Rechte: 10. Förderungen und Vergünstigungen

Die Liste mit den unterschiedlichen Rechten von Männern und Frauen wird als lose Folge von einzelnen Einträgen für jeden Punkt fortgeführt. Die Reihenfolge bedeutet keine Priorisierung oder Gewichtung, sondern ergibt sich aus der ursprünglich eher zufälligen Reihenfolge, wie ich sie in der Liste aufgeführt habe.
Da ich mich selbst nicht mit jedem Thema auskenne, werde ich mich nicht unbedingt an der Diskussion beteiligen.


10. Förderungen und Vergünstigungen

Bei diesem Thema geht es nicht um berufliche Förderung. Diese wurde bereits als Punkt 3 besprochen.
Es geht auch nicht um Vergünstigungen wie Frauensauna oder Frauenkino. Diese werden von privatwirtschaflichen Unternehmen finanziert, die dies auf eigenes Risiko und auf eigene Verantwortung machen.

Es geht hier um all diese Vergünstigungen wie Frauenparkplätze oder Frauentaxis, die durch öffentliche Stellen – also durch den Steuerzahler – finanziert oder gefördert werden.
Da dies im Verantwortungsbereich der Länder oder Kommunen liegt, ist es schwierig einen allgemeinen Überblick zu bekommen. Deshalb nenne ich hier nur exemplarisch einige Bestimmungen.

Beispielsweise gilt in Baden-Württemberg die Garagenverordnung:

(8) In allgemein zugänglichen geschlossenen Großgaragen sind mindestens 10 vom Hundert der Stellplätze als Frauenparkplätze einzurichten. Diese sind ausschließlich der Benutzung durch Frauen vorbehalten. Frauenparkplätze sind in der Nähe der Zufahrten anzuordnen. Frauenparkplätze sind als solche zu kennzeichnen.

Ein anderes Beispiel ist, dass die Stadt Hannover zu jeder Fahrt im Frauentaxi einen Zuschuss gewährt.

Obwohl man dies auch zur berufliche Förderung zählen könnte, möchte ich dennoch den Girls‘ Day, bzw. Boys‘ Day, bei dem etwa in Bayern Jungen die Teilnahme verwehrt werden kann, bzw. diese einen geringeren Versicherungsschutz genießen, nicht unerwähnt lassen (zumal ich es beim Eintrag über berufliche Förderung nicht genannt habe).

Es ist darauf zu achten, dass Jungen nur frauentypische Berufe kennenlernen. Wenn dieses Kriterium erfüllt ist, ist einem Freistellungsantrag statt zu geben.

Der Zukunftstag ist mir ein persönliches Anliegen, für das ich mich auch im RL aktiv engagiere.

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Über breakpoint AKA Anne Nühm

Die Programmierschlampe.
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17 Antworten zu Rechte: 10. Förderungen und Vergünstigungen

  1. gendercop schreibt:

    Ach da gibt es noch etliche Beispiele, besonders was Mode angeht (ein Parka für Mann kostet gerne doppelt bis 3 mal so viel wie einer für Frauen und das ist bei vielen Kleidungsstücken so, die momentanen heißbegehrten Air Jordan Sneaker kosten für Frauen generell 50Euro weniger, dann existieren noch die Women Only Parys in Discos und Clubs, wo ihnen oft noch der Eintritt und Getränk spendiert wird. Außerdem gibt es mittlerweile in jedem Fitnessstudio explizit Frauen Only Bereiche und Frauen Only Kurse. Für Mann, der den gleichen Beitrag leistet, wird also weniger Leistung angeboten (von dem Rollenbild das diese Unternehmer_innen haben, mal gar nicht zu reden.) Frau ist in den sozialen Netzwerken auch öfter von Produktschenkungen begünstigt durch Firmen. Die Liste ließe sich noch unendlich fortführen.

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    • Das hat aber alles nichts mit rechtlichen Regelungen zu tun.
      Privatunternehmen dürfen ihre Preise so gestalten wie sie wollen. Und die Kunden dürfen die Angebote annehmen, oder es bleiben lassen.
      Es lassen sich auch Produkte finden, bei denen die Frauenvariante teurer ist als das vergleichbare Produkt für Männer.
      Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis, und wer z.B. nur wegen der Farbe mehr bezahlt, ist selbst schuld.

      Die im Text genannten Beispiele dagegen sind gesetzlich verankert. Die Kosten trägt der Steuerzahler.

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      • gendercop schreibt:

        Achso…demnach dürfte also nur institutionalisierte Diskriminierung Sexismus sein. Und selbst schuld…Victim Blaming. Auch nett.

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        • Ziel dieser Rechte-Reihe ist es, Unterschiede in den gesetzlichen Vorschriften möglichst sachlich zu dokumentieren.
          In jedem Eintrag geht es nur um einen konkreten Aspekt.

          Dass es noch viele weitere Unterschiede und Probleme – „Ungerechtigkeiten“, wenn man das so nennen will – gibt, stimmt natürlich. Aber die meisten davon sind jetzt hier off-topic und tragen lediglich zur Verwässerung des eigentlichen Themas bei.

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  2. Plietsche Jung schreibt:

    Wir haben ja sonst keine Probleme, nicht wahr ?

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  3. Irenicus schreibt:

    Das eigentlich perverse an Frauenparkplätzen ist folgendes
    „Seit den 1990er Jahren dokumentieren Studien, dass sich viele Frauen im öffentlichen Raum unsicher fühlen, da sie sexuelle Übergriffe und Gewalt fürchten. Dadurch schränkt sich ihre Bewegungsfreiheit ein: Aus Angst bedroht oder belästigt zu werden, meiden viele Frauen bestimmte Räume insbesondere in den Abend- und Nachtstunden.“ (wikipedia zu Frauenparkplätzen)
    Das spannende daran ist aber, dass Frauen ja eben nicht häufiger von Gewalt im öffentlichen Raum betroffen sind als Männer, sondern genau im Gegenteil, Männer viel häufiger Opfer von Gewalt sind.
    Eigentlich müsste man, wenn überhaupt, Mänerparkplätze einrichten.

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  4. Irenicus schreibt:

    Die sind glücklicherweise mittlerweile meistens Familienparkplätzen oder „kleinkinderparkplätzen“ gewichen. zumindestens hier in meiner Gegend.

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