat, muss das nicht unbedingt kurz vor der Ernennung des Beschuldigten zum Obersten Bundesrichter an die Öffentlichkeit bringen.
        Dieses Timing erscheint mir doch so, als ob es vorrangig darum ginge, dem Beschuldigten zu schaden.

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        • SG schreibt:

          Klar ist das Timing interessant. Aber stell Dir mal vor: Dir ist irgendwas schlimmes zugefügt worden – so schlimm, dass wirkliche Störungen hast. Du kannst erst nach zig Jahren (10+!) mit deinem Psychiater darüber reden – sehr stockend. Und sonst mir keinem anderen. Evtl. öffnest Du Dich nach etlichen weiteren Jahren deinen Lebenspartner (den man durchaus vor Jahren geheiratet hat). Wieso das jetzt erst? Weil es Dir so peinlich ist, Kognitiv weißt Du, das es schwachsinnig ist, aber deine Gefühle sind so stark, dass Du die nicht übersteuern kannst.

          Mit so einer Situation geht man nicht hausieren! Man spricht nicht öffentlich darüber. Schlimmer: Bis man soweit ist, das man es könnte, sind viele der Straftaten verjährt. Dann muss man sich anhören, dass man Schuld sei, dass er noch auf freien Fuß ist. Etc.

          Und dann hörst Du, dass dein damaliger Peiniger zum obersten Verfassungshüter – und moralische Instanz – ernennt werden soll.

          Tija.

          (Blödsinnig meine Schilderung? Fragt mal Leute, die sich damit auskennen. Psychologen / Psychiater die in diesem Bereich arbeiten, Hilfsorganisationen wie z.B. Wildwasser, etc.)

          (Um es zu verdeutlichen: Ich sage nicht, dass es so war. Mir ist bewusst, dass auch viele Frauen einfach etwas behaupten. Ich sage nur: Es gibt durchaus eine plausible Wahrscheinlichkeit, dass es so war. Daher rufe ich zur Zurückhaltung in beiden Richtungen auf.)

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          • Was damals wirklich passiert ist, werden wir wohl nie erfahren.
            Ich schließe gar nicht aus, dass er sich daneben benommen hat. Aber danach scheint er ein integrer Mann gewesen zu sein. Eventuelle Verfehlungen kann man als Jugendsünden verbuchen.

            Ein Vergewaltigungsversuch (sofern er tatsächlich stattgefunden hat) ist sicherlich nicht so schlimm, dass er eine Psychologieprofessorin (!) jahrzehntelang traumatisiert.
            Da sollte man die Kirche einfach mal im Dorf lassen. Andere Leute erleben viel erschütterndere Dinge, und kommen darüber hinweg.

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            • SG schreibt:

              Eine interessante Tatsache ist wohl (habe ich von Leuten die in dem Bereich arbeiten gehört), dass gerade traumatisierte / gestörte (Krankheitsbild) Personen überdurchschnittlich oft in die Psychologie-Schiene gehen. Hängt wohl damit zusammen, dass die wissen wollen, was bei Ihnen passiert. Das heißt aber nicht, dass die dadurch besser mit ihrem Problem umgehen können.

              Ich habe das Gefühl, das betonen zu müssen: Ich will damit nicht sagen, dass man der Frau unbedingt glauben sollte! Ich will damit nur die Argumente unter einem anderen Blickwinkel stellen und damit diese Argumente relativieren.

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            • Die Kenntnisse über Traumabewältigung o.ä. sind eine Sache.
              Um Professorin zu werden, muss man IMHO schon einigermaßen tough sein, und nicht allzu zartbesaitet.
              Das schließt natürlich nicht völlig aus, dass ihre Geschichte stimmen könnte, meines Erachtens passt es aber nicht wirklich zusammen.

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        • Hohlladungswirkung schreibt:

          Das Ziel war nicht im eigentlichen Sinne, dem Beschuldigten zu schaden, sondern die Ernennung zum Richter zu verzögern bis nach den Wahlen. In der Hoffnung (seitens der Demokraten), nach den Wahlen eine Mehrheit im Senat zu haben, um die Ernennung des (konservativen) Richters zu verhindern.
          Das geht schnell hinter den Vorwürfen an sich unter, auch wenn die Medien es als Teil der Berichterstattung erwähnen, und genau das war wohl auch die Absicht. Aktuell sieht es aber eher so aus, als ob der Plan nach hinten los gegangen ist oder zumindest die Ernennung zum Richter nicht verhindert hat. Wie die Senatswahl ausgeht werden wir sehen.

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          • Wäre er nicht ernannt worden, hätte ihm das ja geschadet.
            Wenn zwei Tage nach der Ernenneung herausgekömmen wäre, ätschibätschi – war alles nur ein Scherz, wäre er um die Chance seines Lebens gebracht worden.
            Und vor der nächsten ausstehenden WAhl/Ernenneung, werden dann erst recht die abenteuerlichsten Geschichten über die Kandidaten verbreitet, weil man sich mit so einer Rufmordkampagne ja Erfolg verspricht.

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            • Hohlladungswirkung schreibt:

              „Wäre er nicht ernannt worden, hätte ihm das ja geschadet.“
              Ja, das wäre Teil der Wirkung, aber nicht die Absicht des Vorgehens der Demokraten gewesen.

              Die Absicht war, die Besetzung des Supreme Court mit einem konservativen Richter vor der Senatswahl zu verhindern. Die Vorwürfe gegen den Kandidaten waren nur das Mittel.

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            • Dann ging es vielleicht nicht persönlich gegen ihn, ändert aber nichts an der Sachlage, Anschuldigungen als Mittel zum Zweck zu benutzen. Machiavelli lässt grüßen.

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    • Ich kann’s in ein paar Jahrzehnten ja noch mal aufwärmen.
      Bestimmt fallen mir bis dahin noch ein paar pikante Einzelheiten ein, die niemand mehr nachprüfen kann.

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  3. Plietsche Jung schreibt:

    Es zeigt, wie verkommen auch diese Gesellschaft ist, wenn man einer Frau dieses Gestammel glaubt und damit den Zielmann nicht nur diskreditiert, sondern vernichten will.

    Ich hoffe, diese Frau erfährt eine gerechte Strafe und nicht nur so ein Geplänkel wie im deutschen Fall Kachelmann.

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