Revisited: Sex und Macht

Zu meinem Blogartikel „Sex und Macht“ sind noch ein paar Kommentare angekommen, die eine weitere Diskussion lohnen.

Arthur schrieb:

Für viele Männer, die in den 1960ern geboren sind wie ich, ist es ein festes Meme, dass jeglicher Sex Vergewaltigung ist, selbst wenn die Frau initiiert, mir das Kondom überzieht und mich reinsteckt. Alles Vergewaltigung von meiner Seite. Ich weiß nicht genau, woher das kommt, denn niemand hat das jemals so zu mir gesagt und ich habe das auch damals nirgendwo gelesen, Aber es ist in vielen Köpfen drin, und wenn ich herumfrage, geht es mehreren Männern in meiner Altersgruppe so.

Ich antwortete:

Hm .. meines Erachtens betrifft das eher jüngere Männer – 1980er oder 1990er.
Mein Mann ist auch in den 1960ern geboren, und ich kenne einige andere in ähnlichem Alter. Bei ihnen ist mir eine solche Mentatlität noch nicht aufgefallen. Bei den 1970ern auch kaum, wenngleich ich bei ihnen bereits eine gewisse Tendenz sehe.

OK – meine Erfahrungen sind nicht unbedingt repräsentativ. Es wäre interessant, mal aufzuschlüsseln, wie dies von weiteren Männern in Abhängigkeit vom Geburtsjahrzehnt gesehen wird.

Es würde mich tatsächlich interessieren, hier zu erfahren, wie dies andere Leser in Abhängigkeit von ihrem (ungefähren) Alter sehen. Vielleicht mag der eine oder andere hier etwas dazu kommentieren.
Ich hatte mir auch überlegt, deshalb eine Umfrage zu starten, aber durch die Abhängigkeit von Alter und Geschlecht ist dies wohl nicht praktikabel, zumal die Reichweite meines Blogs nur gering ist.

Sebastian antwortete ebenfalls auf Arthur:

Da geht es nicht nur Männern aus deiner Altersgruppe so. Ich bin Jahrgang 97 und habe genau das selbe Problem, nicht nur das, ich habe auch sonst ein sehr schlechtes Bild von Sexualität. Bei mir macht sich das bemerkbar dadurch, dass ich bei meiner Freundin nichts initiiere (könnte ja schon übergriffig sein), sie abblocke, oder danach von Gewissensbissen geplagt werde, die anhalten bis ich sie wieder sehe und damit weiß, dass alles in Ordnung ist.
Wenn du einen Tipp hast, wie du das für dich in den Griff bekommen hast, ich würde ihn gerne hören, denn das ist schon sehr ärgerlich…

So werden Männer geprägt durch das vom Feminismus propagierte Bild der schwachen, unzurechnungsfähigen Frau, die nicht in der Lage ist, ihre eigenen Interessen kundzutun, und Verantwortung für eigene Entscheidungen zu übernehmen, so dass sie vor den bösen, unterdrückenden Männern 🙄 geschützt werden muss.

Feminismus akzeptiert bei Männern höchstens den unterwürfigen, sich anbiedernden, sich ununterbrochen selbst geißelnden Ally. Aber – seien wir ehrlich! – so ein schleimiger Pantoffelheld verliert sehr schnell sämtliche sexuelle Anziehung.
Unfeministische Frauen wollen selbstsichere, souveräne, durchsetzungsstarke Männer, die sich nicht vom neuesten feministischen #aufschrei beeinflussen lassen.

Mein persönlicher Tipp zur Entwicklung von Selbstvertrauen (gilt für Männer und Frauen gleichermaßen): lernen, sich weiterbilden, neues Wissen und Können erwerben. Das kann beruflich motiviert sein, oder auch einfach ein Hobby.
Wer etwas besonders gut kann, gewinnt dadurch ein ganz anderes Auftreten und eine positive Ausstrahlung.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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107 Antworten zu Revisited: Sex und Macht

  1. Plietsche Jung schreibt:

    Was für eine trostlose Entwicklung !
    Seit wann ist Sex Vergewaltigung ? Das denken doch noch nicht mal strenggläubige Katholiken 🙂

    So ein Gedankengut ist mir fremd und ich kenne auch niemanden, der/die so denkt.

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  2. rotepilleblog schreibt:

    ich frage mich wie der Jahrgang 97 Typ überhaupt eine „Freundin“ bekommen hat, wenn er nichts initiiert. Meist sind solche Männer (leider) sehr lange Jungfrau und Dauer-Single.

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    • Sebastian schreibt:

      Das kann ich dir gerne sagen :). Sie hat das initiiert und mir nicht nur „einen Wink mit dem Zaunpfahl“ gegeben, sondern mich „mit dem Zaunpfahl verprügelt“, bis ich sie geküsst habe (Das kam aus dem Unterbewusstsein. Wenn sie mir nicht den Kopf so verdreht hätte, hätte ich das sicher auch hinterfragt). Von meiner damaligen Einstellung her hätte ich niemals etwas anfangen können, weswegen sie auch meine erste Freundin ist und ich beim kennen lernen 20 Jahre alt war (ist nicht so lange her). Wäre sie nicht gewesen, dann hätte ich tatsächlich den Weg des Dauer-Singles eingeschlagen.

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      • rotepilleblog schreibt:

        Wenigstens bist du ehrlich, Sebastian. Und du merkst bereits in deinem jungen Alter, dass du zum Beta Mann (Anne mag den Begriff nicht so, ich schon) konditioniert wurdest. Da kann man rauskommen. Kenne ich von mir selbst. Einfach ist es nicht. Its a long hard road out of hell… wie Marylin Manson sagt 😉

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        • Arthur schreibt:

          Was würdest Du sagen, sind kurz gefasst die wichtigsten Schritte? Was und wie lange, wie oft? Dein Buch habe ich übrigens schon gekauft.

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          • rotepilleblog schreibt:

            Klasse, welches denn?

            Du musst einfach die Dominanz in dir entdecken und rauslassen. Wenn du Pornos schaust, sind das dann softe Kuschelsex Sachen oder schon die härteren Sachen in Richtung „Rough Sex“, wo es zur Sache geht?

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          • rotepilleblog schreibt:

            Klasse, welches denn?

            Du musst einfach die Dominanz in dir entdecken und rauslassen. Wenn du Pornos schaust, sind das dann softe Kuschelsex Sachen oder schon die härteren Sachen in Richtung „Rough Sex“, wo es zur Sache geht?

            (sorry fürs doppelte Kommentieren, hatte es erst nicht als Antwort gepostet)

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            • Arthur schreibt:

              „Die eigene Frau im Griff“.

              Pornos konsumiere ich seit über einem Jahr gar nicht mehr. Nach meinem Eindruck schaffen die im Unterbewusstsein unrealistische Erwartungen. Und, wichtiger, mit 49 muss ich mit meinen Erektionen etwas haushalten und sie aufsparen für echte Menschen.

              Zwang, Gewalt, Schmerzen, turnen mich ab. Manche Sachen, die Sasha Grey gedreht hat – wenn’s ihr gefällt, go girl, aber nix für mich.

              Früher mochte ich die Filme der 1980er mit Ginger Lynn. Jamie Gillis hatte ein durchaus natürliches, nicht übertriebenes männliches Selbstbewusstsein. Zugegeben, diese Streifen sind etwas Disney vom Vibe her. Männliche Dominanz, wie z.B. James Deen sie in manchen Filmen hat, spricht mich sehr an. Aber eben nicht brutal.

              Zuletzt habe ich meiner letzten Freundin einen youporn-Clip gezeigt als Beispiel für einen guten Blowjob. Den fand sie gut.

              David Shade hatte im „Masterful Lover“ mal eine sehr gute Unterscheidung geschrieben zwischen herrschsüchtiger Dumpfbacke und dominantem Liebhaber. Von 2004 bis 2011 habe ich davon auch Manches umsetzen können, aber im Moment ist mir auch nur die Andeutung davon zu gefährlich.

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            • PfefferundSalz schreibt:

              @Arthur
              Lustig, ich bin in den 70igern geboren worden und mich törnt Gewalt mit Frauen total an. Die Frauen übrigens auch, in den einschlägigen Portalen komme ich kaum zur Ruhe von Frauen die MICH anschreiben und möchten, dass ich sie dominiere. Und dominieren ist da noch das harmloseste. Die meisten wollen gerne Rapeplays, also gespielte Vergewaltigungen oder Prügel bis sie grün und blau sind. Es würde auch noch mehr gehen aber das ist dann für mich zu krass.
              Den Feminismus sehe ich eine Art Test. Männer die sich davon beeindrucken lassen, bleiben Single und Männer die darüber lachen oder sich sagen, wenn Schwein dann richtig (in diese Kategorie falle ich) profiteren davon mehr als du es dir je erträumen könntest. An dem Tag als ich die bewusste Entscheidung traf mal das Schwein zu sein welches sich Feministen vorstellen wenn sie davon reden, war der Tag an dem der Spaß losging. Ich habe zwar inzwischen eine latente Abneigung gegenüber Frauen entwickelt aber dies war der Sache nicht abträglich, sonder vielmehr förderlich da viele Frauen Hatefucks mögen. Viele meiner Gespielenen waren und sind aktive Feministinnen.

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            • rotepilleblog schreibt:

              ich hatte auch ne Stalkerin, die mich nicht in Ruhe lies – war sehr nervig. Warum? Weil ich ihr harten Sex geboten habe, den sie sonst wohl eher selten findet und sie konnte davon nicht genug kriegen.
              War aber ne Borderlinerin und wurde dann zur Stalkerin, sehr ungesunde Person.
              Aber auch mental gesunde Frauen stehen oft auf harte Sachen, Härtegrand kann variieren.

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            • Hast du schon mal in Erwägung gezogen, dass dich diese Femis als Versuchskaninchen benutzen, um ihre kruden Behauptungen (Patriarchat, rape culture, Männergewalt) zu bestätigen? Daraus ziehen sie natürlich eine gewisse Befriedigung. Und daraus, dich für ihre Zwecke zu instrumentalisieren.

              Oder das Risiko, dass du aus irgendeinem Grund bei einer in Ungnade fällst, und es ihr rückblickend einfällt, dass das Ganze nicht so ganz freiwillig und einvernehmlich abgelaufen ist?

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            • PfefferundSalz schreibt:

              „Aber auch mental gesunde Frauen stehen oft auf harte Sachen, Härtegrand kann variieren.“
              Stimmt aber dein Kommentar bringt mich auf ein anderes Thema. Ich erlebe immer öfter Frauen die mental nicht ganz normal sind. Nun bin ich der Meinung, dass sie es nicht sein können wenn sie auf mich stehen (kleiner Scherz) oder den von mir präferierten Sex wollen aber ich höre das von allen Seiten, dass die Frauen die Freunde kennen lernen irgendwelche Sprünge in der Schüssel haben und in Therapie sind bzw. waren.
              Geht euch das auch so oder ist das nur ein subjektiver Eindruck? Und wenn es keiner ist, war es immer schon so oder ist es eine neue Entwicklung?

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            • rotepilleblog schreibt:

              Die Gesellschaft insgesamt wird immer kranker. „Enjoy the decline“ sagen manche in der Manosphere etwas zynisch dazu.

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            • Arthur schreibt:

              @PfefferundSalz: Welches sind denn die „einschlägigen“ Foren? Wo finde ich die?

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            • PfefferundSalz schreibt:

              „Hast du schon mal in Erwägung gezogen, dass dich diese Femis als Versuchskaninchen benutzen, um ihre kruden Behauptungen (Patriarchat, rape culture, Männergewalt) zu bestätigen? Daraus ziehen sie natürlich eine gewisse Befriedigung. Und daraus, dich für ihre Zwecke zu instrumentalisieren.“
              Unwahrscheinlich. Die Femis die ich kennen lerne sind oft in offenen Beziehungen mit irgendwelchen Typen die sie nicht so behandeln wie sie es brauchen. Die Typen sind oft so, wie es die feministische Propaganda möchte aber ich habe oft den Eindruck, als suchten diese Frauen nach etwas, das ihnen diese Beziehung nicht geben kann, nach Männern wie mir. Mir ist klar, dass ich da nur ein Dienstleister für die weiblichen Wünsche bin aber solange ich davon profitiere nehme ich das in Kauf.

              Ob sich da irgendwelche nichtbeteiligten Feministen über mein Verhalten empören ist mir egal, ich nehme Frauen und insbesondere Feministen nicht besonders ernst wenn es um solche Dinge geht. Arschloch sein macht einfach Spaß außerdem sind das für mich alles nur Tests mit denen Frauen unbewusst sicher gehen wollen, dass ich der bin für den ich mich ausgebe.

              „Die Gesellschaft insgesamt wird immer kranker. „Enjoy the decline“ sagen manche in der Manosphere etwas zynisch dazu.“
              Da ist eindeutig was dran. Ich glaube, das wichtige ist, dass man weder Frauen noch sich selbst wirklich ernst nimmt. Wenn man wie ich, auf Familie, Kinder usw. also auf Verantwortung insgesamt verzichtet und einfach ein egoistisches Leben führt (so wie es uns die Politik ja immer vorschlägt), dann kommt man ziemlich gut durch das Leben.
              Letztlich ist die moderne Gesellschaft ein Haufen Schwachsinn. Wer davon irgendetwas ernst nimmt, der hat bereits verloren.

              „Welches sind denn die „einschlägigen“ Foren? Wo finde ich die?“
              Das bekannteste ist Fetlife und dann gibt es noch die Sklavenzentrale.
              Aber Fetlife ist schon das beste. Schau dich mal da um, du wirst dich wundern, worauf Frauen alles stehen können. Ich bin selbst oft erstaunt was man da alles findet.

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            • Arthur schreibt:

              QPfefferundSalz: Habe mir fetlife angeschaut, danke für den Tip. Mit manchen Sachen da kann ich was anfangen, mit anderen nicht.

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    • Manchmal übernehmen auch Frauen die Initiative, bzw. ermutigen Männer so, dass es ihnen leichter fällt, den scheinbar ersten Schritt zu machen.

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      • Arthur schreibt:

        Ja, wenn’s das nicht gäbe, hätte ich wahrscheinlich nie Sex gehabt… Gab’s dann aber doch überraschend oft.

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        • hengisthamar schreibt:

          Arthur, besonders attraktive Männer und/oder welche aus reichem Hause werden von Frauen gerne angepeilt. Will Deinen Erfolg nun aber auch nicht schmälern.

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          • Arthur schreibt:

            Aus besonders reichem Hause bin ich nicht. Die attraktivste Frau hatte ich in 2013, als ich vollkommen pleite war, plus einen Haufen Schulden. „Attraktiv“: Auf hotornot.com hatte ich seinerzeit 5 Bilder getestet, eins davon kam bei 9 raus, die anderen alle deutlich unter 7. Die heißeste Frau hatte ich 2011, als ich super-fett war, mit 96 kg, bin jetzt bei 72 kg. Ich habe wirklich keine Ahnung, welche Zusammenhänge da am Werk sind. Vielleicht, weil ich in ganzen Sätzen sprechen kann und weiß, wie man einen G-Punkt bedient. Aber das sehen die ja nicht vorher.

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  3. Monika schreibt:

    Hallo,
    Ich lese hier schon eine ganze Weile mit.
    Als Mutter von 3 Söhnen im Teenager Alter kann ich bestätigen, daß die Verunsicherung groß ist.
    Ich frage mich was ich als Mutter machen kann, um meine Söhne so zu erziehen, daß sie ein gutes Verhältnis zu Frauen aufbauen können. Schließlich will ich später mal Enkel. ^^
    Die Zukunft und das Glück meiner Kinder liegt mir am Herzen. Was kann ich ihnen raten, wie sie mit Frauen umgehen können?

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    • RW schreibt:

      Ahem, also seine Söhne erzieht man zu einem guten Verhältnis zu Frauen damit sie ein glückliches Leben führen können, und NICHT weil man sich Enkelkinder erhofft. Das wäre nämlich sehr egoistisch von dir, und das möchtest du deinen Kindern gegenüber nicht sein, oder?

      Tipp von mir als Mann: Mach sie mit klassischem „Red Pill“ Wissen vertraut. Ich weiss, das ist für eine Frau hart zu schlucken. Bring ihnen bei wie Frauen vorgehen, was ‚Shit Tests‘ sind, wie man als Mann souverän dominant wirkt, daß man unter keinen Umständen sich als Mann in die ‚Friendzone‘ stecken lassen darf, daß keine Frau es wert ist daß man sich von ihr ausbeuten lässt, daß jeder Frau es gut tut das Wort „Nein“ zu hören wenn sie objektiv unrecht hat, daß Feminismus eine toxische Ideologie ist von der man sich nicht verunsichern lassen darf usw.

      Zwei Tipps meiner Mutter für den ich ihr bis heute zutiefst dankbar bin waren: „Lass unter allen Umständen die Finger von einer linken Lehrerin“ und „Manchmal muss etwas Macho einfach sein“

      Natürlich kann es dann sehr gut passieren, daß die Wahrscheinlichkeit sinkt daß du irgendwann Enkelkinder bekommst weil deine Söhne sich dann nicht mehr so leicht in die Schublade braver Beta-Versorger stecken lassen. Meine Mutter kriegt jedenfalls keine Enkelchen, aber dafür eine grandiose, heisse, und in der IT sehr erfolgreiche Schwiegertochter.

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      • Monika schreibt:

        Wenn ich mir Enkel wünsche, so will ich doch auch, daß sie in einer glücklichen Familie aufwachsen. Das schließt doch meine Kinder mit ein.

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        • RW schreibt:

          Sicher, Monika. Mit meinem Eingangskommentar habe ich dich auch in erster Linie ein wenig aufgezogen 😉 Musste sein, sorry, hihi.

          Aber wieder ernsthaft: Ich für mich persönlich weiss daß ein Leben mit Kindern für mich eben nicht glücklich ist. Also lasse ich es. Bis jetzt bereue ich nicht das geringste, ganz im Gegenteil, und ich werde demnächst 50. ‚Red Pill‘ hat da durchaus einen gewichtigen Anteil daran. Ein Kind wäre für mich eine persönliche Demütigung. Klingt krass, ist aber so. Freiheit und Erotik ist mir unendlich wichtiger als dumme schreiende Bälger, an denen ich nichts, gar nichts finde.

          Das ist ein gewisses Dilemma, das du als Mutter haben wirst und mit dem du zurechtkommen musst. Männer die unter den derzeitigen Umständen ihre Männlichkeit (wieder)entdecken (der einzige Weg wie ein Mann im Leben dauerhaft glücklich werden kann) treten in Konsequenz häufig in Zeugungsstreik. Wenn dir das Lebensglück deiner Söhne am Herzen liegt, dann erziehe sie AUF GAR KEINEN FALL zu braven Nice Guys die ihren zukünftigen Frauen alle Wünsche erfüllen. Mit einem braven Nice Guy mit gutverdienendem Beruf als Sohn dürften dir zwar Enkelkinder fast garantiert sein, aber du machst deinen Sohn damit langfristig in der derzeitigen Gesellschaft unglücklich.

          Mit männlichen, gefestigten Söhnen kann es nunmal gut passieren daß du keine Enkel kriegst. Was ist dir wichtiger? Solltest du beides wollen, nun, dann kannst du nur auf dein Glück hoffen. Erzieherisch kann man da nichts machen. Sorry, ist so.

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    • Für Erziehungsfragen bin ich nicht kompetent.
      Aber ich gebe die Frage gerne hier weiter an die anderen Leser.

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    • Daniel Voigt schreibt:

      Hallo Monika,

      gibt es den zugehörigen Vater noch? Falls ja – und dieser nicht völlig „Beta“ ist – überlass die Männerthemen bei deinen Kindern ruhig ihm.
      Falls deine Kinder English lesen können, lass deine Kindern sich ruhig mal Rationale Male von Rollo Tomassi durchzulesen.
      Die Blogs von rotepilleblog oder mikemehlmann sind auch sehr zu empfehlen.
      Dann klappt es (vielleicht) auch mit den Enkelkindern. *

      * dazu sollten deine Kinder auch eine gutbezahlte Arbeitsbranche wählen. Mehr Geld = viel bessere Chancen eine Frau zu finden, die heiraten und Kinder haben möchte (Versorgerqualitäten).

      Alles Gute dir!

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      • hengisthamar schreibt:

        Also ich habe zur Zeit nicht vor eine Partnerin zum Kinderbekommen anzuschaffen, um es mal fies auszudrücken. Und da haben wir unseren Knackpunkt: Manche Frauen suchen sich einen „gute bezahlten Mann“ zum Kinderkriegen. Wenns mal kracht, ist er sein Geld los, die Kinder und die Frau aber auch. Nur deren Anwalt ist er nicht los.

        Ich mache also lieber einen auf „armer Rocker“, was zwar dazu führt dass ich nicht so viele schicky micky Ladies abschleppe aber für „rough sex“ reicht es allemale. Wie wohlhabend ich wirklich bin, ist nochmal ein anderes Thema.

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      • Monika schreibt:

        Den Vater gibt es schon. Aber er hat lange Arbeitszeiten und viele Dienstreisen, sodaß er nur wenig Zeit mit den Kindern verbringen kann.

        Mit Sprachen haben es meine Jungen nicht. Überhaupt lesen sie nicht gern.

        Der große will Ingenieur werden. Die jüngeren wissen noch nicht was sie später machen wollen.

        Danke für Deine Antwort.

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  4. Sebastian schreibt:

    Vielen Dank für dein Revisited.

    „Bild der schwachen, unzurechnungsfähigen Frau, die nicht in der Lage ist, ihre eigenen Interessen kundzutun, und Verantwortung für eigene Entscheidungen zu übernehmen“

    Ja, genau das ist das was bei mir unterbewusst irgendwo liegt. Da kann ich bewusst noch so sehr gegensteuern, es kommt immer wieder hoch und bringt mich dazu, mich zu hinterfragen.

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    • Gerne doch.
      Dieses feministische Frauenbild schadet Männern und Frauen.
      Ich kann dir leider auch keinen Rat geben, wie du diese Konditionierung schnell wieder los wirst. Aber ich glaube, dass sie im Laufe der Zeit nachlassen wird, wenn du dir die tatsächliche Situation immer wieder bewusst machst.

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  5. RW schreibt:

    Jahrgang 1970 hier: Ich kann es bestätigen. Die Tendenz war in meinem Jahrgang tatsächlich schon da.

    Bei meiner Gymnasialklasse war es der Deutschlehrer der damals die „Sex = Vergewaltigung“ Ideologie massiv durchgedrückt hat. Klischee eines Geisteswissenschaftlers (nebenbei erwähnt die Art von Mensch der naturwissenschaftliche Inhalte als weit unter seiner Würde ansah). Ich hasse diesen Menschen bis heute. Gelaber, Rabulistik, Ideologie.

    Den hatten wir von der 5. bis zur 11. Klasse durchgehend, und er hat schon in der 5. angefangen. Allerdings nicht feministisch, bei ihm war das Thema grob „das unschuldige Mädchen aus gutem Hause an dem sich schmutzige Wüstlinge vergehen“. War bei ihm eine regelrechte Obsession. Wir hatten regelmäßig entsprechende Texte vorgelegt bekommen. Wer in der Textinterpretation nicht das ‚richtige‘ geschrieben hatte wurde vor der Klasse gedemütigt. Ich erinnere mich noch grob an einen Text wo es irgendwie um einen Soldaten aus dem 2. Weltkrieg ging, Körper voll mit Granatnarben, der sich nahm was er wollte. Mussten wir in der 6. Klasse lesen, hat die komplette Klasse mit 11-jährigen die in prä-Internet Zeiten noch unschuldig aufgewachsen waren vollständig überfordert und in gewisser Weise traumatisiert.

    Natürlich kam irgendwann ‚Bravo‘ und „die Ärzte“, und wir hatten in der Pubertät angefangen über diesen Scheiss zu lachen. Aber es war eingepflanzt daß man gegenüber Autoritäten gefälligst das ‚richtige‘ sagt, und das ‚richtige‘ war daß Sex schmutzig und Ausbeutung ist und speziell Männer sich dafür schämen sollen.

    In der Oberstufe gab das mal eine interessante Szene, wo der Altphilologielehrer (ein Genussmensch und Gentleman der alten Sorte) im Lateinunterricht ein erotisches Gedicht von Ovid behandeln wollte. Die Klasse hatte ihn mit ungläubigem Blick angeschaut; und er hat etwas hilflos gefragt was denn mit uns los sei? Sex, Liebe, Lebensfreude sind doch schöne Sachen? Warum blocken wir hier ab?

    Ende der 80er dann an die Uni gegangen, das war die Zeit wo der durchgedrehte Campusfeminismus angefangen hat Amok zu laufen, und da ging dieser genussfeindliche Wahnsinn dann endgültig los. Ein Kommilitone hatte damals ein paar Wochen in Venezuela verbracht (das war weit bevor das Land vor die sozialistischen Hunde ging), und kam komplett fassungslos zurück. Ihn hatten ultra-heisse Frauen auf der Straße angestrahlt mit einem Blick „Wow! Was für ein Mann!!!“ 180-Grad Unterschied zu den verkniffenen deutschen Studentinnen mit Dauergriesgrammine „Jetzt macht der nächste Typ mich sicher wieder blöd an…“

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    • Zumindest bewusst habe ich während meiner Schulzeit so etwas nicht wahrgenommen.
      Das schließt natürlich nicht aus, dass die Gehirnwäsche damals schon da war.
      Es kommt aber wohl auch sicher darauf an, in welchem Umfeld (insbesondere auch, mit welchen Lehrern man zu tun hat) man aufwächst. Bei mir in der hintersten fränkischen Provinz wurde Sex sowieso nicht thematisiert (außer reichlich verschämt irgendwann im Biologieunterricht).

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      • RW schreibt:

        Ok, mein Deutschlehrer war definitiv extrem. Als mein bodenständiger Vater von einem Elternabend um die 11. Klasse zurückkam hat er mich etwas zurückhaltend gefragt „Also der … wie soll ich es sagen? Der hat doch … einen Schuss weg?“ Ich habe nur sehr zustimmend genickt.

        Davon abgesehen: Die 70er waren eine politisch bewegte Zeit die sehr Richtung ‚links‘ tendierte, ein zentraler Spruch war „das private ist politisch“. Genau da haben viele Leute Pädagogik studiert um die Welt erzieherisch zu verändern, und haben ihre Spinnereien an den Kindern ausgelassen. Was in der Zeit an den Schulen abging hat meine Mutter zu dem oben erwähnten Lebensratschlag „Lass auf jeden Fall die Finger von einer linken Lehrerin“ bewegt. Außerdem war die konservative Provinz sicherlich noch länger von solchen Leuten verschont, die sich erstmal in den Großstädten ausgetobt hatten.

        Daß direkt das Thema Sex so negativ besetzt wurde war sicher noch selten (die ’sexuelle Revolution‘ war ja noch ganz frisch), aber für die SJW-Gehirnwäsche die mit Schuldgefühlen arbeitet wurde damals schon die Grundlage gelegt (Kolonialismus, ‚Ausbeuter’kapitalismus usw. was in neueren Zeiten zur ‚white guilt‘ wurde, worauf der Feminismus sich huckepack draufgesetzt hat und zum intersektionalen Zerrbild des ‚alten weissen Mannes‘ vervollständigt hat)

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    • Blabla von Quatsch schreibt:

      „das unschuldige Mädchen aus gutem Hause an dem sich schmutzige Wüstlinge vergehen“ und „Jetzt macht der nächste Typ mich sicher wieder blöd an…“ trifft es ziemlich gut. Allerdings glaub ich, das zumindest letzteres nur gefühlt war.

      Allerdings hab ich noch nie Lust gehabt um Frauen zu „werben“. Könnte von diesem Mindset kommen. Wenn sich jemand nicht für mich interessiert, dann war das eben so und ich hatte genug andere Hobbys.

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      • hengisthamar schreibt:

        Blabla von Quatsch, naja viele Frauen wollen halt nicht offen wahrhaben dass sie gerne mal in Wüstling-Manier genommen werden wollen. Da ich dominant/sadistisch veranlagt bin, kann ich das ganze gut nachvollziehen. Gehe aber an sonsten mit Frauen fair um. Gute Frauen lieben sowas. Einen Mann der zwar auf der einen Seite vertrauenswürdig ist, aber der andererseits ein „Schwein“ im Bett ist.

        Frauen die einen „echten Mistkerl“ oder einen „Loser“ wollen, die können mir gestohlen bleiben. LSE (Low Selbs Esteem) – Frauen bringen viele Gefahren mit sich!

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  6. kardamom schreibt:

    …festes Meme, dass jeglicher Sex Vergewaltigung ist…

    Kann ich für mich, 61er Jahrgang nicht bestätigen.

    Stelle jedoch fest, dass die Söhne meiner Freunde und Bekannten, Jahrgang ’90 bis ’97, alle Dauer-Singles“ oder „Jungfrauen“ sind. Und wenn diese doch mal in weiblicher Begleitung zu sehen sind, sie diese weibliche Begleitung doch eher in der „Friend-Zone“ halten.

    Und dieses „Friend-Zone“-Verhalten erlebe umso ausgeprägter, je dominanter ich die Mütter dieser jungen Männer einschätze und je intensiver ich die Väter dieser jungen Männer zu den „Beta-Männchen“ einordne.

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  7. hengisthamar schreibt:

    Also ich bin aus der Generation X (späte Phase, gehe jetzt auf die 40 zu) und mir wurde weder zuhause noch in der Schule beigebracht dass Sex Vergewaltigung ist. Allerdings mangelte es auch bei mir an männlichen Vorbildern, sodass ich schon hier und da verunsichter war und Mädels abblitzen ließ aus „Verunsicherung“. Damals in den 90ern war es zwar nicht so leicht eine wirklich sexy Freundin zu bekommen aber die etwas unauffälligeren Mädels interessierten sich für mich. Ich spürte schon früh dass in der Gesellschaft etwas schief war. Das machte mir körperliche Schmerzen, die teilweise bis heut anhalten. Spezielle Übungen und Magnesium helfen aber der Schmerz ist immernoch ganz tief spürbar.

    Ich stamme aus einer Stadt in (West-) Deutschland die zwar einen auf konservativ macht, aber wo es viele lockere Leute gibt. Leider auch viele arrogante reiche „Kinder“. Dann ging ich nach Berlin Anfang der 2000er und besonders die Unis waren derart feministisch verseucht dasss ich es nicht beschreiben kann. Dort schlug dann der DDR-Feminismus voll zu! Im Ostblock wurde der Feminismus schon als Waffe zu Zersetzung eingesetzt und ein paar Jahre nach dem Mauerfall vollends installiert. So ähnlich wie in Hollywood, das selbe in rot sozusagen.

    Zurück zu meiner Geschichte. Mit dem Aufkommen von Myspace, AsiVZ (Studi…..) und Co. wurde es dann immer schwieriger wirklich „nette“ Frauen zu finden. Alle waren nur noch im Hype um ihre Likes. Mit Ende 20 kam ich dann zu Red Pill und Pickup.

    Ich sagte mir damals: Ich werde jetzt männlicher und offensiver werden. Mehr auf Frauen zugehen. Frauen, so war ich der Ansicht, hatten durch den Feminismus eine faire Chance. Diese hatten sie „verspielt“. Heute weiß ich dass der Feminismus eigentlich eine Falle war in die sie gelockt wurden. Doch nun ist das Kind in den Brunnen gefallen.

    Mein Beitrag hier klingt nicht gerade schön oder nett. Ich will es halt nicht beschönigen. Frauen sind übrigens nicht das Problem, sondern die Weicheier (Männer….) die Leute wie mich als „Monster“ hinstellen. Frauen werden aber bei mir sehr gut behandelt, auch wenn ich bisweilen meinen Sadismus an ihnen auslebe.

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    • rotepilleblog schreibt:

      Hengist und ich haben so einiges gemeinsam, nicht nur das Alter.
      Daher tauschen wir uns auch regelmässig aus.

      Gut, unser Schreibstil unterscheidet sich doch etwas 😉

      Ich dachte auch nie, dass Sex böse oder schlimm ist, aber in meinen Blue Pill 20ern hatte ich auch Angst aggressiv vorzugehen und ihn mir zu holen.

      Der Feminismus schürt massiv soziale Ängste bei Männern.

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    • Wolf schreibt:

      „…dann der DDR-Feminismus ..“

      Ich bin Jahrgang 61, in der DDR aufgewachsen. Von Feminismus habe ich bis zur Wende und Widervereinigung nichts gehört. In der Schule nicht und an der Uni gleich gar nicht. Habe allerdings was technisches studiert. Bei uns gab es aber auch mehr Frauen in den technischen Fächer, mindestens 30%. Die waren aber alle völlig normal. Auch die Damen aus den mehr weiblich geprägten Fakultäten, wie Pädagogik etc. Alle völlig normal. Der ganze Feminismus Kram ging erst nach 1990 los, als der Mist hier rüber schwappte, vorher hat sich hier niemand dafür interessiert. Ich kann mich auch an keine einzige Unterrichtsstunde oder Unidiskussion darüber erinnern. Frauen waren gleichberechtigt und keiner hat daraus irgendeinen großen Bohai gemacht. Frauentag war eher Parteifolklore.

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      • Meines Erachtens hat das nichts mit Osten oder Westen zu tun.
        Mein Mann ist in einem ähnlichen Alter wie du, aber in West-Deutschland aufgewachsen. Er hat mir bestätigt, dass in seiner Jugend oder Studienzeit Feminismus keinerlei Thema war (er äußerte sogar mal die Hypothese, dass der feministische Diskurs aus dem Osten herübergekommen sei, wo Kindererziehung outgesourct wurde, und der Frauenanteil in MINT-Fächern signifikant höher als im Westen. Nicht umsonst befinden sich auch die feministisch verseuchtesten Universitäten in Berlin oder Sachsen).
        Aber vermutlich ist der Feminismus hier v.a. aus den USA importiert, und traf sowohl die alten als auch die neuen Bundesländer.

        Auch noch zu meinen Studienzeiten um die Jahrtausendwende habe ich von feministischen Getöns an der Uni nichts mitgekriegt. Wer gut war, wurde anerkannt. Unabhängig vom Geschlecht.

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        • Wolf schreibt:

          „..feministische Diskurs aus dem Osten herübergekommen sei, wo Kindererziehung outgesourct wurde.“

          Nein, die Kindererziehung hatte ökonomische Ursachen. Alle musste arbeiten, wegen der geringen Produktivität der DDR-Wirtschaft. Das Land konnte es sich garnicht leisten Frauen zuhause rumsitzen zu lassen, nach Schulbildung, Berufsausbildung oder Uni.
          Deswegen war die Kindererziehung so stringent ausgebaut. Es gab dann keinen Grund mehr zuhause zu bleiben. Nebenbei waren die Gehälter auch der Männer niedrig. Mit einem Gehalt konntest du keine Familie ernähren, jedenfalls die Masse nicht. Wenn die Familie einen einigermaßen Lebensstandard haben wollte, musste beide arbeiten.

          „Nicht umsonst befinden sich auch die feministisch verseuchtesten Universitäten in Berlin oder Sachsen“
          Das möchte ich zumindest für Sachsen stark bezweifeln. Ich hätte den Brandherd eher in NRW vermutet.

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          • Nun, wie bei so vielen Dingen, dürften mehrere Ursachen zusammenspielen.

            Wenn es in Leipzig nur noch „Professorinnen“ (auch männliche) gibt, so deutet das schon auf starken feministischen Einfluss hin.
            Aber ich gebe zu, dass mir der Überblick fehlt. Wie es in NRW genau aussieht, weiß ich nicht.

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      • hengisthamar schreibt:

        Wolf, DAS ist genau der Punkt. Meiner Ansicht nach wurde in der DDR eine Form des „versteckten Feminismus“ praktiziert. Das Kind wurde einfach nicht beim Namen genannt. Dennoch war es da. Matrix eben.

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        • Wolf schreibt:

          Nein, es gab nicht versteckten „Feminismus“ in der DDR, es war ein anderer.
          Es gab keinen Männerhass, Diskussionen über Pay-Gap, den ganzen Sexismus-Kram und die ganze andere Hysterie.
          Der Feminismus der DDR galt, wenn auch zwangsweise, der Stärkung der Frau. Schule, Ausbildung (jede musste, sofern sie dazu befähig war, eine Ausbildung machen), Studium. Alle waren zur Arbeit verpflichtet. Es gab auch nach der Scheidung keinen Unterhalt für die Frau, sondern nur für die Kinder. Die Philosophie war, jeder musste nach seinen Kräften für sich selber sorgen. Die rückschrittlichen Ansichten aus Westdeutschland dazu, einmal Arztfrau immer Arztfrau, musste leider 1990 übernommen werden.

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          • Zwangsgleichmacherei wie beim Feminismus, auch wenn die ursprüngliche Motivation sich unterschied.

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            • Wolf schreibt:

              Die Motivation ist schon entscheidend. Es war eben nicht Männerhass und Frauenüberhöhung, sondern nackte ökonomische Gründe, die es eben erzwangen das Arbeitspotenzial der Frauen zu nutzen. Das Frauen dadurch selbstbewußter wurden und ihren gleichberechtigten Platz hatten, war ein eher positiver Effekt davon.
              Ich erinnere mich an die Zeit in unserem Unternehmen nach der Wende, wie die westdeutschen Kollegen, die zu uns rüberkamen, natürlich mit dicker Buschzulage, sich wunderten, dass bei uns in einer technischen Entwicklungsabteilung auch viele, wenn auch nicht in der Mehrheit, Frauen tätig waren. Das kannten die gar nicht.

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            • Das kannten sie nicht, weil im Westen eben nur die Frauen in MINT arbeiteten, die das von sich aus wollten, und ihren Beruf freiwillig ohne äußeren Druck gewählt hatten.
              Damals auch noch ohne dass Femis (die mehrheitlich selbst mit MINT nichts am Hut haben) versuchten, mehr Mädchen und junge Frauen in MINT zu drängen, die das aus eigenem Antrieb nie wählen würden.

              Männerhass (in nennenswertem Maße – ein paar Ausreißer gibt es immer) gab es im Westen ebenfalls nicht.
              Dass der jetzt nach der Wiedervereinigung so verbreitet ist, ist aber wohl nur eine zufällige Koinzidenz.

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  8. Blabla von Quatsch schreibt:

    Hmmm, ich Ende 80er geboren, hatte – und ich betone hatte – ein ähnliches Bild und ich kann mir nicht erklären, wo das herkommt. Sicher nicht von meinen Eltern. 1) war Sex nie ein Tabuthema, 2) glaub ich, dass die keine Vanilas waren/sind…. Auch in der Schule wurde da nie irgendwas spezielles gelehrt, Pornos waren auch kein Tabuthema für mich und trotzdem war das im Hinterkopf.

    Geändert hat sich das Gott sei Dank recht schnell, als ich (spät) meine ersten Erfahrungen gesammelt hab. Da ist mir aufgefallen, dass es all meinen Partnerinnen immer Spaß gemacht hat. Davor bin ich aber auch im Glauben aufgewachsen, dass Sex für Frauen eher unangenehm ist, man aufpassen sollte, nur nicht zu grob, etc. pp. Wie wenn Sex was „gefährliches“ sei.

    Ergebnis vom Lied: Meine erste Beziehung war eine BDSM-Beziehung 😛

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    • RW schreibt:

      Das klingt zwar etwas crazy, aber ich habe schonmal auf irgendeiner Red Pill Seite gelesen, daß man heutzutage in der BDSM-Szene noch am ehesten Chancen hat, eine geistig gesunde Frau zu finden, wo man nicht in Dauerangst leben muss daß sie einen wegen einer Nichtigkeit wegen ‚Vergewaltigung‘ anzeigt.

      Die BDSMler scheinen die letzten verbliebenen vernünftigen Leute zu sein die das Konzept der impliziten Zustimmung konsequent durchziehen, und solchen feministischen Scheiss wie „auch ja kann nein bedeuten“ oder „wenn sie nach einem halben Jahr es sich anders überlegt war es eine Vergewaltigung“ gar nicht durchgehen lassen.

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      • hengisthamar schreibt:

        Ich war zwar früher in der BDSM Szene unterwegs aber leider hab ich da meine Frauen nie so wirklich getroffen. Aber ein gutes hatte die BDSM Szene für mich: Ich konnte meine Fähigkeiten extrem ausbauen und konnte mir Anregungen holen. Ich musste feststellen, dass es sozusagen ein Test ist: Lässt sich eine Frau fesseln und kann sie sich auch anderweitig fallen lassen, dann passt sie zu mir. Zickt sie aber rum und muss immer den Ton angeben, dann ist sie nicht passend.

        Ehrlich gesagt hatte ich sogar mal was mit einer Hobby-Domina am laufen. Bei mir konnte sie den harten Sex bekommen den sie von ihren Sklaven nicht bekam. Allerdings war sie innerlich in Wirklichkeit voller Wut und wurde mehr und mehr respektlos. Also habe ich nach einigen Wochen die Sache wieder beendet. Sie kam dann später nochmal „angekrochen“ aber ich wollte nicht mehr!

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      • „Implizite Zustimmung“?
        Vielleicht habe ich das immer falsch verstanden, aber ist es nicht so, dass gerade im BDSM-Bereich viel Wert auf den ausdrücklichen Konsenz gelegt wird („safe, sane, and consensual“)?

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        • Blabla von Quatsch schreibt:

          Ich würde es auch eher als explizit implizit bezeichnen.
          Man spricht einmal darüber was man will bzw. nicht will und dann ist aber auch gut.

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        • RW schreibt:

          Anne, ja, du hast schon recht. Als ich den Kommentar geschrieben habe hatte ich mit genau dieser Formulierung gekämpft, wusste aber nicht genau wie ich es besser schreiben soll.

          Mein Punkt ist eher folgender:

          Ich selbst habe als Dom eine Zeitlang BDSM praktiziert, habe also schon etwas Einblick. Wie Consent in einer BDSM-Szene gehandhabt wird ist mit den irrsinnigen Forderungen die Feministinnen an eine sexuelle Begegnung zwischen den Geschlechtern stellen vollkommen unvereinbar.

          Ohne extrem starken Consent und Vertrauen geht es nicht. Das Safe-Word ist heilig. Aber wenn man loslegt gibt die Sub sich vollkommen dem Dom hin und der Dom ist komplett ‚in Charge‘. Sollte er zu weit gehen, dann gibt es das Safe-Word für den augenblicklichen Stopp, aber das Zuweitgehen nimmt einem keiner übel (passiert jedem mal), denn niemand kann Gedankenlesen. Nach einer Extraportion Knuddeln und „alles ok bei dir?“ ist die Sache erledigt, Schwamm drüber.

          Daß alle 5 Sekunden enthusiastisch JA gerufen werden muss oder daß einer nach 5 Jahren einfällt daß sie etwas doch nicht exakt so wollte und sie deshalb vergewaaaltigt wurde ist mit sowas komplett inkompatibel, und nach solchen feministischen Forderungen könnten BDSMler ihr Hobby sofort an den Nagel hängen weil es absolut nicht mehr funktionieren würde. Was meinen ursprünglichen Punkt unterstützt, daß man deshalb bei einer ernsthaften Sub sich ziemlich sicher sein kann daß sie keine durchgeknallte Feministin ist.

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          • Diese feministischen Forderungen sind auch mit ganz „normalem“ lustvollen oder auch raueren Sex inkompatibel.
            Es nervt doch, wenn man alle paar Minuten entscheiden soll, ob es einem noch gefällt, und das dann auch noch enthusiastisch ausdrücken soll.
            Wenn ein Mann mich dauernd fragen würde, ob ich einverstanden bin, würde ich deswegen sehr schnell die Lust verlieren.

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  9. lh schreibt:

    Auf die Idee, dass „normaler Sex“ Vergewaltigung sei oder ich einer Frau mit Sex irgendwas „antun“ würde, bin ich als Baujahr 1976 nie gekommen. Meine Mutter hatte zwar am Mittagstisch erklärt, Sex doch nur meinem Vater zu liebe zu haben, aber die Frauen mit denen ich dann näher zu tun hatte machten ausnahmslos den Eindruck, ihnen würde Sex recht viel Spaß machen.

    Meine „Fehl-Erziehung“ drehte sich eher darum dann „Verantwortung zu übernehmen“, wodurch ich mir lange Zeit eine Menge mögliche ONS habe entgehen lassen.

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    • rotepilleblog schreibt:

      „Verantwortung übernehmen“ habe ich auch schon öfter zu hören bekommen. Was es genau bedeuten soll, weiss ich bis heute nicht so recht. Es ist wohl ein Blue Pill Ausdruck für „Als Mann Kohle hinlegen“.

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      • lh schreibt:

        Ja auch das. Aber vor allem kein „pump & dump“.

        Und auch wenn ONS nicht der Weisheit letzter Schluss sind: man muss als Mann seine Erfahrungen sammeln. Wie soll man sonst wissen was gut ist und was man behalten kann?

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        • rotepilleblog schreibt:

          Richtig LH…ganz meine Meinung. Du scheinst mir recht „red pilled“ zu sein, bist ja, soweit ich weiss, auch regelmäßiger Rollo Tomassi Leser. Rollo gilt mittlerweile als „Godfather of the Red Pill“.
          Plate Spinning, sprich Erfahrungen sammeln, ist für jeden Mann positiv.

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        • Gilt natürlich für Frauen entsprechend.

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          • lh schreibt:

            Für Frauen gilt das nur begrenzt. Ein paar Erfahrungen gemacht zu haben ist auch für Frauen wichtig, aber dann kommt recht schnell der Punkt wo jeder weitere Partner sie nur bindungsunfähiger macht und sie dann für nichts anderes als „pump & dump“ mehr taugt.

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            • Das ist sehr pauschal.
              Ich sehe da keinen zwingenden Zusammenhang, und denke, dass es bei Männern diesen möglichen Effekt ebenso gibt.

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            • lh schreibt:

              Interessanter Weise stimmen mir dabei sogar recht viele Frauen zu.

              Die Asymmetrie entsteht dabei aus der Selektionsmacht. Letztlich werden beide Geschlechter durch mehr Erfahrung besser darin, die Kontrolle über Bindungseffekte und mögliche Partner zu haben. Aber während das einen Mann für umso mehr Frauen attraktiv macht, verringert eine Frau damit die Menge der Männer, die noch für sie ausreichend attraktiv sein können – jedenfalls wenn sie einen will, der besser, toller, stärker als sie ist.

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            • Ach so, du meintest Bindungen und Beziehungen.
              Ich hatte es rein auf Sex bezogen.

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            • blindfoldedwoman schreibt:

              Veto. Mich stoßen Männer ab, die sich wahllos durchgeschlafen haben.

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            • Arthur schreibt:

              Ich für meinen Teil LIEBE Frauen mit vielen Erfahrungen, je mehr, desto besser. Ich wünsche mir eine lange Beziehung mit einer Porno-Darstellerin. Z.B. Paige aka redheadredemption (auf youtube) hat das Business offenbar recht unbeschadet verlassen. Von mir aus kann sie auch in der Branche weiter arbeiten.

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            • Arthur schreibt:

              @blindfoldedwoman: Wie ist es, wenn es nicht wahllos war, sondern eine bewusste Wahl, aber eben mehr als 2 ?

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            • blindfoldedwoman schreibt:

              Den besten Sex hat man mit Partnern, die ihre Erfahrungen in langjährigen Beziehungen gemacht haben. Da kommt es nicht auf die Zahl an.

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            • Ich glaube, die Kausalität ist gerade andersrum.
              Wenn der Sex gut ist, bleibt man länger mit jemandem zusammen. Dafür ist aber beiderseitige Kompatibilität wesentlich.
              Das muss auch nicht unbedingt in einer Beziehung sein. Für Affären oder Freundschaften+ ist es genauso zutreffend.

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            • blindfoldedwoman schreibt:

              Affären oder Freundschaften+ sind meist nicht von langer Dauer und auch von der Häufigkeit der Treffen eingeschränkt. Damit man sich auf jemanden einspielt, braucht es aber Vertrauen und Innigkeit.

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            • Was die Dauer und Häufigkeit von Treffen betrifft, so kann das sehr unterschiedlich sein.

              Man spielt sich bei einem dauerhaften Verhältnis auf einen einzigen Partner ein.
              Dadurch legt man sich sehr auf einen bestimmten Menschen fest.
              Ein anderer Mensch reagiert aber völlig anders, und kann stark abweichende Vorlieben haben, weshalb die Wahrscheinlichkeit, mit einem neuen Partner guten Sex zu haben, nach wenigen längeren exklusiven Beziehungen sinkt.

              „Innigkeit und Vertrautheit“ wirken sich auf die sexuelle Anziehung (sofern man nicht gegensteuert :mrgreen: ) eher hemmend aus. Der Reiz des Neuen fehlt. Langeweile und Überdruss stellen sich ein.

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            • blindfoldedwoman schreibt:

              Man sollte einen Partner wählen, der ähnliche Bedürfnisse hat. Jedenfalls wenn einem Sex wichtig ist. Ich zumindest kann das vorher schon gut abschätzen, zumal ich in der Kennenlernphase auch darüber rede. Da sollte man auf sein Bauchgefühl hören. Die erotische Komponente ist nicht zu unterschätzen.
              Wenn einem etwas fehlt, ist es ein untrügliches Zeichen, dass die Beziehung nicht von Dauer ist. Für mich sind Innigkeit und Vertrautheit wesentlicher Bestandteil eines erfüllten Sexuallebens. Da ist es mir noch nie langweilig geworden. Im Gegenteil.

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            • Ob man beim Sex harmoniert und seine Wünsche und Bedürfnisse komplementiert, merkt man halt erst, nachdem man’s ausprobiert hat.
              Dazu muss man die Schrödingerkiste erst öffnen. Sonst kann man das nicht wissen. Vorher darüber zu reden, kann einen völlig unzutreffenden Eindruck erzeugen. Ich sehe darin keinen Sinn, habe dafür auch keine Geduld. Entweder es passt, oder eben nicht.

              Für ein aufregendes Sexleben brauche ich – wenngleich nur noch in geringen Dosen – auch etwas Fremdheit und Distanz. Das macht erst die Herausforderung aus. Es ist gat nicht so leicht, sich das in einer dauerhaften Beziehung zu bewahren, wenn man sich eigentlich in- und auswendig kennt.

              Schlimm finde ich manche langjährigen Paare, die praktisch ihre Persönlichkeit miteinander verschmolzen haben, und bei denen die Partner ihre eigene Individualität aufgegeben haben.

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            • blindfoldedwoman schreibt:

              Wie gesagt, ich weiß das intuitiv vorher. Weiß, wie jemand küßt (ganz wichtig!) und ob es passt. Woher ich das weiß, darüber hab ich mir noch nie Gedanken gemacht. Es ist wohl Intuition plus Beobachtung (Lippen, Augen, Bewegungen, Kreativität). Diese Intuition hat mich noch nie getäuscht. Also keine Katze im (oder mit?) Sack.
              Und wieso nicht über Sex reden? Das macht doch Spaß und ist Teil des Vorspiels.
              Bei Männern bin ich so anspruchsvoll und wählerisch wie beim Essen. Nur mäßiger Sex würde alles verderben.
              Individualität ist unverzichtbar. Sonst könnte ich ja besser Sex mit mir selbst haben. Ich bevorzuge starke Charaktere, an denen man sich reiben kann, gleichzeitig ist aber eine Verbundenheit und dieses verschmelzen beim Sex einfach nur wundervoll.

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            • Diese Intuition hat mich noch nie getäuscht.

              Deine (bewussten oder unbewussten) Prüfverfahren sind aber sehr aufwendig, zeitintensiv und somit ineffektiv.

              Und wieso nicht über Sex reden?

              Es kommt wohl sehr auf die Art des Redens an. Das kann sehr schnell nur plump und völlig unerotisch sein. Vulgäre Sprache turnt mich ab. Zweideutige Anspielungen dagegen schätze ich sehr.
              Insgesamt möchte ich meine Zeit aber nicht mit solchem Vorgeplänkel, das nur nervt und die Umsetzung verzögert, verschwenden.

              Teil des Vorspiels

              Aus Vorspiel mache ich mir erst recht nichts. Mir fehlt dafür die Geduld. Lieber komme ich gleich zur Sache.
              Und wenn sich der Sex mit einem Mann dann als enttäuschend herausstellt, dann bleibt’s eben bei einem ONS.
              Bei beiderseitigem Gefallen dagegen lässt es sich noch beliebig ausbauen. 😉

              Was ich noch ergänzen möchte:
              Wenn du übermäßig wählerisch bist, entgeht dir auch etliches.
              Manchen Männern traut man vorher gar nichts so recht zu, aber dann gehen sie trotzdem voll ab, und es wird viel schöner als erwartet. Man muss ihnen nur die Chance dazu geben.

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            • blindfoldedwoman schreibt:

              Was nennst Du zeitintensiv? Würden mir entsprechende Signale fehlen, fände ich den Mann erst gar nicht attraktiv.
              Über Sex kann man auch ganz normal reden, wie über gutes Essen oder das Wetter. Das muß nicht mal eine erotische Komponente haben. Natürlich macht ein Geplänkel mit Zweideutigkeiten Spass und erhöht den Reiz.

              Für mich kommt Sex ohnehin nur in einer Partnerschaft in Frage. Ohne Gefühl ist es seelenloses Abarbeiten. Das gibt mir nichts.

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            • Was nennst Du zeitintensiv?

              Die ganze Kommunikation vorher, bis du dir völlig sicher bist, dass er deinen Ansprüchen genügt.

              Über Sex kann man auch ganz normal reden, wie über gutes Essen oder das Wetter.

              Solcher Smalltalk bringt mir nichts.

              Ohne Gefühl ist es seelenloses Abarbeiten.

              Nur wegen Sex Gefühle zu investieren, halte ich für reichlich übertrieben.
              Falls der Sex gut ist und sonst alles passt, dann und nur dann kann es sich (vielleicht) lohnen, Gefühle zu entwickeln.

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            • blindfoldedwoman schreibt:

              Das können wenige Telefonate und vlt. 2 Treffen sein. Manchmal reichte auch ein einziger Abend.
              Bei mir werden wohl Unmengen von Bindungshormonen ausgeschüttet beim Sex. Außerdem lassen sich Gefühle nicht steuern.
              Aber jedem das seine. Ich werde nie verstehen, wie man Sex haben kann, ohne Gefühle für den Partner zu haben. Mich erschreckt es sogar.

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            • Ein einziger Abend ist eine lange Zeit, wenn kein Sex dabei herausspringt.
              Mit mir unbekannten Menschen telefoniere ich nicht privat (beruflich lässt sich das nicht immer vermeiden), und würde daraus auch keinen zutreffenden Eindruck meines Gesprächspartners gewinnen.

              Tja, jeder reagiert anders.
              Für mich ist es eine äußerst befremdliche, beunruhigende Vorstellung, dass Gefühle eine zwingende Voraussetzung für Sex wären (früher hielt ich sie sogar für einem gelungenem sexuellen Erlebnis hinderlich).
              Vermutlich wäre ich mit dieser Einstellung immer noch Jungfrau.

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            • lh schreibt:

              Arthur, die Frage ist nicht ob Du das willst oder gut fändest. Die Frage ist ob sie das noch kann.

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            • Wolf schreibt:

              Stimmt, der Wiener Evolutionsbiologe Karl Grammer, hat mal gesagt (kann man auf YT finden), das eine Frau nach dem elften oder zwölften Versuch, statistisch kaum noch eine Chance hat, einen passenden Mann zu finden, der in ihre Traumwelt passt. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.

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            • Arthur schreibt:

              @blindfoldedwoman „Den besten Sex hat man mit Partnern, die ihre Erfahrungen in langjährigen Beziehungen gemacht haben. Da kommt es nicht auf die Zahl an.“

              Wer genau ist „man“? Das ist nicht meine Erfahrung. Hat nix zu tun mit der Dauer der Beziehung, nur damit, ob eine Verbindung da ist oder nicht.

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            • Was meinst du mit „Verbindung“?

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            • Arthur schreibt:

              @Anne Nühm: Mit „Verbindung“ meine ich ein Gefühl, dass „es passt“. Manchmal passt es für mich sehr schnell, manchmal irgendwann später und meistens nie.

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  10. noamik schreibt:

    Kann das gut nachvollziehen. Es war für mich auch ein Lernprozess zu akzeptieren dass Sex auch für Frauen Freude bedeuten kann. Ich würde das aber nicht auf die Feministinnen schieben wollen. Für meinen eigenen Fall würde ich Zola und seine Zeitgenossen für deutlich schuldiger halten. Die Literatur des 19. Jahrhunderts war nicht wirklich hilfreich ein realistisches Frauenbild zu entwickeln. Das Zerrbild hat sich aber mit 19-20 Jahren schnell gegeben.

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  11. Peter Müller schreibt:

    „Feminismus akzeptiert bei Männern höchstens den unterwürfigen, sich anbiedernden, sich ununterbrochen selbst geißelnden Ally“

    Hmm, also meine Erfahrung ist: Die meisten Feministas respektieren nur den Macho-Arsch und verachten solche „Allys“. Mann muss sich halt nur hüten mit Feministas in irgendwelche Machtspiele auf persönliche Ebene einzusteigen. Wenn sie blutdurstig werden, kann das heikel werden. Dann gibt es noch die Fraktion der Hardcore-Lesben-Femanzen. Die behandelt man am besten als hätten sie die Beulenpest.

    Aber für die allermeisten Frauen gilt auch nach meiner Erfahrung schon das was Du auch schreibst:

    „Unfeministische Frauen wollen selbstsichere, souveräne, durchsetzungsstarke Männer, die sich nicht vom neuesten feministischen #aufschrei beeinflussen lassen.“

    mit den Extra-Features „kann meine Gedanken lesen“, dickem Geldbeutel, Status und Statur (also 10 cm größer als sie). Wobei sie das mit dem „Gedanken lesen“ schnell hassen. 😉

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  12. hengisthamar schreibt:

    Warum also der „verklemmte“ Umgang mit Sex? Habe nachgedacht. Mir fällt auf: Nicht nur bei RTL sondern auch in den deutschen öffentlich rechtlichen Sendern, also ZDF und Co, kamen im Abendprogramm (also ab 20 Uhr 15) spätestens seit den 90ern manchmal in den (deutschen!!!) Krimiproduktionen sehr verstörende Vergewaltigungszenen vor. Weiße Männer wurde oftmals als brutal und skrupellos dargestellt. Ganz zu schweigen von skandinavischen Krimis! Sowas kann einen jungen Mann total verstören auf Dauer. Auch wenn man nur hier und da nur mal kurz in den Fernseher geschaut hat, diese „düstere Stimmung“ wenn es um Sex geht gibt es schon lange.
    Andererseits gabs damals in den späten 90ern aber auch Komödien wie American Pie. Aber auch das war eigentlich total dämlich was gezeigt wurde. Junge weiße Männer standen als Trottel da.

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    • Das kann ich nicht beurteilen. Ich schaue keine Krimis.
      Einen dieser American Pie Filme habe ich mal (versehentlich) gesehen, und stimme dir zu. Männer wurden dort als völlig hirnlos dargestellt.

      Jetzt bin ich im Rückblick erst recht froh, dass ich in meiner Kindheit und Jugend mit Begeisterung Raumschiff Enterprise angeschaut habe.

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      • hengisthamar schreibt:

        Anne, ich hab auch Enterprise geschaut und Voyager. Allerdings kam ich nicht umhin auch hier und da mal ein paar Minuten Krimi mitzubekommen. Will sagen: Die Vergewaltigungsszenen im Tatort haben Millionen Deutsche gesehen.

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    • rotepilleblog schreibt:

      in so ziemlich allen modernen Hollywood Filmen stehen Männer als Volltrottel da. Jetzt läuft „Der Sexpakt“ an, hab da ein Preview gesehen…mal wieder ein tolles Beispiel, musst mal den Trailer bei Youtube ansehen.
      Zielgruppe sind Teenager – die werden gleich auf männerfeindliche Linie gebracht.

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      • Arthur schreibt:

        Zu Männern und Frauen im Film:

        Was ich auf der anderen Seite auch ganz schrecklich finde, sind die weiblichen Charaktere in fast allen früheren Filmen von Jackie Chan, die immer nur vor Angst kreischen und völlig hilflos sind und überhaupt keine Charaktermerkmale haben. Die meisten Bond-Girls finde ich auch furchtbar.

        Am seltsamsten fand ich die Reaktion auf das Original der „Stepford Wives“ in 1975, der schon damals als „frauenfeindlich“ bezeichnet wurde, während die Frauen ja nur tatsächliche Opfer sind, während die Männer skrupellose, farblose Volltrottel sind, mindestens genauso hohlbirnig wie die Roboter-Frauen, die sie bauen.

        Prinzessin Leia und Han Solo – das ist mal ein cooles Film-Paar, auch wenn ich die Filme insgesamt dumm finde. Beide voller Schwächen und Stärken, beide clever, beide zynisch und vorlaut.

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    • Fiete schreibt:

      Na ja, so langsam wird dem Amis ihr eigener Neoviktorianismus peinlich. Ich habe mir gerade mal die ersten zwei Staffeln von „lethal weapon“ gegeben, da wird das puritanische Idiotentum zwar als heldenhaft, aber andererseits auch schon schmerzhaft vollbeknackt dargestellt. Wobei PC allerdings immer strikt beachtet wird. Da hört die Luschtickkeit dann auf. Die Rolle der Vernunft bleibt den Frauen überlassen.

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  13. virtualcd schreibt:

    Hallo Anne,
    est ist schon etwas spät, aber ich möchte dann doch noch mal meine 2ct absondern:

    Zum Ausgangspunkt: Du zitierst Kommentator Arthur („Für viele Männer, die in den 1960ern geboren sind wie ich, ist es ein festes Meme, dass jeglicher Sex Vergewaltigung ist, …), deine Antwort („Mein Mann ist auch in den 1960ern geboren, und ich kenne einige andere in ähnlichem Alter. Bei ihnen ist mir eine solche Mentatlität noch nicht aufgefallen. „) verbunden mit der Frage, wie die Erfahrungen dazu sind.

    Ich bin Jahrgang 1960 und habe 1979 mit dem Studium begonnen. Und da war es so, wie Arthur es beschreibt. Der Diskurs „jegliche Penetration ist Vergewaltigung“ war in ‚full swing‘. Das Schwarzer-Büchlein „Der kleine Unterschied uns seine großen Folgen“ hatte fast jede Kommilitonin im Bücherregal stehen.
    Es gab auch regelmäßig die Trupps der lila-belatzhosten Kampflesben – ja ich weiß, klingt nach Klische, aber die liefen damals wirklich alle so rum – welche Seminare zu beliebigen Themen mit diesem Themal „umfunktionierten“.
    Obwohl in der Minderheit funktionierte das, weil alle, einschließlich der Professoren eingeschüchtert waren. Alle waren links, fortschrittlich, niemand wollte als „frauenfeindlich“ gelten. Und der Vorwurf wäre sofort gekommen, wenn jemand interveniert hätte oder Widerworte gegen hätte.

    Auf den Männertoilletten wurde regelmäßig dieser Sticker hier gepflastert:

    Die Bildersprache ist deutlich: Jede Erektion ist „Männlichkeitswahn“, also eine psychische Störung. Und somit vom Mann zu vermeiden und wenn es doch passiert eben von außen durch gewaltsames herunterziehen des eregierten Penis zu unterbinden.

    Das war der Zeitgeist. Und wie gesagt: Es gab ein Klima der Einschüchterung, niemand hat sich getraut, zu widersprechen. Ziemlich genau das, was man jetzt mit den „SJW“ auch hat, die Begrifflichkeiten waren marginal anders …

    Dazu vielleicht noch zwei Anekdoten aus der Zeit:

    Einmal saß ich abends beim Bier in einer Studentenkneipe mit einem Kommilitonen, und der sagte einen Satz, den ich nicht vergessen habe, weil er die Stimmung so gut auf den Punkt brachte. Der lautete: „Man traut sich ja schon gar nicht mehr, eine Erektion zu haben. Weil das ja dann schon wieder so – im Wortsinne – „penetrant“ männlich ist.
    Noch signifikanter war aber, WIE der Satz gesagt wurde: Geflüstert, sozusagen mir ins Ohr geflüstert. Damit mit niemand sonst ihn hören konnte. Und nicht, ohne sich vorher hektisch drei mal umzusehen, ob auch wirklich niemand aus der Kampflesbenfraktion in Hörweite ist.

    Die zweite Begebenheit:
    Eines abends war ich mit meiner damaligen Freundin, einer Komilitonin, verabredet. Wir wollten noch ins Kino gehen. Als ich zur vereinbarten Zeit auf ihrer Studentenbude eintraf, war da noch so einen Frauen-Aktionsgruppe zu Gange, die lagen in den letzten Zügen mit ihrem Termin. Ich bekam noch die Zusammenfassung mit, die tatsächlich lautete: „Wir sinid uns also alle einig, JEDE Penetraion ist PER SE Vergewaltigung!“. Auch meine Feunding stimmte heftig zu.
    Am selben Abend lagen wir dann zusammen im Bett. Und da ich ja nicht vergewaltigen wollte, beschränkte ich mich also bei meiner Freundin auf Finger und Zunge. Und irgendwann wurde die immer unruhiger und irritierter und frage mich dann: „Ey, was ist los?“. Und ich sagte: „Ich dachte, Penetration ist Vergewaltigung, das habe ich ja heute abend gehört, also dachte ich, es gibt ja neben der Penetration noch andere schöne Dinge, die man machen kann im Bett.“
    Kurz: Ich war ein braver femininistischer „Ally“ – auch wenn es dar Wort damals noch nciht gab. Und ich meinte das wirklich so. Ich wollte natürlich nicht vergewaltigen.
    Da sagt sie zu mir: „Ach DAS …. das habe ich doch nur so gesagt. Weil es alle anderen gesagt haben … und ich mich nicht außerhalb des Gruppenkonsens stellen wollte“. Und hat mir dan ganz deutlich sowohl verbal wie nonverbal erklärt, dass zumindest für sie in der Praxis die Penetration sehr wohl zum Sex gehört und sie es so will und das andere unbefriedeng findet.

    Ende meiner Ausführungen zum Zeitgeist an den Universitäten in den späten 70ern und frühen 80ern.

    Es bleibt natürlich der Widerspruch, dass ich und auch Arthur sagen: Das war damals schon so. Und dein Mann mit ähnlichem Baujahr sagt: Kann mich nicht erinnern, das es so gewesen wäre.

    Die Erklärung ist m.E.n.: Es war damals noch sehr berechsspezifisch. Es war so in den Sozialwissenschaften und noch stärker in den Sprachwissenschaften. Germanistik, Anglististik, Linguistik waren die Epizentren der „Bewegung“. Es ging damals ja auch schon viel um „Gewalt durch Sprache“ usw. Und die Welle schwappte ziemlich ungebremst auf Psychologie, Soziologie, Erziehungswissenschaften, Philosophie usw. rüber. (Ich studierte Psychologie und Philosophie).
    Kaum vertreten war das Phänomen in den Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften oder auch in Fächern wie Wirtschaftswissenschaften oder Jura.

    So weit erst einmal aus meiner Sicht.

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    • Danke, VirtualCD, für das Teilen deiner Erfahrungen.
      Leider war dein Kommentar im Spam gelandet, und ich musste ihn erst herausfischen.

      Ich habe meinen Mann noch mal gefragt, wie er (er ist nur wenige Jahre jünger als du) das damals erlebt hat.
      Für ihn war damals das Aufkommen von AIDS die größere Einschränkung. Dadurch hätte sich das vorher freizügigere Klima gewandelt, und die Menschen viel zurückhaltender, was das Aufnehmen sexueller Kontakte betraf.
      Bei den wenigen Kommilitoninnen sei Feminismus kein Thema gewesen, und außerhalb der Uni gab er sich auch nicht mit Feministinnen ab.

      Aber du schreibst ja selbst, dass in MINT-Fächern diese Einstellung kaum vorkam. Das würde die unterschiedlichen Erinnerungen erklären.

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  14. Sander Aale schreibt:

    „Wichsen macht blind!“ ist mal nichts gegen das was der Feminismus angerichtet hat.

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