Videobescheiß

Nach einem neueren Artikel der britischen Sun, hat der Feminismus weitere Fortschritte gemacht, Männer zu verunsichern und das Vertrauensverhältnis zwischen Männern und Frauen zu zerrütten.

Nach jahrelanger feministischer Hetze und Agitation sehen es manche Männer offenbar als notwendig an, als Consent-Nachweis ein Video mit der Einwilligung ihrer aktuellen Partnerin zu drehen.
Es sollte eigentlich jedem klar sein, dass die Beweiskraft eines solchen Videos äußerst zweifelhaft ist. Videodateien lassen sich heute relativ einfach manipulieren. Insbesondere die Metadaten, in denen Zeit und Ort kodiert sein können, sind leicht zu verändern, und lassen so keine eindeutige Zuordnung zu.
Auch eine kurze gefilmte Zustimmung, lässt nicht ausschließen, dass die Frau diese nur unter Zwang abgegeben hat, oder z.B. unter Drogen stand.
Andererseits erzeugt eine gegebene Zustimmung erst einen gewissen Druck, die Sache jetzt durchziehen zu müssen, auch wenn man es sich später anders überlegt. Die erteilte Zustimmung könnte als Blanko-Scheck interpretiert werden, auch für Aktivitäten und Praktiken, zu denen man (momentan) nicht bereit ist.

Die Forderung, eine ausdrückliche Zustimmung geben zu müssen, damit diese zu Dokumentationszwecken aufgenommen werden kann, ist ein absoluter Stimmungstöter und Lustkiller.
Wenn mir zu meinen Schlampenzeiten so etwas passiert wäre, wäre ich wohl aufgestanden und gegangen. Hingebungsvoller, leidenschaftlicher Sex ist damit nicht vereinbar.

[Nachtrag:
Noch ein weiterer Aspekt:
Theoretisch könnte so ein Video weiterverbreitet werden. Es gehört nicht viel Fantasie dazu, sich auszumalen, zu welchen Folgen dies führen könnte.]

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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33 Antworten zu Videobescheiß

  1. keppla schreibt:

    Die erteilte Zustimmung könnte als Blanko-Scheck interpretiert werden

    Als juristischer Laie argumentiert: Körperliche Autonomie isst nicht Veräusserbar, somit kann es kein Blankoscheck sein. Auch analog zur Prostitution betrachtet, könnte der Videomacher nicht die Durchführung einfordern, sondern höchstens sein Geld zurück, was hier 0 ist.

    Heist in der Konsequenz: man hat allerhöchstens bewiesen, dass es mal einen Zeitpunkt gab, zu dem es Konsens gab, nicht, dass der Sex konsensuell war.

    Was die ganze Aktion eigentlich überflüssig bis schädlich macht, denn ein böswilliger Gefilmter weis ja davon, und kann die Geschichte dementsprechend Anpassen: „Ich wollte erst, dann wollte er aber [sozial geächtete Praktik] und ich wollte gehen, er lies mich aber nicht.“, und man ist wieder da, wo man am Anfang war, nur dass es der Beschuldiger einfacher hat, nachzuweisen, DASS man Sex hatte.

    Die juristisch sicherere Lösung wäre vermutlich, den kompletten Akt zu filmen, oder, wenn das zu creepy ist, „Hey, lass es uns im Freien* treiben (*vorm CCTV)“

    Gefällt 1 Person

    • man hat allerhöchstens bewiesen, dass es mal einen Zeitpunkt gab, zu dem es Konsens gab, nicht, dass der Sex konsensuell war.

      So ist es.
      Deshalb bringt das Filmen überhaupt nichts als Beweismaterial.

      Für Draußen sollte schon das Wetter passen.

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  2. elmardiederichs schreibt:

    „Die Forderung, eine ausdrückliche Zustimmung geben zu müssen, damit diese zu Dokumentationszwecken aufgenommen werden kann, ist ein absoluter Stimmungstöter und Lustkiller.“

    Insbesondere kann Frau dann nicht mehr behaupten, einen Mann mit ihren Reizen so verrückt gemacht zu haben, daß er sie auf animalische Weise überwältigte … was für ein Desaster für eine Frau. Vor allem: Weibliche Geilheit wird dokumentiert, ohne von einem Mann geil gemacht worden zu sein. Da sind die weiblichen Privilegien unmittelbar in Gefahr.

    „Wenn mir zu meinen Schlampenzeiten so etwas passiert wäre, wäre ich wohl aufgestanden und gegangen.“

    Niemand hätte sich darüber beschwert: Geliefert wie bestellt – würde ich sagen.

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  3. only_me schreibt:

    Frauen werden erst dann wirksam sich gegen den Feminismus auflehnen, wenn sie von Männern nicht mehr bekommen, was sie bisher für selbstverständlich hielten: Ressourcen, Bewunderung, Sicherheit.
    Persönlich bin ich skeptisch, dass es zu diesem Tipping Point je kommen wird, dazu sind Männer im Schnitt zu doof.
    Aber ohne das werden wir Feminismus nie los.

    Gefällt 2 Personen

  4. Plietsche Jung schreibt:

    Ich empfehle ein Dokument mit 3 Durchschlägen, die separat unterschreiben werden müssen.
    Dann Zeugen benennen oder zum Notar.
    Fertig ist der Lack!

    Gefällt 2 Personen

  5. gripseljagd schreibt:

    Was ihr braucht ist ein Notar. Oder einfach alles aufzeichnen.

    Gefällt 1 Person

  6. noamik schreibt:

    Ohne mir den Artikel auch nur anzuschauen: die Sun ist die Schmuddelvariante der Bild in GB. Was auch immer die schreibt ist per Definition gelogen oder jedenfalls nur Ausversehen richtig.

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