#breakthought: Studium von Vorständen

Ich bin auf eine interessante Aufschlüsselung der akademischen Bildung von Vorständsmitgliedern der DAX-Unternehmen gestoßen. Leider von 2018, und daher nicht mehr so ganz aktuell.

Von den 131 berücksichtigten Vorstandsmitgliedern haben akademische Abschlüsse in folgenden Feldern:

  • Wirtschaft: 60
  • Ingenieurwissenschaften: 28
  • Naturwissenschaften: 19
  • Recht: 14
  • Sozialwissenschaften: 5
  • Sprachen: 1

(Die fehlenden vier Vorständsmitglieder haben vermutlich keinen akademischen Abschluss. Das ging nicht so ausdrücklich aus dem Artikel hervor.)

Wenn die neuesten Pläne der Plagiatorin Franziska Giffey umgesetzt werden, also mindestens eine Frau in jeden Vorstand (mit mindestens 4 Mitgliedern) kommt, wird es unweigerlich darauf hinauslaufen, dass der Anteil der MINTler sinkt.
In einem Land wie Deutschland, das keine Rohstoffe hat, aber in der Vergangenheit dies durch Innovation wett gemacht hatte, ist es ein Rückschritt. Schließlich sind nicht nur etliche DAX-Unternehmen, sondern auch viele kleinere börsennotierte Unternehmen in technologischen Branchen (z.B. Automobil, Chemie, Elektrotechnik) tätig.

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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12 Antworten zu #breakthought: Studium von Vorständen

  1. Bernd B. schreibt:

    Wenn diese Frauen dann demnächst die Vorstands- und Aufsichtsratssäle füllen werden gibt es für mich 2 Szenarien:
    1) Man erhöhte einfach dementsprechend die Gremien und die benötigte Anzahl von Frauen, die als Beisitzer ohne großartige Entscheidungsbefugnis teilnehmen und macht einfach weiter wie bisher. Dies wird zu einer gerade für mittelständige Unternehmen eine enorme Personalkostensteigerung führen, die erst mal in den unteren Ebenen aufgefangen werden muss. In der heutigen schwierigen wirtschaftlichen Situation schlichtweg ein Überlebenskampf.
    2) Die Anzahl in den Gremien bleibt gleich, fachkompetente Mitarbeiter werden ersetzt durch Frauen mit oder ohne Kompetenz. Da stellt sich die Frage, ob geeignete Frauen nachrücken können. In einigen früher gelesenen Artikeln habe ich schon mal von den Problemen der Headhunter in den Personalbüros diverser Konzerne gehört, das zu bewerkstelligen. Sicherlich besitzen Frauen die nötige Intelligenz, bei Interesse für die Materie, entsprechende Ämter mit Wissen auszuüben. Hier besteht die Gefahr, dass aufgrund gesetzlicher Vorgaben Frauen in mittleren Angestelltenebenen gepushed werden und dass man eher zu Szenarium 1 übergeht. In Schulen und Universitäten geht ja schon länger die Tendenz über, Frauen die Abschlüsse sozusagen hinterherzuwerfen, nur um ideologische Quoten zu erfüllen. Das soll nicht die Intelligenz der Frauen in Frage stellen, sondern eher eine falsche Politik, in der Frauen Studienfächer schöngeredet werden, die ihnen eigentlich gar nicht liegen oder in ihrem ureigenen Interesse sind.

    Wenn ich Unternehmer wäre, würde ich mich fragen, ob ich mein Unternehmen einfach im Ausland anmelde und dann am gleichen Standort am Unternehmenssitz in der Nun-Filiale die gleichen Aufgabe wahrnehme. Gelten diese Regeln dann nur für inländische, oder auch für ausländische Filialen ? Um diese Regeln zu umgehen, müsste dies geprüft werden, ansonsten bleibt nur der Verkauf meines dem höchstwahrscheinlichen Tod (wenn tatsächlich Inkompetenz in den Gremien über das Wissen siegt) geweihten Unternehmens an eine Feministin, die noch an diese schwachsinnige Ideologie glaubt, und zwar zum Höchstpreis. Dem Unternehmen ist eine Fluktuation von Fachkräften gewiss, denn diese dürften genügend Intelligenz besitzen, rechtzeitig abzuspringen. Eine derartige Fluktuation hochgebildeter Wirtschaftsfachkräfte ins Ausland ist ja bereits samt Familien zu beobachten.

    In Staaten wo Ideologie vor gesundem Sachverstand und Wirtschaftslogik siegt und staatliche Intervention die Unternehmerfreiheit zu sehr einschränkt, werden Signale in Richtung Arbeiter- und Bauernstaat gesendet. Da hilft nur eine Republikflucht.

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  2. Sempersolus schreibt:

    Nanana! Ich fürchte, so eine Pauschalisierung tut der Sache der Gleichberechtigung (und damit meine ich natürlich explizit NICHT die sexistische Giffeysche Vorstandsfrauenquote) auch nicht gut.

    Das beginnt bei der mindestens unbelegten Prämisse, dass gerade MINT-Absolventen in Vorständen überdurchschnittlich starke Innovationstreiber sind und waren. Vielleicht lernen wir ja zukünftig aus mannigfachen, noch zu schreibenden Dissertationen z. B. aus Genderinstituten, dass es in Deutschland eine noch viel dramatischere Innovationsgeschichte gegeben hätte, wenn denn nur etwa jeder 0,753. DAX-Vorstand eine alleinerziehende Grundschullehramtsstudienabbrecherin mit 3,21 Kindern oder eine dreifach geschiedene VHS-Häkelkursleiterin mit 9,5198391293monatiger Berufserfahrung gewesen wäre und vielleicht liegt ja genau da unsere glorreiche Zukunft? Vielleicht braucht es ja einfach nur den von Fachwissen und Qualifikation für das Anforderungsprofil der Aufgabe völlig befreiten, unverstellten Blick? Wir werden dazu sicher noch einige interessante, wunderbar gemachte Promotionsarbeiten mit erheblichem prognostischen (wenn auch vielleicht nicht so erheblichem wissenschaftlich-handwerklichen) Anspruch vorgelegt bekommen.

    Ebenso könnte man die These aufstellen, dass sich weibliche Vorstände ja gerade dann nur weit überdurchschnittlich aus MINT-Fächern rekrutieren werden, wenn sie ihre Position aufgrund einer Quote zugeteilt bekommen haben, z. B. weil sie gelernt haben, in vermeintlichen Männerdomänen erfolgreich zu sein. Ach nee, das war jetzt doof … .

    Naja und vielleicht sind diese ganzen Zahlen ja einfach auch nur von Männern zusammengetragen worden. Ganz falsch. Da muss sich auch endlich ´mal ´was tun. Wir brauchen eine vom Patriarchat befreite, ganz neue Mathematik – mit Quote. Dann ist eine zehn endlich eine zwölf, aber nur, wenn eine Frau die Zahl benutzt. Sonst ist eine zehn höchstens eine acht. Es sei denn, der Nutzer ist divers. Dann braucht man floating point statt integer. So schwer kann das doch nicht sein, Mensch!

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    • Das beginnt bei der mindestens unbelegten Prämisse, dass gerade MINT-Absolventen in Vorständen überdurchschnittlich starke Innovationstreiber sind und waren.

      Dass sie Innovationstreiber sind, habe ich auch nicht behauptet. Aber es ist sicherlich ein Vorteil, wenn im Vorstand jemand sitzt, der Ahnung vom operativen Geschäft hat. Man kann technologische Neuerungen nicht beurteilen, wenn man sich z.B. als Betriebswirt oder Soziologin so gar nicht mit den zugrundeliegenden technischen Mechanismen auskennt.

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      • Sempersolus schreibt:

        Dem wird einE BetriebswirtIn oder ein* SoziologIn natürlich entgegnen, dass er/sie sich/ihn/um/am/huch schneller in eine technologische Frage hineinfuxt, als eine/er/es MINT Absolvente(in)(er) in den ollen Keynes.

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  3. Plietsche Jung schreibt:

    Wer sagt eigentlich, dass eine Quote das richtige Tool für Gleichberechtigung ist? Es wird uns erzählt, aber bewiesen ist es nicht.

    Fachliche Qualität und Qualifikation (nicht nur auf dem. Papier) stehen für mich über Vagina oder Penis.

    Alles andere ist doch nur Ideologie.

    Den Negativbeweis sehen wir übrigens täglich in der politischen Führung unseres Landes und der EU Kommission.

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  4. luisman schreibt:

    Nun ja, dass Wirtschaft eine Wissenschaft sein soll wird von vielen bezweifelt, auch von solchen die es studiert haben, u.a. auch so ein ehem. griechischer Finanzminister.

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