DPG: „Checkliste für mädchengerechtes Verhalten“

Triggerwarnung: Das hier wird eher ein Rant als ein durchdachter Beitrag.

Kommentator Broken Spirits hatte mich bei meinem letzten Post auf ein Dokument der Deutschen Physikalischen Gesellschaft aufmerksam gemacht, in dem die Empfehlung

Ich bemühe mich darum, mich dem Lerntempo der Schülerinnen und Schüler anzupassen und den Schülerinnen etwas mehr Zeit (bei der Beantwortung einer Frage, beim Lösen von Aufgaben usw.) einzuräumen

für den Physikunterricht enthalten ist.

Meine spontane Erwiderung darauf war:

Mehr Bearbeitungszeit für Mädchen bei Physikaufgaben?
Das kannte ich noch nicht, und das ist, gelinde gesagt, eine Frechheit!
Die Message ist klar: „Mehr Frauen in MINT! Aber konkurrenzfähig sind sie nicht.“

Und das ist in der Tat eine Dreistigkeit und Unverschämtheit sondergleichen. Als ob alle Mädchen diese zusätzliche Zeit nötig hätten. Das erschafft ein völlig falsches Bild inkompetenter Frauen, und treibt einen Keil zwischen Männer und Frauen.
Die Grenze der Leistungsfähigkeit verläuft nicht zwischen Mädchen und Jungen, sondern zwischen guten und schlechten Schülern (auf das jeweilige Fach bezogen). Auch manchen Jungen würde etwas mehr Zeit zum Bearbeiten von Aufgaben gut tun. Aber diese werden genauso unter den Teppich gekehrt wie untypische Mädchen.

In der „Checkliste für mädchengerechtes Verhalten“ des oben verlinkten Dokuments gibt es aber noch mehr solcher Aussagen. Hier eine Auswahl:

  • Ich mute den Mädchen ebensoviel physikalisch-technische Kompetenz zu wie den Jungen.

    Welche Zumutung! 🙄

  • Ich achte darauf, die Schülerinnen nicht nur für Anstrengung und gutes
    Benehmen zu loben, sondern auch für ihre physikalische Begabung.

    Und für Jungen gilt das nicht?

  • Ich gebe den Eltern guter Schülerinnen gezielt positive Rückmeldungen über die Leistungen ihrer Tochter und ermuntere sie, diese bei einer technisch-naturwissenschaftlichen Berufswahl zu unterstützen.

    Was ist mit den guten männlichen Schülern?

  • Bei einer falschen Antwort eines Mädchens gebe ich nicht sofort die richtige Lösung, sondern unterstütze nachfragend, d.h. ich achte darauf, (auch) die Schülerinnen nochmals aufzufordern, die Lösung zu finden, wenn sie zunächst gescheitert sind..

    Was ist mit den Jungen?

  • Ich signalisiere den Mädchen, dass sie als Frauen nicht unattraktiver („unweiblicher“) sind, wenn sie sich für Physik interessieren und gute Leistungen in diesem Fach erbringen.

    Was hat das damit zu tun? Was für ein verqueres Frauenbild!

  • Ich bemühe mich, (auch) den Schülerinnen Identifikationsmöglichkeiten mit Vorbildern in physikalisch-technischen Berufsfeldern zu geben (evtl. auf einer Exkursion).

    Vorbilder sollten keinesfalls den Ausschlag für eine Berufswahl geben.

  • Ich setze mich mit meinen eigenen Geschlechtsstereotypen auseinander.

    🙄

  • Ich achte darauf, in meinem Unterricht Bezüge zu Menschen herzustellen.

    Und was hat das bitte mit Physik zu tun?

  • Ich bemühe mich darum, bei der Verwendung von Aufgaben, Darstellungen, Skizzen, Testfragen usw. sowohl in quantitativer wie in qualitativer Hinsicht ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis zu wahren (Rollenklischees vermeiden).

    🙄

  • Bei Gruppenarbeit achte ich darauf, geschlechtshomogene Gruppen zu bilden.

    Welchen Sinn soll das haben? Gerade hier wäre Diversität mal angebracht.

  • Ich achte auf eine „angenehme“ (auch die Mädchen ansprechende) Gestaltung des Unterrichszimmers und bemühe mich darum, dass sich nicht nur die Jungen mit der Lernumgebung identifizieren können.

  • Ich rede mit den Jugendlichen und ihren Eltern über die Vielfalt der Berufe und gebe den Mädchen Einblick in Berufe, bei denen physikalische Kenntnisse vorausgesetzt werden und die sie ansprechen könnten.

    Kein Einblick für Jungen?

Aus sicherer Quelle wurde mir bestätigt, dass sich diese Vorzugsbehandlung von Mädchen und Frauen auch im Studium fortsetzt, indem leichtere Prüfungsfragen gestellt werden.

Wem tut man eigentlich mit solchen Empfehlungen und Anweisungen einen Gefallen?
Ist es für eher mittelmäßige Mädchen ein Vorteil, wenn sie durch solche Förderung ein Studium wählen, in dem sie sich dann später nicht wohlfühlen?
Bringt es irgendjemandem etwas, wenn man die Anforderungen und Standards in MINT-Berufen aufweicht und verwässert, so dass auch Minderleisterinnen mithalten können?

Over and out.

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„Wer braucht noch Feminismus?“ – Niemand!

Als ich heute morgen einenn Blogpost mit dem Titel „Wer braucht noch Feminismus?“ gelesen habe, hätte ich ihn einfach ignorieren, und als naiv-unbedarft abtun können.

Aber insbesondere den Satz

Meiner Meinung nach ist es nämlich nicht möglich, eine Frau und keine Feministin zu sein.

kann ich nicht so einfach auf sich beruhen lassen, denn der ist völlig unsinnig (davon ungeachtet erlaubt es die Meinungsfreiheit, unsinnige Meinungen zu vertreten, und das gestehe ich der Autorin durchaus zu).

Die Autorin behauptet, dass Feminismus Gleichberechtigung anstrebt. Ha! – dabei haben in Deutschland Frauen längst viel mehr Rechte als Männer.

Besonders ausführlich behandelt die Autorin das Thema Manspreading (na, wenn sie keine größeren Sorgen hat!). Dabei beruht dies auf anatomischen Unterschieden. Sie bringt als Beispiel eine Frau zwischen zwei Männern auf dem Rücksitz eines Autos.
Ein Mann zwischen zwei Fettaktivistinnen täte mir viel mehr leid.

Was das Ausweich-Experiment betrifft, so beobachte ich das Verhalten schon seit Jahren.
Meiner Erfahrung nach weichen Männer meistens aus, Frauen deutlich weniger (bei Personen, die z.B. einen Kinderwagen schieben ist das aber OK).
Aber – wer weiß – vielleicht ist die Autorin auch nur recht zierlich, so dass sie schlicht übersehen wird. Dann wäre das Kriterium aber die Statur, und nicht das Geschlecht.

Feminismus schadet Frauen inzwischen nur noch.
Das Image von Feminismus wird gesellschaftlich auf alle Frauen übertragen, die dadurch als unleidig, humorlos, dumm, wehleidig, missgünstig, gehässig, unbelehrbar, mimosenhaft, sexfeindlich, ewig herumjammernd und Forderungen stellend, tatsachenbasierenden Argumenten nicht zugänglich, realitätsverleugnend, unzufrieden, frustriert, .. angesehen werden.

Die meisten radikalen Feminsitinnen sind lesbisch. Trotzdem maßen sie sich an, für alle Frauen zu sprechen, und hintertreiben damit das natürlich gute Verhältnis zwischen Männern und Frauen.

Wie kann man sich angesichts all dieser Auswüchse des heutigen Feminismus als Frau noch guten Gewissens als Feministin bezeichnen?

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Fundstück: Informatikstudentin Sina hadert mit ihrem Schicksal

Bei Twitter habe ich folgenden aktuellen Tweet gefunden:

Zur besseren Lesbarkeit habe ich die Screenshots per OCR in Text konvertiert. Die Hervorhebungen stammen von mir.

Heute war mal wieder einer dieser Tage. an denen ich nichts hinbekomme als heulend vor Vorlesungsfolien zu sitzen.
Eigentlich macht es mir Spaß. komplexe Probleme zu lösen und mich in neue Themengebiete einzuarbeiten. Aber sobald diese
Probleme weg von abstrakten Modellen und hin zur tatsächlichen maschinellen Umsetzung gehen. bekomme ich Angst. Und
davon so viel. dass ich es manchmal nicht schaffe, mich überhaupt mit den Vorlesungsinhalten zu befassen. Obwohl ich weiß.
dass ich eigentlich intelligent genug dafür bin, habe ich das Gefühl, sie unmöglich verstehen zu können.
Woher das kommt. ist unschwer zu erraten in einer Gesellschaft, in der schon den Ausdruck „Frauen und Technik“ als
sexistischen Witz gilt. Vieles davon ist internalisierte Misogynie. Aber es ist auch ganz konkret dieses Studium.

In einem anderen Kontext habe ich die Erfahrung gemacht. dass es tatsächlich einfach nur Spaß machen kann. eine neue
Programmiersprache zu lernen. Ich hatte dort die Sicherheit, Fehler machen zu dürfen und danach noch respektiert zu
werden. Das Studium dagegen fühlt sich wie eine feindliche Umgebung an. in der jeder Fehler nur Vorurteile bestätigt.
Vorlesungen und Tutorien sind für mich so unangenehm, dass ich meistens lieber alleine zuhause versuche. den Stoff
nachzuarbeiten. Wieso?

Wegen den Kommilitonen, die sich neben mich setzen und mich 90 Minuten lang einfach nur anstarren. Wegen denen, die
während der Vorlesung versuchen, mich in unsinnige Gespräche zu verwickeln oder mir creepy Nachrichten auf meinen Block
schreiben. Wegen denen, die mich beim Vorbeigehen anfassen und denen, die sich zwei Reihen hinter mir lautstark darüber
unterhalten, dass Frauen das Studium ja nur schaffen könnten, weil sie sich „durchschlafen“. Wegen den Typen, die fragen, ob
ich mit ihnen Übungsblätter machen wolle und dann arschig werden, wenn ich tatsächlich nur das will. Die dann sagen, ich
solle vielleicht einen längeren Rock anziehen, wenn ich ernst genommen werden wolle. Und dass mir doch hätte klar sein
müssen, dass sie sich nicht wegen meinen Fähigkeiten mit mir treffen wollten. Und tatsächlich, mir wurde das klar. Ich habe
angefangen, davon auszugehen, dass meine Kommilitonen mir mit Vorurteilen begegnen. Und ich habe aufgehört, mir selbst
‚Dinge mit Technik“ zuzutrauen.

Es gab kaum eine Veranstaltung, in der mir nichts dergleichen passiert ist. Keine dramatischen Ereignisse, aber in der Summe
unangenehm genug, dass ich lieber versuche, kryptische Folien zu entschlüsseln. als mir Vorlesungen tatsächlich anzuhören.

Es ist in dieser Umgebung völlig normal. dass Leute öffentlich sexistische Sprüche machen. In der Fachschaft. in Tutorien,
sogar Dozenten in Vorlesungen. Da gibt es solche Typen wie diesen Dozent, der mich nach unserer ersten Begegnung bei
einer Fakultätsveranstaltung plötzlich fragte, ob ich mit ihm schlafen wolle. Und der sich dafür rechtfertigte mit: „ich weiß
nicht, worüber man mit Frauen reden soll.“
Er weiß nicht, worüber er mit einer Frau reden soll, wenn er sie nicht direkt nach Sex fragt? Are you fucking kidding me? Wie
soll ich in einer Vorlesung partizipieren, die von einem Mann gehalten wird. der schon davon ausgeht. dass ich nichts
Relevantes beizutragen habe und mich nur als Sexobiekt wahrnimmt?

Das ist, wie ich in dieses Studium erlebe: Als den Versuch, in einer Umgebung zu lernen, in der ich oft nicht als Mensch
behandelt werde, sondern nur als Objekt. Und ich bin dabei ständig an der Grenze zum Scheitern.
So oft geht all meine Energie dafür drauf, mir einzureden, dass ich nicht wirklich zu dumm dafür bin. Dass es sich lohnt. es
weiter zu versuchen. Aber manchmal schaffe ich das nicht und heute war so ein Tag.

Ach, ja, das Mädel kann einem jetzt schon leid tun!
Wie wird sie es erst erleben, wenn sie endgültig im Berufsleben angekommen ist?
Man möchte ihr wirklich raten, sich eine andere Betätigung zu suchen.
Wer in Informatik nicht mit Objektorientierung klar kommt, hat sowieso den Beruf verfehlt.

Ihre Darstellung erscheint ziemlich übertrieben.
Insbesondere bei der Story mit dem Dozenten habe ich erhebliche Zweifel, dass dies so wie geschildert abgelaufen ist. Das kann ein Missverständnis gewesen sein, aus dem Kontext gerissen, oder möglicherweise auch ein Scherz.

Besonders begabt für ihr Studium scheint sie auch nicht zu sein.
Vielleicht hat sie andere Talente, die sie (nicht nur) im eigenen Interesse lieber in einer Umgebung ausleben sollte, die besser an ihre Befindlichkeiten angepasst ist.

Was also ihre Überlegungen betrifft „das Informatik-Studium abzubrechen“ – ein eindeutiges Ja.

[Ergänzung am 6. September 2017:
Da der Originaltweet auf Twitter nicht mehr richtig aufrufbar ist, habe ich hier wenigstens noch einen Screenshot sichern können:

]

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#SexismAtWork @FraeuleinDok7or

Das Fräulein Doktor ruft dazu auf, Erfahrungsberichte Geschichten zum Thema Sexismus bei der Arbeit zu erzählen.

Da ich davon ausgehe, dass einige meine Leser in dieser Hinsicht bereits einschlägige Erfahrungen gemacht haben (z.B. wegen Quotenregelung übergangen), gebe ich den Aufruf hiermit weiter.

Das Fräulein erzählt ebenfalls eine Story, bei der sie in einem Verlagshaus ein Vorstellungsgespräch hatte, sogar ein Angebot erhielt, aber dies ausschlug.
Die Gepflogenheiten in Verlagshäusern sind mir zwar nicht vertraut, ich wäre aber davon ausgegangen, dass für eine Beschäftigung dort besondere Anforderungen an Orthografie, Zeichensetzung und vor allem strukturierte Darstellung in Texten gestellt werden.
In des Fräulein’s Text hapert es da aber, insbesondere, was die Struktur ihres Textes betrifft, der teilweise uneindeutig und verworren bleibt.
Sie kommt auch nicht besonders sympathisch rüber, scheint anspruchsvoll und möglicherweise arrogant zu wirken. Wenn sie sich IRL ebenso darstellt, ist es nicht verwunderlich, dass sie bisher keinen Arbeitgeber gefunden hat.
Ihre angebliche Qualifikation bleibt vage und unbestimmt.

Besonders folgender Satz lässt mich rätseln:

Am Montag kam kein Angebot von meinem potenziellen Chef, sondern Avancen von ihm.

Es bleibt völlig unklar, ob sie mit „ihm“ „besagten Mann“ (von dem vorher im Kontext die Rede war) oder ihren „potenziellen Chef“ meint. Aus dem Rest des konfusen Textes vermute ich eher ersteren, sonst gibt einiges noch weniger Sinn. Allerdings hätte diese Möglichkeit dann gar nichts mehr mit dem eigentlichen Thema „at work“ zu tun. Sehr verwirrend.

Aber wenigstens hat ihr „eigener, nunmehr jahrelang gefestigter Feminismus“ sie dazu befähigt, diesen „ihn“ (wer auch immer das war) anzuschnauzen, und „allen“ (wer auch immer das sein soll) ihre „Meinung“ zu „geigen“.

Ihre „Schwestern“ bestärkten sie noch in ihrem Glauben, Unrecht erfahren zu haben.
Da bleibt sie lieber arbeitslos,

um dem patriarchalen Machtmissbrauch [..] zu trotzen.

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Blogstatistik: 4000 Kommentare (0xFA0)

Es geht hier zwar am eigentlichen Blogthema vorbei, aber zwecks Vernetzung der Kommentatoren untereinander, und weil ich nun mal ein Statistik-Freak bin, veröffentliche ich anlässlich des Kommentarjubiläums aktuelle Statistikdaten zur Information für alle, die es vielleicht interessiert.

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„Frauen machen immer noch auf sexy – warum glauben wir, das nötig zu haben!?“

Edition F ist immer wieder eine Fundgrube.
Aktuell ist ein Artikel erschienen, dem ich in Teilen sogar zustimmen kann.
„Natürlich kann ich Feministin sein und trotzdem kurze Röcke tragen!“

Die Autorin hatte ein Foto von sich auf einer Facebook-Seite veröffentlicht, und dazu Kommentar

Frauen machen immer noch auf sexy – warum glauben wir, das nötig zu haben!?

erhalten (meines Wissens ist das der vollständige Kommentar, ein weiterer Kontext ist nicht gegeben).

Sie rechtfertigt sich dann für das Foto.
Mir gefallen dabei ihre Aussagen:

Und ja, ich möchte, dass Männer (selbstverständlich auch Frauen) mich ansehen und sexy finden. Ich mag das Spiel zwischen zwei Menschen, für mich unterschiedlichen Geschlechtern, ich mag es, zu inspirieren, zu flirten, auf mehreren Ebenen zu kommunizieren. Ich mag es auch, Männer anzusehen. Manchmal durchaus mit gierigen Blicken und schmutzigen Gedanken. Andere Frauen mögen einen anderen Geschmack haben, aber ich mag Männer mit tiefen Stimmen, kräftigen Händen (mit denen sie auch umgehen können) und Männer, mit denen ich mich über versaute Witze kaputtlachen kann.

ich fände es sehr traurig, wenn ich niemandes Objekt der Begierde wäre.

Dies steht im Gegensatz zur üblichen feministischen Sexfeindlichkeit.
Leider beschwört die Autorin an anderer Stelle den Mythos des Gender Pay Gap wieder herauf, was den Aussagekraft des Artikels insgesamt schmälert.

Bemerkenswert finde ich auch, dass es die Autorin zu erstaunen scheint, dass die Abwertung ihres Fotos bzw. ihrer Darstellung von einer Frau kommt.
Sie schreibt:

Eine Verurteilung der Art, wie ich mich als Frau
präsentiere, wie ich meine Weiblichkeit lebe. Von Männern – da
werden Sie mir sicher zustimmen – sind wir solche Angriffe ja leider
längst gewöhnt, aber wenn das Frauen mit Frauen machen, wird es wirklich absurd.

Da frage ich mich schon, wo ihr Realitätsbezug ist. Männer haben i.A. überhaupt keinen Grund, ein sexy Foto einer attraktiven Frau zu verurteilen. Es ist viel eher üblich, dass negative Reaktionen von Frauen kommen. Ich kann mir kaum vorstellen, dass sie das in ihrer feministischen Filterblase vorher noch nie erlebt hat. Vielmehr hat sie vermutlich solche Reaktionen nur selektiv wahrgenommen, und diejenigen ausgeblendet, die nicht in ihr Weltbild passen.
Oder sie hat vorher immer nur feminism approved Fotos geposted.

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Algorithmische Ethik – wer ist entbehrlicher?

Auf Heise ist ein Artikel erschienen, bei dem es um eine Untersuchung bei Fahrsimulatoren geht. Die Ergebnisse sind für Autonome Autos möglicherweise von Belang.
Ich wurde auf diesen Artikel aufmerksam gemacht (vielen Dank!), und stelle ihn hiermit kurz vor, obwohl er nur marginal mit dem Blogthema zu tun hat.

Bei der genannten Studie wurden Probanden im Fahrsimular mit dem Dilemma konfrontiert, unter Zeitdruck entscheiden zu müssen, welches von zwei Zielen sie im Notfall mit ihrem Auto überfahren würden.
Das Ergebnis war folgendes:

Hatten die Probanden vier Sekunden Zeit, versuchten sie durch ihre Handlung den aus ihrer Sicht geringsten gesellschaftlichen Schaden anzurichten. So wurden in diesem Szenario Männer eher überfahren als Frauen, Alte eher als Junge und Ziegen eher als Hunde. Hatten die Probanden jedoch nur eine Sekunde Zeit für ihre Entscheidung, blieben die Tendenzen zwar gleich, aber weniger stark ausgeprägt. Während im langsamen Szenario 80 Prozent aller Männer überfahren werden, sind es im schnellen nur noch 58 Prozent.

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