Wie ist das mit Beziehungen und Sex?

Wieder mal habe ich mich an einer Diskussion bei Christian auf Alles Evolution beteiligt, und wieder mal hat das mehr Fragen (die mit dem ursprünglichen Thema nur noch indirekten Bezug haben) aufgeworfen.
Es ging darum, dass ich mich darüber wunderte, dass (laut der dort durchgeführten Umfrage) fast die Hälfte aller Teilnehmer (den ersten) Sex erst in einer Beziehung hatten.
Ohne die Kommentare im Einzelnen zu wiederholen, interessieren mich persönliche Erfahrungen und Antworten auf die folgenden Fragen.

  • Was genau macht eine Beziehung (in diesem Kontext: feste Beziehung, Paarbeziehung) aus?
  • Woran macht man den Beginn einer Beziehung konkret fest? Habt ihr das ausdrücklich miteinander geklart, indem ihr gesagt habt: „Ab jetzt sind wir zusammen“ (oder entsprechende andere Formulierung)? Oder hat es sich mehr oder weniger von selbst ergeben?
  • Wie lange hat es gedauert vom ersten Kennenlernen bis zum Beginn der Beziehung?
  • Was war zuerst? Der Sex oder die Beziehung. Welcher Zeitabstand war dazwischen?
  • Wie grenzt sich eine partnerschafliche Beziehung von einer Freundschaft(+), einer reinen Sexbeziehung oder anderen denkbaren Verhältnissen ab?
  • Was macht die Essenz einer Beziehung aus? Loyalität? Gegenseitiger Beistand? Kameradschaft? ..
  • Was ich insbesondere nicht verstehe: Wie kann man genügend Vertrauen zu jemand haben, um eine Beziehung einzugehen, wenn gleichzeitig das Vertrauen für Sex nicht ausreicht? Meines Erachtens braucht es doch für eine Beziehung enorm viel Vertrauen, während das bei Sex bei weitem nicht so ist. Danach trennen sich leicht die Wege wieder, wenn es nicht gepasst hat.
    Sex erst in einer bereits bestehenden Beziehung zu haben, wäre jenseits meines Vorstellungsvermögens. Ich halte das für leichtfertig, um nicht zu sagen verantwortungslos.

Aus euren Antworten auf diese und gerne verwandte Fragen erhoffe ich mir neue Erkenntnisse.


Dann mache ich gleich mal den Anfang und erzähle vom Zustandekommen meiner Beziehung zu meinem Mann (detaillierter nachlesbar auf meinem Hauptblog zwischen Ende Juli 2011 und Mitte März 2012).

Wir lernten uns kennen, als er einen IT-Berater für seine Firma suchte. Ich bekam den Vertrag. Daraufhin sahen wir uns öfter beruflich, arbeiteten aus Termingründen insbesondere am Wochenende zusammen. Wir freundeten uns auch privat an und verbrachten allmählich einen großen Teil unserer Freizeit zusammen.

Zwar gab es eine sexuelle Anziehung, aber wir beide zögerten – aus unterschiedlichen Gründen – dem nachzugeben.
Er hielt den Altersunterschied für zu groß, und vermutlich hatte er auch Vorbehalte wegen meines lockeren Umgangs mit wechselnden Männerbekanntschaften.
Ich hatte Bedenken, dadurch unsere Freundschaft zu gefährden. Wäre der Sex enttäuschend gewesen, hätten wir vielleicht nicht zu unserem unbefangenen freundschaftlichen Verhältnis zurückfinden können. Gute Liebhaber finden sich viel leichter als gute Freunde.

Schließlich passierte es doch. Zu diesem Zeitpunkt (der sich übrigens übermorgen zum siebten Mal jährt) kannten wir uns bereits seit etwa siebeneinhalb Monaten.
Irgendwie war es danach klar, dass wir ein Paar sind. Wir haben das aber nicht thematisiert. Ich weiß gar nicht so recht, woran ich es fest machen soll. Ohne dass wir direkt darüber gesprochen hätten, wohnten wir danach zusammen (bzw. pendelten am Wochenende zwischen unseren beiden Wohnsitzen).


Jetzt seid ihr dran.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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19 Antworten zu Wie ist das mit Beziehungen und Sex?

  1. Christian_who schreibt:

    Bei mir, da war ich dreizehn, hieß es noch „Willst Du mit mir gehen“ Bei einem ja hatte man die Beziehung und dann auch den Sex.

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  2. karfunkelfee schreibt:

    Hallo Anne,

    an Deine Fragen kann ich nur höchst subjektiv heran treten, denn für jeden Menschen gelten eigene Präferenzen in Sachen Partnerschaft.

    Für mich gilt eine Beziehung als „fest“, wenn ich mit einem Menschen zusammenlebe.
    Noch nie erlebte ich es bislang, ohne ein „ich liebe Dich“ mit jemandem eine feste Beziehung zu beginnen.
    Bei meinen ersten Beziehungen ging es nach dem Kennenlernen überwiegend schnell weiter bis zur „offiziellen“ Paarbildung.
    Ebenfalls noch nie erlebte ich es, dass der Sex sich erst nach einer Weile des Kennenlernens „entwickelte“. Entweder passt die Chemie oder eben nicht. Das „eben nicht“ konzentriert sich hierbei auf spätere Kennenlernen.
    Eine partnerschaftliche Beziehung grenzt sich von anderen ausschließlich sexuell oder geistig inspirierten Kontakten dadurch ab, dass das Paar überwiegend seine Zeit miteinander verbringt, sich gegenseitig über das Auf und Ab des Lebens trägt und hält und das am besten täglich und nächtlich.
    Allerdings weiß ich genauso gut, dass ich da gerade von einem Ideal spreche.
    Sex ohne Vertrauen zu meinem Partner wäre mir unmöglich und ohne eine Bindung fände ich Sex unattraktiv, da ihm die für mich notwendige Intimität und Vertrauensbasis fehlen würde.
    Sähe ich mich vor die Wahl gestellt, ginge ich dann doch lieber nett einen Kaffee mit jemandem trinken.
    Liebe Grüße, A.

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    • an Deine Fragen kann ich nur höchst subjektiv heran treten

      Klar. Ich erwarte hier ja gerade subjektive Ansichten. Wenn genügend davon zusammenkommen, ergibt das insgesamt dann hoffentlich ein ausgewogenes Bild.

      Zu „Intimität und Vertrauensbasis“:
      Wie hältst du es mit Küssen?
      Für mich sind Küsse ein deutlich intimerer Vorgang als Sex. Bei einem ONS würde ich noch keine Küsse austauschen wollen, eventuell später. Für einen Kuss muss ich einen Mann tatsächlich mögen.

      Danke für deine ausführliche Antwort.

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      • karfunkelfee schreibt:

        Ich finde, Küssen gehört zum Sex wie das Begehren selbst – Sex ohne Küssen ist etwas Kaltes…
        Ein Mann, den ich weder besonders gut riechen noch gerne schmecken mag, lässt mich auch für alles Weitere kalt.

        Schönes WE und danke für die spannenden Fragen. Da musste ich erst einmal drüber nachdenken.😉

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  3. SG schreibt:

    Ich habe lange überlegt, ob ich auf die einzelnen Punkte eingehen sollte. MAche ich aber nicht, weil ich a) kein Normalfall bin und b) es sehr privat (wenn auch etwas lustig) ist.

    Aber ich muss etwas hierzu sagen:

    „Was ich insbesondere nicht verstehe: Wie kann man genügend Vertrauen zu jemand haben, um eine Beziehung einzugehen, wenn gleichzeitig das Vertrauen für Sex nicht ausreicht?“

    Einerseits ist Sex für Leute scheinbar etwas unterschiedliches: Für mich ist es die allerletzte Bastion, die allerletzte Schranke. Das mit dem meisten Schamgefühl. Und daher wird das nur mit Leuten gemacht, die mein maximales Vertrauen haben. Und dieses kommt nicht sofort, sondern muss sich entwickeln. Ich muss den anderen kennen lernen. Das passiert, indem die Beziehung immer enger wird.

    „Meines Erachtens braucht es doch für eine Beziehung enorm viel Vertrauen“

    Vertrauen? Für welche Stufe der Beziehung? Zusammenziehen? Definitiv ja. Abends zusammen abhängen? Nein. Wo man dann das körperliche einbaut ist persönliche Präferenz.

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    • MAche ich aber nicht

      OK. War auch nicht so gedacht, dass jede einzelne Frage beantwortet werden soll.

      die mein maximales Vertrauen haben. Und dieses kommt nicht sofort, sondern muss sich entwickeln.

      Vertrauen zu entwickeln, kostet Zeit. So weit verstehe ich das. Deshalb fiel es mir sehr schwer, überhaupt einmal eine Beziehung einzugehen.
      Sex von der Existenz einer Beziehung abhängig zu machen, hätte dann für mich bedeutet, gar keinen Sex zu haben.

      Vertrauen? Für welche Stufe der Beziehung?

      Für die feste Bindung eineinander. Für das verbindliche (aber nicht unbedingt ausgesprochene) Commitment, zueinander zu halten, einander beizustehen auch in schlechten Zeiten. Macken und (vorübergehend) schlechte Laune des Partners auszuhalten, weil man ein Zusammengehörigkeitsgefühl entwickelt hat.

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  4. Sebastian schreibt:

    Ich beantworte dir die Fragen sehr gerne, auch wenn ich es manchmal etwas verschlüsselt schreibe, um die allzu privaten Dinge aussen vor zu lassen:

    >Was genau macht eine Beziehung (in diesem Kontext: feste Beziehung, Paarbeziehung) aus?

    Das ist ja schon mal eine Hammerfrage gleich zu Beginn. Bis vor kurzem hätte ich gesagt: vollständiges Vertrauen, die Möglichkeit sich alles zu erzählen und dass man völlig zueinander steht (Loyalität), und natürlich Treue. Inzwischen bin ich mir da nicht mehr so sicher…

    >Woran macht man den Beginn einer Beziehung konkret fest? Habt ihr das ausdrücklich miteinander geklart, indem ihr gesagt habt: „Ab jetzt sind wir zusammen“ (oder entsprechende andere Formulierung)? Oder hat es sich mehr oder weniger von selbst ergeben?

    Bei meiner ersten Beziehung war das auf jeden Fall der erste Kuss. Ab da war die Beziehung geschlossen. Bei meiner aktuellen „Beziehung“ ist das eher undefined, ich bin mir gerade sehr unsicher ob ich schon von „meiner Freundin“ sprechen kann oder noch nicht – vor allem weil t(Erster Kuss) == t(Erstes Date).

    >Wie lange hat es gedauert vom ersten Kennenlernen bis zum Beginn der Beziehung?

    In meiner ersten Beziehung waren das 3-4 Wochen. Sie war von Anfang an in mich verliebt und dann hat es gedauert bis sie „an mir dran war“. Jetzt gerade ebenfalls undefined.

    >Was war zuerst? Der Sex oder die Beziehung. Welcher Zeitabstand war dazwischen?

    Erste Beziehung: Beziehung zuerst, dann der Sex. Delta t ~ 6 Monate, aus unterschiedlichen Grunden (sie wollte erst auf ihr Verhütungsmittel warten und hat keinen Termin bekommen und ich glaube dazu noch die Bindung festigen [Vermutung]). Dazu bei der letzten Frage mehr. Bei der jetzigen (zweiten) „Beziehung“ noch kein Sex.

    >Wie grenzt sich eine partnerschafliche Beziehung von einer Freundschaft(+), einer reinen Sexbeziehung oder anderen denkbaren Verhältnissen ab?

    Keine Ahnung wegen keiner Erfahrung. Ich wollte eigentlich nach der ersten Beziehung erstmal eine Sexbeziehung, aber Gott wollte dass ich mich gleich wieder verliebe. Von dem her gab es das bei mir bis jetzt nicht und wird es wahrscheinlich nicht so schnell geben (ich bin da sehr treu).

    >Was macht die Essenz einer Beziehung aus? Loyalität? Gegenseitiger Beistand? Kameradschaft?

    Siehe Frage 1.

    >Was ich insbesondere nicht verstehe: Wie kann man genügend Vertrauen zu jemand haben, um eine Beziehung einzugehen, wenn gleichzeitig das Vertrauen für Sex nicht ausreicht? Meines Erachtens braucht es doch für eine Beziehung enorm viel Vertrauen, während das bei Sex bei weitem nicht so ist. Danach trennen sich leicht die Wege wieder, wenn es nicht gepasst hat.
    Sex erst in einer bereits bestehenden Beziehung zu haben, wäre jenseits meines Vorstellungsvermögens. Ich halte das für leichtfertig, um nicht zu sagen verantwortungslos.

    An diesem Punkt hast du vollkommen Recht. Meine erste Beziehung ist tatsächlich daran zerbrochen, dass ich nach dem halben Jahr beim ersten Mal festgestellt habe dass es sexuell nicht passt (sie hatte ihre Orgasmen, ich niemals). Ich wollte das nicht wahrhaben und habe (weil so vieles anderes gepasst hat) angefangen den Fehler bei mir zu suchen und mich dabei in Dinge hineingesteigert bis ich ebenfalls kein guter Liebhaber mehr war. Dann hat sie schlussgemacht.

    Was das Vertrauen angeht ist es bei mir sehr gekoppelt was vermutlich an den Erzählungen meiner Mutter liegt (über Frauen, die absichtlich versuchen jmd. ein Kind anzuhängen, etc.). So oder so habe ich keinen Plan wie ich die beiden Punkte vertauschen könnte, sodass zuerst Sex und dann Beziehung.

    Viel Spaß mit meinen Antworten 🙂

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  5. Boatmaster3000 schreibt:

    „Was macht die Essenz einer Beziehung aus?“
    Formen von Exklusivität.

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  6. Leser schreibt:

    Ich glaube, dass die meisten Menschen, welche in unserer Gesellschaft aufwachsen, von Grund auf so „indoktriniert“ sind, dass wenn Sex, dann auch Beziehung. Das heißt, bei der ersten Beziehung wird es mit Sicherheit noch so sein – und erst später, wenn man sich seiner sexuellen Freiheit und Freizügigkeit bewusst wird, kann dieses Dogma hinterfragt werden.
    Küssen gehört zum Sex dazu, ohne geht es nicht – das ist auch mein Standpunkt. Ich würde sogar sagen, guter Sex ist es dann, wenn es sich auch als „Liebe machen“ bezeichnen lässt.
    Wobei ich „Liebe“ und „Beziehung“ nicht miteinander korreliere – im Gegenteil, ich kann prinzipiell für mehr Menschen Liebe empfinden – definiert als Anziehung, Wohlwollen, Vertrauen, Zuneigung; jedoch ohne die ganzen menschlichen „Kleinheiten“ wie Bedürftigkeit, Eifersucht, das Gegenüber zu brauchen, Festhalten/Klammern usw., die leider auch oft da mit hineindefiniert werden – als ich mit Menschen in einer „festen“ Beziehung (definiert als zusammen leben) sein könnte oder wollte.
    Wenn man den Beziehungsbegriff als „(freie) Liebesbeziehung“ definiert, im Grunde sowas wie eine sehr enge Freundschaft+, dann ist das einfacher, als diese ganze „Festigkeit“ von „konventionellen“ Beziehungen.
    Sex gehört dazu, und im Zweifel fängt die Beziehung ab dem Moment an, wo auch Intimität auf der Ebene ins Spiel kommt – vorher ist es ja eher nur eine Freundschaft. In dem Moment, wo Zärtlichkeiten dabei vorkommen, ist es mehr, und das ist dann auch schon die Ebene, auf der Sex möglich ist (wenn auch vielleicht zunächst ohne Koitus).
    Solche Dinge wie Loyalität, gegenseitiger Beistand, Kameradschaft finden auch in einer Freundschaft statt, in einer Beziehung auch – dies sind also keine Merkmale für eine Definition.
    Die Definition einer „festen“ Beziehung würde ich am ehesten daran festmachen, dass man ab dem Moment in einer solchen ist, ab dem man keine Lust mehr auf jemand anderen hat (oder wenn das für beide OK ist, dann ist dieser Definitionsfaktor auch weg, dann ist es der Wunsch, den größten Teil seines Lebens/seiner Freizeit mit der Person zu verbringen). Wenn man sich dann „fest“ gebunden hat und doch irgendwann wieder Lust auf andere bekommt (wer will schon jeden Tag ein Schnitzel essen), sollte man seinen Beziehungsbegriff evtl. überdenken.

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    • Hm .. du machst die Definition daran fest, dass man auf den Partner derart fest orientiert ist, dass man keine Lust mehr auf andere hat.
      Ich glaube nicht, dass man das so allgemein sagen kann. Im ersten Stadium der Verliebtheit kann das vielleicht so einseitig sein. Aber IMHO nicht auf Dauer.
      Man hält sich wohl zurück, und setzt seine Wünsche auf Sex mit anderen nicht mehr um, bzw. der Druck und die Absicht fehlen. Aber ein gewisses Verlangen nach Abwechslung dürfte dennoch weitverbreitet sein, ohne dass das die Beziehung in Frage stellt.

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  7. HansG schreibt:

    Was ich insbesondere nicht verstehe: Wie kann man genügend Vertrauen zu jemand haben, um eine Beziehung einzugehen, wenn gleichzeitig das Vertrauen für Sex nicht ausreicht? Meines Erachtens braucht es doch für eine Beziehung enorm viel Vertrauen, während das bei Sex bei weitem nicht so ist.
    Das dürfte daran liegen, dass Chris keine Definition der Beziehung vorgelegt hat. Für 14-Jährige bedeutet Beziehung in der Regel zusammen Zeit verbringen, Händchen halten und anschließend schläft jeder in seinem eigenen Bett. Über den Daumen ab spätestens 20 dürften unter einer Beziehung eher Zusammenleben gemeint sein.

    Aus Sicht der Jugendlichen ist der erste Sex in einer Beziehung nach dieser Definition nicht ungewöhnlich. Die jungen Erwachsenen würden hier wohl eher von einer längeren Bekanntschaft reden.

    Für mich sind Küsse ein deutlich intimerer Vorgang als Sex. Bei einem ONS würde ich noch keine Küsse austauschen wollen, eventuell später. Für einen Kuss muss ich einen Mann tatsächlich mögen.

    Und schon hier wirst du eklatante Unterschiede finden. Ich für meinen Teil habe in meiner wilden Zeit mit möglichst vielen Mädels „geknutscht“. Wenn sich das dann nicht gut angefühlt hat, war Sex keine Option mehr.

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    • Für 14-Jährige bedeutet Beziehung in der Regel zusammen Zeit verbringen, Händchen halten und anschließend schläft jeder in seinem eigenen Bett. Über den Daumen ab spätestens 20 dürften unter einer Beziehung eher Zusammenleben gemeint sein.

      So betrachtet erscheinen die Umfrageergebnisse tatsächlich plausibler.
      Zusammenleben ist ein starkes Indiz für eine Beziehung. Ich muss zugeben, dass ich Zusammenleben fast als Kriterium für eine Beziehung gesehen habe (allerdings Sonderformen wie Fernbeziehungen oder getrennte Wohnungen aus sinnvollen Gründen im Hinterkopf, und auch das Anfangsstadium einer Beziehung noch ausgenommen).

      Bei jungen Menschen, die vielleicht noch bei ihren Eltern wohnen, mag das tatsächlich anders aussehen.

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  8. rano64 schreibt:

    Bei der wichtigsten Beziehung: Wir kannten uns vier Wochen, hatten dann (tollen) Sex und eine Woche später ist sie nach Hause gefahren, um mit ihrem Freund Schluss zu machen. Danach waren wir ein Paar.

    Wir haben zusammen zwei Kinder groß gezogen, aber nach 26 Jahren ist die Beziehung letztes Jahr in die Brüche gegangen.

    Was eine Beziehung ausmacht? Man trägt sich gegenseitig durch die Höhen und Tiefen des Lebens. (Sexuelle) Exklusivität halte ich (in the Long run) eher für illusorisch und habe ich auch nie ernsthaft erwartet.

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  9. gripseljagd schreibt:

    Ich habe mal eine Umfrage gemacht. Allerdings in einem etwas hedonistischeren Umfeld.
    Die Frage war, Erst Kaffee und dann Sex oder erst Sex und dann Kaffee. Die Frauen entschieden sich für die erst Sex, die Männer für die erst Kaffee Lösung. Die Männer hatten mehr Versagensängste, die Frauen wollten mehrheitlich wissen ob sich der Kaffee noch lohnt. Sex ist eine wichtige Komponente in der Beziehung und ob das zusammen klappt sollte man schon rechtzeitig testen. Man kann nur gewinnen, nichts verlieren. Welchen Grund, real, belastbar gibt es sich das zu verwehren? Das ist alles nur religiöse Duselei. Wenn das nicht funkt ist es nur eine WG.

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    • Das sehe ich ja im Grunde genauso, wobei es in der Praxis schon schwierig ist, Sex zu initiieren, ohne vorher anderweitig zu kommunizieren. Nur ein Kaffee vorher ist da eigentlich schon ein guter Kompromiss.

      Ich persönlich befürworte es ja sehr, mit Sex anzufangen und das weitere davon abhängig zu machen.
      Ist der Sex gut, kann man den Kontakt ausbauen. Ist er schlecht, geht man wieder auseinander.
      Das ist doch viel zweckmäßiger, als erst viel Zeit zum Kennenlernen zu investieren, die sich nach miesem Sex dann als Vergeudung herausstellt. Und umso schlimmer, wenn man den anderen inzwischen mag und wertschätzt.

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