Girls And Boys

Heute ist wieder Girls-Day, was mir erst am Morgen durch das Radio bewusst wurde.
Parallel dazu findet auch der Boys-Day  statt.

Während die „Girls“ für eher technische Berufe begeistert werden sollen, liegt der Schwerpunkt bei den „Boys“ vor allem auf Pflegeberufen.

Ein Übergang zwischen beiden Bereichen scheint nicht vorgesehen. Nur vereinzelt liest man, dass beim Girls-Day auch Jungen willkommen seien.

Warum wird Jungen die Möglichkeit vorenthalten, z.B. Produktionseinrichtungen zu besichtigen? Stattdessen werden sie mit Angeboten in Kindergärten oder Altenheimen abgespeist.

Was nützt es, wenn Mädchen durch Werbegeschenke etc. ermutigt werden, einen technischen Beruf zu ergreifen, obwohl sie von vornherein gar keine Neigung dazu hatten? Dann sind sie später unmotiviert, bringen nichts auf die Reihe, werden aber aufgrund von Quotenregelungen und anderen Förderprogrammen immer weiter nach oben gepusht.

Ich habe nichts gegen Frauen, die aus eigenem Antrieb in MINT-Berufen arbeiten. Normalerweise sind diese dann besonders engagiert und verfügen über hohe Kompetenz, eben weil sie gerade nicht leichtfertig, sondern wohlüberlegt ihren Beruf ergriffen haben.

Ich spreche mich aber – wiederholt – dagegen aus, mit solchen Aktionen Mädchen und junge Frauen, die sich sonst nicht für derartige Berufe interessieren würden, mit solchen Aktionen zu ködern.

PS: Was ist eigentlich mit den anderen Jugendlichen, die sich nicht als männlich oder weiblich „fühlen“?

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Über breakpoint AKA Anne Nühm

Die Programmierschlampe.
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19 Antworten zu Girls And Boys

  1. aranxo schreibt:

    Man sollte beiden Geschlechtern die Gelegenheit geben, in beide Arbeitswelten hinein zu schnuppern. Alles andere ist versuchte ideologische Steuerung und nichts weiter als Indoktrination.

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  2. tom174 schreibt:

    Ich finde den Girlsday an sich gar nicht mal so schlimm. Bei uns ist das sowas wie die Nivea for Men Reihe. Auch Männer könnten Cremes brauchen.
    Wir machen bei dem Girlsday mit, weil uns einfach gute Entwickler fehlen. Aus Gründen kommen da weniger Mädels auf die Idee. Jungs zu erklären, dass es ein cooler Job ist, Computerspiele zu entwickeln ist schlicht unnötig.

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    • Es spricht sicher nichts dagegen, dass Mädchen mal die Gelegenheit haben, sich das anzuschauen.
      Aber muss man Jungen deshalb explizit ausschließen, und ihnen diese Chance verwehren?

      Wenn deine Töchter mal alt genug sind, wirst du ihnen bestimmt vorschlagen, am Girls-Day teilzunehmen, und vermutlich wird es ihnen auch gefallen.
      Aber das qualifiziert sie nicht gleich zu einem technischen Beruf.

      Findest du es nicht unfair, dass Jungen heute nicht in technische Berufe reinschnuppern dürfen?

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      • tom174 schreibt:

        Geht gar nicht um ausschliessen. Wäre das ein Standard „Schaudirberufean“ Tag, dann würden die maedels sich frauenberufe und die jungs sich männerberufe anschauen.

        So wie das im Rahmen der Bogi Praktika schon passiert. Trotz des Girlsdays sind die Bewerbungen für die 2 Wochen Schülerpraktika zu 100% von Jungs. Und die Praktikanten dann eben auch 😉
        Trotz des Girlsdays habe ich weit mehr kontakt zu männlichen Schülern.

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        • Und was sagt dir das?
          Es ist halt einfach so, dass sich Jungen tendenziell eher für die technischen, und Mädchen eher für die sozialen Berufe interessieren.
          Warum sollte man krampfhaft versuchen, das umzukrempeln? Jeder wie er mag.

          Wenn ein Mädchen auch ohne Girls-Day o.ä. einen technischen Beruf ergreifen will, weil sie sich dafür interessiert und ein gewisses Talent hat – prima! Nur zu.
          Aber der Girls-Day verleitet halt auch Mädchen dazu, denen die Affinität dazu völlig fehlt. Das kann dann nur mit Frust enden.
          So gesehen halte ich den Girls-Day zumindest für kurzsichtig.

          Ich finde es übrigens gut, dass ihr auch Jungen beim Girls-Day annehmt. Leider wird das meistens nicht so gehandhabt.

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          • tom174 schreibt:

            „Ich finde es übrigens gut, dass ihr auch Jungen beim Girls-Day annehmt. Leider wird das meistens nicht so gehandhabt.“
            Tun wir nicht. Die kommen so. Ausserhalb des Girlsdays
            Ich habe letztes Jahr zum Girlsday gebloggt:
            https://tom174.wordpress.com/2014/03/20/ich-will-ich-entwickler-werden/

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            • Danke für den Link.

              Vielleicht sollte ich mal anregen, dass bei uns in der Firma ein entsprechender Tag stattfindet. Das werde ich allerdings nur tun, wenn sichergestellt ist, dass Jungen die gleichen Chancen haben.
              Bei uns geht’s ja nicht um Spiele sondern um ernsthaftere Themen, weshalb es da bisher kaum Nachfrage von Jugendlichen außer der Reihe gab.

              Als mein Neffe zuerst die Idee äußerte, Informatik zu studieren, riet ich ihm, sich zuerst einmal ein gutes Buch über Informatik zu besorgen, damit er einschätzen kann, was ihn erwartet. Denn Informatik ist ja nicht nur ein bisschen Programmieren, da gehört noch einiges andere ebenfalls dazu.
              Als sein Wunsch dann etwas gefestigter war, durfte er sich als Praktikant ein bisschen unsere IT ansehen.

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          • tom174 schreibt:

            „Aber der Girls-Day verleitet halt auch Mädchen dazu, denen die Affinität dazu völlig fehlt. Das kann dann nur mit Frust enden.“
            Ach was. Das ist eine Eintagesveranstaltung. Da liegen dann noch Bewerbung, ausbislcung Studium und tausend andere dinge dazwischen. Da kann am interesse wecken, nicht mehr.

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            • Naja, einige Mädchen sind schon leicht beeinflussbar, insbesondere wenn sie sonst kein speziell ausgeprägten Interessen haben.
              Dann hören sie an anderer Stelle noch von guten Berufschancen, etc. Da kann der Girls-Day zumindest den Ausschlag geben.

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              • tom174 schreibt:

                Ich hab‘ mich heute wieder mit ein paar unterhalten.. da brauchst dir keine Sorgen machen. Eine Nerdette war dabei, die weiss noch nicht ob sie lieber info oder dann doch reine mathe studieren mag.. rest war so „ich schau’s mir mal an, ich spiel ja spiele, was machen die so“

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