Die Undankbarkeit von Müttern

Eigentlich habe ich nicht genügend Zeit, um einen ausführlichen Blogeintrag zu erstellen.
So ganz unbeachtet möchte ich aber einen Text, den ich entdeckt habe, auch nicht lassen.

Die Ausführungen der Autorin wenden sich insbesondere an Vollzeit arbeitende Väter, und nehmen Bezug auf deren häufige Äußerungen wie:

„Ich arbeite Vollzeit. Abends und am Wochenende helfe ich meiner Frau mit den Kindern, wo ich kann. Und trotzdem ist sie nicht zufrieden!“ – „Ich kann ihr nichts recht machen. Wenn ich mit anpacke, meckert sie nur!“ Oder: „Typisch Maternal Gatekeeping – eigentlich will sie gar nichts abgeben – sonst würde sie doch nicht \“Nein\“ sagen, wenn ich ihre Aufgaben am Wochenende übernehmen will?“

Bei all ihren Darlegungen nimmt die Autorin überhaupt nicht zur Kenntnis, dass sie es dem Einsatz des Vaters ihres Kindes verdankt, dass sie selbst mehr Zeit ihrem Kind widmen kann. Schließlich arbeitet der Vater nicht zu seinem Privatvergnügen, sondern primär um seine Familie ernähren zu können.
Es ist im höchsten Maße undankbar, dann auch noch zu erwarten, dass er in seiner wenigen Freizeit auch noch die unangenehmeren Aufgaben der Kinderversorgung übernimmt. Einfach ein wenig gemeinsame, unbeschwerte Zeit mit dem Kind gönnt man ihm ja nicht, sondern erwartet, dass er – zusätzlich zu einem vielleicht stressigen Job – noch Verantwortung für irgendwelchen Kleinkram übernimmt. Aber wehe!, er macht es nicht genauso, wie es sich die Mutter vorgestellt hat. Wenn man nicht delegieren kann, und andere Vorgehensweisen nicht erträgt, muss man es eben selbst machen.
Keinerlei Selbstreflexion der Autorin. Schuld sind die Väter, die den „Rahmen durch ihre Arbeit und ihre Prioritäten vorgeben“.
Wie kann man nur so selbstgerecht mit gutwilligen, fürsorglichen Vätern umgehen, die – trotz beruflicher Verpflichtungen – einfach nur Anteil am Aufwachsen ihrer Kinder nehmen wollen.

Ups .. jetzt ist das doch ein wenig zu einem Rant ausgeartet, auch wenn ich gar nicht so viel Zeit hineinstecken wollte.
Das Problem ist, dass solche Anspruchshaltungen einiger Mütter, die mit nichts zufrieden sind, und die Väter am liebsten ganz aus dem Leben mit dem gemeinsamen Kind herausdrängen wollen, sich auf das allgemeine gesellschaftliche Leben niederschlägt.
Erwachsene Menschen sollten doch in der Lage sein, ihr Familienleben einvernehmlich zu regeln und ihre Aufgaben passend aufzuteilen. Wer das nicht kann, soll doch – mit Verlaub – es unterlassen, Kinder in die Welt zu setzen.
Dieses Herumlamentieren einiger Mütter geht mir, ehrlich gesagt, auf den Keks. Die Leidtragenden sind dann vor allem die Kinder, die von solchen frustrierten Müttern vermittelt bekommen, sie seien nur Belastung und Ursache aller Probleme.

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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15 Antworten zu Die Undankbarkeit von Müttern

  1. keloph schreibt:

    bei mir hat es letztlich zur trennung aus der ersten ehe geführt. du machst einen guten punkt, wenn auch unpopulär.

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    • In meinem Umfeld musste ich leider auch ein paar Mal miterleben, wie Väter von ihren Kindern entfremdet wurden.
      Aber die Mütter spielen sich als Opfer auf.

      Zum Glück halten ja die meisten Elternpaare zusammen und bemühen sich einträchtig um das Wohl ihrer Kinder.

      Aber es ist schon erschreckend, wie oft Vätern nicht die gebührende Wertschätzung entgegengebracht wird, während Mütter auf ein Podest gehoben werden.

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  2. pirx1 schreibt:

    Wer sich einen Hund anschafft und nachweislich nicht in der Lage ist, diesen selbständig zu versorgen, dem wird (zu Recht) der Tierschutz auf den Hals geschickt.

    Wenn „die deutsche Mutter“ Kinder in die Welt setzt, zu deren (auch finanzieller) Versorgung sie nachweislich nicht in der Lage ist, dann wird sie dagegen letztendlich mit dem Status der „bemitleidenswerten Alleinerziehenden“ allerorten bedauert und gepampert.

    Leidtragende: Tier (wegen regem Tierschutz meist weniger) und Kind (wegen inkompetentem Kinderschutz ganz massiv).

    Mütter, die meinen, sich mit all ihren eigenen Bedürfnissen hinter ihren Kindern verschanzen zu dürfen. Sie widern mich an!

    Leider gibt es viel zu wenige, lobenswerte, selbständige Ausnahmen von diesem „Mutter-Kindchen“ Schema.

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  3. beweis schreibt:

    Die Leidtragenden sind dann vor allem die Kinder, die von solchen frustrierten Müttern vermittelt bekommen, sie seien nur Belastung und Ursache aller Probleme.

    Nie werde ich die Twitter-Aktion in Lockdown 1.0 vergessen, bei der Mütter dem Staat Rechnungen für die Betreuung ihrer eigenen Kinder gestellt haben. Die haben da richtige Rechnungen ausgedruckt und abfotografiert. Weil ja Kinderbetreuung und Schulen geschlossen waren. Sie wollten Geld dafür haben, ihre Kinder in der gesellschaftlichen Not zu betreuen. Das war in meinen Augen eine schlimme Grenzüberschreitung.
    Wenn Mäxchen (damals 4) dann mit 16 durch Twitter surft und bei seiner Mutter diese Rechnung vorfindet – was macht das wohl mit ihm?

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    • beweis schreibt:

      Im verlinkten Text der schimpfenden Mutti heißt es an die Adresse der sog,. „mithelfenden“ Männer:

      …fragt einfach (und merkt es euch), wie sie es gern hätte. Vergesst nicht: sie hat die Routinen, trägt (meist) die Verantwortung und ist durch eure Aufgabenteilung in diesem Bereich tatsächlich die Expertin – behandelt sie auch so!

      Also da leben zwei Menschen mit einem Kind in einem gemeinsamen Haushalt. Der eine geht auswärts arbeiten, die andere verrichtet in der Zeit zuhause Arbeiten, betreut das gemeinsame Kind oder schaltet die Miele an.
      Wenn dann der auswärts Arbeitende nach Hause kommt, soll er sie fragen, wie sie seine Mithilfe denn gerne hätte. Das soll er dann auch verinnerlichen und devot ihrem Expertentum huldigen.
      Dieses Expertentum erschöpft sich aber offenbar weitgehend in Herrschsucht. Woher nimmt sie das Recht alleine zu bestimmen, wie Kinderbetreuung, Wäschetrennung und Frühstücksbereitung abzulaufen haben und den anderen Elter so zu gängeln?

      Die ewige Leier, dass Mütter 24/7 immer nur mit heavy Mental Load alles selbst machen müssen, nervt auch irgendwann. Vielleicht steht sie nachts auf, wenn das Kind schreit und fiebert. Aber welcher Mann steht nicht auf, wenn das Dach unter den nächtlichen Schneemassen zu brechen droht?
      Und natürlich stehen auch Männer auf, um das fiebernde Kind zu versorgen, ganz selbstverständlich. Aber welche Mutti schwingt ihren Hintern aufs Dach, um den Schnee zu beräumen?
      Durch solch egozentrisches Gehabe wird es unmöglich, sich als (Eltern-)Paar optimal zu ergänzen.

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  4. GOI schreibt:

    „Entsprechend übernahmen ihre Frauen im Alltag 80 bis 100 Prozent der Organisations- und Fürsorgearbeit – gegebenenfalls neben einem eigenen (Teilzeit-) Job außer Haus.“

    Liebe (Volkzeit-)Muttis,
    ich finde es toll, dass immer mehr von euch immerhin in Teilzeit arbeiten und dadurch mithelfen, den Unterhalt für das Leben zu verdienen. Denn das Geld für Wohnen, Essen und Kleidung fällt nicht vom Himmel. Vor allem nicht das der Kinder…

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  5. GOI schreibt:

    Mal in dem blog von Frau Zöllner geblättert.
    2017 vom Partner (und Vater des älteren Sohnes) getrennt. Dann alleinerziehend. Dann neues Kind, neuen Partner. Voller Frust über falsche Entscheidungen in der Vergangenheit und Wut darüber, von anderen ausgenutzt worden zu sein.

    Tja, manche Leute gehen da in eine Selbsthilfegruppe und/oder zum Therapeuten (*handheb*), andere werden zur Autorin für Familienthemen.

    Jetzt geht’s ihr wohl besser (weniger Stress mit Sorgearbeit). Sonst könnte sie kaum neben Beruf als Lehrerin und Pflichten als Mutter einen Blog betreiben und Bücher schreiben.

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    • pirx1 schreibt:

      Der Begriff „alleinerziehend“ ist ein von der Müttermafia kreierter Fake-Begriff, den ich ablehne.

      Interessanterweise gibt es auch kaum eine politische Partei, die den tatsächlich adäquaten Begriff „getrennterziehend“ für das akzeptiert, was tatsächlich geschieht: Eine Frau trennt sich von ihrem Versorger und kann -mangels eigener Vorsorge- nur existieren, wenn sie sich weiter unter Instrumentalisierung ihrer Kinder vom Mann aushalten lässt.

      Damit der Mann dieses Versorgungsmodell nicht etwa dadurch beenden kann, dass er etwa in einem paritätischen Wechselmodell die Kinder zu gleichen Teilen versorgte (und damit keine finanzielle Unterhaltspflicht für die Kinder mehr bestünde) wurde der Begriff „alleinerziehend“ geschaffen, der (zumindest dem naiven Uninformierten) natürlich nur dann halbwegs plausibel zu machen ist, wenn man Männern per se jede Erziehungsfähigkeit abspricht und den „Kindeswillen“ nach eigenem Bedürfnis formt und induziert.

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    • Schon ein bisschen bizarr, wenn Alleinerziehende versuchen, Elternpaare über das Verhalten in einer Beziehung zu belehren.

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  6. pirx1 schreibt:

    Gegenentwurf:
    „Ich arbeite Vollzeit in meiner Rolle als Mutter. Tagsüber und wenn die Kinder in der Schule oder in der Kita sind könnte ich arbeiten gehen. Aber ich mache das nicht, weil ich ja auch einmal Zeit für mich brauche.“

    Es wäre nur fair, wenn Mütter, die in illusorischer Selbstüberschätzung von sich behaupten, sie hätten als Einzige einen 24/7 Job und Vater zu sein wäre ein Teilzeitgeschäft, wenn sich diese Frauen deutlich mehr dafür interessierten, wie sie ihren Mann bei seinen Aufgaben entlasten könnten. Dies z. B. indem sie zum Familieneinkommen, der eigentlichen, finanziellen Existenzgrundlage der Familie (auch übrigens auch ihrer eigenen) endlich relevant beitrügen und dafür keine Belohnung erwarteten, sondern nur eine einfache Anweisung, wie der Mann das gerne hätte, weil er der Experte für Effizienz auf diesem Gebiet ist.

    Die Realität ist dagegen eine ganz andere: Die Berufsmutter hält es für selbstverständlich, dass ihr Mann nicht nur den Unterhalt der Kinder zu 100% finanziert, sondern auch den Lebensunterhalt, die Rentenansprüche u.a. der Mutter zu 100% übernimmt. Jede professionelle Pflegekraft wäre (auch 24/7) deutlich günstiger, aber der „Berufsmutter“ kommt es natürlich gar nicht in den Sinn, dass ein Mann sich entweder freiwillig und aus großherzigen / naiven Beweggründen emotional verpflichtet oder einfach emotional erpresst fühlen könnte, weitaus mehr zu erwirtschaften, als die Arbeit seiner Frau je „wert“ sein könnte. Ein Mann käme erst gar nicht auf die absurde Idee, eine Rechnung in „Wertanteilen an der familiären Beziehung“ aufzumachen, weil er immer all-in geht.

    „Ich kann ihm nichts recht machen. Wenn ich mit arbeiten gehe, dann meckert er nur, wie wenig ich zum Haushaltseinkommen beitrage!“

    Beginnt doch einfach einmal damit, liebe „Hausfrauen und Mütter“, dass ihr euch für das Berufsleben qualifiziert und im Beruf durchhaltet, z. B. BEVOR ihr an die Gründung einer Familie denkt und von eurer biologischen Uhr schwafelt oder dem Märchen frönt, dass ja nur eine Mutter ein Kind sinnvoll erziehen könne, wenn beides doch nur als billige Entschuldigung dafür herhalten soll, dass es euch viel zu mühsam ist, die Karriereleiter zu erklimmen, wenn ihr es euch doch viel bequemer in der Rolle als nörgelnde Mutter und Ehefrau machen könnt. Euer Mann muss der Experte für Arbeitsverträge, Lohnverhandlungen, Jobsuche, Finanzen und Versicherungen sein. Wann akzeptiert ihr das endlich und stellt euch eurer Aufgabe als Mitfinanzierer des Haushaltes wenigstens 50 / 50 und verschanzt euch nicht hinter „Frauen werden aber schlechter bezahlt“ (z. B. weil sie überdurchschnittlich oft schlechter qualifiziert und darum auf eine Quote angewiesen sind)? Wann akzeptiert ihr endlich euren Mann, der die Waschmaschinenprogramme besser kennt als ihr, der euren Kinder in Mathe qualifizierter helfen kann, der jedes Wochenende den Familieneinkauf wuppt, besser kocht als ihr und der sich bei der Elternpflegschaftssitzung auch durchzusetzen weiß?

    „Typisch Maternal Gatekeeping – eigentlich will sie gar nichts abgeben – sonst würde sie doch nicht „Nein“ sagen, wenn ich ihre Aufgaben am Wochenende übernehmen will?“

    Was aber, wenn ihr voller Elan am Feierabend oder Wochenende Aufgaben in der Familie übernehmen wollt, die sonst in ihren Bereich fallen – und eure Frau will das gar nicht? Ist das tatsächlich ihr Problem? Kann sie nicht delegieren und ist überhaupt zu kontrollieren?

    Schlimmer als das: Ihre Rolle als Mutter erkennt sie als ihre einzige Daseinsberechtigung, jedes In-Frage-Stellen ihrer diesbezüglichen Qualifikation empfindet sie als persönlichen Angriff, jeden Liebesbeweis der Kinder gegenüber dem Vater oder jede freie Willensäußerung der Kinder als Kontrollverlust. Sie wird getrieben von der puren Angst, als das, was sie im Grunde sonst ist, als bedeutungslos wahrgenommen zu werden und spielt deshalb lieber skrupellos die Kinder gegen euch Männer aus, als sich um deren beider Wohl zu scheren.

    Vielleicht fragtet ihr euren Partner und Vater der Kinder tatsächlich einmal, wie er sich von euch wahrgenommen fühlt und interessiertet euch für euer Gegenüber und eure Kinder wahrhaftig und ehrlich. Diesen Transfer schafft ihr aber nicht und darum ist mir eure engstirnige, einseitige, vorgeformte, arrogant-narzisstische Meinung auch reichlich egal.

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  7. Plietsche Jung schreibt:

    Es zeichnet sich schon ein gewisser Trend ab: Kinder bekommen ja, Vater tolerieren nein, Opfer Alleinerziehend spielen ja, finanzielle Unterstützung des Vaters und der Gemeinde FORDERN ja.

    Blanker Egoismus und mangelnde Fähigkeit, Gemeinsamkeit und Teilen zu ertragen, dafür aber umso mehr Herumjammern.

    Mein Tipp: Geht zur Samenbank und spielt nicht die Opferrolle.

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  8. Pingback: Zusammenfassung der Blogparade 2022 » Starke Mamas

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